Schon als kind hatte ich Angst übrig zu bleiben. Wurde eine Mannschaft gebildet, war ich heilfroh, nicht die Allerletzte zu sein, die gewählt wurde, bei Klassenfahrten wurden die Zimmer aufgeteilt: ich hatte Angst, dass keiner mit mir wohnen wollte...heute habe ich Angst, dass mein Leben an mir vorbeizieht. Ich habe ganz oft das Gefühl, dass andere an mir "vorbeiziehen"
Das Gefühl, übrig zu bleiben-woher kann das kommen?
Antworten (18)
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flamingstarflamingstar
Das hängt mit deinem Selbstwertgefühl zusammen.
Niemand will "übrig" bleiben, jeder möchte seinen Beitrag dazu geben, leisten. Keiner möchte alleine sein und der Mensch hat ein ausgeprägtes Zugehörigkeitsgefühl, Herdentrieb. Ausnahmen gibt es natürlich auch.
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GlimmerGlimmer
Kinder können manchmal grausam sein und das Gefühl übrigzubleiben tut weh, einmal erlebt fürchtet man es immer wieder.
Viele Kindheitserlebnisse prägen und man muss sie irgendwann von sich abstreifen um wirklich erwachsen zu werden/sein. Um zu sich selbst zu finden und eine eigene freie Persönlichkeit zu sein.
Heute lebt dies Gefühl von Damals immer noch in Dir es äußert sich nur etwas anders.
Mach Dir bewusst das es nur ein Gefühl ist welches Dich beherrscht. Du bist stärker, Du bist nun erwachsen und streifst es ab. Sei Selbstbewusst! Nimm Dein leben in die Hand! Du kannst damit machen was Du willst, es ist Dein Leben und Du bestimmst die Richtung in die Du gehen willst. Heute braucht Dich Niemand zu wählen. Heute wählst Du aus ;-)
Lieben Gruß, Glimmer
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GilleGille
Wenn du mit dir im Reinen bist und es DIR richtig gut geht, dann würden dir solche Situationen nicht mehr soviel Angst machen... überlege dir, was du in deinem Leben ändern möchtest, was davon du allein schaffst und wer dir bei den anderen helfen könnte. Fange am besten sofort damit an... ;D
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MondinMondin
Ich kannte diese Gefühl sehr gut. Ich hatte Angst die letzte zu sein, weil ich Angst hatte alleine zu sein. Ich habe mich aber von dieser Angst befreit. Erst hatte ich Psychoanalyse gemacht, bis ich herausfand, dass, als ich 3 jahre alt war, meine Mutter auf die Intensivstation kam, und mein Vater in die Armee eingezogen wurde. Deshalb wurde ich weggeben in eine völlig fremde Familie. Ich hatte das nie gewusst, weil es meinen Eltern unangenehm war es zu erzählen, aber es hatte in meinem Gehirn einen Schaden hinterlassen. Darauf hin habe ich angefangen, mich bewusst in Situationen zu begeben, wo ich ganz allein bin. Es gipfelte letzlich darin, dass ich ganz allein nach Ecuador flog- dass hat mich geheilt. Dort lernte ich viele neue Menschen kennen und seitdem bin ich immer in angenehmen Runden. Heute 6 Jahre später sehne ich mich sogar danach allein zu sein und fühle mich manchmal zu sehr bedrängt, dass ich zu jeder Party soll oder immer als erstes ausgewählt werde und ich überall mitmischen soll-lach genau umgekehrt also...! Nun habe ich andere NEUE Ängste, aber die will ich auch alle besiegen- denn es ist sooooooo herrlich sich von diesen zu befreien, es macht dich stolz auf dich selbst, gibt dir ein leichtes Herz und ECHTE Zufriedenheit! Deshalb rate ich dir "BEFREIE Dich und habe Lebensmut!" Ich wünsch dir alles Gute, du schaffst es!
