Frage von Raickor, 204

Darf sich mein Chef so extrem über Religion äußern?

Mein Chef meinte vorhin, dass er nicht an Gott glaub und das ihm dieser Gott seinen S* lutschen könne. Ich war so geschockt, dass mir die Worte gefehlt haben und ich mich nicht dazu äußern wollte, obwohl ich ihm gerne gesagt hätte, was für ein elendiger W* er sei. Dürfen Chefs sowas? Ich weis ja zB, dass Lehrer keine politische oder religiöse Haltung preisgeben dürfen.

Antwort
von FouLou, 72

Grundsätzlich sehe ich kein großes problem eine solche aussage zu treffen. Wenn er gesagt hätte Christen können ihn am s. lutschen dann wäre es  diskriminierung.

Die Herbe ausdrucksweise kann man entsprechend kritisieren und als unprofessionell gelten lassen. Besser wäre z.b. gewesen Gott könne ihm dem buckel runterrutschen. 

Mir ist bewusst das gläubige solche aussagen oft als beleidigung auffassen. Aber das ist nicht nur bei gläubigen so. Wenn man zu nem fan von verein X sagt ich mag den verein nicht und finde ihn doof dann reagiert der fan darauf auch meist extrem. Ich persönlich finde dieses Verhalten aber Falsch.

Genauso falsch ist es aber auch Kontextlos anderen Leuten sowas zu sagen. Wobei ich hier den Kontext einer thematisch passenden Diskussion zu vermuten.

Zusammenfassend:

Ich persönlich finde es moralisch vertretbar im Kontext zu sagen das gott einen mal könne. Ohne kontext ist es aber schlichtweg unhöflich solche äusserungen direkt zu jemanden sagen.

Kommentar von Wischkraft1 ,

Schön gesagt, FouLou. Danke!

Antwort
von BellaBoo, 105

Dir ist schon klar, das wir hier Meinungsfreiheit haben ? Er darf sich so äußern, wenn das seine Meinung ist.

Es ist alleine seine Sache, wie er dazusteht...genauso wie es deine ist, es anders zu sehen. Und natürlich darf ein Lehrer auch seine Meinung äußern, solange er nicht versucht die Schüler zu beeinflussen oder sie aufgrund einer anderen Meinung negativer bewertet. Mein einer Lehrer war Stadtverordnetenvorsitzender der SPD, ein anderer saß für die CDU im Landtag...deren Diskussionen waren manchmal sehr amüsant.

Kommentar von WeicheBirne ,

Meinungsfreiheit haben wir zwar, aber offenbar wollte der Chef ja hier nicht einfach seine Meinung kundtun, sondern auf seine Gesprächspartner beleidigend und anstößig wirken. 

Meinung: Ich glaube nicht, daß es einen Gott gibt.

Anstößige Äußerung: Gott kann mir einen lutschen.

Die Freiheit auf Äußerung ist in Deutschland übrigens eingeschränkt. Schon mal StgB §185 gelesen? Nicht daß ich glaube, daß der Straftatbestand hier erfüllt war. Er hat ja nicht direkt irgendjemanden angefeindet. Trotzdem macht der Ton die Musik. Sag Deine Meinung ruhig, aber bleib sachlich und höflich.

Kommentar von BellaBoo ,

Ja der Ton macht die Musik. Daher sollte man auch zu einem Polizisten nicht "Du *rschloch" sagen, sondern "Ich denke sie sind...".

Er hat hier niemanden direkt beleidigt, daher ist der Straftatbestand ganz klar nicht erfüllt, so sehr der FS sich auch in seinem religiösem Denken angegriffen fühlt...aber gegen ihn hat er ja schon mal nichts gesagt. Somit ist es freie Meinungsäußerung. Und ich habe hier nur auf die gestellte Frage geantwortet.

