Frage von dropabble, 353

Das soll unser Leben sein?

Hallo,

Ich habe eine einfache Frage: Wie kommt ihr mit eurem Leben klar?

Versteht die Frage nicht falsch, Ich lebe gerne und liebe mein Leben, aber ich möchte nicht das Leben leben, das von mir erwartet wird. Ich bin jetzt 21 Jahre alt und habe gerade meine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen. Aktuell bin ich noch bis zum 31.12.2016 in diesem Unternehmen. Doch was dann? Mit fast 22 anfangen zu arbeiten bis ich 70 bin, um dann ein ganzes Leben für eine kleine Rente gearbeitet zu haben? Woher möchte ein Politiker, der noch nie richtig gearbeitet hat, wissen bis wann ich arbeiten kann? Jeden Tag um 6 Uhr aufstehen und um 17 Uhr wieder zu Hause sein. Das soll unser Leben sein? Damit sich ein Haufen Leute an unserer Dummheit bereichern? Da fängt man doch echt an, an der Gesellschaft zu zweifeln nur, weil ein paar Leute sagen, das ist das Leben, das du leben sollst, deswegen leben wir so? Herdentiere folgen blind jaja... So möchte ich eigentlich leben, ein Leben von Hartz4 oder ähnlichem kommt nicht in Frage. Ich möchte von niemandem abhängig sein, dies bin ich mit "normaler" Arbeit jedoch schon in der Hoffnung in 48 Jahren noch Geld vom Staat in Form von "Rente" zubekommen. Wobei nach aktuellen Statistiken dieses Rentensystem sowieso nicht mehr existiert, bis ich so alt bin.
Worauf ich hinaus möchte: Findet man sich irgendwann damit ab, dass es so läuft? Antworten wie werde dein eigener Chef oder du musst ja nicht so leben werden ignoriert. Ich hoffe hier wirklich vielleicht 1-2 gute Antworten zu finden.

Antwort
von kevin1905, 159

The Wall of Text.

Absätze sind toll, benutze sie!

Wie kommt ihr mit eurem Leben klar?

Wunderbar danke.

Mit fast 22 anfangen zu arbeiten bis ich 70 bin um dann ein ganzes Leben für eine kleine Rente gearbeitet zu haben?

Diese Fragen habe ich mir mit 18/19 auch immer gestellt. Damals war ich gerade mit dem Fachabi fertig und habe meine Ausbildung begonnen.

Ich wusste damals von Anfang an, dass ich nicht in dem Beruf arbeiten wollte und schon gar nicht bis 65 oder 67.

Worauf ich hinaus möchte findet man sich irgendwann damit ab das es so läuft?

Entweder du findest dich mehr oder weniger damit ab und betreibst von deinem Gehalt private und betriebliche Vorsorge oder du nimmst das Risiko auf dich, wie ich es getan habe und wirst dein eigener Chef, wirst Unternehmer.

Dann sagt dir keiner wann du zu arbeiten hast, wie viel Geld du maximal verdienst, wann du in den Ruhestand gehen kannst.

Allerdings brauchen einige Leute dies, da ihnen die Disziplin abgeht sich selbst in den Hintern zu treten und wirklich am Anschlag zu arbeiten, bis das Konstrukt steht und Einkommen abwirft ohne aktive Arbeit erforderlich zu machen.

2004 habe ich mich nebenberuflich selbständig gemacht. Seit 2007 bin ich hauptberuflicher Unternehmer in der Finanzdienstleistung als Schwerpunkt. Seit 2012 finanziell unabhängig, seit 2013 Nettovermögensmillionär.

Der Preis den ich dafür "gezahlt" habe waren 70-80 Stunden Woche, besonders in den ersten 2 Jahren der Hauptberuflichkeit und eine gescheiterte Ehe.

Wenn du in der Welt als Angestellter bleiben willst, solltest du dich dennoch fragen, was du gerne tust. Denn was man wirklich gerne tut, wofür man wirklich eine Leidenschaft hat, dass kann man auch 40 Jahre lang tun.

Beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile. Vielleicht solltest du erstmal etwas Zeit zur Reflektion nutzen und für dich heraus finden, was wirklich deine Prioritäten sind. Aus deinem Beitrag heraus schätze ich, deine aktuelle Arbeit ist nicht das, was du wirklich gerne machen würdest.

Antwort
von xBurnedMemoryx, 158

Ich weiß nich, ob das jetzt eine Musterantwort wird, weil ich jetzt politisch nicht so wissend bin, aber egal :D

Ich komme mit dem leben eigentlich super klar (auch dieses, das du genannt hast). Ich lebe mit meinem Freund und unsrem leiblichen kind zusammen, also mein Freund ist auch der Vater. (wir sind beide 18 und unser sohn wird bald 2 jahre alt). Die Ausbildung meines Freundes hat begonnen, meine beginnt erst noch, aber soweit ist alles gut. Klar die arbeit nimmt einem viel Zeit weg, so gesehen. Aber es ist halt nunmal so. Ich bin da eher gleichgültig. Ändern kann man es eh nicht, außer wirklich jeder hilft konsequent mit

Antwort
von Enzylexikon, 35

Das soll unser Leben sein?

Unser Leben ist, was wir daraus machen. Meiner Ansicht nach gibt es keinen vorherbestimmten Sinn im Leben, sondern es ist an uns selbst, einen Sinn zu definieren.

Wie kommt ihr mit eurem Leben klar?

Danke, ich kann nicht ernsthaft klagen. Die üblichen Pseudo-Probleme einer Wohlstandsgesellschaft, aber ansonsten keine besonderen Schwierigkeiten.

