Frage von searcher2, 109

DBT-Therapie letzter Ausweg?

Das Leben ist aufgrund meiner Krankheit die Hölle auf Erden, eine Achterbahn der Gefühle, es gibt kein aussteigen. Ich leide unter einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ, die mich in meinen Leben extrem einschränkt. Jeden Tag leide ich unter Stimmungsschwankungen, starken Gefühlsausbrüchen, autoagressiven Verhalten (Unterarme aufschneiden, Kopf auf den Boden schlagen), depressiven Episoden (weine jeden Tag), Impulsivität (wie z.B hysterisch schreien, auf die Straße rennen, Polizei anrufen, bin aber nie fremdgefährdent, richte alles gegen mich) und Suizidgedanken. Ich habe massive Probleme in der Gefühlsregulierung. Zudem ist mein Selbstbewußtsein ziemlich im Keller, weil ich Grundsicherung beziehe, schon 38 Jahre alt bin, noch Zuhause wohne und keiner Arbeit nachgehen kann (da chronisch krank geschrieben). Ich fühle mich manchmal wie ein Kind in einem Erwachsenenkörper. Aufgrund meiner Krankheit schaffe ich es einfach nicht eine Beziehung aufzubauen, da ich extrem isoliert lebe. Diese Kontaktstörung ist bei mir so heftig, wie ich es sonst nur von der schizotypischen Störung kenne, bei mir geht zwischenmenschlich nichts und das schon seit Jahrzehnten. Schaue den anderen beim Leben zu, anstatt ein Teil der Gesellschaft zu sein. Ich leide sehr darunter das ich keine Partnerin habe und noch nie eine Beziehung hatte, das macht mich seelisch kaputt. Es ist einfach schrecklich immer nur allein zu sein, keine Liebe zu bekommen, für mich ist das die reinste Seelenfolter. Ich möchte nicht nur geliebt werden, sondern auch Liebe geben. Mittlerweile habe ich schon konkrete Suizidphantasien wie ich mir mein Leben nehme wie z.B die Halsschlagader aufzuschneiden, einfach weil ich die emotionalen Spannungszustände und die unendlich große Traurigkeit, aufgrund von unerfüllten Sehnsüchten nicht mehr aushalte. Dann fühle ich mich so unverstanden, denke keiner versteht mich mehr (was leider auch oft der Fall ist), dadurch versinke ich immer mehr in der Spirale der Hoffnungslosigkeit. Ich will einfach nicht sterben, aber da ist irgendetwas in mir was mich zerstören will und ich glaube das es stärker ist als ich. Ich bin ambivalent ohne Ende, seelisch zerissen. Das ist kein Leben mehr, das ist ein Überleben.

So jetzt zu meiner Frage: Wäre eine DBT-Therapie bei der emotional instabilen Persönlichkeitsstöung vom impulsiven Typ zu empfehlen? Sehe eine DBT-Therapie als letzten Ausweg. Schade, ist nur das die Wartezeiten auf einen Platz so lang sind.

Sorry, das ich das hier reingeschrieben habe, aber das ist ein Hilfeschrei meiner Seele an die Welt da draußen.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo searcher2,

Schau mal bitte hier:
Gesundheit Psychologie

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Solaris80, 39

Hallo,
also ich denke, du könntest auf jeden Fall von einer DBT profitieren.

Ob die Diagnose aktuell emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom "impulsiven Typ" oder vom "Borderline Typ" lautet ist m.E. völlig egal.
Soweit ich weiß wollen viele Fachleute den Begriff "Borderline"  einfach gar nicht mehr verwenden, wegen der Stigmatisierung, die damit einhergeht und weil so unklar ist, was damit genau gemeint ist.

Deine Beschreibung deiner Situation erinnert mich sehr an meine eigene vor über 10 Jahren, bei mir kam noch ein massives Alkoholproblem dazu.

