Frage von ramlon, 54

Dauerübelkeit, Schwindel?

Hallo liebe Community, habe folgendes Problem, seit 3 Jahren ist mir eigentlich immer übel, seit ca. 1,5 Monaten kommt auch noch Schwindel hinzu aber nicht durchgehend. Es ist kaum noch auszuhalten und nimmt mir so ziemlich die Lebensfreude. Viele Freunde sagen das es bei mir die Psyche ist wofür auch Gründe da liegen würden ( Subarachnoidalblutung bei meiner Freundin vor 4 Jahren, sämtliche Coiling versuche fehlgeschlagen, letzter Versuch erfolgreich, nach 6 Monaten dislokation der Coils mit anschließenden Clipping, Prognose der Ärzte zwischendurch: Es sieht nicht gut aus) über dieses Ereignis habe ich bis heute mit niemanden gesprochen, wie ich mich gefühlt habe in der Zeit ( hat auch niemanden interessiert ), nächster möglicher Grund: Nachtschicht ( in meiner 2. Nachtschicht Woche fing der Horror an, nachmittags aufgestanden und seitdem ist mir immer schlecht! Nächster Grund: Umzug in neue Wohnung ( erste Nacht in der neuen Wohnung war die Hölle, Würgereize die komplette Nacht durch, konnte nicht einen Schritt laufen ohne einen Brechreiz zu haben. Jetzt 3 Jahre Später habe ich mich doch mal durchgerungen zum Arzt zu gehen, nachdem ich auf Arbeit ( bei der Nachtschicht ) einen extremen Schwindelanfall hatte, vermutlich Panikattacke, dachte das wars mit dem Leben, so schlimm war es, musste dann auch nach Hause. Danach zum Hausarzt und Blut abgenommen: Cholesterin wert zu hoch der rest war normal, Ekg ( Ruhepuls um die 100 ), eine Woche Später ins Krankenhaus weil ich zu Hause wieder son Panikanfall hatte, dazu muss ich sagen das ich bei den Anfällen ziemlich oft Pinkeln muss ( ca. 6-7 mal innerhalb von 2 Stunden ) Im KH Blut abgenommen hier die Werte:

Auffällig: ft3 6,14, Leukozyten 16,8 Im Normbereich lagen: Natrium, Kalium, Kreatinin, Bilirubin, Lipase, Cholesterin, GGT, TG, Troponin zweimal negativ, CrP, ALAT, ASAT, ft4, TSH, Hämaglobin, Hämatokrit, Erythozyten, Thrombozyten, MCH, MCV, MCHC, Gerinnung, Urinstatus, Blutzucker. Säure Basen Status unauffällig. sämtliche BTM: negativ Differenzialblutbild: Neutro. 82, Lymphozyten 10, Monozyten 6,3, Eos. 0,5, Bas. 0,7, Stab. 0,06, Seg. 0,74, Ly. 0,13, Mono. 0,02. 3 mal EKG: Sinustachycardie, Puls immer um die 120 Echokardiografie. leichtgradige Trikuspidalinsuffiziens Sono Schilddrüse: homogen, normal Groß, keine Raumforderung Sono Abdomen: Pankreas unauffällig, leber normal, galle o.B., Nieren normal Groß, keine Stauung, Milz o.B., kein Aszites. Röntgen Thorax: unauffälliger kardiopulmonaler Befund.

4 Wochen später Blut abnehmen: Leukos bei 9,5, ft3 normal, ft4 jetzt zu hoch.

am 11.08. zur Magenspiegelung ( letzte Hoffnung :-(

Selbsttest urin: alles normal Selbsttest Helicobacter Plori: negativ

Sorry falls es ziemlich unübersichtlich ist aber hoffe mir kann jemand helfen bzw. tipps geben, denn in diesem Zustand hat das Leben für mich einfach keinen Sinn mehr und macht auch kein Spaß mehr :-( P.s. Muss dazu sagen das ich ziemlich viel Rauche und Cappucino trinke.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schnoerpfel, 27

Psychosomatische Störungen sind mittlerweile weit verbreitet. Schwindel und Kollapsgefühl sind typische Symptome. Wenn Du zum Beispiel mehrere Stunden lang sitzt und dann versuchst, aufzustehen, kann es zu Schwindelgefühl kommen oder Du hast den Eindruck, Dir klappen einfach so die Beine weg, mit der Gefahr, jeden Moment auf dem Fußboden zu fallen. Ebenso gehört häufig eine Art Wirklichkeitsentfremdung (Derealisation) dazu. Dann bekommst Du das Gefühl, dass alles um Dich herum ein einziger Kinofilm ist, an dem Du selbst nicht teilnimmst. Alles sehr unschöne Dinge.

So leid es mir tut, das sagen zu müssen, aber das, was Du momentan als schlimm empfindest, ist noch lange nicht der ganze Horror. Das klingt noch nach "gemäßigten" Panikattacken. Deshalb zeitnah behandeln lassen und einer Chronifizierung entgegenwirken.

Kommentar von ramlon ,

Erstmal danke für die Antwort, bei mir kommt es so vor: ich merke langsam wie mir komisch wird, dann habe ich ein seltsames gefühl im körper und teilweise eine abwesenheit, muss mich dann bewegen und am besten was trinken und an die frische luft, renne dann dauernd auf klo pinkeln und irgendwann normalisiert sich das ganze wieder, habe aber den eindruck das dieses phänomen hauptsächlich in der nachtschicht vorkommt. Fahre aber schon mit dem gefühl zur arbeit, hoffentlich kommt das heute nicht wieder vor und ja dann merke ich irgendwas ungewöhnliches und denke nur: och nee fängt das jetzt schon wieder an, und zack schon gehts los :-(

Kommentar von schnoerpfel ,

Es fängt an, weil Du erwartest, dass es anfängt. Das Gehirn speichert den Ablauf aus den vorherigen Ereignissen, sodass es vorkommen kann, dass Deine "Anfälle" etwa zur selben Tageszeit wieder auftauchen. Da Dein Gehirn sich daran erinnert, wie widerlich die Symptome sind, wird die Angst davor zusätzlich angeheizt. Das ist ein Teufelskreis. Die Angst vor der Angst.

Hinzu kommt, dass man intensiver auf den Körper achtet und beginnt, ihn zu analysieren. Das verstärkt das unangenehme Gefühl, man steigert sich immer weiter rein und daraus entsteht z.B. eine Panikattacke.

Auch gewöhnliche Körperabläufe können plötzlich ganz unangenehm empfunden werden und zu Angst und Panik führen, zum Beispiel der Drang, auf Toilette zu müssen. Bei Betroffenen kann das z.B. starke innere Unruhe, Schweißausbrüche und Zittern auslösen.

Wenn Du mal wieder geistig "abwesend" bist (Dissoziation), klatsch Dir mal kaltes Wasser ins Gesicht. Manchmal hilft das. Oder spiel Ball gegen die Wand.

Nichtsdestoweniger wirst Du einen Psychotherapeuten aufsuchen müssen.

Kommentar von ramlon ,

Puh ja dann brauch ich wohl wirklich einen psychologen, das mit dem zittern kommt bei mir auch dazu...vielen dank für ihre ausführliche antwort :-)

Antwort
von Lumpazi77, 33

Du hast kein körperliches, sondern ein psychisches Problem. Eine Behandlung, möglichst in einem BKH, ist dringend erforderlich ! Rede mit Deinem Hausarzt darüber.

Antwort
von Gestade3, 11

Hallo,

schwierig. Es gibt ca 70 verschiedene Arten von Schwindel und sehr viele Medikamente. Du musst Dich an einen Neurologen wenden.

Alles Gute

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