Ich bin mit mir selbst durchaus im Reinen. :-)

Findet man sich irgendwann damit ab, dass es so läuft?

Meiner Meinung nach gibt es nur Grund zur Resignation, wenn man sich ausschließlich über Beruf, Ansehen, Wohlstand und geschäftlichen Erfolg definiert. Je größer die Ansprüche, desto größer die Enttäuschung.

Ansonsten kann man durchaus die Freude seines Lebens in Dingen finden, die nichts mit dem Berufsleben zu tun haben - ob das nun Sport, der Schrebergarten, Musizieren, oder was auch immer ist.

Nicht alles, was das Leben wertvoll machen kann, ist von Geld abhängig. Oder, um es mit dem Werbeslogan eines bekannten Kreditkarten-Anbieters zu sagen:

"Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Für alles andere..." ;-)

Antwort
von DesbaTop, 134

Niemand zwingt dich eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Du kannst (im Rahmen des Gesetzes) tun und lassen, was du willst.

Du kannst z.B. Auswandern und auf den Bahamas eine Strandbar errichten, wenn du willst. Du kannst auch einfach durch dei Welt reisen mit nicht mehr als einem Rucksack auf den Schultern. Aufhalten wird dich niemand.

Du musst nur deine Komfortzone verlassen anstatt anderen Leuten die Schuld für etwas nicht existentes in die Schuhe zu schieben.

Kommentar von Iflar ,

Den FDP-Anteil an deiner Antwort mag ich nicht, mit dem letzten Absatz stimme ich dir aber weitestgehend zu.

Kommentar von DesbaTop ,

Keine Ahnung, ob da ein "FDP-Anteil" in meiner Aussage sein soll, ich habe lediglich meine persönliche Meinung beigetragen.

Antwort
von CataleyaDavis, 166

 Ich finde deine Ansichten durch aus interessant. Und könnte auch nicht behaupten, dass du nicht recht hast. Es ist kein selbstbestimmtes Leben, sondern eher ein bestimmt werden.  Vom Arbeitgeber, den Gesetzen, gesellschaftlichen Erwartungen… 

 Letztlich arbeitet man aber nicht nur für die Rente, ob es sie nun später noch geben wird in dieser Form oder nicht,  sondern auch um jeden Monat Geld zu haben, damit man seine Familie oder wenigstens sich selbst ernähren kann.  Ich glaube dass das leichter fällt, wenn  Man einen Beruf ausübt,  Der einem Spaß macht und einem auch mal etwas zurück gibt. Wenn man nicht nur arbeitet um eben Geld zu bekommen, sondern mit vollem Herzblut bei der Sache ist. 

 Dann ist man zwar auch von früh bis spät in seinem Beruf gefangen, aber wenigstens weiß man am Ende des Tages was man geleistet hat. Und vielleicht nimmt man dann die seltenen schönen Sachen in seiner Freizeit noch bewusster war. 

 Ich habe das Glück etwas tun zu dürfen, was mir wirklich Spaß macht. Und so stört mich das Arbeiten auch nicht sonderlich.     Wirtschaftlich gesehen ist das hier zwar eine mächtige Katastrophe,   aber wie du schon schreibst: wir werden von Menschen regiert, die nicht wissen was es bedeutet jeden Tag im Büro zu sitzen oder körperlich zu schuften.  Sie wissen nicht wie es ist, wenn man am Tag 2 1/2 Stunden zur Arbeit pendeln muss, mit dem Zug am besten noch. Sie werden in ihren Limousinen zur Arbeit gebracht.  Und selbst wenn manche von ihnen sich Gedanken darüber machen wie es dem gemeinen Volk wohl gehen mag, eine Lösung ist so und so nicht in Sicht. 

 Solange diese Menschen an der Spitze sind, die sich keine Gedanken um sich selbst machen müssen, und es werden immer nur diese Menschen an der Spitze sein, glaube ich zumindest nicht daran dass ich großartig etwas ändern wird. Deshalb mache ich einfach das Beste draus. 

Kommentar von ManuTheMaiar ,

den Gesetzen, gesellschaftlichen Erwartungen

Deswegen bin ich Anarchist, ein Gesetz befolge ich nur wenn es mir logisch sinnvoll erscheint und auf gesellschaftliche Erwartung sche**e ich, es ist mein Leben

Kommentar von CataleyaDavis ,

 Ja, man muss schon sagen, das ist nicht gerade die verkehrtes der Einstellung Smiley 

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Danke das du meine Überzeugung teilst

Wenn man die kranke und heuchlerische Gesellschaft nur sieht, die einerseits grausame Strömungen wie den Salafismus toleriert und zulässt das Jugendliche ihm anheim fallen, aber andererseits dann sofort in Stürmen der Entrüstung ausbricht, sobald auch mal nur das kleinste Tabu gebrochen wurde und Menschen freiwillig etwas machen was die Gesellschaft nicht verstehen kann und dann erst die Erwartungen, ne das hier ist mein Leben das lass ich mir nicht von Erwartungen vorschreiben

Und bei Gesetzen muss man sich ja nur umschauen wie viel Kirchendreck es da noch gibt, da wäre die Diskriminierung von Polyamorellen, die nicht heiraten dürfen tausend weitere unsinne Müll Gesetze die niemandem helfen, allen voran die Alterdiskriminierung von Jugendlichen

Kommentar von atzef ,

Interessant.

