Frage von Infogirl98765, 65

Darf mich mein Arbeitgeber zwingen den neuen Arbeitgeber namentlich preiszugeben?

Hallo,

ich habe rechtsgültig meinen Arbeitsvertrag gekündigt und keine Mitbewerberklausel im Arbeitsvertrag. Dennoch hat mich mein aktueller Arbeitgeber in mehreren Personalgesprächen dazu genötigt, den neuen Arbeitgeber namentlich zu nennen. Da ich in der PR tätig bin habe ich Zugriff auf sensible Informationen. Die Firma kauft gerade verschiedene Firmen in einer Holding auf. Ich fange bei einem Mitbewerber an.

Nun die Frage: Mir wurde von der HR Leitung unmissverständlich klar gemacht die Basis für "eine weitere gute Zusammenarbeit" sei, dass ich den neuen Arbeitgeber nenne. Sonst gäbe es kein gutes Ende des Arbeitsverhältnisses. Ist das Nötigung oder Erpressung? Welche Folgen hat es für mich rechtlich, wenn ich mich nicht äußere?

Ich freue mich auf eure Antworten.

Antwort
von Hexe121967, 45

bei solchen drohungen würde ich direkt einen anwalt einschalten. der kann deinen aktuellen vertrag beurteilen und dir fachmännischen rat geben.

Antwort
von Rockuser, 39

Das geht deinen derzeitigen AG nichts an. 

Ob das Nötigung oder Erpressung ist, kann ich nicht beurteilen. Aber eins von Beiden, auf jeden Fall.

Antwort
von RoCMu, 26

Eine rechtliche Basis für den Auskunftsanspruch durch deinen alten Arbeitgeber hätte ich nur gesehen, wenn eine irgendwie geartete Wettbewerbsklausel vorhanden ist. Wenn dem nicht so ist, sehe ich keine Rechtsgrundlage für die Nennung des neuen Arbeitgebers.

Mir scheint das jedoch weniger ein rechtliches, vielmehr ein tatsächliches Problem zu sein. Die Androhung durch deinen alten Arbeitgeber in die Tat umzusetzen dürfte ein einfaches sein. Das Zeugnis fällt dann eben nicht so gut aus und die variable Vergütung wird gekürzt.

Rechtliche Folgen dürfte es also nicht haben wenn du dich nicht äußerst. Ich würde klar und offen kommunizieren, dass es schlicht keine rechtliche Grundlage gibt für ein Auskunftsersuchen und das eine Offenlegung auch nicht im Interesse deines neuen Arbeitgebers liegt. Diesem Versuch einer Erpressung würde ich jedenfalls nicht nachkommen.

Antwort
von oxygenium, 39

Nein musst du nicht und geht den einen feuchten Kehricht an!

Antwort
von erobine, 39

Wenn in Deinem Vertrag eine "Wettbewerbsklausel" ist...ja. Dann darfst Du zu diesem neuen nicht wechseln

Kommentar von Infogirl98765 ,

nein, ich habe keine Wettbewrebsklausel. Das Argument ist dass ich Zugriff auf sensible Daten habe und es deswegen sagen müsse

Kommentar von Rockuser ,

Die Wettbewerbsklausel endet mit ende den Arbeitsvertrags.

Jeden ist Freigestellt, wo er Arbeitet.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/das-konkurrenzverbot-wettbewerbsverbot-im-geku...

Antwort
von Sluggir, 31

Das geht den Arbeitgeber überhaupt nichts an, warum droht er dir?

Bleib standhaft!

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