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domenicadomenica
ich kenne ein ähnliches gefühl sehr gut: mich brauchts nicht, es geht gut ohne mich. als erwachsene erfuhr ich, woher das kommt: ich habe eine zwillingsschwester, die vor mir geboren wurde. damals wusste man nicht, dass es zwei sind, man erwartete nur ein baby, und als ich kam, waren alle erst mal geschockt. das hat mich geprägt. und seit ich weiss, woher das kommt, habe ich mehr distanz zu diesem gefühl. bei dir muss es nicht so krass sein, aber bestimmt wars etwas frühkindliches. überleg dir, wann du dich das erste mal in deiner erinnerung so gefühlt hast. lass dir evtl durch eine therapie dabei helfen. wenn dus mal weisst, kannst du anfangen, dich von diesem gefühl zu befreien. oder du tust was neram sagt...;-)
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neram Hab noch was vergessen: Nur wenn DU etwas anderes denken willst, wird sich etwas verändern. Es ist DEINE Entscheidung, DEIN Gefühl, DEINE Gedanken.
Das Glas ist halbvoll, nicht halbleer. Andere werden immer an Dir vorbeiziehen, außer Du bist ein Übermensch. Da hilft nur, sich anzustrengen immer besser zu werden.
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neram Wozu ist die Beantwortung: Woher? wichtig??
Wäre es nicht wichtiger zu wissen, wie Du da herauskommst? Machst Du mit der Beantwortung des Woher nicht das Problem nur größer?
Jedesmal, wenn Du das Gleiche denkst, verstärkst Du den Gedanken nur noch. Stell Dir einen Zettelblock vor. Auf jedem dieser Zettel steht: Ich fühle mich übriggeblieben. Jedes mal, wenn Du das denkst, packst Du NOCH einen Zettel dazu. Der Block wird immer dicker.
ABER, wenn Du anfängst was anderes zu denken, reißt Du jedesmal einen von den anderen Zetteln ab.
Trau Dich, was anderes zu denken und wenn Du anderes denkst, dann wirst Du mit der Zeit verstehen.
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eldorudo Ich habe vor kurzen ein tolles Hörbuch bekommen. Das hat mir in vielerlei Hinsicht gewaltig die Augen geöffnet und ich denke, dass es auch für Dich sehr hilfreich wäre. Der Titel sagt leider erst mal nicht so viel über den Wert des Inhalts aus. Lass Dich davon nicht täuschen.
"Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jean Liedloff
Das ist übrigens auch eine echte Empfehlung für Schwangere und Eltern. Man lernt einfach unheimlich viel über sich und warum man so ist, wie man ist. Natürlich lässt sich nicht alles 1:1 in unsere Lebensweise integrieren, aber vieles.
Eine Zusammenfassung steh übrigens auch in meinem Blog: http://gogoconnection.wordpress.com
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SmashSmash
Dein Selbstwertgefühl ist nicht gut genug. Liegt meist daran, daß man nicht genug Mutterliebe bekommen hat. Es können aber auch organische Erkrankungen die Ursache sein. Also zum Arzt: Erst zum Hausarzt und alles untersuchen lassen, evtl. überweist der Dich zu eine Psychotherapeuten.
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hafa4hafa4
jeder will doch die bestätigung von anderen das er wichtig ist das er etwas wert ist das bekommt man durch liebe des partners oder der familie und freunde aber auch durch erfolg im beruf ,es würde aber auch helfen wenn du ein wenig selbstbewusster werden würdest und dir selbst sagen würdest das du nicht allein bist
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subsi75subsi75
weil viele Menschen zu wenig selbstbewustsein haben und daturch immer denken, das Sie nicht gemocht werden...sich dann abkapseln und so das Gefühl verstärkt wird..
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terraqterraq
dat kommt von deiner Psycho, daher kann auch ein Psychotherapeut helfen damit richtig umzugehen
da ist viel Wahres dran. Ist das dann mehr Veranlagung oder was kann dazu führen, dass man das als (kleines) Kind so verinnerlicht?
Ich denke nicht unbedingt das es Veranlagung ist. Klar, jeder Mensch ist anders, aber vielleicht sind auch bestimmte Vorfälle der ausschlaggebende Punkt gewesen. Wenn es einen zu sehr belasten sollte, dann würde ich damit einfach mal zu einem Psychologen gehen- die können da bestimmt weiter helfen und den Grund analysieren.