Ein "Anarchist", der für sich in Anspruch nimmt, nur Gesetze zu befolgen, die er einsieht, ansonsten für gesellschaftliche Erwartungen nur Enddarmprodukte übrig hat, aber Salafisten seine Lebensweise aufzwingen möchte...:-)))

Das bestätigt einmal mehr meine These, dass "Anarchismus" lediglich der Versuch ist, Egomanie zu politisieren...:-)

Kommentar von Herb3472 ,

Das bestätigt einmal mehr meine These, dass "Anarchismus" lediglich der Versuch ist, Egomanie zu politisieren...:-)

Sehr kurz und prägnant auf den Punkt gebracht!

Kommentar von JanfoxDE ,

Sehr gut auf dem Punkt gebracht.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

aber Salafisten seine Lebensweise aufzwingen möchte...:-)))

Nein das möchte ich überhaupt nicht, in der anarchischen Gesellschaft wären auch Salafisten frei, was mich an der jetzigen Gesellschaft nur stört ist das man lieber die bösen Salafisten toleriert als das man z.b. Polyamorelle toleriert, immerhin sind die Salafisten doch diejenigen die es am wenigsten verdient hätten, ich habe die Salafisten ledigtlich als Aufhänger benutzt um daran die heuchlerische Doppelmoral der Gesellschaft aufzuzeigen

Aber solange sie nicht mit Gewalt anfangen und damit die einzige Regel des Anarchismus brechen wäre auch Salafisten frei Salafisten zu sein

Kommentar von Herb3472 ,

@ManuTheMaiar:

Wenn man die kranke und heuchlerische Gesellschaft nur sieht,

Und Du bist Dir sicher, dass nicht Du es bist, der krank im Kopf ist? Wer ist eigentlich "die Gesellschaft"? Und wer oder was bist Du? Ein Egomane, dem das Leben übel mitgespielt hat? Ein Giftler, eine "verkrachte Existenz" am Rande der Gesellschaft, oder warum bist Du so zornig?

tausend weitere unsinne

"Der Unsinn" (Einzahl), "die Unsinne" (Mehrzahl)

Deutsch ist nicht gerade Deine Stärke? Muss ja auch nicht, als Anarchist darfst Du auch mit der deutschen Sprache anarchisch umgehen, das sei Dir verziehen.

Diskriminierung von Polyamorellen

Sind das Verwandte der Salmonellen oder Legionellen, oder sind das die Kreuz- und Quer-F*cker? Na ja, wenn ihnen ihre Sauereien Spaß machen. Hoffentlich waschen sie sich vorher und nachher. Ich wär mir da nicht so sicher.

Und bei Gesetzen muss man sich ja nur umschauen wie viel Kirchendreck es da noch gibt,

Sieh an, sieh an, der Herr Anarcho ist juristisch bewandert? Etwa gar Jus studiert auf Kosten der verachteten Gesellschaft? Oder nur als deftige Würze einmal so hingesagt, ohne zu wissen, wovon man redet?

tausend weitere unsinne Müll Gesetze die niemandem helfen

Sieh an, sieh an, welch qualifizierter Ausdruck fundierter juristischer Sachkenntnis!

allen voran die Alterdiskriminierung von Jugendlichen

Dass die Jugendlichen alte Menschen diskriminieren, hat es leider schon immer gegeben. Jugendliche sind halt nun einmal oft aufmüpfig und respektlos. Das ist aber nicht gesetzlich geregelt, das scheint in der Natur der Jugend zu liegen. Wahrscheinlich, weil sie nichts zu melden haben.

****************

Sonst noch Schmerzen, Du Giftzwerglein?

Tanz nur fest um Dein Feuerchen herum und freu Dich über Deine anarchische Anonymität: "Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!"

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Und wer oder was bist Du? Ein Egomane, dem das Leben übel mitgespielt hat? Ein Giftler, eine "verkrachte Existenz" am Rande der Gesellschaft, oder warum bist Du so zornig?

Ich bin ein 16 Jähriger Junge der sieht wie anderen von der Gesellschaft übel mitgespielt wird, wie andere darunter zu leiden haben und das macht mich zornig, weil ich nämlich genau weiß das die die diesen Leuten übel mitspielen nicht das geringste Recht dazu haben und es trotzdem tun und das die Gesellschaft sie dabei auch noch deckt

Ich bin ein Mensch der Mobbing stoppt, ich bin ein Helfer, aber ich würde niemals auf die Idee kommen, jemandem gegen seinen Willen etwas aufzudrängen

Deutsch ist nicht gerade Deine Stärke?

Deutsch ist auch nicht meine Stärke, eine 2 habe ich trotzdem in Deutsch

Ne nun mal Angeberei bei Seite, ich habe mich vertippt kann mir ja auch mal passieren

Sind das Verwandte der Salmonellen oder Legionellen, oder sind das die Kreuz- und Quer-F*cker? Na ja, wenn ihnen ihre Sauereien Spaß machen. Hoffentlich waschen sie sich vorher und nachher. Ich wär mir da nicht so sicher.

Polyamorelle sind Leute die zu mehreren in einer echter Liebesbeziehung leben ich habe extra den Begriff Polyamorie statt Polygamie verwendet, damit sollte klar sein das ich eben nicht die Querf**** meine

Sieh an, sieh an, der Herr Anarcho ist juristisch bewandert? Etwa gar Jus studiert auf Kosten der verachteten Gesellschaft? Oder nur als deftige Würze einmal so hingesagt, ohne zu wissen, wovon man redet?

