Frage von Maik62, 91

Darf Sozialamt geerbtes Geld aufrechnen und mehrere Monate kein Hartz4 zahlen?

Hallo, habt ihr da Erfahrungswerte wie das ist . Gibt es da eine Rechtsprechung darüber. Wieviel man Erben kann ohne das Sozialamt das Geld aufrechnet. Muss man das Geld auch beim Finanzamt beim angeben? OK danke und ich hoffe ihr habt positive Antworten für mich.

Expertenantwort
von ichweisnix, Community-Experte für Erbe, 28

Erbe ist in Bezug auf Harz 4 Einkommen sofern der Erbfall ( = Tod des Erblassers ) in den Leistungsbezug fällt. Notwendige ausgaben, insbesondere die Beerdigungskosten sind vorab abzuziehen. Das Erbe ist dann auf einen oder auf 6 Monate verteilt anzurechnen. Danach ist es falls noch was da ist Vermögen.

Gegenüber den Finanzamt kann Erbschaftssteuer anfallen. Das ist aber eine andere Baustelle. Sofern Erbschaftssteuer anfällt ist die auch vorab abzuziehen.

Antwort
von troublemaker200, 15

ich kenne mich nicht aus aber ich hoffe das es so ist!!

Wenn jemand von meinem Geld H4 bezieht und diese Person dann Geld erbt hoffe ich, dass die H4-Zuwendungen gestoppt bzw. der ganze Fall neu berechnet wird.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Geld & Hartz IV, 22

Wenn das Erbe im Leistungsbezug eintritt bzw.man es aufs Konto ( Zuflussprizip ) bekommt,dann wird es als einmaliges Einkommen auf die Leistungen angerechnet !

Es gibt da fast keine Möglichkeiten etwas abzusetzen,da wären z.B. max. die 30 € Versicherungspauschale und evtl.anfallende gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsbeiträge.

Ist das anrechenbare Erbe größer als die monatlich bezogene Leistung,dann muss zwingend auf 6 Monate Bezugszeitraum verteilt werden.

Dann würde man den Betrag durch 6 Monate teilen und min. dann 6 x 30 € = 180 € abziehen,würde der geteilte Betrag dann immer noch größer sein als die monatlich bezogene Leistung müsste auch der dann selber zu zahlende KK - Beitrag mit einbezogen werden.

Hätte man dann immer noch keinen Leistungsanspruch,dann käme der Ausschluss für diese 6 Monate in Betracht,nach dieser Zeit wird dann das einmalige Einkommen zum Vermögen und das würde dann bis auf Höhe des Schonvermögens nicht mehr auf den Leistungsanspruch angerechnet.

Das sind dann entweder min. 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen bzw. 150 € pro vollendetem Lebensjahr + diese einmaligen 750 €.

Antwort
von napo01, 59

Ja das dürfen Sie.

Freibeträge gibt es da nicht.

Alles was man während des ALG 2 Bezugs bekommt gilt grundsätzlich als Einkommen.

Alles was man vor dem Alg 2 hat gilt als Vermögen und dafür gibt es Freibeträge.

Hier zum besseren Verständnis ein Link:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/102014-wie-viel-duerfen-har...

Antwort
von DahleRieger, 15

Srlbstverständlich wird das angerechnet. Wäre ja auch noch schöner wenn das nicht so wäre

Antwort
von hauseltr, 38

Gegenfrage: Warum sollen die Steuerzahler, also auch ich, für dich aufkommen, wenn du über Vermögen verfügst?

http://www.soziales-zentrum-hoexter.de/erben-als-hartz-iv-empf%C3%A4nger/

Das Finanzamt interessiert sich nur dafür, ob du Erbschaftssteuer bezahlen musst. Da kommt es auf den Verwandtschaftsgrad zum Erblasser an.

Kommentar von Maik62 ,

Bin ja auch Steuerzahler, aber diese Frage hätte ich mir nicht gestellt!

Antwort
von SaVer79, 43

Wenn du während des Bezuges von Alg 2 etwas ernst, so gibt es grundsätzlich keinen Freibetrag! Du musst die volle Summe für deinen Lebensunterhalt verwenden! Und ja, du musst das Geld auch beim Finanzamt angeben

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