Darf mir meine Vermieterin einfach eine höhere Miete abbuchen, obwohl ich die zustimmung für die höhere Miete nicht unterschrieben, sondern widersprochen habe?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Du läßt viele Leute hier sehr viel schlaues antworten und freust Dich über die guten Ratschläge und dann plötzlich läßt Du folgendes raus:

Dies wurde jetzt im 3. Juli das erste mal
abgebucht. Wie lange habe ich zeit zu widersprechen, bzw. ich habe schon am 29. Juni
widersprochen. Muss ich jetzt nochmals widersprechen oder reicht einmal?

Du läßt viele Leute hier sehr viel schlaues antworten und freust Dich über die guten Ratschläge und dann plötzlich läßt Du folgendes raus:


Dies wurde jetzt im 3. Juli das erste mal
abgebucht. Wie lange habe ich zeit zu widersprechen, bzw. ich habe schon am 29. Juni
widersprochen. Muss ich jetzt nochmals widersprechen oder reicht einmal?

Das hättest Du ruhig gleich schon in Deiner Frage so schreiben können, denn es ist kein unwichtiges Detail.

Du hattest mehr als 2 Monate Zeit, um zu widersprechen. Dass Du es im allerletzten Moment getan hast (Eingang bei der Vermieterin wohl am 30. Juni), ist Dein gutes Recht. Erwarte aber dann bitte nicht, dass Deine Vermieterin vorher schon von Deiner Ablehnung ausgehen konnte.

Eine SEPA-Lastschrift, die am 3. Juli wirksam werden soll, muss mindestens 7 Tage vorher geändert werden. Somit musste die Vermieterin spätestens am 26. Juni entscheiden, ob sie die erhöhte Miete einzieht und von Deiner Zustimmung ausgeht oder es erst mal bei der alten Miete beläßt. Sie hat wohl die falsche Wahl getroffen, aber Du brauchst nicht so zu tun, als ob das nun der allergrößte Skandal wäre. Wenn Du jetzt die Lastschrift zurück gibst, entstehen der Vermieterin unnötige Gebühren. Deshalb ist es eher angebracht, das Gespräch mit ihr zu suchen und sich vielleicht auch gleich auf eine neue Miethöhe zu einigen. Entweder die 30 €, die wohl deutlich unter 10 % der jetzigen Kaltmiete ausmachen oder einen etwas geringeren Betrag, z. B. 20 oder 25 € pro Monat mehr.

30 € mehr Erhöhung ist nicht die Welt und wenn die neue Miete mit einem qualifizierten Mietspiegel oder mit passenden Vergleichsmieten begründet ist, kann diese Erhöhung auf dem Klageweg immer noch durchgesetzt werden und zwar rückwirkend ab 1. Juli 2016. Eine normale Mieterhöhung muss überhaupt nicht begründet werden mit höheren Kosten etc., sondern kann immer verlangt werden, wenn die Marktlage das zuläßt. Eine kürzlich veröffentlichte Statistik hat im übrigen ergeben, dass gerade private Vermieter viel zu selten die Mieten erhöhen und wenn dann auch noch meist zu gering.

So eine Mieterhöhung kannst Du auch vergleichen mit einer Preiserhöhung im Supermarkt. Der Hersteller eines Waschmittels muss Dir auch nicht mitteilen, warum er plötzlich weniger in die Packungen packt oder einfach den Preis erhöht. Er will eben mehr für sein Produkt haben, so wie der Vermieter nach einer gewissen Zeit auch mehr für seine Mietwohnung haben will. So ist es nun mal.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lachs4709
13.07.2016, 20:23

"Du hattest mehr als 2 Monate Zeit, um zu widersprechen. Dass Du es im
allerletzten Moment getan hast (Eingang bei der Vermieterin wohl am 30.
Juni), ist Dein gutes Recht. Erwarte aber dann bitte nicht, dass Deine
Vermieterin vorher schon von Deiner Ablehnung ausgehen konnte."