Im Übrigen ist die Audrucksweise des FS auch nicht besser...wenn er das gesagt hätte, was er gerne gesagt hat. ER braucht sich also nicht über die Ausdrucksweise seines Chefs aufzuregen, seine eigene ist nicht besser !

Kommentar von Maarduck ,

@WeicheBirne

Mit seiner Ausdrucksweise hat er aber zugleich seine Meinung begründet: Da es keinen Gott gibt, kann es auch keinen Gott geben der sich beleidigt fühlt und deshalb auf Rache sinnt.

Wer sich durch solche Ausdrucksweise beleidigt fühlt, sollte sich in psychotherapeutische Behandlung begeben.

Antwort
von Maarduck, 27

Nein, das darf der nicht! Dein Gott wird ihm dafür bestimmt einen gewaltigen A#schtritt verpassen. 

Antwort
von Miumi, 68

Ich denke du hättest ihm ruhig mal deine Meinung sagen dürfen wenn er sich genauso äussert.

Antwort
von caya2014, 75

Hey,

Laut gesetzt, darf kein Arbeitnehmer aufgrund seiner Ethik oder aufgrund seiner Religion diskriminiert werden! Weiß ja nicht wie ihr zu dieser Diskussion gekommen seit.

Dann da er eigentlich die hohe Instanz in einem Unternehmen ist, müsste er eigentlich wissen, daß er so nicht handeln darf! Schon gar nicht im beleidigenden Ton!

Kommentar von k3ltis ,

Kannste hier vergessen. Das Forum ist AFD verpestet.

Kommentar von caya2014 ,

Ja denke auch das dies so ist, kennen dann das Arbeitsschutzgesetz nicht richtig!

Kommentar von BellaBoo ,

Wo hat er ihn denn diskriminiert ? Der FS schreibt nicht, das er deswegen anders oder schlecht behandelt wird...dann hättest du Recht.

So hat aber der Chef das Recht seine Meinung zu äußern. Das das nicht unbedingt auf die feine Art erfolgt ist, steht auf einem anderen Blatt. trotzdem darf der Chef sagen das er nicht an Gott glaubt, er muss nicht auf die Befindlichkeiten seiner Angestellten dabei Rücksicht nehmen, bloss weil diese sich dadurch beleidigt fühlen könnten.

Antwort
von DerBuddha, 40

ja und nein...........:)

ja, er darf seine meinung/denkweise über religionen vertreten.....

nein, er darf dabei nicht beleidigend, diskriminierend oder sonst irgendwie in dieser richtung "aktiv" sein, denn als chef hat er zudem eine art "vorbildfunktion"..........

im übrigen darf auch ein lehrer seine politische/religiöse haltung preisgeben, er muss dabei jedoch ein paar kleine dinge beachten, aber ansonsten kann er sich genauso voll entfalten und seine meinung äußern wie jeder andere auch............:)

Kommentar von koten ,

Er ist natürlich auch noch bei seinen Äußerungen an das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gebunden. Um festzustellen, ob er dagegen verstieß, müßte man den Vorfall genauer kennen.

Antwort
von julsch12, 19

Wer weiß, ob er überhaupt deinen Gott beleidigt hat ^^ es gibt ja so viele verschiedene (je nach dem was man glaubt)

Antwort
von Andrastor, 59

Warum sollte er das nicht dürfen? Ich nehme mal an dass sich das in einem Land der Meinungsfreiheit abgespielt hat und da darf er natürlich seine Meinung zu jedem Thema äußern.

Wenn du so reagiert hättest, wie du gerne gewollt hättest, wärst du wahrscheinlich entlassen worden.

Antwort
von angsthabender, 63

Solange es nicht gegen ein Mensch gesagt wurde ist es akzeptabel. Weil es herrscht ja in Deutschland Religions und Meinungsfreiheit.

Antwort
von gentleman2000, 43

Ein Lehrer befindet sich in einer pädagogischen Rolle. Das hat mit Chefsein natürlich nichts zu tun.

