Frage von nobytree2, 105

Das vorhergesagte Sonnenwunder von Fatima - ein Phänomen nach Vorhersage durch drei kleine Kinder?

Am 13. Oktober 1917 haben tausende Menschen ein merkwürdiges Sonnenereignis in Fatima gesehen. Hierzu gibt es viele Theorien und Überlegungen, welche als Erklärungen ausschließlich naturwissenschaftlich anerkannte Gesetzmäßigkeiten heranziehen wollen (Massensuggestion, Sandsturmtheorie, atmosphärische Effekte etc.). Was ich davon halten soll, weiß ich nicht, das ist auch nicht der Punkt hier.

Wie geht man aber mit der Tatsache um, dass schulisch nicht wirklich herausragende Kinder dieses Phänomen 92 Tage vorausgesagt haben? Woher kommt diese Genauigkeit im Zeitpunkt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von janfred1401, 65

Genau das macht es ja interessant. Schließlich haben sich ja 10000nde Leute an dem Tag dort versammelt, wie es den Kindern drei Monate vorher gesagt wurde. Das die Kinder schulisch nicht herausragend waren ? Das spielte wohl wirklich keine Rolle. Die Schüler haben es ja nicht vorhergesagt, das Datum wurde ihnen über eine Erscheinung mitgeteilt.

Das dann Wissenschaftler 70 Jahre später ihre Theorien aufstellen, wie Saharastürme usw. ist schon fast lustig. Unter den ca. 40000 Zeugen am 13.okt.1917 waren ja nicht nur Gläubige, sondern auch eine Menge kritischer Zeitungsleute.

Kommentar von Digarl ,

Weshalb lustig? Sie waren dabei .. doch wirkliche Erklärung konnten sie wohl nicht liefern. Es geht ja nicht ums widerlegen eines Wunders, es geht um das erlernen der Natur. 

Kommentar von janfred1401 ,

Sorry, mit lustig meinte ich die Erklärung von Wissenschaftlern in den 80er Jahren.

Bei Wikipedia unter dem Punkt "Bewertung der Ereignisse" sind fast alle Stellungnahmen zu der Sache, die erst Jahrzehnte später gemacht wurden, von Leuten, die nicht dabei waren. Die eher unreligiösen Presseleute, die 1917 dabei waren, haben die Sache nie abgestritten. Eher bestätigt. Für mich war es jedenfalls ein Wunder.

Kommentar von Digarl ,

Achso, ich dachte du meintest die allgemeine Erforschung von vergangenen, gut protokollierten Ereignissen. 

Antwort
von Raubkatze45, 50

 Wer die Geschichte von Fatima kennt, weiß auch, dass den Kindern der Zeitpunkt von "Unserer Lieben Frau" vorhergesagt wurde - wie auch manches andere. Wer gläubiger Katholiik ist, weiß auch, dass die Kirche nach Prüfung aller Theorien die Erscheinungen und die Botschaft von Fatima als echt anerkennt und vornehmlich Papst Johannes Paul II eine ganz besondere Beziehung dazu hatte.

Fatima ist mir zwar zur zweiten Heimat geworden und ich habe viel darüber geschrieben, es ist aber kein Diskussionsthema für mich bei GF.

Antwort
von OnkelSchorsch, 66

Auf Hoaxilla wurde bereits hingewiesen. Lies auch das hier mal:

http://blog.gwup.net/2010/05/10/die-geheimnisse-von-fatima-ii-das-sonnenwunder/

Zitat:


>> "Was ist tatsächlich geschehen? Sehr wahrscheinlich dieses:


Kurz vor dem „Sonnenwunder“ hatte es geregnet. Durch den Dunst war
die Lichtstärke der Sonne vorübergehend etwas herabgesetzt, sodass
einige der Schaulustigen einen Blick auf die Sonnenscheibe riskieren
konnten.


Wegen der immer noch enormen Helligkeit des Himmelskörpers versucht
das Auge, ihr aus Selbstschutz auszuweichen. Der Sonnentanz ist also
nichts anderes als ein autokinetischer Effekt, eine optische Täuschung, bei der Lichtquellen durch unwillkürliche Augenbewegungen als bewegt wahrgenommen werden." <<

Wenn du magst, kannst du auch gerne die Teile 1, 3 und 4 lesen, sie sind dort verlinkt. Darin wird auf die anderen Aspekte eingegangen.




Kommentar von nobytree2 ,

Danke für den Hinweis. Es ging aber speziell um die Vorhersage.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Lies dich da mal ein. Du wirst feststellen, dass es das alles insgesamt gar nicht gab.

Antwort
von Eselspur, 42

Ich bin soetwas nicht grundsätzlich negativ eingestellt, denke aber nicht, dass wir einzig darauf unseren Glauben aufbauen können/sollen.

http://www.gottliebtuns.com/mobile/fatima.htm

Antwort
von Jekanadar, 77

http://www.hoaxilla.com/hoaxilla-187-das-sonnenwunder-von-fatima/

Wenn du ein wenig Zeit hast, hör dir das mal an. Gut recherchiert und spannend erzählt.

