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Das Gefühl, das alles zuviel ist...

Frage von Sonne2003 Sonne2003

Ich habe viel in meinem leben durchgemacht, hatte aber immer das gefühl alles gut wegzustecken. ich habe einen guten job, eine gesunde basis zu meinen freunden und familie, nach aussen wirke ich sehr stark, was ich aber definitiv nicht bin.alles funktioniert irgendwie, weiß noch nicht mal wie.im moment habe ich einfach das gefühl, nicht mehr zu können, weil ich von jemandem enttäuscht wurde und das auch ( nach aussen ) sehr gut weggesteckt habe, ich glaube ich habe es einfach verdrängt um weiter machen zu können.hatte vor ein paar jahren panikattacken, die ich hinter mir hatte, jetzt sind sie seit gestern wieder da.ist das eine depression?wie komme ich wieder zur ruhe? wie finde ich den weg, weiter zu machen? ich verstehe auch diesen wiederspruch nicht, so stark zu sein und doch innerlich zusammen zu brechen? wieso fühlt es sich so an? kennt sich jemand damit aus? Danke

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Antworten (4)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von spamhasser spamhasser

    Durch dein nach aussen hin Starksein und aber gleichzeitiges verletzt/enttäuscht sein nach innen hin, spaltest du dich von dir selbst ab. Durch Abspaltung und Verdrängung kann man zwar eine gewisse Zeit einen Schutzwall aufrecht erhalten der einen stark wirken lässt, doch die Fassade fängt langsam an zu bröckeln und bricht früher oder später komplett zusammen. Sicher möchtest du Freunden und Familie von deinem inneren Leid fernhalten um diese nicht zu belasten oder durch diese noch zusätzlichen Druck zu erfahren, aber du schadest dir damit (leider) selbst. Man kann zwar eine Rolle spielen, und sein innerstes verbergen, doch damit erreichst du nichts. Je größer die Distanz zwischen dir und deiner Rolle wird desto größer wird dein Leiden. Der tiefste Punkt ist erreicht wenn du und wirklich nur noch du dein Innerstes kennen und alle Umstehenden nur noch deine Rolle kennen. Du musst dich nicht allen öffnen, aber versuche dich ein wenig zu öffnen gegenüber denen du volles Vertrauen hast. Nur jemand der dich versteht und weiß wie du fühlst, kann dich und deine Gefühle auch respektieren. Man muss nicht immer stark sein um akzeptiert zu werden. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen und exakt dies macht auch die Verschiedenartigkeit der Menschen aus. Es wäre langweilig wenn alle völlig gleich wären, oder?

    Ein verdrängtes Problem ist kein verarbeitetes Problem.

    Kommentar von Sonne2003 Sonne2003

    Ich setze mich immer mit Problemen auseinander, analysiere und wäge ab, wo ich meine Fehler hatte, ich dachte immer das wäre verarbeiten...Sprechen möchte ich nicht, das fällt mir schwer, nicht weil ich dann als " schwach " gelten könnte, sondern weil ich gar nicht fähig bin, das Gedachte so auszusprechen, das ich das Jemandem nahe bringen kann...Es ist wie eine Blockade, schwer zu beschreiben...

    Kommentar von spamhasser spamhasserspamhasser

    Dein Satz enthält einen Punkt der mir sehr missfällt: "[...], wo ich meine Fehler [...]" Tu dir doch einen Gefallen, und suche nicht immer primär bei dir den Fehler, ist zwar üblicherweise eine löbliche Einstellung, aber nicht wenn man bereits genug Probleme hat.

    Verarbeiten und sich damit auseinandersetzen sind leider auch noch zwei unterschiedliche Dinge. Das Verarbeiten geht ein Stück über das Auseinandersetzen hinaus und liegt bedeutungsmäßig eher beim "darüber hinweggekommen zu sein". Das es dir schwer fällt darüber zu sprechen ist verständlich. Diese Fähigkeit hat man auch nicht einfach so, sondern es ist ein mühsamer Lernprozeß. Je tiefer der Schmerz/das Leid sitzt desto schwieriger ist es auch. Diese Blockade liegt auch in dem Schutzwall begründet den man sich im Laufe der Zeit aufgebaut hat. Sowas reisst man nicht innerhalb von Tagen nieder.

    Ein Schritt in Richtung "Öffnung" könnte auch wie folgt aussehen: Im ersten Schritt nimm einen Zettel, schreibe oder male alles was dir zu deinen Panikattacken, Angst und Problemen einfällt auf. Im zweiten Schritt: Versuche eine chronologische oder inhaltliche Abfolge in Wort oder Bild zu erzeugen.

    Die Ergebnisse der Schritte 1 und 2 sind wirklich nur für deine Augen gedacht.

    Wenn du dann etwas Erleichterung verspüren konntest, dann kannst du mal versuchen eine dritte Stufe auszuprobieren in welcher du versuchst einer Person deines Vertrauens einen Brief zu schreiben in dem du das Ergebnis von Stufe 2 als Grundlage nimmst.

    Hast du dies geschafft kannst du als Stufe 4 den Brief auch abschicken oder wenn du dich dann schon traust zu reden, mit der entsprechenden Person zu sprechen.

    Du kannst es auch gern mal mit einem Psychologen versuchen. Es ist keine Schande sich an einen Psychologen zu wenden. Der Vorteil ist jedoch: Die Leute sind neutral UND kennen sich aus.

    Kommentar von Sonne2003 Sonne2003

    Erstmal: Danke...Ich werde mich definitiv damit befassen und über das Geschriebene nachdenken, denn es scheint wirklich was dran zu sein...

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    Antwort von doncrabbino doncrabbino

    Psychologen kennen sich damit aus. Du solltest dir wirklich keinen psychologischen Rat auf dieser Plattform suchen. Das ist ein gut gemeinter Rat.

  • 1
    Antwort von TwoDelta TwoDelta

    Weisst, geh doch Montag zu Deiner Hausärztin und sprich mit der, vielleicht hast ein bornout syndrom und brauchst mal richtig Ruhe, eine Kur oder so. Aber zumindest kann ein guter Hausarzt Dir helfen, und die richtigen Tipps geben. Auch wenn es blöd klingt: Morgen früh geht die Sonne wieder auf und ein neuer Tag beginnt.

    Kommentar von TwoDelta TwoDeltaTwoDelta
    Kommentar von Sonne2003 Sonne2003

    danke :-)

  • 1
    Antwort von Hanabi Hanabi

    das kenn ich auch, mach vllt mal ne therapie in der du mit einem fachmann über alles verdrängte reden kannst. und keine angst, nur weil man zum psychotherapeuten geht, ist man noch lange nicht verrückt oder reif für die klappse ;)

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