Falls Eure Hündin Abstammungspapiere hat, würde ich einfach mit dem zuständingen Verein Kontakt aufnehmen, und einen Termin für die notwendige Zuchttauglichkeitsprüfung vereinbaren. Parallel müsst Ihr Eure Hündin (und das solltet Ihr auf jeden Fall auch machen, auch wenn sie keine Ahnentafel hat!) von einem Tierarzt auf Kniescheibenluxation (Patella), Katarakt und PRA (vererbbare Netzhautablösung) untersuchen lassen. Das sind nämlich die Erbkrankheiten, die bei Pudeln immer mal wieder auftreten. Auch der in Frage kommende Deckrüde sollten diese Gesundheitsuntersuchungen natürlich vorweisen können. Andernfalls geht Ihr bewusst ein hohes Risiko ein, kranke Welpen zu produzieren. Und könnt von Euren späteren Käufern sogar noch juristisch belangt werden, wenn beim verkauften Hund diese Krankheiten auftreten sollten.
Außerdem - für einen "einfach mal so" produzierten Welpen kann man in der Regel nur einen Minimalpreis verlagen. Haben die Elterntiere aber die notwendigen Untersuchungen (mit guten Ergebnissen) und man sorgt für optimale Aufzuchtbedingungen - ist natürlich ein vernünftiger Welpenpreis zu erzielen.
Schöne Grüße,
Familie Ernst
Der Hinweis auf den "vernünftigen Preis" gefällt mir nicht so gut, lässt er doch vielleicht den falschen Schluss zu, mit seriöser Hundezucht liesse sich viel Geld machen... Wird hier nicht behauptet, wie gesagt mögliche Schlussfolgerung. Ansonsten ist dem nichts zuzufügen. Pudel leiden dank Zuchtwahl kaum noch unter Erbkrankheiten: Unter Zucht versteht man, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, u.a. an Aussehen, Gesundheit und Wesen möglichst das Optimale herauszubekommen. Alles Andere ist nicht Züchten, nur Vermehrung! Und das eine Hündin einmal im Leben werfen muss, ist ein altes, aber leider weit verbreitetes Ammenmärchen..... Also bitte, entweder richtig oder gar nicht!