Frage von Laudano, 79

Darf z. B. RTL bei DVB-T2 das Vorspulen aufgenommener HD-Sendungen technisch unmöglich machen?

Hallo, Gemeinde, mir ist bekannt, dass es z. Zt. keine rechtliche Handhabe dagegen gibt, die RTL-Group davon abzuhalten, den Zuschauer zu gängeln. Selbst, wenn mit Aufnahme des Regelbetriebs von DVB-T2 der Empfang der privaten HD-Programme kostenpflichtig wird. Problematisch wird dieses Verfahren aus meiner Sicht allerdings dann, wenn die kostenfreien SD-Varianten nicht mehr ausgestrahlt werden und u. U. keine andere Empfangsmöglichkeit als DVB-T in Frage kommt. Konnte in SD-Aufnahmen z. B. von RTL noch ohne weiteres vorgespult werden, ist dies in allen HD-Aufnahmen (Empfangsart unerheblich) nicht möglich. Als Grund gibt RTL an, es müsse gesichert sein, dass der Zuschauer die Werbeblöcke nicht überspringen kann. Nun ja, was unterscheidet denn einen in SD ausgestrahlten Werbeblock von einem in HD...?

Antwort
von weckmannu, 40

Der Unterschied ist die Technik. SD ist ein alter Standard, in dem keinerlei Abschaltfunktion vorbereitet war und ist.

Kommentar von Laudano ,

Nun ja. Aber, ein Werbeblock wird wohl kaum zu Testzwecken ausgestrahlt werden, sondern um den Zuschauer zu erreichen und sich dies von der Wirtschaft fürstlich honorieren zu lassen. Für den Konsumenten macht es aber aus meiner (normalen?) Sicht keinen Unterschied, ob er die Werbung überspringt bzw. vorspult oder sich in Werbepausen einen Kaffee macht oder aufs Klo geht...

Insofern ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass die Wirtschaft auf diesen Schachzug von RTL & Co hereinfällt und offenbar zusätzliche Gelder locker macht. Die wir dann auch noch über die gekaufte Ware selbst refinanzieren...

Oder gibt es irgendeine statistische Erhebung, die einen Konsumanstieg aufgrund von Zwangswerbung in HD gegenüber der Ausstrahlung in SD festgestellt hätte??



Kommentar von weckmannu ,

RTL wird gewiss wissen, warum sie das HD+ - Format (müsste eigentlich HD- heissen) eingeführt haben. Sie werden wohl das Zuschauerverhalten abgefragt haben und erwarten, dass das erzwungene Anschauen der Werbung einen Effekt hat. Ohne die Sperre riskiert man ja, die Fortsetzung der Sendung zu verpassen, also guckt man Wohl oder Übel bis zum bitteren Ende des Werbeblocks. An dessen Ende sind auch immer die wichtigsten Spots.

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