Frage von Draggyblackdots, 389

Darf meine Tochter (16) gegen meinen Willen auf eine Waldorfschule wechseln?

Mein Ex-Mann und ich sind sorgeberechtigt. Mein Ex-Mann ist Waldorflehrer und versucht meine Tochter immer wieder dazu zu überreden, auf eine Waldorfschule zu gehen. Bisher wollte sie nie. Momentan ist die 11. Klasse für sie stressig, sie hat "Hänger", hat keine Lust usw. Nun behauptet der Vater, auf der Waldorfschule bekäme sie das Abitur sehr einfach. Und das überlegt sie jetzt.

Aufgrund der rassistischen Äußerungen Rudolph Steiners, der Ideologie, die hinter der Waldorfschule steht, und da ich selbst leider 13 Jahre lang auf so einer Schule war, kann ich das nicht unterstützen. Nun die Frage: Darf die Schule das machen mit nur der Unterschrift des Vaters unter dem Schulvertrag? Wie gesagt, wir haben gemeinsames Sorgerecht. Ich hatte die Verträge mit den verschiedenen Staatlichen Schulen auch immer alleine unterschrieben, nur hatte sich mein Ex-Mann auch nicht klar dagegen erklärt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kiniro, 389

Ich würde ja eher zu einer Fernschule tendieren - ja schwierig durchzusetzen bei unserem Schulzwang - aber es gibt sogar Menschen, die das in Deutschland inoffiziell machen.

Den Schulabschluss kann sie sogar stressfreier auf diesem Wege machen bzw. nachholen. 

Zur Waldorfschule kann ich nur sagen, dass ich nicht hinter deren Konzept stehe. Dann schon eher Montessori oder eine freie Schule. Wenn es unbedingt sein muss.

Kommentar von kiniro ,

Danke fürs Sternchen :)

Antwort
von Messerset, 370

Bei weit reichenden Entscheidungen, wie dem Wechseln der Schulform, bedarf es regelmäßig der Zustimmung beider Erziehungsberechtigten. Das, heißt, deine Tochter darf nicht ohne Zustimmung ihrer Mutter auf eine Waldorfschule wechseln.

Ich würde es übrigens mal mit Argumenten in der Sache versuchen, anstatt sich an einen Fehlschluss ad hominem zu klammern. Mache deine Kritik an der Waldorfschule an der Art des Unterrichts, an der Austattung, an der Qualität der Bildung, an der Kompetenz der Lehrkräfte oder was auch immer fest. Aber bitte nicht an der Einstellung einer Person (wahrscheinlich der Gründer?) zu einem bestimmten Thema. Das ist der Stil der Personen, die jetzt die Katzenbücher von Akif Princci aus dem Sortiment nehmen. Und auf den wollen wir uns doch wohl nicht herab lassen, oder?

Nur, um Missverständnisse zu vermeiden. Ich bin auch gegen die Waldorfschule, aber aus anderen Gründen.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Danke, den ersten Punkt habe ich für die anderen hier in der Debatte wohl noch nicht klar genug gemacht. Sie war zuerst auf eigenen Wunsch auf einem Gymnasium. Vor zwei Jahren ebenfalls auf eigenen Wunsch auf die Schule gewechselt auf der sie jetzt ist. Dann war sie Latein los. Sie war in der bi-Lingualen Klasse und hat sich also auf Englisch konzentriert. Ihr Plan war, jetzt mit Spanisch in einer Anfängerklasse anzufangen. Das hat sie jetzt gemacht. Hätte ich damals, als wir einige Wochen OHNE Schulplatz da standen, die Waldorfschule auch nur erwähnt, währe sie schreiend die Wand hochgeklettert. Nun plötzlich will sie auf eine Waldorfschule wo sie Französisch hätte zusammen mit Schülern, die schon seit der zweiten Klasse Französisch hatten.

Vielen Dank für deine Antwort: Tja Kompetenz der Lehrkräfte ist so ein Thema. Mein Ex-Mann hat mal Englisch dort unterrichtet. Unglaublich, er kann echt kein Englisch.

Kommentar von Laury95 ,

Hat deine Tochter mal begründet, warum sie so plötzlich wechseln möchte?

Kommentar von kiniro ,

Hast du noch mehr Beispiele außer die Sache mit dem Englisch bei deinem Ex?
Das Manko ist beim Fremdsprachenunterricht, dass dieser meistens von Nicht-Muttersprachlern durchgeführt wird.
In guten Sprachkursen sieht das anders aus.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Das Problem wäre jetzt, dass meine Tochter bisher gar kein Französisch hatte. Sie käme in eine Klasse, wo Jugendliche drin sitzen, die seit 10 Jahren Französisch haben. 