Dein Chef scheint ziemlich ordinär zu sein, wenn er sagt, dass Gott / sein Nachbar / ein Kollege / ein Konkurrent oder wer auch immer ihm den S* lutschen können.

Antwort
von Ryuuk, 75

Deinen Chef zu beleidigen ist ein guter Weg deinen Job zu verlieren.

Und soweit ich weiß gibt es kein Gesetz gegen Meinungsfreiheit.

Antwort
von Muke82, 41

Ist es wichtig ob er das darf oder nicht, er kann es auf jeden Fall!

Ich denke man könnte ihn durchaus wegen Beleidigung anzeigen und hätte dabei ganz gute Chancen, nur willst du das wirklich?

Den die Beziehung zu deinen Chef wäre damit wohl stark belastet. 

Antwort
von BarSalsch, 51

mein Gott, da hat jemand nen witz über jemandes imaginären Freund gemacht :D komm drüber hinweg ;)

Antwort
von Kirschkerze, 86

Natürlich dürfen Chefs sowas.

Lehrer übrigens auch. Sie dürfen nur nicht versuchen Schüler in eine bestimmte religiöse Richtung zu lenken.

Antwort
von annokrat, 41

bei uns gibt es keine scharia, da hast du pech gehabt.

annokrat

Kommentar von angsthabender ,

bust du dumm mir gefällt es nur nicht mädel sachen zu tragen

Antwort
von JustNature, 85

Äußerungen im Zwiegespräch über Religion sind grundsätzlich in Deutschland niemals verboten.

Dieser Chef hat auch grundsätzlich recht - Religion ist antiker Wahn für Ungebildete. Aber er hätte sich etwas netter ausdrücken können.

Kommentar von koten ,

Weil Du es nicht verstehst, muß es Wahn sein?

Kommentar von JustNature ,

Üble abwegige Unterstellung von "koten", es länge bloß an meinem "Verständnis".

Richtig ist das GEGENTEIL: Die meisten "Gläubigen" glauben nur, weil sie ihren Glauben und dessen Entstehungsgeschichte nur miserabel KENNEN und ihn nie logisch und kritisch analysiert haben.

Und die meisten Religionskritiker lehnen das Glaubensgewäsch leidenschaftlich ab, weil sie sich intensiv damit befaßt haben - oft mit jeder Zeile.

Kommentar von koten ,

Mit jeder Zeile? Sie haben also alle heiligen Bücher aller Religionen gelesen? Und wie sind sie bei Religionen vorgegangen, die nur mündlich tradiert sind?

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Das hat Kant geschrieben. Nicht "Glaube alles, nur weil der Autor behauptet, seine Ideen seien wissenschaftlich."

Was willst Du an Religion "logisch und kritisch analysieren". Wahrscheinlich kommst Du mir jetzt auch noch mit Popper.

Kommentar von WeicheBirne ,

JustNature bedient sich ja seines eigenen Verstandes. ;)

Kommentar von koten ,

Der folgende Satz sieht für mich so aus, als wenn er genau das nicht tut. Er bezieht sich (in fast schon vergöttlichende Art und Weise) aus den Verstand anderer Leute: 

Und die meisten Religionskritiker lehnen das
Glaubensgewäsch leidenschaftlich ab, weil sie sich intensiv damit befaßt haben - oft mit jeder Zeile.

Antwort
von k3ltis, 75

Liebe/r Raickor

ich möchte mich in aller Form für die dummdreisten und höchst ungebildeten Aussagen der Antwortgeber in dieser Thematik entschuldigen!

Als Person einer Leitungsebene hat dein Chef eine Vorbildfunktion und sollte somit ein Beispiel für den Umgang der Mitarbeiter sein.

Immanuel Kant. Der kategorische Imperativ. Die Goldene Regel. Die Welt ist ein schlechter Ort. Aber durch Menschen, die so wenig einfühlsam sind und einen derart rauen Ton an den Tag legen wird sie auf keinen Fall besser.

