Darf vermieter nach Abschluss des mietvertrages mehr miete verlangen?

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16 Antworten

Keine Angst. Es ist nichts passiert. Entgegen der Meinung verschiedener Antworter hier hat der Zettel keine rechtliche Wirkung.

Nach dem Gesetz (§558 BGB) darf der Vermieter eine Mieterhöhung nur verlangen, wenn die Erhöhung frühestens zu dem Zeitpunkt greift, an dem die Miete 15 Monate unverändert war.

Ihr wart in einer Drucksituation. Entweder unterschreiben oder es gibt keinen Schlüssel. Das ist Nötigung und ggf. sogar eine strafbare Handlung. Eine Unterschrift unter einen Vertrag oder ein Abkommen, dass nur aufgrund einer noch dazu ungesetzlichen Nötigung zustande kam, ist von vornherein wirkungslos. Was hättet ihr tun sollen?

Also zahlt die Mieter weiter, wie im Mietvertrag vereinbart und wenn der Vermieter deswegen Zicken macht, verweist ihn auf das Gesetz. Soll er Euch doch verklagen. Kündigen kann er Euch deswegen weder fristlos noch fristgerecht. Sollte er es dennoch versuchen, wird er den Prozess ganz sicher verlieren. Wenn er einen guten Anwalt dafür hat, wird ihm diese das schon erklären.

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Kommentar von bwhoch2
09.05.2016, 09:48

Es muss natürlich heißen "Also zahlt die Miete weiter..."

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Kommentar von gossipgirl01
09.05.2016, 12:10

Ich befürchte halt dass wenn wir gegen die zahlung vorgehen, der vermieter etwas anderes findet um uns zu kündigen

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Eigentlich kann das doch nicht rechtens sein nach Vertragsabschluss mehr Geld zu verlangen, oder?

Ist es auch nicht. Aber Ihr habt eine Individualvereinbarung unterschrieben.

Nun haben wir erfahren, dass unsere nachbarn ca 100€ weniger zahlen müssen für die gleiche Quadratmeterzahl.

Das ist irrelevant.

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Die erste Mieterhöhung ist frühestens nach einem Jahr möglich. Diese würde dann nach 15 Monaten greifen.

Hier würde auch das JobCenter vermuten, dass der ursprünglich vereinbarte Mietpreis vorgetäuscht wäre um die Umzugsgenehmigung zu erhalten.

Dass die Nachbarn weniger zahlen ist dagegen uninteressant. Bei einer Neuvermietung kann der Mietpreis neu kalkuliert werden.

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Was bzw. welchen Preis die Nachbarn zahlen, ist leider völlig unerheblich.

Wichtig wäre es genau so wissen was auf diesem "Zettel" stand.

Nach § 558 BGB kann der Vermieter vom Mieter die Zustimmung zu einer Mieterhöhung erst dann verlangen, wenn der Mietzins seit mindestens 15 Monaten unverändert bestanden hat. Frühere Mieterhöhungsschreiben sind rechtlich vollkommen wirkungslos (BGH RE WuM 1993, 388). Somit wäre also eine Mieterhöhung direkt nach Einzug nicht möglich.

Wenn Ihr aber einer Erhöhung der Nebenkosten schriftlich zugestimmt habt oder z.B. einen zusätzlichen Abstellraum angemietet habt, dann kann man dagegen vermutlich wenig machen.

Der Arge "nichts zu erzählen" halte ich für keine gute Idee. Muss man bei der Arge nicht die Höhe der Miete angeben? Eine falsche Angabe kann sicher ernste Konsequenzen haben. Evtl. verliert Ihr den Anspruch sogar...

Wie gesagt: Was steht genau auf diesem "Zettel"? Dieser stellt im rechtlichen Sinne nämlich einen Vertrag dar.

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Kommentar von gossipgirl01
09.05.2016, 12:11

Wir haben keine kopie von dem zettel bekommen

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Ganz grundsätzlich wage ich mal anzuzweifeln, dass eure Zusatzvereinbarung rechtens ist. Ob Unterschrieben oder nicht ist hier erstmal irrelevant.

Die Frage ist aber, was steht dort als Grund für diese 50€. Wird euch dafür gemäß diesem Vertrag ein Mehrwert geboten? z.B.: Stellplatz oder zusätzliche Nutzfläche..., dann könnte das so in Ordnung sein.

Am besten hier mal zu einer Verbraucherzentrale oder zum Mieterschutz gehen und euch beraten lassen.

Wenn man einen gültigen Vertrag hat, generell niemals solche dubiosen Sachen unterschreiben, schon gar nicht unter solchen Drohungen. Je härter die Drohung, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass es nur heiße Luft ist.

