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Darmkrebs im Endstadium-Wie fühlt sich das für die betroffenen an?

Frage von Kathamaxx Kathamaxx

Ich bin 15.Vor knapp 1 1/2 Jahren verstarb mein Vater an Darmkrebs,ich muss immer noch ständig an ihn denken,kann oft nicht schlafen-so wie jetzt.Ich stelle mir schon lange die Frage,was solche Menschen,die wissen,das dies vielleicht ihr letzter Tag ist,denken könnten.Mein Vater hat sich nie beklagt,er wurde innerhalb eines Jahres immer dünner,grauer,stiller,nachdenklicher...Aber ich würde mich gern in seine Lage hineinversetzen können,es ist mir einfach wichtig eine Ahnung zu haben,was damals in ihm vorging,einfach um ihn zu verstehen.Kann mir da vllt. jemand weiterhelfen? Danke schonmal im vorraus für jede Antwort.

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Antworten (3)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von snugata snugata

    hallöchen kahamaxx, es tut mir sehr leid für dich, dass du deinen vater verloren hast. klar möchtest du wissen, was ihn bewegt hat, möchtest vieles erfahren..

    dein vater hat sicherlich zuerst an dich gedacht - so sind eltern :) er hätte bestimmt noch gern deinen 16. geburtstag erlebt, natürlich auch all die anderen dinge, die im leben des eigenen kindes wichtig sind: schulabschluss, geburtstage, der 18. vor allem, die fahrerlaubnis, das erste auto, die ausbildung, partner, enkelkinder .. all solche dinge möchten eltern mit ihren kindern gemeinsam erleben.

    er wird an deine mam gedacht haben. die dinge, die sie gemeinsam hatten. vielleicht auch, wie sie sich manchmal gestritten haben, was aus seiner sicht unter den gegebenen umständen doch eher belanglos war.. er wird sich bestimmt auch vorgestellt haben, wie es für sie und auch für dich wäre, wenn sie wieder einen partner hätte..

    er wird viel an seine kindheit, an sein heranwachsen und sein leben nachgedacht haben.. aber in erster linie wird er sehr dankbar gewesen sein für seine familie und auch dafür, dass du und deine mam zusammen seid. er hätte wohl auch nicht gewollt, dass du lange traurig bist.

    elisabeth kübler-ross hat sich als erste wissenschaftlerin mit dem thema sterben beschäftigt. sie hat viele sehr interessante und verständliche bücher darüber geschrieben. ich schicke dir einen link. schau da mal rein..

    http://www.pflegewiki.de/wiki/SterbephasennachK%C3%BCbler_Ross

    ich wünsche dir alles gute :)

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    Antwort von gisi1958 gisi1958

    Liebe Kathamaxx,

    Ich kann dir natürlich nicht sagen, was dein Vater gefühlt / gedacht hat. Ich konnte bei vielen Menschen mit gleichem Schicksal die Sterbephase, die Elisabeth Kübler-Ross aufgestellt hat nachvollziehen:

    1. Phase: Nichtwahrhabenwollen; bei der Diagnoseeröffnung wehrt man sich; man glaubt, die Untersuchungsergebnisse wurden vertauscht o.ä.

    2. Phase: Wut/ Zorn; Warum gerade ich?

    3. Phase: Verhandeln (mit Gott): Wenn ich 2 Monate leben darf, dann werde ich.....

    4. Phase: Depression; Vorbereitung auf den Verlust aller Dinge

    5. Phase: Zustimmung; eine gefühlfreie Phase; ruhen, ruhen, ruhen

    Diese Phasen müssen nicht nacheinander ablaufen, sie können von der Reihenfolge her auch etwas variieren und sie können unterschiedlich lange dauern.

    Ein Mensch, der weiß, dass er nicht mehr lange leben wird, wird sich auf den Verlust des Lebens vorbereiten; er wird die Dinge regeln, die noch erledigt werden müssen und die ihm noch wichtig sind; er wird sich nach und nach von allen verabschieden.

    Für dich war es sicherlich nicht einfach den Sterbeprozess mitzuerleben; Ich denke aber, du kannst davon ausgehen, dass dein Vater durch medizinische Unterstützung wenig Schmerzen hatte.

    Ich wünsche dir, dass die Zeit dir hilft, deine Trauer zu überwinden und das Platz für schöne Erinnerungen an deinen Vater entsteht. Alles Liebe

    gisi

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    Antwort von Actionfish Actionfish

    Naja ist mist mit Krebs. Das schlimmste ist, zu wissen wann es zuende geht. Was hab ich erreicht? Hatte es einen Sinn? Und so weiter. Aber DEIN Leben geht weiter, daran solltest du denken und an nichts anderes.

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