Und das auch noch in einer Zeit, in der Verständnis und Toleranz mehr gefragt sind, als jemals zuvor!

Und bezüglich der anderen Antwortgeber: Beschämend. Unreif und beschämend. Habt ihr denn gar nichts von euren Eltern mitbekommen außer Hass und Wut?

Kommentar von JustNature ,

Religion ist der größte Menschheitsbetrug. Und "dummdreist" ist, wenn sich im aufgeklärten Jahr 2016 noch einer gutmenschelnd hinstellt und diesen Quatschfug verteidigt.

Kommentar von k3ltis ,

In deiner Aussage ist keinerlei Evidenz ersichtlich. Es ist wirklich schade, dass Menschen so hässlich sein müssen. Dabei wäre es ganz leicht wenigstens zu koexistieren und die eigenen Probleme nicht a la AFD durch Stigmatisierung ganzer Weltevölkerungsgruppen zu bewältigen.

Schade.

Kommentar von JustNature ,

Wieder Riesenunfug von k3ltis. Ich habe überhaupt keine bestimmte Religion genannt. Vielmehr sind alle historische Altlasten. "Stigmatisiert" habe ich damit überhaupt niemand. Die Wissenschaft darf in den westlichen Staaten frei lehren und niemand kann ihr deswegen Menschenfeindlichkeit oder sonst welche "Feindlichkeit" auch immer unterstellen.

Und mit "AfD" hat das Ganze nicht das Allergeringste zu tun. Schon seit über 200 Jahren versucht der aufgeklärte Westen, die abwegigen Religionen einzudämmen und loszuwerden.

Kommentar von k3ltis ,


Wieder Riesenunfug von k3ltis. Ich habe überhaupt keine bestimmte Religion genannt.

Jo, ich auch nicht.


Vielmehr sind alle historische Altlasten.

Wieder fehlt hier jegliche wissenschaftliche Evidenz. Eine verunglimpfende Aussage.


"Stigmatisiert" habe ich damit überhaupt niemand. Die Wissenschaft darf
in den westlichen Staaten frei lehren und niemand kann ihr deswegen
Menschenfeindlichkeit oder sonst welche "Feindlichkeit" auch immer
unterstellen.

Um was geht es dir überhaupt? Du hast nun in zwei Antworten zwei neue Themen aufgemacht, die überhaupt nichts mit mehr mit der Fragestellung zu tun haben.

Wenn du solches Verhalten tolerierst und - im kant'schen Sinne - damit einverstanden bist, dass man dich selbst auch so behandelt, dann möge es so sein!

Kommentar von koten ,

Wenn Du keine bestimme(n) Religion(en) gemeint hast, dann ist Deine Behauptung total Substanzlos. Die monotheistischen Religionen sind mir auch suspekt.  Der Polytheismus scheint mir da entschieden friedlicher. Und die sogenannten Naturreligionen sowieso.

Ich bin oft verwundern. Da äußern grundsätzlich ernstzunehmende Leute angemessene Kritik am Christentum oder am Islam, und in nächsten Moment verteufeln sie sämtliche Religionen. Wie soll ich Richard Dawkins ernst nehmen können, wer er nicht die intellektuelle Fähigkeit hat zu differenzieren? Waren solche Verallgemeinerungen wirklich das Ziel der Aufklärung? Ich sah das bisher anders, lerne aber gerne dazu.

Kommentar von k3ltis ,

Wenn Du keine bestimme(n) Religion(en) gemeint hast, dann ist Deine
Behauptung total Substanzlos.

Erklär mir das, bitte.

Kommentar von k3ltis ,

...dacht ich mir.

Kommentar von koten ,

Was?

Kommentar von koten ,

Das steht doch in dem Rest des Kommentars.