Ich weiß genau wovon ich rede, nämlich von Gesetzen die der Staat allen aufzwingt und überhaupt keinen Sinn ergeben für friedliches Zusammenleben, Paradebeispiel für Kirchendreck war der Schwulenparagraph, der zum Glück weg ist

Und ja ich werde studieren nach der Schule, Physik wenn du es genau wissen willst, aber zur mal so zur Info, der Staat hat meinen Eltern schon so viel Geld für Steuern weggenommen, dafür können mein Bruder und ich 3 mal studieren, da ist es doch nur fair wenn wir auch die Dienstleistungen dafür nutzen

Dass die Jugendlichen alte Menschen diskriminieren, hat es leider schon immer gegeben

Ich habe noch nie einen Menschen wegen seines Alters diskrimiert, wer mir Respektvoll begegnet und meine Freiheit achtet bekommt auch Respekt und Achtung von mir, egal 10, 16, 30, 50 oder 70 Jahre alt

Jugendliche sind halt nun einmal oft aufmüpfig

Und ich bin auch nicht aufmüpfig, ich verlange nur was mir zusteht und das ist nicht weniger als dieselben Rechte die auch alle anderen (die schon 18 sind) haben, ich finde es schade das man sowas als Aufmüpfigkeit abtut, ich will doch ledigtlich das man mir auf Augenhöhe begegnet und nicht von oben herab nur weil ich ein Jugendlicher bin

PS: Mir ist nicht entgangen das du dich mit deinem Ton über mich lustig machen willst, aber das du hergehst und meine Argumente ins lächerliche ziehst, zeigt mir das ich Recht habe denn offenbar hast du sonst keine Gegenargument

Antwort
von Panazee, 16

Wir leben in einer Zeit und in einem Land, wo die Arbeitszeiten extrem niedrig sind. Vor 100 Jahren hättest du 30% länger gearbeitet und hättest dir von dem Geld, das du dafür bekommen hättest nicht einmal die Hälfte leisten können. Würdest du in Japan leben, dann müsstest du im Schnitt 400 Stunden pro Jahr mehr arbeiten und könntest dir davon auch nicht mehr kaufen als ein Deutscher mit 400 Stunden weniger.

Zur letzten Eiszeit war alleine das Überleben ein Fulltime-Job. Vom Aufstehen bis zum schlafen gehen war man mit Jagen und sammeln beschäftigt. Rente gab es damals nicht. Wer nicht mehr konnte hat halt den Löffel abgegeben.

Mit Urlaub, Wochenenden und Feiertagen haben wir ca. 150 Tage im Jahr
frei. Das sind ca. 150 Tage an denen du nicht um 6 Uhr früh aufstehen musst,
sondern tun und lassen kannst was du willst.

Man muss aber nun einmal an den restlichen ca. 210 Tagen etwas tun, wenn man etwas haben will. Du willst keine Hinweise auf alternative Lebenspläne und dein eigener Chef willst du auch nicht werden, aber jammerst, dass die Herdentiere immer folgen. Du musst nicht folgen, aber du hast anscheinend auch den Plan das zu tun.

Was willst du? Ein 10 Stunden Woche mit einer dicken Rente am Ende. Das Gehalt sollte natürlich trotzdem so hoch sein, dass du dir weiterhin den Luxus leisten kannst, von dem 80 % der Menschheit nur träumen kann.

Wir Deutschen sind echt die Meister im "jammern auf hohem Niveau".

Antwort
von Kitharea, 128

Es zwingt dich niemand irgendwas zu tun was du nicht willst. Das Leben in der Gesellschaft besteht zwar aus Fakten (wenn ich nicht arbeite, habe ich kein Geld) - aber das Drumherum (ich habe eine Arbeit die mir Spaß macht) kannst du selbst bestimmen.
Das ist nur ein Beispiel. Letztendlich kannst du selbst bestimmen was du tun willst und ob das reicht zum Leben. In dem Alter kannst dir auch gut noch 1-2 Jahre "gar nix" tun gönnen um rauszufinden was du magst und was nicht.
Man kann auch auswandern in ein anderes Land wo die Dinge anders laufen. Man kann vieles tun - natürlich auch das was die Meisten tun - einfach mitmachen und sich fragen wozu es gut ist.

Antwort
von 2kekse, 100

ich hoffe du ignorierst meine Antwort nicht gleich komplett wenn ich sage, dass du ja nicht so leben musst.

Aber: du musst ja nicht so leben.

Du kannst dein Leben frei gestalten. Das Problem ist nur: Wie ändert man was!?

Du sagst ja selbst schon, dass du nicht von Hartz4 leben willst. - also musst du arbeiten. 

Es gibt sicherlich andere Ländern mit anderen Kulturen, in denen die Menschen ihr Leben mehr genießen und nicht nur Leben um zu Arbeiten.
-> Du könntest also auch Auswandern.

Aber ich glaube dass du kaum einen besseren Lebensstandart erreichen kannst als hier in Deutschland. Vielleicht würdest du ein Land finden das besser zu dir passt. Aber perfekt ist es nirgendwo auf dieser Welt.

Zusammengefasst:

Du musst Arbeiten, wenn du nicht Arbeitslos sein willst und ein Stück unabhängigkeit erreichen möchtest. (So willst du es ja selbst)

Du musst (vermutlich) 8 Stunden am Tag und 5 Tage die Woche Arbeiten um einen guten Job zu haben, von dem du Leben kannst. (so wollen es die Firmen)

Und du musst vermutlich bis 70 - oder noch viel Länger - arbeiten, bis du in Rente kannst (so will es der Staat)

Und an dieser Stelle hast du zwei Möglichkeiten:

1.) Du findest dich damit ab

2.) Du versuchst aus dem schlamassel raus zu kommen.

Sich damit abfinden ist definitiv der einfachere und bequemere Weg.