Mir haben drei Dinge geholfen, mich aus diesem "Sumpf" zu befreien:

- eine (stationäre) DBT

- Sport (regelmäßiges Hanteltraining zuhause als Skill um akut Spannungen abzubauen und Aikido um allgemein zu "innerem Frieden" zu finden)

- eine Medikation mit einem SSRI (Sertralin)

Wichtig bei der DBT ist vor allem, dass man sich darauf einlässt. Das heißt, man wird natürlich nicht "von selbst" geheilt. Aber das ist dir sicher klar. In der DBT lernt man u.a. "dysfunktionale Skills" Spannungen zu reduzieren (Selbstverletzung, Alkohol und andere Drogen) durch "Skills" zu ersetzen, welche einem keinen Schaden zufügen. Das ist nicht so einfach, weil die alten, dysfunktionalen Skills oft schneller wirken. Man muss einfach damit anfangen sein Verhalten zu ändern und die neuen Skills anwenden, auch wenn sie nicht so schnell wirken.
Ich hoffe es ist einigermaßen nachvollziehbar was ich meine.

Ich weiß ja nicht wo du wohnst, ich habe in Göttingen (damals noch LKH, heute Asklepios Klinik) die stationäre DBT gemacht.
Zumindest damals waren dort die Wartezeiten nicht besonders lang. Und das Konzept war, dass die DBT in Intervallen von 6 Wochen gemacht wird. Ich fand das sehr gut, dann kann man zuhause das gelernte anwenden (Rückfälle sind normal) und dann wieder nach einigen Wochen oder Monaten weitere Intervalle machen.
Bei einer monatelangen stationären Therapie ist es oft so, dass man dort im geschützten Rahmen große Fortschritte macht, aber sobald man wieder allein zuhause ist komplett in ein Loch fällt.

Was deine Suche nach einer Beziehung angeht, das kann ich auch ganz gut verstehen. Ich hatte seit über 10 Jahren keine Beziehung mehr. Die meiste Zeit denke ich heute allerdings, ich möchte gar keine Beziehung, und bin froh, wenn ich meine Ruhe habe.
Ist wahrscheinlich für die Fachleute eine "schizoide Persönlichkeitsstörung", aber die meiste Zeit leide ich nicht darunter. Mit dem allein sein hatte ich noch nie ein Problem, war in der Hinsicht also noch nie typisch "Borderline".

Willst du denn unbedingt eine ambulante Therapie machen oder ziehst du auch eine stationäre in Betracht?
Wenn du sowieso keine Arbeit hast (hatte ich in der Zeit in der ich die stationären Therapien gemacht habe auch nicht) dann kannst du ja auch eine stationäre Therapie machen.

Wünsche auf jeden Fall alles Gute und viel Erfolg!

Kommentar von searcher2 ,

Danke für dein hilfreiches Schreiben!

Stimmt, es ist mit Sicherheit die bessere Alternative sich bestimmte Skills (mentale wie auch physische) anzueignen, als seine unerträgliche Anspannung mit dysfunktionalen Skills abzubauen. Leider bin ich in Phasen der emotionalen Erregung extrem impulsiv, dann handel ich nur noch nach Gefühl, was mir ganz schön Angst macht. Stehe manchmal dermaßen unter Adrenalin, dass bei mir dann leider meistens nur noch eine Tablette hilft. Kalt duschen muss ich auch mal ausprobieren, ist immer noch besser, als mich zu ritzen, denn ich möchte meinen Körper das einfach nicht mehr antun.

Sehr wichtig ist es in meinen Fall auch präventiv zu handeln, damit es erst gar nicht so eskaliert. Dass heißt, ich muss die Signale schon vorher deuten, damit ich erst gar nicht in die emotionale Anspannung abdrifte, mich darin verliere, was gefählich für mich werden kann.

Schade, dass du seit über 10 Jahren keine Beziehung hattest, denn eine schöne Beziehung kann das Leben unheimlich bereichern. Aber, wenn du alleine glücklich bist, ist das natürlich vollkommen in Ordnung, es sei denn, es entsteht ein großer Leidensdruck, dann solltest du alles dran setzen an seiner Situation etwas zu ändern, aber wenn's dir gut dabei geht, ist alles im grünen Bereich. Dennoch wünsche ich dir auch eine erfüllende Beziehung, finde das irgendwie immer schade, wenn ein jünger Mensch über eine solange Zeit alleine ist. Ich flirte übrigens jetzt gelegentlich mit den Frauen, ist halt eine Übungssache, muss mich halt immer wieder überwinden. Vielleicht habe ich irgendwann ja mal Glück und lerne eine tolle Frau kennen.