Ich habe doch aber überhaupt nicht die zustimmung unterzeichnet. Selbst wenn ich nicht widersprochen hätte, hätte sie nicht mehr abbuchen dürfen.

0
Kommentar von lachs4709
13.07.2016, 20:41

Sie hat ihre eigenen Vergleichswohnungen genommen was auch rechtens ist. Nur sind es halt ganz neue Verträge und ich bin anfangs von 10 Prozent mehr Wohnfläche ausgegangen und habe jetzt gesehen, dass ich 10 Prozent weniger habe, weil sie in dem Appartement die anderen Wohnungen mit QM Zahl vorlegte.

Weil sie mir fürs Wohngeldamt 10 Prozent mehr bescheinigte und im Mietvertrag stand keine QM Zahl drin und jetzt sehe ich dass ich beschissen wurde. Die frauen haben nahe gelegene Frauenparkplätze. Ich hatte einen weit entfernteren und da wird jetzt gebaut und habe den nicht mehr, sondern muss in ein noch weiter entfernteres Parkhaus fahren.

0
Kommentar von lachs4709
13.07.2016, 20:43

Heute ist der 13. Juli. Wenn sie gemerkt hat, dass sie zuviel abgebucht hat, dann hätte sie die 30 Euro auch wieder zurücküberweisen können. Das hat sie aber auch nicht gemacht.

0

Ein Widerspruch war unnötig. Durch Nichtzustimmung war (zunächst) dem  Mieterhöhungsverlangen nicht zu folgen. Nach Fristablauf hätte die Vermieterin auf Zustimmung klagen dürfen. Hat sie nicht, aber trotzdem die höhere Miete eingezogen.

Selbstverständlich darfst du binnen 8 Woche die Lastschriftrückbuchung über deine Bank veranlssen (gesamte Miete). Danach überweist du per Einzelanweisung deine Miete in bisheriger Höhe.

Falls im nächsten Monat erneut die Mieterhöhung eingezogen wird, erneut Rückbuchung veranlassen und Einzelanweisung vornehmen. Bitte auf dem Überweisungsträger immer das Zahlungsziel unbedingt angebeben: Miete für Monat Juni bzw. Juli bzw. August usw.

Als nächstes die Lastschriftermächtigung mit sofortiger Wirkung widerrufen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lachs4709
12.07.2016, 23:36

Wenn ich die Rückbuchung im nächsten monat erst mache also für 2 Monate, wäre das dann zu spät, d.h. dass sie dann sagen kann dass ich ja 2 Monate lang damit einverstanden war und es dann als Zustimmung gilt?

Kann ich die Lastschriftermächtigung auch jetzt schon widerrufen?

0

Naja, deinen Kommentaren zu urteilen bist du ein ganz schlauer. Mit den erhöhten Nebenkosten hat sie vll. nicht in Bezug auf letztes Jahr recht, aber in der Summe die Jahre davor ganz sicher und zwar enorm. Aber das berührt im Normalfall die Miete nicht, da es ja Nebenkosten sind und diese entsprechend jährlich abgerechnet werden .... es sei denn ... man hat eine Pauschalmiete. Die Vermieterin hat wohl, aus dem was man liest, keine Ahnung von einem ordnungsgemäßem Mieterhöhungsbegehren. Aber ich bin mir sicher, sie wird sich einen Anwalt nehmen, dieser wird das Schreiben zur Mieterhöhung rechtssicher erstellen und du wirst letztendlich zahlen müssen....inkl. Rechtsanwaltskosten und falls du dagegen klagst und verlierst die Gerichtskosten auch noch. Da würde ich an deiner Stelle schauen, ob die 30 € nicht doch im Rahmen sind, aber gemeinsam mit der Vermieterin eine Formulierung (nach den gesetzl. Regeln) aufsetzen, damit nicht gleich nächstes Jahr wieder erhöht werden kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, sie kann nicht einfach die erhöhte Miete abbuchen lassen. Wenn ihre Mieterhöhung rechtens ist, müsste sie nach Deinem Widerspruch auf ihren Rechtsanspruch klagen. Das kann dann allerdings für Dich teuer werden, wenn der Mieterhöhung rechtlich nichts entgegen steht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lachs4709
12.07.2016, 19:30

Was kann ich machen? Dies wurde jetzt im 3. Juli das erste mal
abgebucht. Wie lange habe ich zeit zu widersprechen, bzw. ich habe schon am 29. Juni widersprochen. Muss ich jetzt nochmals widersprechen oder reicht einmal?

