Frage von AppleDavid, 95

DAX-Aktien kaufen: 170 € Gewinn von 9.850 Punkten bis 10.020 Punkten?

Hallo, ich habe mal eine Frage bezüglich dem Kauf von (DAX-)Aktien. Der DAX steht momentan bei 9.850. Meine Rechnung, wenn ich 10.000 € anlege und bei 10.020 verkaufe: Die prozentuale Zunahme von 9.850 zu 10.020 beträgt ca. 1,7 %. Das macht bei 10.000 € 170 €. Würde ich wirklich einen Gewinn von 170 € machen? Oder habe ich das falsch verstanden?

Ich würde mich über konstruktive Antworten sehr freuen.

Viele Grüße, David.

Antwort
von Krogerliese, 49

Das ist absolut richtig, wobei bei einer Bank noch schöne Gebühren dazu kommen, bei einem Broker weniger. Hast Du einen Broker, der seinen Haiptsitz NICHT in Deutschland hat, müsstest Du den gewinn dann am Jahresende beim Steuerausgleich angeben (nicht vergessen :-) ) , da die Steuer ansonsten nicht automatisch abgezogen wird wie bei einer deutschen Bank.

Also Broker z.B. WHselfinvest oder CMCmarkets. Zum reinen Dax-Handel kannst Du auch ETXCapital nehmen, die sind aum billigsten, allerdings nicht für andere Trading-geschichten geeignet.

Kommentar von AppleDavid ,

Hallo Krogerliese,
wie ist das mit den Steuern, wenn ich das selbst mach oder über einen Broker in Deutschland? Wie wird von mir die Kapitalertragssteuer eingetrieben? Ich haben von solchen Steuersachen noch so gut wie gar keine Ahnung. Wie läuft das praktisch ab? Woher weiß der Staat, dass ich ein Depot habe und dort auch Gewinne gemacht habe?
Vielen Dank für deine Hilfe!
Grüße,
David.

Kommentar von Krogerliese ,

Deutsche Banken sind verpflichtet, die Steuer gleich abzuzweigen, ausländische nicht. Der deutsche Staat weiß nicht automatisch, dass Du ein Depot hast. Wenn Du bei einem ausländ. Broker bist, musst Du zwar (laut Gesetz) das beim Jahresausgleich angeben, aber manchmal ist man eben auch vergesslich :-) :-)

Kommentar von AppleDavid ,

Das heißt, die Bank zieht die Steuer automatisch ab und übergibt diese an das Finanzamt? Ich muss da also nichts mache mit Finanzamt und Steuern?

Kommentar von AppleDavid ,

Das heißt, ich kaufe die Aktien, lass das eine Zeit lang laufen und dann verkaufe ich wieder. Wenn ich verkaufe habe ich natürlich wieder ein Guthaben. Zieht die Bank hiervon automatisch die Steuern (und ihre eigenen Gebühren) ab? Als Guthaben habe ich dann Verkaufserlös (10.170 €) - 30,5 % Steuern - Bankgebühren, richtig?

Werden die Gebühren vom tatsächlichen Gewinn (170 €) oder vom Verkaufserlös (10.170 €) abgezogen?

Kommentar von Krogerliese ,

Nein, die Gebühren haben nichts mit dem gewinn zu tun, die hast Du bei verlsut genauso. Aber vom gewinn werden Dir 25 % Steuer abgezogen, was gleich ans Finanzamt geht (bei deutschen Banken)

Tip: Wenn Dir das zu kompliziert ist, versuchs doch erstmal mit Quartalstrading. Über Google findet Du da einige Seiten, die Dir das haargenau erklären (oder Youtube)

Kommentar von AppleDavid ,

Werden mir die 25 % (bzw. 30,5 %) von den 170 € Gewinn oder von den 10.170 € Verkaufserlös abgezogen?

Kommentar von Krogerliese ,

steht doch oben: Vom Gewinn

Kommentar von AppleDavid ,

Zitat: "[…]müsstest Du den gewinn dann am Jahresende beim Steuerausgleich angeben[…]"

Was genau ist ein Steuerausgleich? Ich hatte bisher noch nie etwas mit Steuern oder Finanzamt zu tun, da ich (erst) 19 bin. Ich kenne mich da also nicht so aus. Wie würde das praktisch ablaufen?

Antwort
von napoloni, 29

Deine Rechnung stimmt. In der Regel wirst du beim Kauf und beim Verkauf noch eine Gebühr bezahlen. Und der Gewinn wird wie beschrieben besteuert (25%, darauf 5.5% Soli und ggf. Kirchensteuer, also vereinfacht 30%).

Wenn du einen Freistellungsauftrag einbringst, keine Steuer. Wenn du nur geringes Einkommen hast, kannst du dir die Steuer später über die Einkommenssteuererklärung zurückholen.

Aktuell würden die Dax-Unternehmen aus deinen 10.000 Euro etwa 2 Euro täglich erwirtschaften. Du brauchst dir also nicht unbedingt den Stress mit kaufen/verkaufen machen. Über kurz oder lang sammelt sich auch so etwas an^^

Kommentar von AppleDavid ,

Wann kann ein Freistellungsauftrag beantragt werden? Was sind die Bedingungen dafür? Warum sollte der Staat (auf Antrag) auf die Steuern verzichten?

Kommentar von napoloni ,

Jeder Bürger hat das Recht, 801 Euro Gelderträge unversteuert zu erwirtschaften. Den Freistellungsauftrag kannst du jederzeit bei deiner jeweiligen Bank einreichen, besser natürlich, bevor du dort Gewinne realisierst oder Zinsen/Dividenden/Ausschüttungen kassierst. (Du kannst auch bei verschiedenen Banken verschiedene Freistellungsaufträge haben, die zusammen aber nicht 801 Euro überschreiten dürfen).

Warum der Staat auf diese Steuern verzichtet? Egal :) Ich sehe das als Bonus "für den kleinen Mann", ein kleine Belohnung für kleine Sparer^^

Kommentar von AppleDavid ,

Gelten die 801 € pro Monat? Oder wie ist das?

Kommentar von napoloni ,

Im Jahr.

Antwort
von BrutalNormal, 58

Mathematisch ist das korrekt.

Dennoch vergisst Du, dass du in der Regel noch Ordergebühren zahlst an die Bank/Broker und Vater Staat nimmt die Kapitalertragssteuer auch gleich mit weg. Da hast du zwar einen jährlichen Freibetrag und das bekommst du wieder zurück mit der Steuererklärung, aber erst mal ist das Geld weg.

D.h. aus den 1,7% werden schnell sehr viel weniger zum reinvestieren.

Kommentar von AppleDavid ,

Hallo BrutalNormal,

vielen Dank für deine Antwort. Das mit den Gebühren verstehe ich ja noch. Je nach dem, wo ich das Depot eröffne fallen Gebühren an. Da muss ich halt ein Depot finden, dass möglichst geringe Gebühren berechnet. (Hast du da einen Tipp?)

Wie ist das mit den Steuern? Wie wird von mir die Kapitalertragssteuer eingetrieben? Ich haben von solchen Steuersachen noch so gut wie gar keine Ahnung. Wie läuft das praktisch ab? Woher weiß der Staat, dass ich ein Depot habe und dort auch Gewinne gemacht habe?

Vielen Dank für deine Hilfe!

Grüße,

David.

Kommentar von BrokerJohny ,

vater Staat nimmt den Steuerlichenbetrag auf den Gewinn nur dann gleich weg wenn es sich um ein deutsches Bankkonto handelt ansonsten erst am Ende des Jahres so mit kann man mit mehr Kapital weiter arbeiten.

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