So eine DBT-Therapie ist mit Sicherheit das richtige für mich, stehe jetzt aber erstmal auf der Warteliste. Der stationäre Aufenhalt geht übrigens 3 Monate, was ich ganz schön lang finde, weiß noch nicht ob ich das durchhalte.

Ich wünsche dir auch alles Gute!

Antwort
von Ostsee1982, 71


Diese Kontaktstörung ist bei mir so heftig, wie ich es sonst nur von der schizotypischen Störung kenne

Woher kennst du denn die Ausprägungen einer schizotypen Störung? Nur interessehalber würde ich dich gerne fragen wie das zustande kommt, dass du dich offenbar nach einer Beziehung sehnst, schreibst, dass es schrecklich sei alleine zu sein aber gleichzeitig wählst du doch freiwillig die Isolation? Ich stelle mir das schwierig vor einen Partner zu finden der das mitmacht aber gleichzeitig drehst du dich im Hamsterrad. Das dich keiner versteht würde ich auch nicht unterschreiben. Fachpersonal versteht dich, Betroffene verstehen dich, auch nicht Betroffene zeigen häufig Verständnis, das ist ja nicht niemand. Wenn du 38 Jahre alt bist, nehme ich an, dass du schon einen Therapiemarathon hinter dir hast. DBT und Traumatherapie ist erste Wahl. Wie du aber schon schreibst, sind die Wartezeiten lang, das ist nicht ungewöhnlich. Sicher hast du auch einen behandelnden Psychiater und/oder Psychotherapeuten der dir bestimmt jemanden in deiner Umgebung empfehlen kann.


Kommentar von searcher2 ,

Die schizotype Störung ist bekannt dafür das sie für schwerste Kontaktstörungen steht (ähnlich dem Asperger-Syndrom), dass bestätigten mir auch immer wieder Ärzte. Sicher macht die Störung viel mehr aus wie z.B seltsame Sprache / Verhalten / Styling, Beziehungsideen, ständiges Grübeln, paranoide Ideen, eingeschränkter oder inadäquater Affekt, magisches Denken, um nur ein einige Symptome dieser schweren Krankheit aufzuzählen, aber auch im zwischenmenschlichen Bereich greift die Störung massiv ein. So wünschen sich Schizotyp-Erkrankte zwar Kontakte, wissen aber nicht wie sie diese herstellen sollen, worunter sie sehr leiden, was bei mir ja ähnlich ist, nur das ich die anderen Symptome der schizotypischen Störung nicht erfülle. Die erste Diagnose die man bei mir stellte war übrigens Borderline, doch laut der Ärzte habe ich ganz klar eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ, bin also nicht der Borderline-Typ. Mit der schizotypen Störung kenne ich mich übrigens so gut aus, weil es mal eine Zeit gab, in der man mir mal schizotype Züge attestierte (doch davon ist man heute weg), was für mich der reinste Alptraum war.

Zur Isolation: Ich gehe kaum raus da ich keine Lust habe alleine und ziellos durch die Gegend zu laufen. Dann weiß ich nicht wo ich Leute kennen lernen soll, auf der Straße kann ich ja schlecht jemanden ansprechen. Ich bin auch mehr der schüchterne Typ, in Gesprächen dann aber sehr kontaktfreudig. Zudem bin ich emotional schnell aus der Bahn geworfen, was ein weiterer Grund für meinen Rückzug ist. Desweiteren beherrschen mich meine Gefühle, so rufe ich aus einer emotionalen Anspannung und Verzweiflung heraus ständig die Telefonseelsorge an, laufe nachts zur Psychiatrie oder habe mit der Polizei zu tun (weil ich diese entweder aufsuche oder anrufe), daher ergeben sich keine sozialen Kontakte, sondern immer nur zu Dienstleistenden, was mich extrem deprimiert. Außerdem verbringe ich den ganzen Tag in der virtuellen Welt, surfe den ganzen Tag im Netz, somit bleiben Kontakte im Real Life auf der Strecke. Dennoch ist Besserung in Sicht, besuche jetzt regelmäßig eine Borderline-Selbsthilfegruppe, entdecke bei Betroffenen auch immer wieder einige Parallelen zu mir.

