Das leidige Thema: Heizkostenabrechnung?

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5 Antworten

Er behauptet, dass laut neuester Rechtsprechung der Vermieter dem Mieter die Wunschwohlfühltemperatur zur Verfügung zu stellen hat, auch wenn es 25 oder 30°C sind.

Dann soll er dir diese Rechtsprechung doch bitte vorlegen oder das Aktenzeichen, den Paragrafen etc. nennen.

An wen könnte ich mich wenden, wenn es Rechte und Pflichten von
Vermieter und Mieter geht? Wir wohnen in einem Zweifamilienhaus,

Du und der Mieter? Dann hätte ich da ein ganz besonderes Recht für dich.;-)

BGB § 573a
Erleichterte Kündigung des Vermieters

(1) Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der

Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im Sinne des § 573 bedarf. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend für Wohnraum innerhalb der vom
Vermieter selbst bewohnten Wohnung, sofern der Wohnraum nicht nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 vom Mieterschutz ausgenommen ist.

(3) In dem Kündigungsschreiben ist anzugeben, dass die Kündigung auf die Voraussetzungen des Absatzes 1 oder 2 gestützt wird.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Das bringt deinen Mieter evtl. wieder auf den Boden der Realität.

Hier Infos zu Raumtemperaturen

http://www.mieterbund.de/index.php?id=442

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Kommentar von VerzweifltVerm
16.10.2016, 09:48

Vielen Dank für die Tipps. Jetzt möchte ich aber noch wissen, ob es eine Stelle oder ähnliches gibt, an die ich mich als Vermieter wenden kann. Für Mieter gibt es z. B. den Deutschen Mieterbund. Gibt es so etwas auch für Vermieter? Ich hatte die Verbraucherzentrale angerufen, aber ich hatte das Gefühl, dass man als Vermieter der letzte A.... ist und nur darauf aus ist, den Mieter auszunutzen und auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Ich möchte doch nur von offizieller Stelle erfahren, welche Rechte und Pflichten Mieter und Vermieter haben. Kann mir jemand helfen?

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Wunschwohlfühltemperatur zur Verfügung zu stellen hat, auch wenn es 25 oder 30°C sind
Ein solches Gesetz gibt es nicht. Gesetzlich geregelt ist, dass der Vermieter eine definierte Mindesttemperatur rund um die Uhr garantieren muss. Das sind nachts (22 bis 6 Uhr) 18°C, tagsüber 22°C. Natürlich muss der Mieter dabei das Heizvermögen der Heizkörper ausschöpfen (Einstellung der Thermostate).

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Am Thermostaten stellt man die Raumtemperatur ein!

Die Raumtemperatur ist natürlich nur dann erreichbar, wenn die Heizfläche ausreichend ist.

Wenn durch abstellen eines Heizkörpers die Heizfläche künstlich verkleinert wird, kann natürlich die Heizleistung nicht erbracht werden.

Insofern steht sich der Mieter selbst im Weg.

Eine andere Frage ist, wie die Thermostate voreingestellt sind.

Günter

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Kommentar von VerzweifltVerm
12.10.2016, 12:44

Die Temperatur am Wasserbeuler beträgt 55 ° und die am Kesselvorlauf 65°. Das ist voll ausreichend. An meinem Raumthermostat im Wohnzimmer habe ich 22° eingestellt. Wenn ich bei mir im Wohnzimmer die Heizung aufdrehe, erreiche ich innerhalb 1 Stunde locker 24° (wenn ich das möchte). Nur beim Mieter klappt es halt nicht, aus den oben genannten Gründen.

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Was ist das denn für ein komischer Vogel. In einem Mehrfamilienhaus würde er mit seiner Forderung voll die Bruchlandung hinlegen. Wie es bei einer Einliegerwohnung aussieht weiß ich nicht. Es ist aber wohl durchaus zumutbar, die Hasen umzusiedeln und den 2. Heizkörper (bestimmungsgemäß) aufzudrehen.

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Zu rechtlichen Situation kann ich nichts sagen, aber über eine mögliche Lösung  des Heizungsstreits. 

Auf jeden Heizkörper ein Verdunstungsröhrchen anbringen und bei der Jahres-Abrechnung zahlt jeder seinen Anteil über die verbrauchte Energie. 

Das Anbringen und Ablesen übernimmt natürlich eine Firma, die sich darauf spezialisiert hat. 

Bei größeren  Wohnungsanlagen funktioniert das super, warum sollte das nicht auch bei einem Zweifamilienhaus funktionieren. 

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Kommentar von albatros
19.10.2016, 11:35

Wo werden denn noch Verdunster installiert?

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