Frage von xxJule123, 118

Darf Polizei den Eltern verbieten mit Kind zu reden dass bei klauen erwischt wird?

Also habe zwei Fragen. Meine Freundin wurde heute beim klauen erwischt, darauf hin hat ein Mann sie am arm gezerrt und sie in einen kleinen Raum hinten im Laden gebracht obwohl sie mehrmals gesagt hat er soll sie bitte loslassen, weil es weh tat. Darf er das? Sie wäre nicht weglaufen, bzw hätte nichtmal weglaufen können weil hinter den beiden noch ein Mann lief.. Und dann war sie in dem Raum und hat es mir so erklärt, dass die Männer dann die Polizei gerufen haben und die Polizei kam und sie hat ihren Vater angerufen der dann vor der Tür warten sollten, weil man ihn verboten hat zu der Tochter zu gehen, obwohl diese minderjährig ist. Ist das erlaubt? Ich kenn das aus Krimis (ja ich weiß, ist natürlich nicht das richtige Leben) nur so, dass die Eltern dann zu ihrem Kind dürfen.

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Antwort
von Interesierter, 47

Zuallererst mal übt der Betreiber des Ladens das Hausrecht aus und kann den Vater jederzeit des Hauses verweisen. Er braucht dafür noch nicht einmal einen Grund anzugeben.

Ob die Möglichkeit zur Flucht bestand oder ob die Freundin Widerstand geleistet hat, wissen wir nicht. Die Aussagen darüber werden wohl widersprüchlich sein.

Grundsätzlich aber darf der Betreiber des Ladens deine Freundin bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Kommentar von Bitterkraut ,

Das war aber nicht die Frage.

Antwort
von tachyonbaby, 34

Die Beschuldigtenvernehmung bei der Polizei

Die Polizei wird bei Vorliegen eines konkreten Tatverdachts gegen den Jugendlichen diesen insbesondere auch als Beschuldigten vernehmen (wenn der Jugendliche sich bereits bei der Polizei befindet) bzw. als Beschuldigten zur Vernehmung vorladen.

Von diesem Vernehmungstermin ist der Erziehungsberechtigte zu informieren, da er bei der Beschuldigtenvernehmung ein Anwesenheitsrecht hat.

Im Gegensatz zu einer Ladung zur staatsanwaltschaftlichen bzw. richterlichen Vernehmung ist der (jugendliche) Beschuldigte nicht verpflichtet, einer polizeilichen Ladung Folge zu leisten. Der Polizei stehen im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft und zum Gericht auch keineZwangsmittel zur Verfügung, eine polizeiliche Ladung zu erzwingen.

Zur Beschuldigtenvernehmung im Einzelnen: Zu Beginn ist der Jugendliche (wie alle Beschuldigten) zunächst gemäß §§ 163 a IV, 136 StPO (Strafprozessordnung) in einer seinem Entwicklungsstand angemessenen Weise zu belehren:

Ihm ist zu erklären, welche Tat ihm zur Last gelegt wird und nach welchen Strafvorschriften sein Verhalten strafbar sein soll; daneben ister darauf hinzuweisen, dass er das Recht hat, die Aussage zu verweigernund einen Verteidiger seiner Wahl zu befragen.

Weiter ist ihm gemäß § 137 StPO der Kontakt zu einem Verteidiger zu ermöglichen (insb. telefonisch), wenn der Jugendliche dies will. Eine Fortsetzung der Vernehmung ohne Verteidiger wäre solange unzulässig.

Zur Erklärung:

Es gibt neben dem oben erwähnten Pflichtverteidiger, der in bestimmten Fällen gemäß § 140 StPO dem Jugendlichen vom Staat an dieSeite gestellt werden muss, auch den sogenannten Wahlverteidiger: diesen

beauftragt der Jugendliche (oder seine Erziehungsberechtigten) selbst, um von ihm in dem Strafverfahren beraten und unterstützt zu werden. Im Gegensatz zum Pflichtverteidiger kann ein Wahlverteidiger immer beauftragt werden, seine Einschaltung ist also allein die Entscheidung des Jugendlichen oder seiner Erziehungsberechtigten.