Antwort
von LovelyGuts, 30

Ich glaube es ist wichtig für dich, dass du erkennst, dass du frei denken kannst. Dieses "Lebenslang arbeiten für die Rente" ist nur eine gesellschaftliche Richtlinie, die in Wirklichkeit nur die wenigsten Leute befolgen. Würde man rein hypothetisch mit jedem Menschen, dem man zufällig auf der Straße begegnet einen Monat in einem Raum verbringen um ihn besser kennenzulernen würde man erkennen, dass niemand von uns ein Arbeitstier der Herde sein will.

Man lebt um Glück zu empfinden und das ist nur möglich wenn man das Leben in seinen breit gefächerten Facetten erkennt. Allerdings ist es meiner Meinung nach wichtig den Begriff "Beruf" in zwei Spaten zu unterteilen. 1. Geld verdienen für die Existenz und 2. Verwirklichung. Fürs erste solltest du dich auf Punkt 1 konzentrieren, da man Geld braucht um zu überleben. Für Punkt 2.  hast du dann noch den Rest deines Lebens Zeit, also kein Stress! ;)

Kommentar von LovelyGuts ,

In deinem Fall, denke ich, versuchst du einfach gerade Punkt 1 und 2 in eine Tasche zu packen (und ich glaube so geht es den meisten Leuten in deinem Alter, mir miteingeschlossen)

Antwort
von Ms42Ya, 61

Welcher Politiker hat denn noch nie gearbeitet? Und was soll das eigentlich heißen? Hat er vor seinen Job als Politiker nicht etwas anderes gearbeitet oder findest du Politik sei keine Arbeit? Wenn ja, ganz schön dreist. 

Wer sein Leben so plant, dass er bis 70 arbeiten "muss" hat das Leben nicht verstanden. Und das Rentensystem ist auch nicht darauf aufgelegt, jeden seine Lebensstandard zu erhalten. Dafür muss man schon privat vorsorgen. Tust du das, kannst du im Idealfall auch mit 60 schon in den Ruhestand gehen.

Das ganze klingt eher nach selbst aufgequatschten "alle anderen sind schuld"-Syndrom. Du bist selbst für deinen Erfolg oder Misserfolg verantwortlich. 

Antwort
von Volkerfant, 71

Es liegt ganz allein an dir, was du aus deinem Leben machst.

Du hast eine abgeschlossene Berufsausbildung und solltest jetzt das Geld selbst verdienen, das zu zum Leben bis zur Rente brauchst.

Dazwischen liegen allerdings viele, viele Jahre. Du kannst dir dein Leben so angenehm wie möglich machen und mit den unterschiedlichsten Erlebnissen bereichern: Wohnung mieten/kaufen, Familie gründen oder reisen/die ganze Welt sehen oder wohltätiges tun, deinen Hobbies nachgehen.....

oder du kannst in den Tag hineinleben, ohne Ziel und Geld verdienen und von Harzt IV abhängig sein. Aber das hast du ja schon ausgeschlossen, das ist übrigens auch sehr, sehr langweilig.

Gestalte es so, wie du möchtest.

Wenn ich noch einmal so jung wäre wie du, würde ich ein FSJ oder ein Au Pair Jahr im Ausland machen.

Antwort
von Manuel129, 73

Hallo! Ich bin aktuell 22 Jahre alt, habe noch nie gearbeitet und fange gerade einen neuen Studiengang an. Ob/wie du meine Antwort also werten willst liegt bei dir.

Vor einigen Jahrzehnten gab es diese Perspektive unter der du gerade einen ganz gut bezahlten Job siehst sehr sehr sehr selten, erst im Laufe der letzten Jahre hat sich das schlagartig verändert: die Leute sind zielloser, bekommen wenig/ keine Anerkennung für ihre Arbeit. Man fühlt sich einfach nicht wichtig, das Geltungsbedürfnis wird in keinster Weise befriedigt. Ob du es hören willst oder nicht: würde dir dein Job jetzt viele Türen öffnen, dein Unternehmen würde dich als unentbehrlich ansehen, würde es dir wahrscheinlich gar nichts ausmachen so lange arbeiten zu müssen. Stattdessen ist man einer von vielen, der irgendwie so durchs leben geht, man kann sich kein Haus kaufen oder sonstigen Luxus ( wenn man daran denn Interesse hat ). Also.. ein Job, der weder durch materielle Güter ( wie teures Auto etc ), noch durch den Job selbst ( durch Anerkennung von Mitarbeitern oder Lob von Vorgesetzten ) das Geltungsbedürfnis befriedigt, hat nur einen Zweck: das Überleben sichern. Doch das ist bei weitem nicht genug, schließlich muss man heute eigentlich gar nicht arbeiten um das hin zu kriegen.

Was kannst du jetzt dagegen tun? 

Du bist noch jung, wenn es dir in deinem jetzigen Beruf nicht gefällt, versuch etwas anderes. Hol von mir aus das Abitur auf einem Abendgymnasium nach. Eins sei jedoch noch gesagt: Erwarte niemals zu viel von einem Beruf. Er dient eben auch dazu dir ein einigermaßen gutes Leben zu ermöglichen. Wenn du eine Freundin/Frau hast, die dich wirklich liebt und anerkennt wird es dir mit einem Schlag nicht mehr ganz so wichtig sein, welchen Job du nun hast, solange du genug bekommst um mit ihr eine Familie gründen zu können.

Kommentar von rlscmneral ,

Es gibt genug Leute die in ihrer Arbeit Erfüllung finden... Sei dankbar das du mit 22 noch mal studieren darfst ohne zu arbeiten. Merk dir das Leute die du beschreibst dein Leben mitfinanzieren und Geld nicht auf Bäumen wächst.