Wieso ist etwas Betrug, nur weil Du es nicht verstehst? Du setzt eine Behauptung in die Welt ohne die kleinste Begründung. Und wunderst Dich dann, daß nicht alle "Ja" schreien?

Kommentar von k3ltis ,

Entweder wir reden ganz arg aneinander vorbei oder ich verstehe deine Aussage einfach nicht.

Aber vielleicht ist das so.

Dein persönliches Empfinden gegenüber den religiösen Strukturen ist zweifellos eine berechtigte Empfindung. Dennoch ist eine Verallgemeinerung und eine Erhebung dieser doch sehr subjektiven Erfahrungswerte ganz besonders eines nicht: repräsentativ

Ich werde hier jetzt nicht anfangen über die Bedeutung von 'Richtig und Falsch', 'Gut und Böse' oder 'Schwarz und Weiß' zu diskutieren und wo diese Definitionen zu finden sind oder nicht.

Ich werde mich auch nicht auf das Niveau herablassen und irgend einer bestimmten Richtung oder Meinungsmache den Vorzug geben, die dafür sorgt, dass Menschen, die ich nicht mal im entferntesten kenne verbrähmt werden.

Wer ohne Sünde ist, der Werfe den ersten...
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht...
Man sollte erst vor seiner eigenen Türe...

Und so weiter.

Die Listen von Argumenten für oder gegen Religion sind beide endlos lang.

Doch die Liste von Argumenten für Menschlichkeit und Friedfertigkeit ist die längste und eine Liste mit Gegenargumenten wird nur von den bösen Mächten dieser Welt geführt und übers Bett gehängt.

Davon distanziere ich mich! Da kann ich nämlich einmal beruhigt diesen Planeten wieder verlassen.

Kommentar von koten ,

Das liest sich für mich so, als könne ich zumindest fast jeden Satz unterschreiben. Bei einigen Sprüngen kann ich Dir nicht folgen.

Aber wo ist der Zusammenhang zu Deiner Eingangsfeststellung:

Religion ist der größte Menschheitsbetrug. Und "dummdreist" ist, wenn
sich im aufgeklärten Jahr 2016 noch einer gutmenschelnd hinstellt und
diesen Quatschfug verteidigt.
Kommentar von k3ltis ,

Ich glaube du meinst "JustNatures" Eingangsfeststellung.

Jeder darf seine Meinung haben. Nehmen wir die Aussage 'ein Gott könne einen Penis lutschen' mal unter die Lupe.

Auf welchem Niveau bewegt sich jemand, der sowas sagt? Was ist seine Intention? In Gegenwart von wem sagt er das und hat das womöglich etwas damit zu tun?

Hätte er bei sich zu Hause am Esstisch genau den gleichen Grund diese Aussage zu machen? Hat er vielleicht persönliche Erfahrungen gemacht, die ihn zu dieser Aussage bewegen und die nachvollziehbar sind?

Dann auch noch her zu gehen und zu veruschen so eine Aussage mit einem religionshistorischen Abriss, nämlich "Religion ist der größte Menschheitsbetrug", zu verteidigen. Naja. Also da muss man wohl nicht erst studieren und drei Doktortitel innehaben, damit man verstehen kann, dass das reiner Unfug ist.

Ich habe das Gefühl die Menschen hier haben alle samt Angst vor dem Islam, weil keiner so richtig weiß und die ganze Sache mit den Flüchtlingen im großen und ganzen weniger wünschenswert gelaufen ist.

Dass dabei allerdings auch Menschenleben gerettet worden sind, scheint nur von untergeordnetem Interesse zu sein.

Aber wem kann man's vorwerfen. Wir leben nun einemal in einer kapitalistischen Weltordnung, die uns vorgaukelt, dass unser Besitz wertvoller ist, als das Leben der armen Schweine, die keinen Besitz haben.

Kapitalismus ist unsere Religion. Geld ist das heilige Sakrament.

Zynisch? Vielleicht.

Unwahr? Weniger.

