Frage von zweitaccount 03.08.2010

das leben ein traum?

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  • Hilfreichste Antwort von Qualia 04.08.2010
    20 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo zweitaccount,

    eine ähnliche Frage habe ich hier schon mal beantwortet, weshalb es hoffentlich nicht stört, wenn ich sie größtenteils übernehme und nicht umformuliere. ;-)

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    Beweisen lässt sich das natürlich nicht, denn man kann ja immer dagegenhalten, dass es sich bei dem vermeintlichen Beweis um eine Täuschung in deinem Traum handelt, ebenso wie die gesamte Welt in dieser Vorstellung ein Traum oder eben eine Täuschung ist.

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    Ohne Frage ist das ein wahnsinnig interessanter Gedanke, mit dem du nicht allein bist.

    In allen möglichen Abwandlungen findest du diese Überlegungen von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. So ist das mit Fragen, die sich nicht beantworten lassen, sie bleiben sehr lange offen und das ist ja das interessante, denn um so mehr kluge Köpfe können sich über diese Fragen Gedanken machen.

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    Interessant für dich ist sicherlich der Skeptizismus. Anhänger des Skeptizismus sehen das Zweifeln als wichtigstes Denkinstrument an und bezweifeln oder schließen gar aus, dass es eine Wirklichkeit nachweisbar ist.

    Dabei geht es nicht um die Existenz von Wahrheit und Wirklichkeit, sondern um deren Nachweis, die Erkenntnis wenn man so will.

    Zig Skeptiker hier nun aufzuzählen wäre etwas übertrieben, deswegen beschränke ich mich auf 2, die mir besonders gefallen.

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    David Hume beschrieb es im 18 Jahrhundert so, dass alles, was der Mensch über die Welt also seine Umwelt weiß, auf sinnlicher Wahrnehmung beruhe.

    Niemand kann wissen, ob dem etwas und was dem in der Wirklichkeit entspricht. Das bedeutet, alles was unser Bewusstsein macht, ist Sinneseindrücke logisch zu verknüpfen. Ob das auch objektiv logisch ist oder rein subjektiv notwendig ist, um eine Ordnung herzustellen zwischen den Eindrücken ließe sich nicht feststellen.

    Daraus folgt also die Theorie, dass alles Materielle, nur sinnlich wahrnehmbare, angezweifelt werden muss, da dessen Existenz lediglich auf einer Annahme beruht.

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    René Descartes war zwar kein Anhänger des Skeptizismus, doch nutzte er ähnliche Ansätze für seine erkenntnistheoretischen Überlegungen.

    Die allgemeine Annahme, dass Erkenntnisse auf sinnlicher Wahrnehmung und Nachdenken beruhe, bezweifelte er in dem Sinne, dass er anführte unsere Sinne würde uns oft täuschen. Nicht immer wird einfach etwas wahrgenommen, sondern schon vorhandenes Wissen über bestimmte Objekte wird verwendet.

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    Ganz einfach lässt sich das auch selbst mal überprüfen:

    Du weißt wie ein Stuhl aussieht. Wenn du nun im Halbdunkeln und halb von einer Wand verdeckt, einen Stuhl erblickst, wirst du dennoch sofort wissen, dass es ein Stuhl ist.

    Du brauchst sozusagen einen geringeren Input für deine Erkenntnis, die dann zu großen Teilen auf Erfahrung und Gewohnheit beruht.

    Würde dort aber kein Stuhl stehen, sondern ein Jiigliophon zum Beispiel, dann würdest du unter diesen schlechten Sichtbedingungen gar nicht erkennen, was das ist.

    Ach? Du weißt gar nicht, was ein Jiigliophon ist?

    Ja, ich auch nicht. Deswegen ist es ja so ein gutes Beispiel. Bei unbekannten Dingen ist eine andere Wahrnehmung gefordert als bei bekannten Objekten. Da zieht die Erfahrung nicht, man muss es neu entdecken.

    So. Zurück zu Descartes.

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    Nicht nur mit der sinnlichen Wahrnehmung hatte er seine Probleme, sondern auch mit dem Denken.

    Von ihm stammt der Gedanke, dass es möglich sei, dass ein böser Dämon den Verstand manipuliere und man so unwissentlich falsche Schlüsse zieht und sich täuschen lässt.

    So war der Ausgangspunkt für seine Überlegungen, dass man an allem zweifeln müsse.

    Von diesem Standpunkt ist er langsam zurückgewandert zu den Dingen, denen man sich sicher sein könnte. Dabei stellte er zunächst fest, dass er zweifelt und selbst wenn er sich in allem täuscht, müsse er selbst existieren, denn etwas, das nicht existiert, könne sich auch nicht täuschen.

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    Also wie gesagt...Gegenbeweise wirst du nicht finden, sicher kannst du dir also nie sein. Was ich persönlich aber nicht schlimm finde, denn statt Sicherheit hast du dann einen Haufen Potential für interessante Ideen und Gedanken.

