Hallo miteinander:) es geht wie in den letzten fragen um die Fernbeziehung zu meinem Freund. Das problem ist einfach dass er eine Krankheit hat. Er ist depressiv und auch in Behandlung. Das natürlich schränkt absolut alles ein.. da er nähe nich zu lassen kann, was wiederrum einen komplizierteren Hintergrund hat. Aufjedenfall vor ca 2 wochen haben wir es indirekt beendet.. aber wir können einfach nciht ohne einander.. wir kennen uns ewig und das mit uns beiden geht auch schon das ganze jahr über es ist einfach was ganz spezielles und ja ich kann dazu sagen dass er meine große liebe ist. die zweisamkeit wenn wir beieinander sind ist einfach wunderschön... wir konnten uns nie voneinander lösen. Könnt ihr mir helfen wie ich das jetzt meistern sollte.. nochmal so eine Hölle durchmachen mit "nicht sehen" wenig kontakt aufgrund seiner krankheit.. oder versuchen ihn übeall zu löschen und kontakt abzubrechen? ich mein.. ich habe immer wieder mal versucht ihn zu vergessen aber es hat nie geklappt. da ich auch länger an ihm hänge als er an mir.. wie können wir beide diese Liebe retten? BITTE UM ANTWORTEN!!!! :(
Das "aus" für unsere Beziehung? :/ kämpfen oder aufgeben?
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wagemutwagemut
Du sagst, dass Dein Freund eine Depression hat, die bereits behandelt wird. Du erwähnst aber nicht die genaue Diagnose, was nämlich eine nicht unerhebliche Rolle dafür spielt, wie es mit Eurer Beziehung weitergehen soll oder Kann. Es gibt nämlich verschiedene Arten von Depressionen. Eine Form davon sieht so aus, dass diese Patienten verschiedene Phasen durchleben, die periodisch verlaufen : von totaler Antriebslosikeit, in der sie am liebsten niemanden sehen und hören wollen, auch nicht die Menschen, die ihnen nahestehen. Diese Menschen ziehen sich absolut zurück und haben an nichts Interesse. Bis hin zu der Phase der übertriebenen Aktivität. Das sind dann die Momente, in denen sie durchaus ausgeglichen erscheinen, so dass sich ihre Partner sicher wähnen, alles könnte wieder gut werden. Diese Patienten sind aber nicht liebesfähig und vor allem nicht dauferhaft verwurzelbar in Beziehungen. Sie müssen ihr ganzes Leben lang Tabletten einnehmen, die sie aber zum Teil ablehnen bis hin, dass sie sie manchmal sogar absetzen. Sobald sie die Tabletten absetzen, beginnt sich der Mensch zu wandeln: er wird plötzlich agressiv und seine momentan gute Laune kann ganz schnell in Wut umschlagen. Da es diesen Patienten an Empathie fehlt, fangen sie häufig aus Nichtigkeiten heraus mit Streitigkeiten an, egal ob mit Freund oder Fremden. Das führt in diesen kritischen Phasen zur sozialen Vereinsamung. Sobald diese Phase überwunden ist, werden sie wieder zu den "Gesellschaftskönigen", möchten häufig auch im Mittelpunkt stehen. Heute so, morgen so, das hält auf Dauer keine Beziehung aus. Wenn Du mit ihm zusammenbleiben würdest, müßtest Du Dich auf ein Himmelhochjauchzend und auf ein Zu Tode betrübt einstellen, das Dich ein Leben lang begleiten würde. Ich weiß nicht wie alt Du bist, aber ich denke, dass Du noch zu jung bist als dass für Dich die Zeit gekommen wäre all das unter Umständen aufgeben zu müssen, was Dir lieb und teuer ist. Da diese Krankheit vererbbar ist, müßtest Du damit rechnen, dass die Kinder, die Ihr später haben könntet, die gleiche Krankheit vererbt bekommen. Du schreibst ja bereits, dass Du diese "Hölle" nicht noch einmal mitmachen möchtest. Du beziehst eas aber in erster Linie auf das häufige Getrenntsein aufgrund der Entfernung. Die "Hölle" wäre aber noch sehr viel schlimmer, wenn Dein Freund in Deiner unmittelbaren Nähe wäre. Dann würdest Du nämlich all die Schrecklichkeiten dieser Krankheit authentisch mitbekommen. Dieses ständige auf der Lauer liegen, was jetzt gleich als Nächstes passieren wird, das zermürbt. Du wärst ständig um Ausgleich bemüht, wenn Dein Freund zum Beispiel Deinen Freunden gegenüber agressiv reagiert, wenn er mal wieder in dieser Phase ist. Nach dieser Agression kommt die Hochphase, in der man dann sicher ist, wie sehr man diesen Menschen lieben würde, da er da ja durchaus liebenswert ist. Nur, das reicht für ein gemeinsames Leben nicht aus, diese wenigen Glücksmomente. Ihr habt ja vor 2 Wochen bereits Eure Beziehung beendet, sicher nicht ohne Grund. Ich gebe Dir den guten Rat, bleibe dabei, ehe Du vor die Hunde gehst durch das stete Auf und Ab. Das ist für Euch Beide das Beste, also auch für ihn. Das Lösen von ihm kannst Du nur so bewerkstelligen, indem Du Dir die Folgen für Dein Leben vorstellst: wie Du immer mehr sozial ins Abseits kommst, weil sich Freunde und Bekannte zurückziehen, welche Auswirkungen es auf Kinder von Euch Beiden hätte, wenn Ihr zusammenbleibt. Jetzt bist Du überzeugt, dass er Deine große Liebe ist. Aber glaubst Du, dass er das auch noch sein kann, wenn Du all die Negativseiten kennenlernst, die mit seiner Krankheit verbunden sind. Du glaubst Dich ihm jetzt in Treue verbunden - gerade, weil er krank ist - Du willst mit ihm an seiner Seite kämpfen. Fakt ist jedoch, diese Krankheit wird Besitz von Dir ergreifen, dem ist leider nicht auszukommen. Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine Entscheidungsfindung, egal in welche Richtung es ausgeht, aber auch viel Kraft für all das, was Dich erwartet, wenn Du bei Deinem Freund bleiben willst.