Unterbleibt seitens der Polizei die Belehrung über das Aussageverweigerungsrecht bzw. das Recht zur Verteidigerkonsultation, dann dürfen Angaben des Jugendlichen, die er im Rahmen seiner Beschuldigtenvernehmung gemacht hat, später nicht verwertet werden, es sei denn, er hätte sein Recht, die Aussage zu verweigern gekannt bzw. würde der Verwertung später zustimmen.

Man spricht im Fall einer unterbliebenen Belehrung dann von einem Beweisverwertungsverbot, das die Staatsanwaltschaft bzw. das Jugendgericht beachten müssen.

Hatte der Jugendliche in der Vergangenheit allerdings schon öfters Kontakt mit den Strafverfolgungsbehörden gehabt und war bereits als Beschuldigter belehrt worden, dann wäre ein Verstoß gegen das Belehrungsgebot möglicherweise unbeachtlich, weil der Jugendliche sein Schweigerecht dann kannte.

Der Jugendliche muss sich nach erfolgter Belehrung – eventuell gemeinsam mit seinem/n Erziehungsberechtigten – entscheiden, ob er Angaben zum vorgeworfenen Geschehen machen möchte oder nicht.

Im deutschen Strafrecht gilt hierbei der Grundsatz, dass ein (komplettes) Schweigen des Beschuldigten nicht zu seinem Nachteil verwertet werden darf.

Weiter müssen Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht nicht nur den
Beschuldigten belastende Umstände, sondern auch entlastende Umstände
von Amts wegen ermitteln und berücksichtigen.

Ein Geständnis des Jugendlichen spielt nicht nur im Fall eines späteren Jugendgerichtsverfahrens bei der Ahndung eine Rolle, sondern bereits vorher, wenn die Staatsanwaltschaft prüft, wie sie weiter gegen den Jugendlichen verfahren möchte.

An diese gibt die Polizei das Verfahren ab, wenn aus ihrer Sicht die erforderlichen Ermittlungen (insbesondere Einvernahme von Zeugen) vorgenommen wurden.

http://www.kinderrecht-ratgeber.de/kinderrecht/strafrecht/vernehmung.html

Antwort
von Robo267, 61

Ich denke nicht dass das erlaubt war dass der Vater sie nicht mal sehen durfte denn stell dir mal vor (jetzt als extremes Beispiel) sie würden das Kind dort drinnen vergewaltigen und dann den ihre Polizei Macht missbrauchen und den Vater nicht reinlassen

Kommentar von Interesierter ,

Damit liegst du falsch. Der Betreiber des Ladens bestimmt im Rahmen seines Hausrechtes, wer sich in welchem seiner Räume aufhalten darf.

Kommentar von Bitterkraut ,

Der Betreiber hat aber nix verwehrt, Frage lesen!

Antwort
von jimpo, 5

Was erwartest Du? Soll die Diebin auch noch hoffiert werden?

Antwort
von ratatoesk, 57

Das hätten sie unter Anwendung von Gewalt nicht dürfen.

Hat der vater brav gewartet? Vieleicht wollte er es ja,damit seine kleine Diebin mal sieht, was dabei herauskommt?

Nein,er hätte sofort zu seiner Tochter gebracht werden müssen.

Kommentar von Interesierter ,

Der Betreiber des Ladens übt das Hausrecht aus. Deswegen darf der Betreiber dem Vater auch den Zugang zu diesem Raum verwehren.

Kommentar von ratatoesk ,

Darf er, richtig.Den Zugang zu seiner Tochter jedoch nicht.Und die ,wenn die Darstellung oben richtig war,gewaltsame Verschleppung,eines Kindes,in private Räume,wie ich das nennen würde, durch sein Personal darf er auch nicht dulden.

Kommentar von Bitterkraut ,

Der Betreiber hat ja gar nix verwehrt, angeblich hat die Polizei das getan, der Interessierte versteht die Frage nicht..

Kommentar von Bitterkraut ,

Um den Betreiber des Ladens gehts doch gar nicht. Lies doch mal die Frage!

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