Frage von teekey10, 50

Das Abitur nach der Ausbildung nachholen trotz nicht bestehen des Abiturs in der Schule?

Ich komme aus Berlin und habe das 1. & 2.Semester an meiner Schule schon bereits wiederholt und schaffe es im 2. Versuch wieder nicht, heißt ich wurde nicht für die Abiturprüfung zugelassen und kann kein Fachabi machen. Könnte ich aber nach der Ausbildung das Abitur nachholen (2.Bildungsweg)?

Antwort
von feirefiz, 8

Die Noten sind zu schwach für das Fachabitur? Nach 3 Halbjahren reicht es nicht? Das bedeutet, dass du verdammt häufig unterbelegt hast in den Hauptfächern. (Man hat das Fachabi nicht automatisch, sondern muss bestimmte Mindestpunktzahlen bringen). Was willst du dann an einer Uni?

Mach doch einfach erst einmal eine Ausbildung, dann bkeibt dir danach die Fachschule oder das BKFH, wenn du in deinem Beruf wirklich fit bist oder der Meister in einem Handwerksberuf. Von dort aus führen Wege an die Hochschulen, aber eben fachgebunden.

Darüber würde ich mir jetzt aber noch nicht den Kopf zerbrechen sondern eine Ausbildung anfangen und verdammt gut sein. dann siehst du weiter.

Antwort
von regex9, 25

Wer im Abitur durchfällt, bekommt in der Regel an seiner Schule einen weiteren Versuch gestattet. Dafür müssen allerdings die letzten beiden Schulhalbjahre der Qualifikationsphase wiederholt werden. Sprich: Du bleibst "sitzen" und schließt dich dem folgenden Abitur-Jahrgang an. Scheitert auch der zweite Versuch wird nur in begründeten Ausnahmefällen eine weitere Wiederholung genehmigt.

Quelle: http://abi.unicum.de/abitur/abitur-nicht-bestanden-und-nun

Kommentar von teekey10 ,

ich würde aber das Abitur nach der Ausbildung woander nachholen wollen, spricht an einem OSZ oder Abendschule. Ist sowas denn überhaupt möglich? oder darf ich überhaupt noch ein Abitur machen/nachholen?

Kommentar von regex9 ,
Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Schule, 5

Du kannst solange Abitur machen, solange Du nicht endgültig die Abiturprüfung nicht bestanden hast. Das ist aber erst der Fall, wenn Du zwei mal durchgefallen bist.

Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bist Du berechtigt, das Abitur über Schulen des 2. Bildungweges zu erwerben.

Antwort
von bloxman, 29

Hallo. Kommt drauf an, ob du studieren gehen möchtest. Viele Unis haben Zugangsvorraussetzungen, die nur mit Abitur gehen. Bei Fachhochschulen kann das auch variieren - es liegt daran, für welchen Studiengang du dich interessierst. Da werden die Ausbildungszeit auf die Wartezeit für einen Studienplatz angerechnet. Wenn du nur die mittlere Reife hast, dann geht das nur über den 2. Bildungsweg über ein Fernlehrgang.

Oder, schau mal hier:

https://www.gutefrage.net/frage/was-machen-wenn-2mal-abitur-vermasselt-

Also: 

Wenn du einen Studiengang ausgewählt hast der nur an einer Uni zu studieren geht, dann versuch es neben der Job über einen Fernlehrgang. Ist aber sehr anspruchsvoll bzw. stressig.

Wenn du aber einen Studiengang wählst, den man auch an einer Fachhochschule studieren kann, dann hast du den Abschluss des Fachabiturs mit dem bestehen der 12. Klasse (altes Schulsystem).

Es liegt alles an deinem Studiengang. Informiere dich darüber z.b. über Berufenet.de 

Viel Glück.

Kommentar von teekey10 ,

Vielen dank für die schnelle Antwort! :D ich würde gerne später an einer Fachhochschule studieren wollen. Ich würde sozusagen jetzt erstmal eine Ausbildung machen. und darum die Frage ob ich trotz meines schalternden 2. Versuch des Abiturs auf dem Gymnasium noch mein Abitur nachholen kann (Fachabitur). :/

Kommentar von bloxman ,

Hier ein Abschnitt aus einer Internetseite:

"Die Fachhochschulreife (FH-Reife) ist ein praxisorientierter Schulabschluss, der zum Studium an Fachhochschulen berechtigt. Die FH-Reife besteht dabei aus einem schulischen und aus einem praktischen Teil, die im Normalfall gemeinsam mit dem Besuch einer Fachoberschule erworben werden. Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern Regelungen, bei denen der schulische Teil und der praktische Teil getrennt von einander erworben werden können.

Der schulische Teil der Fachhochschulreife kann in den Bundesländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein mit Versetzung in die 12. Klasse eines Gymnasiums erworben werden. In den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz erwirbt man den schulischen Teil der Fachhochschulreife üblicherweise nur mit der Zulassung zur Abiturprüfung.

Der praktische Teil der Fachhochschulreife kann in der Regel entweder durch eine abgeschlossene, mindestens 2-jährige Berufsausbildung absolviert werden oder - bei Zulassung zur Abiturprüfung - durch ein einjähriges Praktikum. Sonderregelungen sind bei den jeweils zuständigen Ministerien oder Oberschulämtern der Länder zu erfragen."

Deine Annahme ist korrekt. Nach der Ausbildung hast du die FH-Reife und es ist kein Lehrgang mehr dafür notwendig.

Viel Glück.

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