Kommentar von Manuel129 ,

bestreite ich gar nicht. Es gibt Leute, die schon mit 15 wissen, was sie später mal machen wollen und darauf zielstrebig hinarbeiten, und Leute wie mich, die ewig keinen Plan haben, für die scheinbar nichts gut genug ist und die zu viel vor sich hinträumen. Aber ich beeile mich jetzt mit dem Studium und mache das wieder gut..

Antwort
von CountDracula, 25

Hallo,

über die Zukunft mache ich mir wenige Gedanken. Ich lebe im Hier und Jetzt.

Ansonsten sind das allerdings schon berechtigte Fragen. Es gibt durchaus alternative Lebensstile, aber von denen hört man hier kaum.

Hier wird ein Mensch geboren, kommt mit drei in den Kindergarten und mit sechs in die Schule. Als Jugendlicher oder junger Erwachsener macht er seinen Abschluss und studiert dann oder macht eine Ausbildung. Danach arbeitet er, bis er Mitte 60 oder noch älter ist. Dann ist er noch ein paar Jahre in Rente und dann stirbt er. Und wer sich hier in Deutschland mit 50 keine Rolex leisten kann, hat sein Leben vergeudet. Das Gefühl kann man zumindestens bekommen, wenn man sieht, wie hoch das Ansehen von Geringverdienern, Obdachlosen oder gar Hartz-IV-Empfängern hierzulande ist.

"Geht zur Schule. Schreibt gute Noten. Macht einen Abschluss. Lernt einen Beruf. Arbeitet. Geht in Rente. Und jetzt sprecht mir nach: 'Ich bin frei!'"

Antwort
von BTyker99, 30

Ich sehe das genauso wie du. Inzwischen lebe ich auf relativ kleinem Fuß mit geringem, unregelmäßigem Einkommen (aber immerhin etwas Erspartem). Ich fühle mich auf jeden Fall wohler, als bei meinem letzten normalem Mindestlohn-Job (für den ein Diplom voraussetzung war). Ich habe während dieser Zeit auch nur gearbeitet und geschlafen, und natürlich den Haushalt so gut es geht in den wenigen Lücken schnell erledigt. Das war für mich völlig unbefriedigend. Hätte ich das weiter gemacht, wäre ich vermutlich sozial vereinsamt und psychisch ausgebrannt.

So habe ich viel Zeit für Hobbies und genieße die letzten Atemzüge bis zum Untergang Deutschlands ;-)

Kommentar von JanfoxDE ,

Also bist du in einem freien Beruf gestiegen? Bravo! Mein Traumberuf wird auch ein freien Beruf (jap. Comiczeichner) und auf der Schule habe ich schon lange keine Lust mehr - Ich kmme mich von diesen System dort versklavt und eingestuft - obwohl ich erst ein Jugendlicher bin! Ich bin völlig unbefriedigend. Und bis jetzt gerade war ich noch im Schockzustand, das die Welt wirklich so ist, bis ich hier mal die Antworten durchgelesen habe. Mein Arbeitsofen ist wieder mit Leidenschaft gefüllt.

Game on!

Kommentar von BTyker99 ,

Ich habe sozusagen mein Hobby zum Beruf gemacht, es ist auch eine Art Kunsthandwerk. Aber davon leben könnte ich nicht... nicht mal ansatzweise.

Allerdings habe ich vorher den kompletten schulischen Werdegang hinter mich gebracht, und auch mit einem Diplom abgeschlossen, weil ich nicht wirklich wußte, was ich beruflich machen wollte und mir eingetrichtert wurde, dass man auf jeden Fall einen Abschluss haben sollte. Ich verstehe allerdings immer noch nicht, wozu das gut sein sollte, da das Diplom jetzt einfach nur im Schrank vor sich hin gammelt ;-)

Ich habe mich nach meiner Schulzeit um ehrlich zu sein nicht getraut, dem Werdegang nachzugehen, der mich wirklich interessiert hat, weil ich es meinen Eltern recht machen wollte, etwas bodenständiges zu lernen.

Wie es weitergehen wird, weiß ich noch nicht, vielleicht werde ich irgendwann mal ein wenig mehr beruflichen Erfolg haben, oder ich wandele mich in die ein oder andere Richtung...

Antwort
von barfussjim, 25

Da du ja nicht hören willst, dass du dein Leben und deinen Beruf jederzeit ändern kannst: Ja, man kann sich auch mit einer Tätigkeit als "Industriekaufmann" abfinden (auch wenn der Name schon reichlich dröge klingt..). Trenne den Beruf vom Privatleben, genieße die Freizeit nach Feierabend und am Wochenende, freue dich auf den Urlaub, such dir ein Hobby, kauf dir schöne Dinge, such dir einen netten Freundeskreis und gründe eine Familie. Begreife die Arbeit als "Mittel zum Zweck". 

Der bessere Weg ist allerdings einen Beruf auszuüben, mit dem du dich identifizieren kannst und der dich erfüllt. Die Arbeit ist nun mal ein sehr wichtiger Teil des Lebens, über den man auch gesellschaftliche Anerkennung erlangt. Zwar bin auch schon mal einem "Handwerker aus Leidenschaft" begegnet (Selbstbezeichnung dieser Person), jedoch glaube ich, dass ein akademischer Beruf viel besser geeignet ist, um berufliche Erfüllung zu finden. Ich kenne Ärzte, Rechtsanwälte, Wissenschaftler an der Uni, Architekten, Psychologen, Dolmetscher, Erzieher, Programmierer, Künstler und Musiker, die voll hinter ihrer Tätigkeit stehen, sie als Teil Ihrer Person und Persönlichkeit ansehen und NIE auf die Idee kämen, Arbeit als "Absitzen von Stunden", bloßes Geldverdienen oder "Warten auf die Rente" zu begreifen. Auch ich zähle mich dazu.

