Frage von Georg2288, 86

Darf mich der Vermieter so auf die Strasse setzen?

Mir wurde für 6 Wochen mein ams Bezug gesperrt!jetzt habe ich im Oktober keine miete zahlen können, im november dann nur 110 von 410euro!habe dann eine SMS bekommen dass das Mietverhaltnis gekündigt ist!und ich die Wohnung bis 14.12 räumen muss!!darf er das..!?muss das nicht schriftlich erfolgen!was wenn ich bis 14.12 keine Wohnung finde?!

Antwort
von beangato, 41

https://www.das.de/de/rechtsportal/mietrecht/mietvertrag-kuendigen/form.aspx

Eine Kündigung per SMS ist ungültig.

Wenn Dir für 6 Wochen der Bezug (ALG 1 oder ALG II?) gesperrt wurde, musst Du mächtig was verzapft haben.

Rede mit Deinem Vermieter und biete ihm Ratenzahlung an.

Antwort
von DerHans, 40

Eine Kündigung per SMS ist unwirksam.

Du solltest dich aber schnellstens mit dem Sozialamt in Verbindung setzen wegen der Übernahme des Mietrückstands.

Sonst sitzt du in einigen Monaten tatsächlich auf der Straße.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 37

Für Kündigungen von Mietverträgen ist die Schriftform vorgeschrieben.

Schriftform heißt auf Papier gedruckt/geschrieben und eigenhändig unterschrieben.

SMS, E-Mail oder ähnliches, nicht mal Fax, erfüllt diese Formvorschrift nicht.

Trotzdem solltest Du zusehen den Mietrückstand schnellstmöglichst auszugleichen.

Kommentar von Georg2288 ,

Alles klar!!

und ich will ja auch den mietruckstand zurückzahlen!!habe auch angeboten in raten zu zahlen, aber das interessiert ihn nicht!

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 1

Eine Kündigung per SMS ist unwirksam. Das BGB schreibt vor, dass Wohnraumkündigungen zwingend schriftlich erfolgen und begrüdet werden müssen. Sie sind außerdem von allen Vermietern zu unterschreiben und an alle Mieter der Wohnung zu richten.

Es besteht also derzeit kein Handlungsbedarf. Bitte nicht widersprechen, einfach schweigen und natürlich nicht ausziehen.

Und natürlich schnellstens die offene Miete nachzahlen.


Antwort
von Saloucious, 50

SMS ist nicht zulässig. Ansonsten kann er schriftlich fristlos kündigen, da du zu 2 aufeinanderfolgenden Terminen einen erheblichen Teil der Miete schuldest.


Mit einem schnellen Begleichen der fehlenden Miete kannst du diesen Mangel aber wieder heilen.


Am besten zum Anwalt...oder einem Sachverständigen für Mietrecht (Mieterbund etc.)

Antwort
von kraft281190seb, 42

Darf er nicht! Muss sich:
A) an die Kündigungsfrist halten
B) muss er dies schriftlich festlegen (mit Begründung)

Einmal Miete nicht zahlen und einmal Miete nur anteilig reicht nicht aus um jemand fristlos rauszuwerfen. Er müsste dich auch erstmal kontaktieren und erfragen was los ist!

Du kannst aber auch vorher schon kommunizieren dass es aktuell etwas knapp ist und ob es möglich wäre die Miete die aussteht anteilig auf die anderen umzulegen!

Kommentar von anitari ,

Er müsste dich auch erstmal kontaktieren und erfragen was los ist! 

Einmal Miete nicht zahlen und einmal Miete nur anteilig reicht nicht aus um jemand fristlos rauszuwerfen

Irrtum. Eine MM + 1 Cent Rückstand reichen für eine fristlose Kündigung.

Zumal in wenigen Tagen die nächste Miete fällig ist. Kommt auch nicht ...

