Das eigene Haus - ein Klotz am Bein? :)
Wir würden gerne ein Haus kaufen.
Zwei Punkte stehen dem jedoch im Weg: Erstens ist dieser Wunsch neu und wir haben keinen Bausparvertrag und wenig Eigenkapital, zweitens sind wir nicht 100%sicher, ob wir hier wohnen bleiben oder in den nächsten 10Jahren doch noch einmal den Wohnort wechseln.
Dafür spricht: Die guten Angebote bei der Finanzierung und Umbrüche in unserem Wohnort - ein großes Unternehmen schließt, viele Häuser werden frei. Eine neue Uni eröffnet und die Infrastuktur wird ausgebaut, also sind vermutlich momentan die Preise niedriger und werden voraussichtlich in den kommenden Jahren eher teuer. Außerdem wollen wir natürlich die Miete lieber ins eigene Haus stecken.
Ich bin momentan in Elternzeit. Wenn ich wieder arbeite haben wir zwei Einkommen und könnten problemlos abzahlen.
Nun die Frage... Lohnt es sich jetzt zu kaufen und falls wir wegziehen wieder zu verkaufen (hoffentlich steigen die Preise ;) oder zu vermieten und mit den Mieteinnahmen weiter abzuzahlen. Oder ist es zu riskant (Preise können fallen, Mieter finden ist schwer) und sollten wir lieber warten bis wir 1. sicher sind wo wir wohnen wollen 2. ein bischen Geld gespart haben 3. Familienplanung abgeschlossen ist.
???
Danke für alle hilfreichen Antworten!
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Haus ein Klotz am Bein, ist eine persoenliche Einstellung. Wohnen zur Miete oder als Eigentuemer ist unterschiedliche Lebensqualitaet. Ein Haus abzahlen vermindert ueber die Jahre die Lebenskosten. Die Miete dagegen steigt mit Inflation stetig. Auch in Deutschland wird heutzutage keiner ein Haus kaufen koennen zum Preis von gestern, wie vielleicht die Eltern gezahlt haben. Ein Haus ist wie ein Sparschwein auf das man nicht zugreifen kann, solange man drin wohnt! Was man sich leisten kann haengt vom Einkommen ab und jede Bank hat Keditbedingungen, die zu erfuellen sind. Unverbindliche Gespreache mit Bank, Kreditberatung und Leuten, die in einer vergleichbaren Situation sind, koennen Aufklaerung geben. Und fuer die ganz Schlauen, die in die Zukunft sehen koennen wuerde ich sagen – wer nichts wagt, der nichts gewinnt!
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Wenn das HERZ nicht JA sagt, dann LASSE es.
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Antwort von DerNette82 08.06.20123 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Hallo,
bei einer soliden Finanzierung solltet ihr mind. 20 % Eigenkapital als Sparguthaben vom Gesamtaufwand haben.
Fangt nicht an zu spekulieren, wie sich die Preise in den nächsten zehn Jahren verändern werden. Damit fällt man meistens auf die Nase.
Macht euch lieber folgende Gedanken:
Wo sehen wir uns in zehn Jahren - Beruflich - Familiär (Nachwuchs) - Wunsch-Wohnort - usw.
Gute Angebote werdet ihr immer bekommen. auch in 2-5 Jahren. Plant lieber euer Bauvorhaben lang genug. Nimmt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten unter die Lupe und denkt dabei immer an das schlimmste was euch passieren kann!!! Wie gehts weiter wenn:
-ein Partner stirbt oder nicht mehr arbeiten gehen kann -ihr euch trennt -ihr Nachwuchs bekommt -Arbeitslosigkeit -Risikoabsicherung für die Familie
Denn ein Haus wird nur ein Klotz, wenn euch das Geld fehlt oder ausgeht.
Lieben Gruß und danke für das Plus
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Das kommt immer auf die Lage an. Wenn der Markt sich voraussichtlich gut entwickelt, würde ich es machen. Ansonsten ist so ein Haus schnell ein Klotz am Bein, weil es einen auch nicht mehr so flexibel macht. Man bindet sich zusehr an einen Ort, gerade dann, wenn man es nur mit Verlust verkaufen oder vermieten kann.
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Wenn du 18 Jahre Miete bezahlst gehört dir nichts, aber wenn für dein Eigentum bezahlst, dann wäre es in 18 Jahren deins.
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Ohne ein Eigenkapitalpolster von mindestens 20% wird ein Hauskauf einfach zu teuer. Auf steigende Preise vom Verkauf würde ich überhaupt nicht mehr spekulieren. Mit Mieteinnahmen ein Haus abzubezahlen schafft man in der Regel nicht (zumal dann nicht, wenn der volle Kaufpreis mangels Eigentkapital durch einen Kredit gedeckt wurde).
In Deutschland verkaufen sich Häuser nicht so schnell wie in anderen Ländern - es kostet außerdem auch ziemlich viel Geld durch Notar und Grundbuchkosten - ich würde euch also raten, wartet ab, bis ihr wisst, "wohin die Reise für euch gehen soll".
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...und bitte noch bedenken, dass bei einem Hauskauf "Nebenkosten" anfallen, die ihr nie wieder zurück erhaltet: - Maklercourtage - Notar - Grunderwerbsteuer das sind ca. 10 % vom Kaufpreis, die einfach "weg" sind....Kosten !!!
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Mit Geld ist selbst der amateurhafte Hauskauf kein Risoko - ohne schon!
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Antwort von Danielvm 08.06.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Grundsätzlich solltet Ihr auch vorab Euer mtl. verfügbares Einkommen ermitteln, also Einkünfte – Ausgaben, damit Ihr überhaupt wisst ob Ihr die Immobilie langfristig ohne existenzielle Einschränkungen bezahlen könntet. In der Regel ist bei positiver Bonität (materiell als auch persönl.), ein Kreditvertrag schnell geschlossen. Da her nimmt Euch Zeit für Eure Entscheidung/Überlegungen.
Da Ihr noch nicht wisst ob Ihr überhaupt dort leben bleibt, wäre für Euch der Erwerb einer ETW vielleicht interessanter. -
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Wenn die berufliche Perspektive noch nicht sattelfest ist, solltet ihr r lieber so viel wie möglich sparen um ein möglichst hohes Eigenkapital zur Verfügung zu haben. Die derzeit günstigen Kredite (ver)locken zawr, aber die angepriesenen "Superwerte" gelten ja immer nur für die erstrangige Belastung. Mit wenig Eigenkapital zahlt ihr aber einen weit höheren betrag für das nachrangige Geld, das dann wieder bis zu 2 % teurer ist.
Kommentar von DerHansDerHans 08.06.2012Außerdem ist später ein Haus, das bis zum äußersten belastet ist, schwer zu verkaufen. Das sieht dann sofort nach "Notverkauf" aus. Dass heute eine Makler, der dir ein Haus verkaufen will, oder ein Banker der seine Provision will, was anderes sagt, ist wohl logisch.
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ohne Eigenkapital werdet ihr wohl kaum eine genügend hohe Hypothek bekommen. Mindestens 30 % Eigenkaputal müssen bei einem Wohnungskauf vorhanden sein, denn sonst ist keine Sicherheit vorhanden.
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wir 1. sicher sind wo wir wohnen wollen 2. ein bischen Geld gespart haben 3. Familienplanung abgeschlossen ist.
JAA
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Zumindest solltet ihr warten, bis ihr sicher seid wo ihr schlussendlich wohnen wollt. Weiterverkaufen oder vermieten ist leichter gesagt als getan.
.. und auch dann sollte der Verstand noch zu Wort kommen...