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Das 29.Februar-Problem

Frage von umscha umscha

Mein Ausgangspunkt:

Unser durch Uhren bestimmte 24-Stunden-Tag auf der Erde ist etwas kuerzer als der durch den Umlauf der Erde um die Sonne definierte Sonnentag - oder: Unser Jahr mit 365 Uhrenzeit-Tagen ist etwas kuerzer als ein Sonnenjahr. Daher wird alle vier Jahre ein Schalttag eingefügt, der den Vorsprung der Uhrenzeit vor der Sonnenzeit nahezu ausgleicht. Eine Korrektur dazu gibt es bei den Jahrhundertwenden.

Dann muessten aber nach rund zwei Jahren unsere Uhren der Sonnenzeit rund einen halben Tag voraus sein.

Meine Frage:

Warum geht zwei Jahre nach einem Schaltjahr die Sonne nicht abends auf?

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Antworten (4)

  • 7
    Antwort von Vivi2010 Vivi2010

    Dann muessten aber nach rund zwei Jahren unsere Uhren der Sonnenzeit rund einen halben Tag voraus sein.

    Warum 2 Jahre und warum ein halber Tag ?
    Wie viele Stunden meinst Du mit einem halben Tag und wie hast Du das zusammen gerechnet ? Meinst Du hier auch die Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst ?


    Wozu gibt es Schaltjahre und wann ist ein Jahr ein Schaltjahr?

    Ein Jahr ist definiert als die Zeit, die die Erde für eine Umrundung der Sonne braucht. Ein Umlauf dauert genau 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45,252 Sekunden, also etwa um ¼ Tag länger als unser Kalenderjahr. Um diesen Unterschied auszugleichen wird alle 4 Jahre ein Schalttag, der 29. Februar, eingeschaltet.

    Damit die Rechnung noch genauer aufgeht, müssen über einen Zeitraum von 400 Jahren, jeweils drei Schaltjahre gestrichen werden. Dazu wurden die drei Schaltjahr-Regeln eingeführt.

    Die drei Schaltjahr-Regeln:

    • Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn die Jahreszahl restlos durch 4 teilbar ist.

    • Ein Jahr ist kein Schaltjahr, wenn es durch 4 und 100 restlos teilbar ist.

    • Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn es sowohl durch 4, durch 100 und durch 400 teilbar ist

    http://www.kalenderland.com/lexikon/schaltjahr-schaltregeln.php

    Kommentar von umscha umscha

    Hallo, vivi2010,

    fuer deine Auskuenfte bedanke ich mich sehr, haben sie mir doch deutlich werden lassen, dass meine Frage einem Denkfehler entsprang:

    Der Schalttag dient ja nicht dazu, Abweichungen zwischen dem 24-Stunden-Tag und einem Sonnentag auszugleichen. Vielmehr soll er verhindern, dass sich die Jahreszeiten in unserem Kalenderjahr verschieben. Wenn ich es richtig ueberschlagen habe, wuerde sich z.B. der Sommeranfang nach gut hundert Jahren ohne Schalttage auf meinen Geburtstag (Ende Juli) verschieben. Oder?

    Mit herzlichem Dank fuer die Denkanstoesse und Gruessen von

    umschala

    Kommentar von Vivi2010 Vivi2010Vivi2010

    Bitte und gern geschehen. In 100 Jahren wären es 25 Tage. Wenn Du Anfang Juli Geburtstag hast kommt das hin mit ende Juli. Viele Grüße.

  • 1
    Antwort von Zagdil Zagdil

    Weil sich die Zeit, die man am Schalttag hinzufügt nicht für jeden Tag komplett dazurechnet, sondern jeden Tag nur einen kleinen Bruchteil. Nach zwei Jahren geht die Zeit also nicht einen halben Tag nach, sondern jeden Tag 1/1460. In der Summe ergibt das nach 4 Jahren ca. 1 Tag, den man dann einfügt.

    Kommentar von umscha umscha

    Hallo, Zagdil,

    damit loest sich der in meiner Frage steckende Fehler nicht auf, denn 1/1460 mal 730 ergibt ja 1/2.

    Meinen Denkfehler habe ich im Kommentar an vivi2010 aufgeklaert.

    Trotzdem "Danke" fuer das Nachdenken und Antworten.

    umschala

  • 1
    Antwort von Gruffalo Gruffalo

    Ein Tag ist durch die Rotation der Erde um sich selbst bestimmt und das sind genau 24h. Ein Jahr ist die Zeit die die Erde braucht um einmal um die Sonne zu wandern.

    Kommentar von umscha umscha

    Hallo, Gruffalo,

    danke fuer das Nachdenken und Antworten.

    Meinen Denkfehler habe ich in meinem Kommentar zur Antwort von vivi2010 audgeklaert.

    umschala

  • 0
    Antwort von weckmannu weckmannu

    Die "Uhrenzeit" von 24 Stunden ist ein Mittelwert über die Erdrotation und wird alle 2-3 Jahre mit einer Schaltsekunde an die Natur angepaßt.

    Die Schalttage (29.Febr.) werden seit Julius Caesar in den Kalender eingefügt, um den Frühlingsanfang, bzw. die Jahreszeiten, an die Erdumlaufbahn anzupassen. Inzwischen haben wir seit dem 16.Jahrhundert den gregorianischen Kalender, der die Schaltjahre etwas komplizierter berechnet als der Julianische Kalender.

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