Natürlich bietet mein Ex kein Konzept an, wie sie überhaupt Französisch lernen soll. Ich konnte in dem Alter, in dem meine Tochter jetzt ist Französisch.Ich hatte es instinktiv mit 7 Jahren gelernt. Das Konzept für Sprachen lernen ist ja nicht nur schlecht an der Waldorfschule. Bei vielen Kindern klappte es, dass sie unter 10 Jahren durch einfach sprechen, Singen, Theater usw die Sprache fließend können. Meine Sprachlehrer der Unterstufe waren keine Muttersprachler, aber sie sprachen fließend.

Man kann Glück oder Pech haben was einem so begegnet an der Waldorfschule.

Antwort
von Laury95, 287

Ich halte viel von alternativen Schulen - Waldorf sowie Montessoripädagogik. Allerdings sind diese Lernmethoden nicht für jeden Menschen, da jeder individuell lernt. Du solltest mit deiner Tochter genau das Leitbild der Waldorfpädagogik "studieren" und vielleicht mal in eine reinschnuppern. Oder deine Tochter macht mal einen Probetag mit. Wenn sie sich dann ganz sicher ist, und es nicht nur an ihrem Hänger in der 11. liegt, dann kannst du sie doch dort anmelden, oder? Natürlich willst du das Beste für deine Tochter, aber mit 16 ist sie auch alt genug, zu entscheiden, welche Lehr- und Lernmethoden ihr am besten bekommen.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 155

Ich finde, dass die Ausführungen von Gerd Dudenhöfer alias Heinz Becker zur Waldorfschule nicht so abwegig sind & das keine Vorbereitung auf das "wirklich wahre Leben" ist: Das Leben ist kein antiautoritäres Paradies, sondern ein Kampf ums Überleben, in dem nur Fakten zählen. Oder eben Allgemeinwissen, mit dem man was anfangen kann sowie Regeln zum Zusammenleben.. es muss nicht in militärischen Drill ausarten, aber mir hat der Besuch des Regelschulwesens nicht schlecht getan & meinem Umfeld auch.

Aber egal, zurück zum Thema -----------> m.E. ist es in der Regel so, dass ein Schulwechsel die schriftliche Zustimmung beider Elternteile bzw. des Sorgeberechtigten/Erziehungsberechtigten bedingt. Rein formell gesehen.

In diesem Fall aber klingt es für mich eher so, dass dein Ex-Mann/der Vater eure Tochter mobilisieren/instrumentalisieren möchte & ihr die Waldorfschule schmackhaft zu machen versucht.. ein Abi auf der Waldorfschule ist vllt. schon durchaus einfacher, aber hinterher wird es die Tochter umso schwerer haben: Wer nie Leistung zeigen muss & machen darf was er will, der knickt spätestens dann ein wenn er ins Berufsleben starten muss. Und die Betriebe haben mit schlecht aufs Leben vorbereiteten Azubis/Neueinsteigern zu kämpfen ---------> alles nix Gutes!

Es wird deiner Tochter nichts bringen, zur Waldorfschule zu gehen. Wer auf solche Schulen geht, nie Leistung zu beweisen hat & sich Herausforderungen auch nicht stellen muss, der steht im Berufsleben hilflos in der Welt & hat dann ganz andere Probleme.. im Berufsleben kann man vor Herausforderungen auch nicht davonlaufen & sagen, man geht zu einer anderen Firma wo es einfacher ist.. und das hat's hier auch mit der Waldorfschule auf sich.

Der Vater wird die missliche Situation bzw. die Angst des Mädchens ausnutzen & seinem Vorteil nutzen wollen, indem er ihr die Waldorfschule schmackhaft macht. Da sollte man intervenieren & das Gespräch mit der Tochter insofern suchen, dass sie im Studium oder im Beruf auch nicht irgendwelche Hintertürchen nutzen kann, um sich etwaigen Schwierigkeiten zu verschließen bzw. ihnen davonzulaufen..

Meine Meinung!

Kommentar von Gegengift ,

Das Leben ist kein antiautoritäres Paradies, sondern ein Kampf ums Überleben, in dem nur Fakten zählen.