Antwort
von Guekeller, 15

Dein Vermieter ist natürlich im Recht, auch wenn die Formvorschriften nicht eingehalten wurden. Wenn er die außerordentliche Kündigung umgehend schriftlich nachlegt, ist für Dich Mitte Dezember Ultimo in der Wohnung. Du solltest Dich also allerschnellstens nach einer neuen Bleibe umsehen.

Kommentar von Georg2288 ,

Keine Ahnung was du da daher schreibst!!hab mittlerweile mit einem Rechtsanwalt gesprochen!der vermieter kann mich nicht einfach im dezember rausschmeissen!wenn man sich nicht auskennt sollte man nicht irgendwas schreiben!

Antwort
von Glueckskeks01, 43

Es bedarf einer schriftlichen Kündigung und er muss die Kündigungsfrist einhalten, dann darf er das natürlich. Ist doch klar, dass er Geld sehen will, wenn er seine Wohnung vermietet.

Kommentar von DerHans ,

Bei zwei Monaten Mietrückstand ist auch eine fristlose Kündigung möglich - natürlich nur schriftlich.

Antwort
von DBKai, 36

Das ist wirklich sehr rasch....

Du hast bist gerade mal einen Monat im Rückstand... und es kommt mir nicht so vor, als hätte der Vermieter mal hinterfragt, warum das so ist... 

Eine gute Meinung von deinem Vermieter kann ich so jedenfalls kaum haben. Ist der so arm, dass der gleich selbst auf der Straße landet oder hungern muss, wenn die Miete nicht pünktlich rein kommt?

Schon schlimm... 

Und wie willst du eine neue Wohnung finden, wenn du gerade kein Geld übrig hast? 

In so einem Fall bräuchtest du vermutlich eine Notunterkunft/Notschlafstelle... irgendein Auffangsystem vom Staat... der dich puscht, damit du wieder in den Kreislauf zurück kehren kannst... 

Kommentar von anitari ,

Du hast bist gerade mal einen Monat im Rückstand..

Mit deutlich mehr als einer Monatsmiete.

und es kommt mir nicht so vor, als hätte der Vermieter mal hinterfragt, warum das so ist... 

Warum sollte er das?

Kommentar von DBKai ,

Von wegen deutlich mehr???

2 Monate maximal... ist auch noch nicht so viel... und die Hintergründe könnte man ja schon mal erfragen....

Er sollte das tun, weil er selbst auch mal in einer Notlage sein könnte und er es sich sicherlich auch wünschen würde, wenn er dann von wohlwollenden Menschen umgeben ist statt von asozialen... 

Kommentar von TrudiMeier ,

Eine gute Meinung von deinem Vermieter kann ich so jedenfalls kaum
haben. Ist der so arm, dass der gleich selbst auf der Straße landet oder hungern muss, wenn die Miete nicht pünktlich rein kommt?

Vermieter sind auch nicht die Wohlfahrt und z. T. auch auf ihre monatlichen Mieteingänge angewiesen. Vermieten heißt nicht im Geld schwimmen. 

Ich nehme an du findest es auch nicht besonders schlimm, wenn dein Chef vergisst, dir dein Gehalt zu zahlen?

Kommentar von DBKai ,

Doch schon... Aber als Angestellter und als Mieter ist man auch in der schlechteren Position! Das zuerst mal!

Ein Vermieter und ein Chef sollten hier schon eher vorbildhaft handeln... so wie sie es sich umgekehrt auch wünschen würden...

Würde mein Chef das Gehalt nicht pünktlich zahlen, würde ich nachfragen was los ist und ev. deutlich machen, dass ich es bald mal brauche... 

Als Vermieter würde ich auch nachfragen was los ist...

Und wie wird man überhaupt Vermieter? Da braucht man ja auch erst einmal viel Glück... denn wenn man arm oder in ärmlichen Verhältnissen geboren wird, kann man tun was man will und wird niemals Vermieter sein können... so ist es oft mal... 