Kommentar von nobytree2 ,

Tatsächlich ein interessanter Beitrag. Dennoch beantwortet es meine Frage leider nicht ganz überzeugend, unabhängig davon dass nicht alle dort aufgeführten Argumente wirklich gut sind. Drei Kinder sagen etwas 92 Tage voraus und daraus wird etwas Mediales, was auch immer es ist. Mir geht es darum, dass die Kinder ein Sonnenwunder 3 Monate vorher voraussagen und daraus wird nicht die große Enttäuschung, etwa ein Riesenspott zu deren Lasten, der Superflop, sondern etwas, was tausende als Bestätigung der Aussagen der Kinder empfunden haben.

Was haben die drei Kinder davor gedacht? Einfach nur geschätzt, probiert und hatten unwahrscheinliches Glück des Zusammenwirkens von bis dahin unbekannten Umständen, Wirkweisen und Zusammenhängen? Hatten die drei Kinder einen genialen Plan, der komischerweise aufging oder hat sich eine kindhaft geäußerte Prophezeiung dank eines Konvoluts von ungewöhnlichen Umständen zufälligerweise bewahrheitet?

Wie auch immer, wenn ich den Zufall für die Erfüllung der Prophezeiung drei Monate vorab zu arg bemühe, bin ich doch wieder bei etwas Sonderbares, das zu ignorieren mir die Vernunft verbietet. Der PodCast nennt zwar viele Gründe und nimmt ordentlich Mystifizismus weg, aber dennoch bleibt das eigentliche Geschehen:

  • Vorhersage 3 Monate vorab
  • Eintritt eines Ereignisses, welches später sehr viele, auch Kritiker, als Bestätigung der Vorhersage ansahen

Es geht um die Präzision der Vorhersage von drei eher ungebildeten Kindern.

Antwort
von Rowal, 30

Ich gehe davon aus, dass der Kern der Frage ist, ob das Sonnenwunder als Beweis dafür dienen kann, dass die 3 Kinder eine Privatoffenbarung erfahren haben. Hierzu folgendes:

Es wurde ein Wunder für den 13. Oktober 2017 vorhergesagt, aber nicht genau, was für ein Wunder. Zum Zeitpunkt des "Wunders" wurde die Sonne mit Sonnenteleskopen beobachtet und es wurden keinerlei Auffälligkeiten entdeckt. Ein Sonnenwunder im eigentlichen Sinne gab es überhaupt nicht. Von den tausenden Besucher, die extra gekommen waren, um ein Wunder zu beobachten, nahmen aber einige eine "tanzende Sonne" wahr.

Es war eine selbsterfüllende Prophezeiung. Die Menschen, deren Religiosität von der sozialistischen Regierung rücksichtslos unterdrückt wurde, sehnten ein Wunder herbei und erwarteten eines. Und so deuteten sie natürliche Vorgänge als Wunder.


Antwort
von quopiam, 25

Wenn ich Dir heute ein Mondwunder prophezeihe, das in 100 Tagen stattfinden wird, und Du unterstellst mir großen Glauben und daß ich die "Jungfrau Maria" gesehen habe, und Du bist selber gut gläubig und sehnst Dich nach einer Bestätigung Deines Glaubens durch irgendein Wunder - dann wirst Du auch das Mondwunder erleben. 

Es ist eine "self fulfilling prophecy", die auf extrem bereitwilligen Boden gefallen ist. Für die Kinder war es ein Spiel, das ihnen mit der Zeit über den Kopf wuchs - die Fatima-Freunde mögen mir verzeihen, daß ich an ihren Glaubensinhalten rüttle. Die Fatima-Kinder hatten längt die Erzählungen von anderen "Erscheinungen" gehört, namentlich die in Lourdes. Es gibt auch eine Reihe von ziemlich entlarvenden Interviews mit Menschen, die Zeugen des "Wunders" und ziemlich unbeeindruckt waren. Aber diese Gespräche waren nicht spektakulär genug und paßten nicht in die Nachrichtenlage, um so mehr als Fatima sich erhoffte, als Ort ebenso profitieren zu können wie Lourdes. 

Das eigentliche Wunder ist nicht, daß Gott sich etwa durch das Aushebeln der Naturgesetze legitimiert hätte - das tat Jesus schon nicht auf Anforderung - sondern daß Menschen Kraft und Glauben schöpfen durch die Begegnungen mit Fatima und den Menschen, die sie dort treffen. Und in sofern hat auch dieser Ort seinen spirituellen und menschlichen Wert. Gruß, q.

Antwort
von aribaole, 41

Durch Vorhersage! Lies dir mal die ganze Geschichte durch, nicht nur Teile!

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