    Aber du findest sehr viele Überlegungen zu diesem Thema. Wichtige Stichpunkte, die für dich interessant sein könnten sind Erkenntnistheorie, Skeptizismus und Solipsismus, sowie die Philosophen Descartes, Kant, Hume und auch Putnam, der die Idee des Gehirns im Tank hatte.

    Nicht hundertprozentig zum Thema passend, aber auch wahnsinnig interessant aus meiner Sicht ist die Existenzphilosophie, vor allem der Existentialismus.

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  • Antwort von gruenbaer 03.08.2010
    42 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du kannst Dir gar nicht sicher sein.

    Vielleicht ist Dein ganzes Leben ein Traum.

    Irgendwann wachst Du auf und merkst, Du bist in Wirklichkeitein Lebewesen mit 3 Köpfen und sechs Armen, bist 859 Jahre alt, wohnst auf dem Planeten Beta Carottis und hast gerade Deinen Rausch ausgeschlafen.

  • Antwort von MisterX345 03.08.2010
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    kannst du nie sicher sein

    vll is das hier auch die traumwelt und wenn wir schlafen sind wir in wirklichkeit wach oO

  • Antwort von Menevea 03.08.2010
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Schnell, setz die Sonnenbrille auf und flieh aus der Matrix, Neo! Agent Smith will uns blitzdingsen!

  • Antwort von yokohama 03.08.2010
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das ist eine Frage, die sich Philosophen und viele andere Menschen schon seit Jahrhunderten stellen. Ob man wach ist oder träumt kann man feststellen, in dem man sich kräftig zwickt oder mit einem Messer ritzt - im Traum kann man keinen Schmerz empfinden. Trotzdem könnte unabhängig von Schlaf- und Wachphasen das Leben eine Illusion bzw. ein Traum sein. Die Sichtweise erscheint sogar plausibel, weil sich die Wahrnehmung, das Fühlen und Denken nun einmal im Kopf abspielen und die Frage, ob damit tatsächlich die "Wirklichkeit" oder "Realität" abgebildet wird, reine Spekultion ist.

  • Antwort von rulaAl 03.08.2010
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vielleicht ist der Tod bloss das Aufwachen vom Leben!

    wobei im Traum net immer alles logisch ist x)

  • Antwort von Angel84 03.08.2010
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Kannst du nicht :-)

    Hast es gut erfasst! Gott, der sich in Erscheinung träumt, um sich selbst zu bestaunen, hihi.

    Dieser Traum, diese Illusion ist wunderbar, um mit ihr zu leben, sie zu genießen und zu nützen.

    Verliere ich mich darin und vergesse ich, dass ich träume, wird es sich verdammt real und teilweise schmerzhaft anfühlen .-)))

  • Antwort von Kerstin1626 03.08.2010
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    sicher ist, dass nichts sicher ist.

    selbst das nicht.

    ^^

    das ist von irgendwem ein zitat, hab aber vergessen von wem.

  • Antwort von berkersheim 04.08.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Diese Einstellung kommt aus einer verzeichneten Auffassung unseres Bewusstseins. Am deutlichsten und extremsten ist das bei Descartes zu finden mit seinem: Ich denke, also bin ich. Darin sind zwei Extrempositionen, nämlich das verabsolutierte "Ich" und die Gleichsetzung von "denken" und "sein".

    Heute, nach dem Forschungsstand der Biologie (Darwin und Nachfolger) und der Verhaltensforschung sowie der Hirnforschung ist die allgemeine Auffassung, dass menschliches Bewusstsein sich in Auseinandersetzung mit der Umwelt und in Gemeinschaft mit anderen Menschen entwickelt hat und beim Kleinkind entwickelt. Denken ist sprachabhängig und Sprache ist in einer menschlichen Gruppe zwecks Kommunikation entstanden und nicht einer einzelnen Person von oben zugefallen. Hirn- und Verhaltensforschung vertreten Theorien, dass unser Selbstempfinden bei weitem nicht nur "im Kopf" gebildet wird. Unser ganzes Sein in dieser Welt macht unser Bewusstsein aus.

    Wer Traumberichte liest oder sich an eigene Träume erinnern kann, weiß, dass da nicht selten abrupte Sprünge vorkommen in Zeit und Logik, dass hin und wieder auch Naturgesetze aufgehoben scheinen und man wie ein Fisch unter Wasser nicht ertrinkt oder leicht und flockig fliegt. Wenn man dann durch eine ungeschickte Bewegung aus dem Bett fällt und mit Schmerzen wach wird, weiß man, dass Traum und Wirklichkeit zwei verschiedene Welten sind.

  • Antwort von coeleste 03.08.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    leben ist träumen und träumen ist leben

    es ist alles eins

  • Antwort von Tatzenrufer 03.08.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du hast gerade Inception gesehen, oder?

  • Antwort von babyos 03.08.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    gar nichts ist sicher, nicht mal meine these

  • Antwort von Kathy0905 24.08.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vielleicht wachen wir erst auf, wenn wir sterben?

    Ist in unseren Träumen doch auch oft so..

  • Antwort von heureka47 04.08.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vielleicht existieren wir gar nicht so wirklich, wie wir glauben, sondern sind evtl. Traumgebilde des - universellen - Bewußtseins, das wir Gott nennen.

