Das Gesetz der Kastenlosen?

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2 Antworten

Zur Zeit Buddhas galt in Indien das durch den Hinduismus bestehende Kastensystem

Die Menschen wurden durch ihre Geburt in einer bestimmten Familie einer Kaste (Varna)  zugewiesen, wie etwa Priester, Krieger, Händler, Handwerker und Bauern.

Es gab jedoch auch Menschen die in Familien von so niedrigem sozialen Rang geboren wurden, dass man sie, insbesondere im Westen, als "Kastenlose" bezeichnete.

Diese Menschen mussten dann  "unreine" Arbeit verrichten, die von anderen Hindus vermieden werden.

Der Mensch selbst konnte nichts an seinem Schicksal ändern. Er blieb sein Leben lang einer Kaste zugehörig und konnte nur auf eine bessere Wiedergeburt hoffen.

Buddha, der selbst ein Fürstensohn war und der Kriegerkaste angehörte, lehnte sich gegen die Striktheit des Systems auf.

Wenn ein Kaufmann durch Wucherzinns die Bauern um ihr Land bringt: ist der nicht kastenlos?

Buddha sagte damit also:

"Schmutzig sind nicht jene Menschen, die den Müll entsorgen, sondern Menschen, die mit schmutzigen Tricks ihr Geld verdienen".

Nach Ansicht des Buddha entscheidet nicht die Geburt darüber, welches Ansehen sie in der Gesellschaft genießen sollte, sondern die Handlungen des Einzelnen.

Nicht durch Geburt ist jemand kastenlos sondern durch seine Taten.

Ersetze hier mal "kastenlos" durch "unmoralisch" und du siehst, worum es geht.

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Kommentar von BigKing123459
11.11.2015, 19:20

Wäre dies nicht eine Anspielung auf das Karma, da diejenigen die kostenlos sind in ihrem vorigen Leben schlechte Taten vollbracht haben?

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Das Problem mit Moral ist, die Moral ist die Rache des Schwachen am Starken. Wenn der Wucherer den Bauern um sein Land betrügt, kann der Bauern zwar "unmoral" schreien, helfen allein wird es wenig. Der Wucherer muss schon selber nicht betrügen wollen. Insofern würde ich das als Warnung an die Kaufleute sehen, seine Handlungen richtig gut zu überdenken. Das abschreckendste Beispiel ist wohl sich selbst als kastenlos oder rechtlos zu denken. Die Erfahrung zeigt, dass die erste Generation aufbaut, die zweite Generation erhält und es der dritten verfällt. Das ist das Schicksal von 90 % aller Betriebe. Insofern ist das Geburtsrecht schwer durchzuhalten. Diese beide Fakten vor Augen, dass einerseits Macht auch Beschränkung braucht und Geburt nicht Befähigung hervorbringt, hat er den Satz wohl formuliert.

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