Frage von AmazonFirePhone, 23

Das Austragen aus d. Aktienregister & aus der Börse einer Firma die pleite ist kostet Geld, wieso machen das dann soviele anstatt an der Börse zu verweiln?

manche pleite unternehmen bleiben an der Börse der Spielehersteller CDV ist zum beispiel bis heute an der Börse obwohl er schon 1998 insolvent gegangen ist. Anscheinend fehlte da wohl Geld oder Lust, sich austragen zu lassen, andere Firmen die pleite gehen, lassen sich Fleißig austragen, obwohl der Börsengang und der Abgang haufen Geld kostet...

Antwort
von eccojohn, 16

Ganz einfach und simpel.

Eine AG ist pleite und stellt die Tätigkeiten ein - hört auf zu existieren.

Ist die Pleite so derbe, das nur noch ein Haufen Schulden verbleibt, hat keiner ein Interesse daran, >den börsen-notierten Namen< zu kaufen / übernehmen, und dann anschließend nach Kauf / Übernahme diesen für seine Zwecke umzubenennen = dann zu teuer. Die Austragung ist Plicht, es sei denn, das es ein verkäuflicher Wert ist .

Ist eine Pleite AG jedoch nach Abschluß der Insolvenz in dem finanziellen Bereich, der bei einem Kauf deutlich unterhalb der Kosten einer kompletten  Neuanmeldung liegt, so findet sich oft ein Interessent der seinen Betrieb künftig als AG führen möchte, und dazu den günstigen >sog. Mantel< der Pleite AG kauft / nutzt.

Hier wird quasi der fertig registrierte (tote) Name gekauft um ihn NEU und verändert zu verwenden und umzubenennen. ( Die Kosten für eine kpl. Neueintragung sind nicht gerade Peanuts)

Kommentar von AmazonFirePhone ,

wenn das Pflicht ist warum ist CDV seit 1998 insolvent aber weiter handelbar??

Kommentar von eccojohn ,

Ich kenne nicht die exakten Zahlen der Firma, aber es ist dann so, das die Firma nicht so platt ist, das sie uninteressant ist. Die noch gehandelten Aktien werden irgendwann von einem Interessenten langsam eingesammelt.

Die Aktie wird noch gehandelt, da sie einen kleinen Wert hat. Kauft der Interessent ständig alle Aktien am Markt die zu haben sind, schnellt der Preis dadurch blitzschnell hoch, und eine Verwertung wäre dann wieder zu teuer für einen Interessenten.

In diesem Spielchen zocken dann natürlich auch etliche Glücksritter mit, die z.B. eine bestimmte Menge toter Aktien für 1 Cent kaufen, und hoffen, diese an einen Interessenten teuer verkaufen zu können, oder aber davon zu profitieren, das der Wert der toten Aktie dadurch steigt, das sie ein neuer Besitzer mit Leben erfüllt..

Wird die Zockerei  übertrieben, oder fällt die Zockerei oder Aufkauf auf, haben alle das Nachsehen, und das Teil fährt in den Keller - alle fallen auf die Nase = Zwangslöschung.

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