Nicht dass das als Einverständniserklärung zählt. Oder reicht es wenn man nicht unterschreibt? Oder reicht mein Widerspruch vom 29. Juni. Aber weshalb bucht sie dann ab?

0
Kommentar von Leeny84
12.07.2016, 19:37

Ich nehme mal an, dass sie nicht viel Ahnung von Mieterhöhungen hat und ihr Dein Widerspruch egal war. Der Widerspruch vom 29.06. reicht aber aus. Ich würde, wie hier schon geschrieben, den Gesamtbetrag zurückbuchen und dann die "alte" Miete wieder überweisen. Du kannst Deine Vermieterin ja nochmals auf den Widerspruch bzw. Deine nicht geleistete Zustimmung hinweisen.

Hat Dir Deine Vermieterin denn mit der Mieterhöhung die gesetzliche Frist von 2 Monaten Überlegungszeit gegeben? Bzw. hat sie generell ihre Fristen, Kappungsgrenze usw. eingehalten? Evtl. ist die Mieterhöhung vielleicht sowieso rechtsunwirksam...

0
Kommentar von Leeny84
12.07.2016, 19:43

Also um genau zu sein, hast Du bis Ende des Monats, in dem Dir die Mieterhöhung zugegangen ist, und noch die zwei folgenden Monate Zeit, der Mieterhöhung zuzustimmen... Nicht, dass Deine Vermieterin da eh zu voreilig war...

0

Ich habe eine Mieterhöhung bekommen und habe widersprochen, weil diese zustimmungspflichtig ist.

Soweit richtig, wenn es um eine Mieterhöhung nach §558 BGB geht.

Ist die Mieterhöhung korrekt, Du hast nicht zugestimmt und auch nicht von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht muß der Vermieter die Zustimmung einklagen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lachs4709
12.07.2016, 19:25

Was kann ich machen? Dies wurde jetzt im 3. Juli das erste mal abgebucht. Wie lange habe ich zeit zu widersprechen, bzw. ich habe schon am 29. juni widersprochen. Muss ich jetzt nochmals widersprechen oder reicht einmal?

0

Nein. Die Lastschrift kannst du zurückbuchen lassen und die bisherige Miete unverzüglich nachüberweisen.

Die VM kann dich allerdings n. § 558b II BGB auf Zustimmung der Mieterhöhung verklagen, was dich deutlich teurer kommen würde als die zusätzlichen 30 EUR monatlich :-O

Was genau ist denn an dem Mieterhöhungsverlangen deiner Meinung nach unberechtigt?

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lachs4709
13.07.2016, 20:24

Sie hat das mit gestiegenen Kosten (Strom, Heizung etc.) begründet und das kann ich nicht nachvollziehen wenn ich keinen Beleg habe.

0

Buche die erhöhte Miete zurück und überweise dann den Betrag, den du bis jetzt bezahlt hast.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lachs4709
12.07.2016, 18:46

Ich kann nur den kompletten Betrag zurückbuchen lassen sagte mir die Bank. Erhöhte Miete geht nicht.

0

Was hat der Mietvertrag mit dem Wohngeldantrag zu tun? Sie hat ja wohl etwas weniger qm angegeben, damit es keine Schwierigkeiten beim Amt für dich gibt. So wie es sich anhört wird diese Wohnung bezuschusst.

Um die Mieterhöhung wirst du ja wohl nicht drum herum kommen. Sie hat Vergleichswohnungen beigezogen und die Kostensteigerung genommen. Von daher sprich mit deiner Vermieterin, evtl. könnt ihr euch einigen. Versuche es im Guten, denn sie ist am längeren Hebel. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung