Frage von Mel1205, 70

Dateigrößen umrechnen, z.B. GiB zu GB?

Hallo :)

vielleicht kann mir ja hier jemand helfen. Und zwar habe ich eine Frage zur Umrechnung von Dateigrößen, z.B.

Aufgabe: Datei ist 2,5 GiB groß, wieviel GB sind das?

Lösung ist ja, 2,5 x 1024Mebibyte x 1024 Kibibyte x 1024 Gibibyte geteilt durch: 1000x1000x1000

= 2,68 GB

Aber WIESO? Ich raffs einfach nicht wieso man das mal alle möglichen Mebi-, Kibi- und Gibibyte nehmen muss.

Danke schonmal im voraus :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Koellemann, 45

Hi!

Das ist eigentlich keine grosse Sache.

KB, MB, GB sind eigentlich nur entstanden um die Groessen fuer den Endkunden verstaendlicher zu machen indem man einfach 1000 fuer 1024 verwendet hat. So hast du zum Beispiel auch wenn dur dir eine externe Festplatte mit 2TB kaufst im Endeffekt nur 1,86TB verfuegbaren Speicher.

Ausserdem stammen die bezeichnungen kilo, mega, giga aus der Physik und erhoehen den Wert um den Faktor 1000. Also wird mit 1000 gerechnet.

Hast ja gerade selbst an deiner Berechnung bewiesen dass GiB nominell weniger sind als GB, der verfuegbare Speicher bleibt aber gleich :)

Expertenantwort
von LemyDanger57, Community-Experte für PC, 30

Das liegt daran, das sich diese Präfixe auf unterschiedliche Basen beziehen. Die bekannteren (und deswegen häufig auch falsch verwendeten)  haben eine dezimale Basis , und werden auch in der Form 10 hoch x geschrieben (Kilo, Mega, Giga etc, abgekürzt KB, MB, GB.).

Die normalerweise in der Datenverarbeitung verwendeten basieren dagegen auf einer binären Basis, geschrieben  2 hoch x. (Kibi, Mebi,Gibi).

Hier mal ein Artikel dazu:  

https://de.wikipedia.org/wiki/Vors%C3%A4tze_f%C3%BCr_Ma%C3%9Feinheiten

Antwort
von kloogshizer, 23

Das hängt mit der Effizienz der Adressierung zusammen. Um 10 verschiedene Speicherstellen adressieren zu können benötigt man 4 Bit. Die letzte Speicherstelle hätte die Adresse 1001. Mit vier Bit lassen sich aber 2^4= 16 Speicherstellen adressieren, wobei die letzte Adresse die 1111 wäre. Es wäre also Verschwendung von Bits (Busbreite) wenn man dezimal denken würde. Mit jedem weiteren Bit was dazukommt verdoppelt sich der Adressraum.

und mit 10 bits hat man eben 2¹⁰ = 1024 Adressen, ist purer "Zufall", dass das so nah an 1000 liegt

Kommentar von kloogshizer ,

Wenn man das weiter spinnt, und die zehn adressen 0000 bis 1001 als Basis nimmt, könnte man diese mit weiteren 4 Bit zu Hundert Adressen zusammenfassen. Man hätte dann einen Adressraum von 0000 0000 bis 1001 1001. Das letzte Byte eines Megabytes hätte in diesem 10er-System die Adresse:

1001 1001 1001 1001 1001 1001

obwohl man mit 24 Bit eigentlich 2²⁴ Byte adressieren könnte, das sind über 16 Megabyte.

Antwort
von vagabond3, 23

die basis ist beim einen 10 beim anderen 2:

https://de.wikipedia.org/wiki/Datenmenge

Relevante Präfixe

Griechische und Italienische Vorsätze für Maßeinheiten werden üblicherweise Bits und Bytes vorangestellt. Im Folgenden werden die SI-Präfixe
(k, M, T, G, …) in ihrer dezimalen Bedeutung verwendet. In der
IT-Praxis werden für Datenmengen die SI-Präfixe meist als Binärpräfixe
(1 kB = 1024 Byte, …) verwendet. Die Akzeptanz der dafür vorgesehenen
IEC-Binärpräfixe
(Ki, Mi, Gi, …) ist in der IT-Branche gering, auch mit den normalen
Namen wird normalerweise die 1024 Byte Umrechnung impliziert.

Kilo und Kibi

Kilobyte (kB) (103 Byte = 1000 Byte),

Kibibyte (KiB) (210 Byte = 1024 Byte), üblicherweise wird jedoch KB zur Unterscheidung von kB geschrieben, weil es geläufiger ist.

Kommentar von vagabond3 ,

das soll 10^3 byte bzw 2^10 byte heißen! ;-)

Antwort
von mirolPirol, 26

Das müsste man gar nicht, wenn uns die Hersteller von Speichermedien nicht immer besch*ßen würden. Die verkaufen uns eine 500GB-Festplatte, die aber nur 465,66GiB hat, einfach weil die Zahl größer aussieht und der mensch mit 1000 besser rechnen kann. Der Computer rechnet aber mit Binärzahlen (2^10 = 1024).

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