Zum Thema Freundin: Sicher möchte ich gerne eine Partnerin haben, der Rückzug ist ja wie gesagt mehr unfreiwillig. Da ich aber Grundsicherung beziehe, keiner Arbeit nachgehe, psychisch krank bin und noch Zuhause wohne ist mein Selbstbewußtsein wie gesagt ziemlich weit unten. Zudem sagte mir mal eine Dame der Telefonseelsorge, wenn ich Borderline habe, dann darf ich auch keine Partnerin haben, was mich extrem verletzte, sowas bleibt sitzen und prägt sich tief ins Gedächnis ein. Dann ist da so eine unüberwindbare Barriere, ein Gefühl, was mich daran hindert eine Frau auf der Straße anzusprechen, dass ich jetzt leider immer noch habe, aber letztens habe ich es zum ersten Mal geschafft eine Frau im Bus anzusprechen, was in meinen Fall schon an ein Wunder grenzt. Stehe mir mit meiner negativen Denkweise auch selbst im Weg, glaube einfach nicht daran da ich jemals eine Freundin bekomme, es erscheint für mich geradezu unmöglich, rede mir das also selbst schon so tief ein, dass ich daran wirklich schon glaube, ist doch klar, dass sich dann nichts ergibt. Eine Freundin kann ich nicht erzwingen das weiß ich inzwischen, dass muss sich ergeben, entwickeln, ist aber auch oft Glückssache. Wenn ich eine Freundin kennen lernen möchte kostet mich das ziemlich viel Energie (da muss ich erstmal die Wohnung verlassen, meine Scheu überwinden, flirten was das Zeug hält, mit Niederlagen umgehen können) und die habe ich durch die Krankheit einfach nicht, mir fehlt einfach die Lockerheit und Entspannheit, bin einfach zu getrieben, rastlos wie ein umherirrender

Panther im Käfig. Die meisten lernen ihren Partner auch durch Freunde oder auf der Arbeit kennen, aber für mich, so ganz alleinstehend, ist es echt schwer da jemanden kennen zu lernen, nicht aussichtslos, aber halt sehr schwierig.

Klar könnte ich mich jetzt wieder mit Seroquel dauersedieren, um diesen quälenden Gefühlszuständen zu entkommen, aber dann stirbt in mir all die Lebendigkeit, dann geht nix mehr und ich isoliere mich noch mehr als ich es jetzt schon tue, liege nur noch im Bett, dass wäre dann kein Leben mehr, sondern ein vor sich hinvegetieren, von der enormen Gewichtszunahme ganz zu schweigen.

Das ist ja das kranke, dass ich mir das schon so tief einrede, dass ich denke, dass mich wirklich keiner mehr versteht. Manchmal ist mir schon gar nicht mehr bewusst wie krank ich überhaupt bin, wenn es nicht Menschen gäbe die mir das von außen spiegeln.

Stimmt, ich habe schon eine Odyssee von Psychiatrie-Aufenthalten (meistens immer nur von ein paar Tagen, zur Krisenintervention) hinter mir, war früher mal ein sogenannter Drehtürpatient. Sicher sind Gespräche wichtig, aber eben nicht nur. Ganz wichtig ist es jetzt dieses Muster der Isolation zu durchbrechen, aber wie?

Kommentar von Ostsee1982 ,

Wenn du den ganzen Tag im Internet surfst hast du es dann schon versucht mit Kontaktbörsen? Es gibt auch viele Menschen die zb. nur einen Freizeitpartner suchen oder wer körperliche Nähe sucht dafür gibt es zb. auch Kuschelgruppen. Damit könnte man Kontakt herstellen aber hat nicht die Anforderungen und Verbindlichkeit die eine Partnerschaft mit sich bringt. Also klein anfangen, mal gucken, wie geht es mir damit und dann sukzessiv steigern. Wenn du, so wie ich das aus deiner Frage gelesen habe, noch nie eine Beziehung hattest von Null auf 100 startest bleibt fraglich ob das nicht eher eine Überforderungen auslösen würde?! Hieße jetzt für mich, den positiven Wert steigern mit dem Aufbau von sozialen Kontakten und damit konstruktives abbauen wie zb. die Polizei aufsuchen. Partnerschaften sind für "Gesunde" auch nicht einfach zu bekommen. Eine Partnerschaft wo Liebe auf Gegenseitigkeit beruht ist ein Glückstreffer. Ich kenne einen Psychotherapeuten der ist schon weit über 10 Jahre alleine wo man denken müsste, der weiß wie es geht. Ich finde, wenn du dir soziale Kontakte erstmal über da Internet suchst musst du nicht zwangsläufig gleich darüber nachdenken die Wohnung zu verlassen, flirten was das Zeug hält. Niederlagen können dir natürlich schon passieren aber es immer noch eine Distanz da im Gegensatz zum persönlichen Treffen.