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cikooo Egal ob du ihn überall löschst-blockst..er wird immer in deinen gedanken sein du wirst immer an ihn denken mit der zeit denkst du nicht mehr so oft an ihn aber wenn du an die schönen zeiten denkst kommen alle gefühle wieder hoch...eine fern/beziehung hat seine höhen und tiefen deswegen kämpft füreinander...egal was kommt...
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nachbar72 Wenn er depressiv ist dann hilft es sicher nciht ihn zu verlassen...eine Freundin an der seite dürfte sicher helfen...warum also kannst du ihn nicht sehen....selbst im krankenhaus kann er doch an sein läptop....usw....mal per skype anrufen,facebook chat oder so....aber warum ihn vergessen...glaub mir das wirdt nie klappen...das einzige was du damit erreichst ist das du mit ihm in die behandlung kannst....das endet dann schlimm...
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wagemutwagemut @nachbar72: Nein, die Freundin an der Seite kann da nicht helfen, weil er sie zu bestimmten Zeiten gar nicht an seiner Seite haben will. Kullcandy hat ja auch beschrieben, dass er manchmal so abweisend und desinteressiert ist. Das ist ein typischer Bestandteil bei diesem Krankheitsbild. Ist der Patient in dieser Phase, will er keinerlei Kontakt mit der Außenwelt. Er vergräbt sich in seinem Wohnraum, schaut stundenlang Fernsehen und interessiert sich ansonten für absolut gar nichts. Da nützen weder skype, noch facebook noch chat was, er würde diese Angebote niemals wahrnehmen, wenn er gerade in so einer Phase ist. Und Kullcandy sitzt zu Hause und wartet verzweifelt, dass er sich meldet. Das macht sie fertig auf Dauer, nicht die Tatsache eines möglichen Endes der Beziehung. Wenn sie sich konsequent mit den Realitäten auseinandersetzt, wird sie hinterher auch kein Fall für einen Therapeuten.
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Halili Kämpfen natürlich! Hät ich auch machen müssen :(
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sKullcandy aber es macht einen so fertig wenn man sich 2-3 monate nicht sieht? bzw jetzt wird es noch länger dauern bis er dann endlich geheilt ist.. und dann ist er manchmal auch so ganz desinteressiert u abweisend meldet sich nicht usw..
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Dave1996Dave1996
Kämpfen lohnt sich immer ;D
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wagemutwagemut Nein Kämpfen lohnt nicht immer, vor allem dann nicht, wenn der Kampf einseitig ist. Er ist aufgrund seiner Krankheit dermaßen eingeschränkt, dass er diesen Kampfeswillen gar nicht hat. Und für Zwei kämpfen kann kein Mensch! Die Glücksmomente, die die Beiden erleben könnten wären viel zu gering und zu selten, so dass sich auch die Frage stellt, für was eigentlich kämpfen, dafür, dass hinterher das ganze Martyrium wieder von vorne anfängt, weil diese Krankheit eine normale Beziehung gar nicht zuläßt.
Es geht hier nicht nur um Fernbeziehung und deren Höhen und Tiefen, sondern um sehr viel mehr: Die Krankheit läßt keine normale nahe Beziehung zu, so dass sie derzeit nur über eine Fernbeziehung überhaupt haltbar ist. Bei jeder Beziehung, die zu Ende gegangen ist, kommen Gefühle hoch, wenn man an die schönen Zeiten denkt. Aber bei dieser Krankheit ist das etwas Anderes. Damit sind leider auch viel zu viele negative Zeiten verbunden, die die Glücksmomente auf ein geringes Maß zusammenschrumpfen lassen. So wird man sich zwar der schönen Zeiten erinnern, was durchaus weh tun kann. Diese Impressionen werden dann aber wieder durch die schlechten Zeiten relativiert.