    Vielleicht ist alles "Leben" nur "Werk" von "Bewußtsein" - wessen auch immer...

  • Antwort von dasPjnguh 04.08.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Im Traum kann man keine Schmerzen haben.* Also kneiff dich, wenn du nicht sicher bist. Ansonsten solltest du dir ernsthafte hilfe holn :D

    *glaube ich zumindest.

    Gruss dP

  • Antwort von Igelin 04.08.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vieleicht ist der Traum das reale Leben und das Leben ein Traum? wer weiß das schon. Auf jeden Fall sind es zwei verschiedene Ebene des Erlebens. Die Antroposophen sagen, dass die Seele mit einer Silberschnur an den Körper gebunden sei und dass die Seele im Schlaf wandert - die Erlebnisse des Tages auswertet, Antworten holt bei . . . Gott? dem Universum? bei anderen Seelen? Fakt ist auf jeden Fall, dass der Mensch stirbt wenn er längere Zeit nicht schläft - also ist der Schlaf lebensnotwendig. Der Volksmund sagt, der Morgen ist klüger als der Abend - also gehe mit einer Frage ins Bett und Du weißt am Morgen die Antwort. Ist das Leben ein Traum oder der Traum das Leben? wer weiß das schon ?

  • Antwort von butz1510 03.08.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Kannst Du nicht, aber geh einfach trotzdem davon aus, dass Du nicht träumst.

    Solche Fragen habe ich mir früher übrigens auch oft gestellt.

  • Antwort von Annemaus85 03.08.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    In Träumen kennt man z. B. Schmerz nicht. Aber vielleicht ist das hier einfach eine andere Form von Traum.

  • Antwort von gehirnamputiert 14.10.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Da kannst du dir gar nicht sicher sein. Vielleicht ist es so wie bei Matrix, nur du weißt nichts von. Aber du kannst ja mal davon ausgehen, dass es wirklich die "Realität" (ich mach das mal in Anführungszeichen, denn was ist überhaupt Realität?) ist, denn vielleicht wirst du es nie genau wissen.

  • Antwort von Briankelly 26.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Kennt ihr den Film Inception darum geht es hauptsächlich um Luzides Traümen.

    Ich hatte schon oft solche traüme wo ich kontrollieren konnte. Die machen Reisenspaß man ist sowas wie Bruce allmächtig man kann fliegen, gestalten sehen über probleme reden sich die 6er im Lotto visionieren und ja sex haben ^^ und alles fühlt sich 100 pro real an das beste man is sich im klaren das man traümt hahaha und man hat nur sorgen aufzuwachen

  • Antwort von Smeagolizer 18.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nimm ein Messer und schneide dir in die Hand.Es wird wehtun!!!Wieso solltest du Schmerzen erleiden wenn du der Herr deiner Träume bist.Bist du
    es überhaupt?ICH BIN DEIN GEHIRN UND(UND KEINE EIGENE PERSON)ICH SOLL DIR SAGEN:WACH AUF DU TRÄUMST.

  • Antwort von Sydanlop 17.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wer weiß schon,. ob das Leben ein Traum ist. Das werden wir erst erfahren, wenn wir aufwachen.

  • Antwort von paddelheini 04.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Man muss nicht schlafen um zu träumen. Man wünscht sich oft einen besseren Job, einen Lottogewinn, eine Traumfrau, einen Taumurlaub bei vollem Bewusstsein. Und doch bleibt vieles davon unerfüllt, also ein Traum.

  • Antwort von Kerstin1626 03.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    tja vielleicht sind wir ja sogar nur im traum eines anderen.

    vielleicht sind wir darin ja nur unwichtige nebenfiguren.

    das ist eine dieser fragen, die unlösbar sind...

  • Antwort von Semilocon 03.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Interessantes Buch dazu ist: Ich denke aber bin ich? von Michael Hauskeller

  • Antwort von xXLenchenXx 03.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    wenn du dich noch daran erinnern kannst wie du dahin gekommen bist wo du gerade bist..zitat aus inception..sehr empfehlenswert :)

  • Antwort von bergsteinweg 03.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    LOL :D

  • Antwort von kataha 03.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Kannst Du nicht.

  • Antwort von Deroistda 07.01.2014

    Hallo zweitaccount deine Frage beschäftigt mich schon seit einiger Zeit. nicht weil ich es in einem Film gesehen habe sondern weil man auf der Suche nach den Sinn des Lebens ist. Ist es möglich dass wir alle in einem Traum Leben und erst aufwachen wenn es vorbei ist? Diese Frage kann man leider erst beantwortet werden wenn man Tod ist. Jedoch ist dies eine Denkenswürdige Frage, weil diese Theorie durchaus Sinn macht. Ich kann mich an einen Traum erinnern in dem ich getötet wurde und dann mit rasendem Herz aufgewacht bin.

  • Antwort von Olcaytug13 02.09.2010

    Kneif dich dann weiste es :D wenn es weh tut Träumst du nicht ^^

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