Frage von pascapone3443, 26

Das böse Geld?

Ahoi allerseits, ich komme mit einer Frage zum Thema Geld und Geldschöpfung und möchte kurz wissen ob ich das alles richtig verstanden habe. Also in einem Video wurde es so erklärt, zuerst mal eröffnet eine Bank, die Bank hat mehrer Fillialen. In die Bank(en) zahlen Menschen ihr Geld/ Lohn ein. Die Bank vergibt an Herrn X einen Kredit von 100.000 Euro, wovon er ein Haus kaufen möchte. Die Bank verleiht das Geld von den einbezahlten Masse, sie bekommt den Kredit zurück gezahlt plus Zinsen und überweist es sich zum Schluss dann auf ihr eigenes Konto. Somit hat die Bank 100.000 Euro aus dem nichts geschöpft, weil es war ja wie gesagt nicht ihr eigenes Geld was sie verliehen hat, sondern das der Kunden/ Einzahler, hab ich das so in etwa richtig verstanden, dann wär das Ganze Geldsytem ja quasi hochkriminell...aber ich warte erstmal auf eure Antworten..

Antwort
von lesterb42, 11

Geld ist nicht gut und nicht böse. Es kommt immer auf die Menschen an, die mit dem Geld umgehen. Ansonsten ist Geld immer nur Mittel zum Zweck. Wenn man Geld nicht nutzt, ist es nur eine Zahl auf dem Papier.

Antwort
von MonkeyKing, 6

Das hast du falsch verstanden. Es ist so: Herr X nimmt einen Kredit von 00.000 Höhe auf und bietet dafür Sicherheiten an (z.B. ein Haus). Herr X bekommt 100.000 EUR auf seinem Konto gutgeschrieben die vorher noch nicht im Umlauf waren - die Bank hat Geld geschöpft aber es handelt sich um sogenanntes Giralgeld bzw. Buchgeld. Herr X zahlt 100.000 EUR plus Zinsen (z.B. 1000 EUR) an die Bank zurück. Die Buchung wird ausgeglichen und die 100.000 EUR verschwinden aus den Büchern der Bank, die 1000 EUR streicht sie als Gewinn ein.

Die Bank kann nicht beliebig viel Kredit vergeben, sonst könnte sie ja unendlich Geld schöpfen. Daher gibt es die Mindestreserve die irgendwo unter 2% liegt. Mit einer Geldreserve von 1000 EUR kann sie also also theoretisch Kredite in Höhe von 50.000 EUR vergeben.

Der Skandal dabei ist dass durch den Vorgang der Giralgeldschöpfung relativ unkontrolliert große Geldmengen in Umlauf gebracht werden die durch nichts gedeckt sind. Was das zur Folge hat sieht man ja am Zustand unseres Finanzsystems. Die Giralgeldschöpfung führt praktisch zu einer automatischen Umverteilung von Reichtum von unten nach Oben.

Antwort
von Goldbrokersachs, 18

Aus dem Kapital der Kunden die der Bank angehören kann die Bank überhaupt erst einen Kredit bereitstellen.Soweit so gut.Das einzige was du falsch verstanden hast ist das die Bank nur die Zinsen für den Kredit behält da die 100.000 ja immer noch den Kunden der Bank gehören.Den mit dem Geld was auf dem Konto der Kunden ist arbeitet die Bank.

Antwort
von Johocrafter, 9

Da die Kunden ja wissen, dass das Geld für Kredite und Spekulationen benutzt wird, ist das ihre Entscheidung ob sie ihr Geld einzahlen wollen.

Antwort
von WosIsLos, 26

Du hast das nicht richtig verstanden und das was du beschreibst, ist nicht kriminell.

Kommentar von pascapone3443 ,

wie denn dann?

Kommentar von WosIsLos ,

Theoretisches Beispiel:

Die Bank gewährt den Kunden z.B. 1.000€ Zins (1% p.a.) für die 100.000€ Einlage.

Vom Kreditnehmer verlangt sie 50.000€ Zins (5% p.a.) für 1.000.000€.

Mit dem erzielten Gewinn spekuliert die Bank an den Börsen. Wenn sie durch die Spekulation Pleite geht, zahlt die Rechnung der Steuerzahler oder der Bankkunde.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community