Vielleicht hast du auch Hobbies, Interessen die mit Außenaktivitäten verbunden sind. Somit hast du einen positiven Faktor und könntest darüber einen Kontakt aufbauen und eventuelle macht das auch weniger Stress.

Was die Therapien angeht: Du hast das ganze WE Zeit mal zu gucken welche Therapeuten bei dir in der Gegend DBT Therapie anbieten. Du kannst dir Verhaltenstherapeuten raussuchen. Es gibt auch spezielle Kliniken die auf Traumatherapie ausgelegt sind. Schreib dir das raus und an Montag würde ich jeden Einzelnen abtelefonieren und Termine vereinbaren. Soll heißen, mehrere Termine zu Erstgesprächen vereinbaren damit du auswählen kannst bei wem du dich wohl fühlst.

Kommentar von searcher2 ,

Danke erstmal für deine ausführliche Antwort!

Singlebörsen sind nicht schlecht, aber ich tue mich da noch ein bissel schwer. Aber du hast Recht, dass gute am Internet ist das man sich ja erstmal via Mail austauschen kann, wenn man dann merkt das man auf einer Wellenlänge liegt, könnte man sich ja eventuell auch mal treffen, dass würde mir auf jeden Fall leichter fallen, als eine Frau draußen anzusprechen.

Zu der Therapie: Eine Verhaltenstherapie habe ich auch schon in Betracht gezogen, aber ich muss jetzt auch endlich mal aktiv werden, handeln. Ich bin einer der alles zerredet und sich dann letztendlich nur im Kreis dreht, stagniert. Dennoch würde mich eine Verhaltenstherapie in meiner Entwicklung vorantreiben, viel wichtiger sind jedoch die sozialen Kontakte.

Denn Anfang habe ich jetzt schon mit der Bordi-SHG gemacht. Vielleicht melde ich mich demnächst auch in einem VHS-Kurs an, aber nicht mit dem Ziel unbedingt jemanden kennen zu lernen, denn dann wäre ein scheitern schon vorprogrammiert, sondern um mein Englisch wieder auf zu frischen oder um mir eine bestimmte Fähigkeit anzueignen. Gibt auch genug Kontaktstellen für psychisch Kranke, denn die schauen nicht wie belastbar ich bin, sondern nehmen mich meistens so wie ich bin.

Kommentar von Ostsee1982 ,

Was für dich vielleicht auch interessant sein könnte wäre eine psychosoziale Einrichtung für die Tagesstruktur. (nicht zu verwechseln mit einem stationären Aufenthalt). Das ist eine Einrichtung da kann man verschiedenste Angebote nutzen, auch Sportangebote, Mittagessen, Kunstgruppen und unter anderem kann man dort auch für eine Betreuung ansuchen für zuhause, da stehen dir 3-4 Stunden die Woche zu und wird finanziert über das Amt für Familie und Soziales. Damit hättest du eine ständige Betreuung und hängst nicht komplett in der Luft. Auch die könnten bei der Therapeutensuche behilflich sein, Amtsgänge usw.

Kommentar von searcher2 ,

So eine psychosoziale Einrichtung habe ich auch vor zu besuchen. Vielleicht suche ich morgen noch eine Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen auf, denn sonst verschiebe ich es immer wieder.

Leider fällt in meinen Fall das ambulant betreute Wohnen weg, der LVR stellt die Bedienung, dass ich mir innerhalb von einem halben Jahr eine eigene Wohnung zu suchen muss. Da ich momentan aber bei meiner Mutter wohne, übernimmt der LVR nicht die Kosten für ein ambulant betreutes Wohnen. Die sparen leider immer am falschen Ende.

Antwort
von marylinjackson, 66

Ja, mach das.

Du bist nicht allein, es gibt noch Deine Eltern und viele Betroffene.

Kommentar von searcher2 ,

Danke dir!

Glaube auch das ich von einer DBT-Therapie profitieren werde. Denn so wie es jetzt ist kann es nicht weitergehen.

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