Und genau aus diesem Grund kann ich diese Kurzsichtigkeit und Abwälzung von Problemen auf Ursprünge, die in sich gar nicht bösartig sind, nicht ausstehen.

Ich schätze mal, koten, wir hätten eine coole Unterhaltung bei einem Bierchen gehabt ;)

Kommentar von koten ,

Du hast natürlich recht. Ich hatte JustNatures gemeint. Es war schon vernünftig, daß ich kurz nach dem Kommentar heia machte.

Zumindest hätten wir uns bei dem/den Bierchen wohl des öfteren gegenseitig auf die Schulter geklopft.

Antwort
von julsch12, 35

Teile deinem Chef einfach wenn das nochmal vorkommt respektvoll bei, dass du gläubig bist und dass das deine Gefühle verletzt. Dann wird er das sicher lassen. Vielleicht wusste er nichts darüber, dass du überhaupt gläubig bist.

Ich selbst habe auch schon blöde Sprüche über Gott gemacht und erst dadurch erfahren, dass einige Leute in meinem Umfeld sehr religiös sind ^^

Antwort
von Kuppelwieser, 40

Wenn er es als Boss in der Freien Wirtschaft gesagt hat, dann ist es zwar nicht "die feine Englische Art", aber nicht verboten. In einer kommunalen oder staatlichen Einrichtung wie in einer Lehranstalt, ist es natürlich verwerflich!

Antwort
von koten, 49

Wenn ich jemandem eine runter haue, erlaubt mir das auch niemand. Obwohl Schläge durchaus eine Form der Meinungsäußerung sein können. Völlig korrekt wird dann gesagt, daß einen Körperverletzung niemals eine legitime Art der Meinungsäußerung sein kann.

So langsam setzt sich die Erkenntnis durch, daß es keinen Sinn ergibt, zwischen Physis (Körper) und Psyche (Geist) zu unterscheiden.

Ich bin mal gespannt, wie die Meinungsfreiheits-Fetischisten regieren werden, daß jeder Art der Verletzung der Psyche eigentlich genauso sanktioniert werden müßte, wie eine Körperverletzung.

Kommentar von Maarduck ,

Ich bin mal gespannt, wie die Meinungsfreiheits-Fetischisten regieren werden, daß jeder Art der Verletzung der Psyche eigentlich genauso sanktioniert werden müßte, wie eine Körperverletzung.

Die Psyche eines Kindes kann man mit Worten verletzen und dies sollte auch bestraft werden. Aber es ist doch nicht möglich einen reifen Erwachsenen mit Worten zu verletzen! Wer sich als Erwachsener verletzt fühlt, ist eben immer noch ein Kind geblieben und sollte dankbar dafür sein, dass ihm die strittigen Worte zum geistigen Wachstum gereichen. Andernfalls müsste sich dieser unreife Erwachsene in psychotherapeutische Behandlung begeben.

Kommentar von koten ,

Wieso soll ein Erwachsener kein psychischen Trauma erleiden können? Frage dazu z.B. mal Mobbing-Opfer oder unter PTBS-leidende. Das sind jeweils schwere psychische Verletzungen. Aber das Opfer einer Körperverletzung muß auch nicht erst auf der Intensiv-Station landen, damit man eine Körperverletzung attestiert.

Wer aus der Intensiv herauskommt, soll sich dann auch sagen "was mich nicht tötet, mach mich nur noch härter"?

Und wieso ist eine durch eine Vergewaltigung auch psychisch verletzte Frau unreif?

Deine Position zu psychischen Dingen scheint mir sehr antiquiert zu sein. Deine Resilienz mag überdurchschnittlich ausgeprägt sein (die Alternative wäre, daß Du Dich gegenüber eigenen psychischen Verletzungen blind stellst), aber leider gilt das nicht für alle Menschen.

Und keiner von uns beiden ist ein Maß für die gesamte Menschheit.

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