Vermieter sind nicht die Wohlfahrt aber Vermieter können sich in die Lage der anderen Person versetzen... "Wie würde es mir ergehen, wen ich das wäre?!" Es kommt auch darauf an, wie dringend der Vermieter das Geld braucht... aber darüber kann man sich ja unterhalten... 

Kommentar von anitari ,

Und wie wird man überhaupt Vermieter?

Durch Erbschaft z. B.

aber darüber kann man sich ja unterhalten... 

Hier ist aber vorrangig der Schuldner in der Pflicht, nicht der Gläubiger.

Kommentar von DBKai ,

Eben Erbschaft = Glück

Demnach wäre es schon nett, wenn man sich in die Lage von den Menschen versetzt, die dieses Glück eben nicht hatten... und gemeinsam nach einer guten und fairen Lösung für alle Beteiligten sucht....

Ja - von mir aus ist der Schuldner in der Pflicht... ich würde aber lieber in einem Land leben, wo die Menschen, die OBEN sind... die Möglichkeiten und finanzielle Mittel (zum Großteil durch glückliche Umstände) haben in vielen Bereichen mit gutem Beispiel voran gehen! So könnte die Welt sich verändern... besser werden... statt schlechter... Und auch der Gläubiger könnte eines Tages in einer Notlage stecken und auch er wäre sicherlich erfreut, wenn es Hilfsangebote und Verständnis geben würde statt dem Gegenteil davon... Der Gläubiger würde demnach sehr wahrscheinlich sich selbst nicht begegnen wollen und darin liegt der Fehler... Man sollte sich anderen gegenüber so verhalten, wie es für einen selber auch ok wäre, wenn die Rollen vertauscht wären. 

Kommentar von TrudiMeier ,

Hört sich alles ganz vernünftig an - aber glaubst du, mein Fensterbauer hätte mit mir Mitleid, wenn ich die 10 000 € für neue Fenster nicht einigermaßen pünktlich zahle? Nein, hätte er nicht. Und mein Mieter hätte auch kein Mitleid, wenns durch die Fenster zieht und er sich den Hintern abfriert - und kürzt natürlich die Miete. Und um den Fensterbauer zu bezahlen, brauche ich natürlich die Mieteingänge. Die Kosten kann ich ja nicht aus der Portokasse zahlen, soviel ist da nicht drin. Weißt du, die meisten Mieter glauben, dass ihr Vermieter im Geld schwimmt und sich von den Mieteinnahmen ein schönes Leben auf Malle macht. Dem ist mitnichten so. Je älter die Bude ist, desto mehr muss gemacht werden. Der Vermieter hat vielleicht geerbt, aber weißt du, ob er nicht auch die Schulden, die auf dem Haus sind geerbt hat? Das interessiert den Mieter auch nicht. Oder wenn ein Mieter durch falsches Lüften und Heizen Schimmel züchtet, ist ja grundsätzlich der Vermieter schuld. Die Liste kann man endlos weiterführen.

Kommentar von DBKai ,

Trotzdem ist man als Vermieter noch immer in der besseren Position!

Deutlich besser!

Wenn man nichts hat und auch nicht die Chance hat auf faire Weise an etwas zu kommen, dann ist man z. B. echt arm dran, denn man kann tun was man will und kann nichts an der eigenen Lage zum Guten verändern... im schlimmsten Fall.

Sobald man ein eigenes Haus... eine eigene Wohnung... einen festen Platz im Beruf oder so etwas hat - geht es einem schon etwas besser..

Der Vermieter kann ja auch reden und wenn er das Geld wirklich gerade dringend braucht könnte er das ganz einfach genau so sagen... nichts leichter als das... 

Ich finde es nicht richtig, wenn man - ohne jede Kommunikation - Leuten das Leben schwerer macht als es sein müsste... 

Antwort
von Registratorr, 39

keine angst, dass kriegst du ganz sicher auch noch schriftlich...

ja, er darf das. wenn mehrfach keine miete einging.. auch ein VM muss leben...

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