Darf mich ein Fotograf verklagen, weil ich meine gekauften Bewerbungsfotos ins Internet gestellt habe?

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7 Antworten

Du kannst sie ihm tatsächlich abkaufen. Hat er Dir vorher gesagt, dass die Online-Rechte nicht im Preis inbegriffen sind? Wenn Du einen Konflikt vermeiden möchtest, zahle einfach den Rest...

Kommentar von alexbeckphoto
05.12.2015, 17:39

Hat er Dir vorher gesagt, dass die Online-Rechte nicht im Preis inbegriffen sind?

Ein Blick auf die Preisliste hätte da sicherlich auch geholfen!

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Darf mich ein Fotograf verklagen, weil ich meine gekauften Bewerbungsfotos ins Internet gestellt habe?

Er darf, Rechtsgrund  § 31 V 1 UrhG: "Sind bei der Einräumung eines Nutzungsrechts die Nutzungsarten nicht ausdrücklich einzeln bezeichnet, so bestimmt sich nach dem von beiden Partnern zugrunde gelegten Vertragszweck, auf welche Nutzungsarten es sich erstreckt."

Richtigerwesie hat er dir mit deinem eindeutigen Auftrag, Bewerbungsfotos anzufertigen, lediglich die Nutzung "nur für Bewerbungen und Online-Bewerbungen" eingeräumt.

Also zahle die erweiterte Nutzungsgebühr, besser noch ein solche, die dir uneingeschränkte Nutzungsmöglichkeit der angefertigten Portäits erlaubt oder lass dich kostenpflichtog auf Unterlassung oder Schadensersatz verklagen, was dich teurer käme :-O

G imager761

Kommentar von RadioAktiv
05.12.2015, 10:32

Ist es denn keine Bewerbung, wenn ich dieses Foto zusammen mit meinem Lebenslauf in Portalen veröffentliche, wo potentielle Arbeitgeber nach Arbeitnehmern suchen?

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Die Urheberrechte liegen beim Fotografen und können in Deutschland nicht übertragen werden. Es werden Nutzungsrechte übertragen, die eingeschränkt werden können. Oft wird ein uneingeschränktes Nutzungsrecht übertragen. Falls Du einen Vertrag hast, schau mal ob die Rechte auf Bewerbungen beschränkt sind. Falls nicht könnte es auch auf der Rechnung stehen.

Im Falle, dass Du weder schriftlich noch mündlich informiert wurdest, ist das höchst unseriös und das würde ich dem Fotografen auch mitteilen. Vielleicht auch mit dem Hinweis, dass man im Bekanntenkreis auch über soetwas redet und so evtl. eigene oder auch Hochzeitsfotoaufträge usw. von Bekannten an andere Fotografen gehen.

Mal abgesehen davon, woher weiss er, dass die Fotos online sind? Hat er Dich gegoogelt? Wenn er das verschwiegen hat und dann explizit danach sucht, dann sieht das irgendwie schon nach einem sehr unseriösen Upselling-System aus.


Viel Erfolg!

Kommentar von RadioAktiv
05.12.2015, 09:41

DAs kann man mit der Google-Bildersuche ganz schnell rausfinden.

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Kommentar von imager761
05.12.2015, 10:27

Im Falle, dass Du weder schriftlich noch mündlich informiert wurdest, ist das höchst unseriös

Unsinn. Es wurden Bewerbungsfotos beauftragt, und diese Nutzung seines Werks muss der Fotograf weder erläutern noch näher darüber informieren :-)
Ein Blick in das Gesetz vermeidet Geschwätz und dient der Rechtsfindung: § 31 (5) UrhG :-O

Vielleicht auch mit dem Hinweis, dass man im Bekanntenkreis auch über soetwas redet und so evtl. eigene oder auch Hochzeitsfotoaufträge usw. von Bekannten an andere Fotografen gehen.

Keinen Ahnung und Aufforderung zu Straftaten? OMG. Beitrag gemeldet.

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Kommentar von torfmauke
06.12.2015, 11:27

Im Falle, dass Du weder schriftlich noch mündlich informiert wurdest, ist das höchst unseriös

Wenn irgendwo steht: "alle Rechte vorbehalten" reicht das. Mehr muss er dazu nicht sagen und das ist auch nicht unseriös. Jeder sollte wissen, was diese 3 Worte bedeuten!

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Hast Du einen Vertrag unterschrieben? Wenn ja hast Du ja sicher eine Kopie und schaust jetzt mal nach WAS da steht.

Kommentar von RadioAktiv
05.12.2015, 09:30

Naja, ich habe 35 Euro bezahlt-für eine DVD-und habe gesagt, dass ich mich damit bewerben möchte. Einen Vertrag habe ich nicht unterschrieben. Ich habe eine Quittung über 35,- erhalten.

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Jawohl das darf er. Er hat das Urheberrecht an den Fotos, das ist nicht übertragbar, Du hast lediglich das eingeschränkte Nutzungsrecht diese als Bewerbungsfotos zu verwenden.

Ja darf er. Du zahlst immer für die Erstellung von Bilder und die Einräumung von Nutzungsrechten. Je nachdem welche Nutzungsrechte er Dir eingeräumt hat, kannst du es entsprechend nutzen.

Nutzt du die Bilder für einen Bereich für den du die Nutzungsrechte nicht erworben hast, kann er dich verklagen.

Da der Fotograf ja gerne ein teureres Paket verkaufen mag, wird er Dir das bestimmt auch gesagt haben.

Nutzungsrechte müsst ihr euch vorher Gegenseitig geben.

Er darf dich ja auch nirgens Ausstellen.

Was stand denn in seinen AGBs?

Kommentar von alexbeckphoto
05.12.2015, 17:31

Er darf dich ja auch nirgens Ausstellen.

Das hat nicht mit Nutzungsrechten zu tun, sondern mit Persönlichkeitsrechten. 

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Kommentar von prelude89
05.12.2015, 18:57

Wenn der Fotografierte einem Fotografen die Erlaubnis gibt sein Ebenbild auszustellen heißt das also. Er gibt ihm sein Personlichkeitsrecht. Statt die Erlaubnis das Bild nutzen also ein Nutzungsrecht. Is klar. Wie wäre es erstmal mit lesen als sofort irgendeinen Quark zu Posten?

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