Antwort
von Goldmarie1988, 61

Das ist leider das System in dem wir leben.

Es gibt auch andere Lebensmodelle, die besser funktionieren würden (Doku Zeitgeist "Venus Projekt") - welche aber nicht viel Geld für "The Eight Families" abwerfen würde...

Man kann auch aus diesem System ausbrechen und in einem Selbstversorger-Dorf leben (z.B. Sieben Linden)

Das Traurige ist, dass wir und unsere Kinder von Anfang an auf dieses System ausgerichtet werden (Frühförderung, Schule ohne Rücksicht auf Individualität, Ausbildung/Studium -  und ja keine Lücken im Lebenslauf)...

Wir sind schon so weit von unserem Ursprung entfernt, dass wir nichtmal eine Woche alleine im Wald überleben würden.

Man muss sich das nur mal bewusst werden - was ist wirklich wichtig im Leben? ...Gesundheit, Familie, Freunde... Man sollte daher versuchen, das Ganze nicht zu ernst zu nehmen und sich auch die ein oder andere Auszeit von diesem System gönnen (Urlaub, Hobbys, einen anderen Job ausprobieren, auswandern?)

Ich hoffe, dass du deinen Weg finden wirst

Kommentar von ManuTheMaiar ,

 unsere Kinder von Anfang an auf dieses System ausgerichtet werden

So schützt sich dieses miese System halt indem es sein Propaganda streut und schon die kleinsten Kinder damit infiziert

Das werde ich bei meinen Kindern später auf keinen Fall zulassen

Kommentar von Goldmarie1988 ,

Ja.. das wichtigste ist, dass sie glücklich werden ungeachtet dem System in dem sie aufwachsen. Das darf man nicht aus den Augen verlieren und sie zu Leistungen zwingen, um darin bestehen zu können...

Viel wichtiger ist doch soziale Kompetenz zu entwickeln und die Liebe zur Natur als später gut in seinem Bürojob zu sein.

Antwort
von Malheur, 35

Die Frage stelle ich mir auch sehr oft. Schule, Abi, Studium, Arbeit. War es das? Ich habe für mich beschlossen: Nein, das war es nicht.
Hast du vielleicht einen Traum? Eine eigene Firma, ein eigenes Produkt oder den Rest deines Lebens Urlaub machen oder reisen? Dann nutze doch ein paar Jahre deiner Lebenszeit für Arbeit, spare eisern, investiere einen Teil der Ersparnisse und lebe von den Zinsen und/oder vom Erspartem. Das ist ein nicht ganz so einfacher Weg, ermöglicht es dir aber irgendwann einen gewissen Grad an Freiheit zu genießen.

Man kann natürlich auch im Angestelltenverhältnis bis zur Rente glücklich werden. Das kommt auf den Menschen an. So alt bist du ja nun auch noch nicht. Vielleicht hast du deinen Traumberuf noch nicht gefunden? Vielleicht ein Studium und/oder nebenbei etwas eigenes aufbauen?

Antwort
von Herb3472, 82

Es gibt viele Menschen, die in ihrer Arbeit Erfüllung finden und Freude daran haben.

Niemand zwingt Dich, eine Arbeit zu machen, die Dir nicht liegt und Dich nicht interessiert. Aber dafür, ob und was Dich interessiert, und was Du kannst oder nicht kannst, bist Du schon selbst verantwortlich.

Antwort
von SiaFan77, 13

Mit 22 bist du noch jung, etwas neues anzufangen, etwas, was du wirklich machen willst.

Antwort
von atzef, 35

Was wäre denn deine Alternative? Das Schlaraffenland?

Um zu überleben, musst du Nahrungsmittel produzieren, um sie konsumieren zu können.

In der Steinzeit haben die Menschen sich damit praktisch den ganzen Tag nahezu ausschließlich beschäftigen müssen.

Bei einer Lebenserwartung von ca. 33 Jahren, ohne Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, ohne geregelte Tages- und Wochenarbeitszeit, ohne bezahlten Urlaubsanspruch etc.

Was also ist deine alternative Idee außer vergnügungsorientierter Faulpelzerei...?

Antwort
von jiva87, 29

So ähnlich habe ich früher auch gedacht, aber was wäre ich denn ohne unsere Gesellschaft? Ein armer, kleiner, schuftender Bauer der noch weniger Freizeit hat.

Daher habe ich mich damit abgefunden meinen Teil dazu beizutragen. Denn meine Freizeit kann ich weitesgehend nach meinen wünschen gestalten und ich finde, das ist sehr viel Wert.

Antwort
von Apfelkind86, 37

Woher möchte ein Politiker, der noch nie richtig gearbeitet hat, wissen bis wann ich arbeiten kann?

Und woher glaubst du das Wissen zu nehmen, um auch nur ansatzweise beurteilen zu können, wie ein Politiker arbeitet? Ich habe viel Kontakt mit Politikern und möchte mit den meisten nicht tauschen. Und ich arbeite "nur" 50 Stunden im schnitt pro Woche. 

Antwort
von MrMiles, 77

Dein Leben ist nicht vorbestimmt. Unsere Gesellschaft gibt einen groben Plan vor, nach welchem wir leben können - es liegt aber zu 100% an dir selbst ob du das so durchziehen willst oder nicht.

Glück, Schicksal - so etwas gibt es nicht, nichts is vorbestimmt - alles was passiert, alles was du erlebst liegt in deiner eigenen Verantwortung.

Wenn du also mit deiner Situation nicht zufrieden bist, kannst du die Schuld entweder bei "den Anderen" suchen so wie du es gerade machst, oder einfach selbst dafür sorgen, dass es anders wird.

Du musst dich nicht daran halten was die Gesellschaft vorgibt - wenn du es allerdings machst, solltest du dich nicht beschweren.

Antwort
von soprahin, 35

Ich weiß zwar was du sagen willst, und du hast schon recht damit dass vieles bestimmt wird. Aber meist läuft das Leben nicht so, wie du es Dir vorstellst. Es werden auch auf Dich noch andere zeiten zukommen.

Zu den Politikern möchte ich nur mal sagen: es wird zwar immer behauptet sie täten nichts, aber nur weil es für dich nach nichts aussieht, muss es nicht trotzdem anstrengend sein. Und doch sie kennen auch Büroarbeit, sie ziehen nicht nur in der Welt umher und halten Reden.


Antwort
von M1603, 61

Antworten wie werde dein eigener Chef oder du musst ja nicht so leben werden ignoriert.

Wieso fragst du dann? Das sind genau die Wege, die man einschlagen kann, wenn man kein normales Angestelltenleben fuehren moechte. Du bist fuer dein Leben selbst verantwortlich. wenn du etwas aendern moechtest, dann tu das. Ansonsten leb mit dem, was du hast, aber beschwere dich dann nicht.

Und: Bevor man so eine Frage verfasst, reicht vielleicht schon ein Blick auf die tausend anderen aehnlichen Fragen von Leuten in der Pubertaet oder Mitlife Crisis oder Leuten, die einfach nur unzufrieden mit sich selbst sind, weil sie nix auf die Reihe bekommen.

Kommentar von JanfoxDE ,

weil sie nix auf die Reihe bekommen.

Achja. Und die Ungläubigen sind auch selbst schuld das sie in dieser sogenannten Hölle kommen? (Bin Atheist btw, sollte jetzt als Moralfrage kommen)

Antwort
von paranomaly, 21

Du schreibst eigentlich so, wie es heute ist. Ich glaube Goethe hat dazu mal etwas gesagt. Es lautet in etwa so, dass jemand der denkt der heute frei zu sein scheint, es nicht ist.

In der heutigen Gesellschaft ist es leider so, wenn man sich nicht danach richtet, dann wollen die Menschen auch mit einem nicht zu tun haben. Sie wollen mit jemanden nichts zu tun haben der nicht so ist wie der Rest.  

Antwort
von Dstryer, 63

Ich glaube du denkst viel zu viel über die Zukunft nach. Am besten ist du lässt es auf dich zukommen. Ich bin übrigens auch industriekaufmann, bin jetzt 34 und am Anfang gings mir ähnlich. Im Laufe der Zeit, gewöhnst du dich so an den Rygthmus , das du garnicht mehr darüber nachdenkst. Genauso wie Zähne putzen. Das geht nach ein paar wochen alles Automatisch. Nach jahren wirds immer besser, glaub mir! Viel Erfolg!:)

Kommentar von JanfoxDE ,

Im Laufe der Zeit, gewöhnst du dich so an den Rygthmus , das du garnicht mehr darüber nachdenkst. 


(...)Das geht nach ein paar wochen alles Automatisch. Nach jahren wirds immer besser

Du tust mir leid. Mehr als die hälfte deiner Lebenszeit lebst du für die Arbeit. Und du findest es nicht mal schrecklich. Du weißt, dass du nur einmal lebst, richtig?

Kommentar von Panazee ,

Mehr als du Hälfte?

Soweit ich weiß liegt die tägliche Arbeitszeit bei 8 Stunden. Das ist nur 1/3. Dazu kommen dann noch ca. 150 Tage von 365 im Jahr, an denen man komplett frei hat (Wochenende + Urlaub + Feiertage).

Ich lande da nur bei ungefähr 1/6 meines Lebens als Erwerbstätiger. Niemals auch nur annähernd bei der Hälfte meines Lebens. Rechne ich noch die Zeit vor und nach meiner Erwerbstätigkeit dazu, dann komme ich vielleicht noch maximal auf 1/10.

Jedem steht es frei in eine Ökokommune zu ziehen. Da muss aber auch irgendwer um 5 Uhr früh aufstehen und anfangen die Tiere zu versorgen. Irgendwer muss aufs Feld um die Feldfrüchte aus zu säen und irgendwer muss sie dann ernten, lagern und zubereiten. Das Haus muss instand gehalten werden. Etc. pp..

Auf die faule Haut kann man sich nur legen, wenn man auf jeglichen Luxus verzichte (dazu gehört auch fließendes Wasser) und von dem lebt was man so auf dem Weg aufsammelt. Das will aber anscheinend keiner der Beschwerdeführer hier.

Antwort
von meinerede, 43

Wieso denn? Dir steht doch die Welt offen! Kannst Abenteurer und Globettrotter werden, oder Aussteiger,kannst auch in´s Kloster geh´n, oder in der Entwicklungshilfe arbeiten..., oder eine Firma gründen und andere für Dich arbeiten lassen..., oder selber Politiker werden...

Freie Auswahl!

Antwort
von Atoris, 18

Wooow laut gebrüllt mein Junge!! Da hat endlich mal einer die Wahrheit gesagt !!!! 

Wann kommt deine nächste Phase damit ich wieder zu jubeln kann?

Antwort
von duckman, 43

Wir haben hier fast jede Woche mehrere Fragen zu diesem Thema. Schau mal bisschen das Forum durch. Die Frage allgemein gibt es sehr oft

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