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Natürlich ist das nicht rechtens. Ihr hattet vor Einzug doch bestimmt einen Mietvertrag unterschrieben, wo auch die Mietsumme aufgeführt war.

Ihr hätttet diesen Zettel niemals unterschreiben dürfen, aber dafür ist es jetzt zu spät, Du hättest erst hier fragen sollen, das ist jetzt nicht mehr zu ändern.

Mit Eurer Unterschrift habt ihr diese Mieterhöhung anerkannt. lg Lilo


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Das zusätzlich unterschriebene könntet ihr vllt wieder kündigen bei ihm. Nur es kann dann passieren das er euch den Mietvertrag kündigt. Vllt beim Mieterverein mal informieren über die Rechtslage.

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Das geht so gar nicht. Das ihr hättet nicht unterschreiben dürfen ist schon gesagt. Interresant wäre jetzt der Zettel den ihr unterschrieben habt. Was stand da genau drauf, habt ihr eine Kopie? Wenn ja sofort damit zur ARGE und zum Mieterschutz. Wenn ihr nichts in der Hand habt ignorieren. Er muss sich melden und die 50 Euro mehr geltend machen. Da wird es dann spannend wie er das begründen will. Lasst euch  nicht einschüchtern.

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Kommentar von DerHans
09.05.2016, 11:00

Auch wenn man so eine "Vereinbarung" unter Druck unterschreibt, bleibt sie trotzdem rechtswidrig.

Was will der Vermieter denn machen? Wegen einer rechtswidrigen Mieterhöhung kann er nicht kündigen.

Einfach die Erhöhung nicht zahlen

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ihr hättet da aber auch nicht unterschreiben dürfen dann. dabei kommt es dann darauf an was unterschrieben wurde. es kann natürlich rechtlich in ordnung sein da beide vertragsparteien zugestimmt haben

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Kommentar von gossipgirl01
09.05.2016, 08:40

Wir wurden ja damit überrumpelt. Es hieß dann entweder wir unterschreiben oder es gibt die Wohnung doch nicht

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Kommentar von DerHans
09.05.2016, 11:02

Auch wenn man so eine "Vereinbarung" unter Druck unterschreibt, bleibt sie trotzdem rechtswidrig.

Was will der Vermieter denn machen? Wegen einer rechtswidrigen Mieterhöhung kann er nicht kündigen.

Einfach die Erhöhung nicht zahlen

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Frühestens ein Jahr nach Einzug oder der letzten Mieterhöhung darf der

Vermieter die Miete anheben – mit einer Frist von drei Monaten.

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Ein Zettel ist kein formgerechtes Mieterhöhungsverlangen. Zu dessen Wirksamkeit bedarf es der Einhaltung der im BGB festgeschriebenen Vorgaben.

Zudem wäre eine Mieterhöhung auch erst nach 15 Monaten ab Mietbeginn zulässig,

Auch wenn du unterschrieben hast, das war eindeutig strafbare Nötigung.

Auf keinen Fall zahlen! Zahlung würde Einverständnis bedeuten. Zahle die lt. Mietvertrag vereinbarte Miete.

Sollte der V. klagen, würde er unterliegen und evtl. noch eine Strafe wegen Nötigung riskieren.

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Bitte kopiere den Zettel  und stell ihn hier ein. Danach mehr.

mfg v. albatros

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Wie lange wohnen die nachbarn im Haus? Sind sie zur gleichen zeit eingezogen? wenn nicht, ist das rechtens. Der Vermieter kan eine neu vermietete Wohnung mit neuer Miete vermieten.

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Für mich ist das Nötigung!

Die erhöhte Miete würde ich nicht bezahlen mit dem Hinweis, dass ihr euch genötigt gefühlt habt, den Zettel mit der Mieterhöhung zu unterschreiben. Ihr behaltet euch vor, die "Vereinbarung" beim Amt überprüfen zu lassen und dort über die Handlungsweise des Vermieters Meldung zu machen. Denke er lässt euch dann in Ruhe und akzeptiert den Anfangsstand.

Was andere im Haus bezahlen zählt hier wirklich nicht. Aber eine wirksame Mieterhöhung wird wohl nach zulässiger Zeit folgen. Aber auch die muss erst mal begründet werden.

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Das ist sicherlich nicht rechtens. Informiert auf jeden Fall die Arge und sucht euch möglicherweise Hilfe beim Mieterverein.

Nicht bezahlen ! Wenn ihr doch zahlen wollt, dann nur unter Vorbehalt.

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Das war eine Erpressung. Von wegen "der Arge nichts erzählen ". Daß Ihr diesen Schrieb unterschrieben habt, kann ich nicht nachvollziehen. Das müßt Ihr der Arge mitteilen denn sonst könnt Ihr Ärger kriegen. Dem feinen Herrn wird dann auch sein schmutziges Handwerk nachgewiesen.

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