Alles was du schreibst ist eine subjektive Interpretation, der es an einer Sachgrundlage mangelt. Weder ist die Arbeitswelt heute autoritär (das Gegenteil ist eher der Fall), noch geht es in den Waldorfschulen um Paradies (vielmehr um den Menschen selbst und um einen Gegenentwurf zum reinen Leistungsgedanken), noch ist das Leben ein Kampf ums Überleben, noch bestimmen nur vermeintliche Fakten das gesellschaftliche Leben, noch widersprechen Waldorschulen den Fakten.

Oder eben Allgemeinwissen, mit dem man was anfangen kann sowie Regeln zum Zusammenleben..

Na ja zwischen den Leistungen besteht ja nach mehreren Studien kein Unterschied zu Regelschulen. Allerdings bekommen die Schüler darüber hinaus auch noch bedeutend mehr andere Dinge mit, was auf die alternative Pädagogik zurückzuführen ist. Und Waldorfschüler haben ein überdurchschnittlich hohes naturwissenschaftliches Verständnis.

Kommentar von rotesand ,

Ich habe bewusst "überspitzt" formuliert.. mir ist schon klar, dass das so nicht ist, aber die Arbeitswelt ist andererseits auch anno 2015 nicht soooo locker, wie man denkt. Man darf sich als Arbeitnehmer nicht alles anmaßen ------> genausowenig wie man sich alles bieten lassen muss.

Insofern halte ich eine Regelschule für die beste Variante. Man lernt dort, dass man Leistung abgeben muss & man auch nicht immer alles so machen kann, wie man es will, sondern es auch ein "Muss" gibt, dem man sich zu stellen hat. Mir & allen, die ich kenne (ausnahmslos Regelschüler von Hauptschule bis hin zum Gymnasium), hat das ganz sicher nichts Schlechtes getan!

Naturwissenschaften sind ja schön und gut, aber daraus besteht nicht das ganze Leben & das, was man z.B. in der Realschule an physikalischen, biologischen, chemischen und mathematischen Kenntnissen erlernt, reicht meist allemale aus. Außerdem hat jeder andere Stärken.. und Waldorfpädagogik ist nicht für jedes Kind/jeden Jugendlichen per se die richtige Wahl, nur weil es "alternativ" ist und von "freigeistigen" Menschen frequentiert wird.

Meine Meinung ... ich respektiere aber auch deine!

Kommentar von Gegengift ,

aber die Arbeitswelt ist andererseits auch anno 2015 nicht soooo locker, wie man denkt

Wer soll das denn denken? Die Waldorfschulen haben doch gerade deshalb Zulauf, weil in der Leistungsgesellschaft für viele oft künstlerisch, sozial und handwerklich begabte Kinder kein guter Start ermöglicht wird.

hat das ganz sicher nichts Schlechtes getan!

Wie kommst du darauf, dass es dir schaden hätte müssen?

Nehmen wir mal an du kannst für dich den Nutzen/Schaden-Vergleich zwischen Regelschule und Waldorfschule aufstellen (obwohl du nie eine Waldorfschule besucht hast). Nehmen wir das trotzdem mal an. Dann verfällst du hoffentlich nicht dem Fehlschluss, dass dein Nutzen/Schaden-Vergleichsergebnis auf irgendeinen anderen Menschen per se übertragbar wäre.

Dir mag die Regelschule nichts Schlechtes getan haben. Andere werden in der Regelschule gebrochen und gehen schlicht und ergreifend  unter.

und Waldorfpädagogik ist nicht für jedes Kind/jeden Jugendlichen per se die richtige Wahl

Das ist ja genau der Punkt. Denn das gilt insbesondere auch umgekehrt.

Kommentar von rotesand ,

Wer soll das denn denken? Die Waldorfschulen haben doch gerade deshalb Zulauf, weil in der Leistungsgesellschaft für viele oft künstlerisch, sozial und handwerklich begabte Kinder kein guter Start ermöglicht wird.

Mir kommt es oft so vor, als denken viele von der "modernen Welt", dass alles locker, cool & lässig sei, man sich nicht mehr anstrengen müsse, Herausforderungen eine Art Wahlstufe seien, wo man Unbequemes einfach nicht macht ohne dass es geahndet wird.. und das ist nicht so!

Mit handwerklichen oder künstlerisch begabten Kindern (Inselbegabung?) kann das schon so sein, dass die Regelschule nicht unbedingt die beste Wahl ist.. aber ich denke andererseits auch, dass es immer auf das ankommt, was man selber aus einer Situation macht & wie man sie anpackt. Insofern muss man auch als "Individualist" nicht automatisch eine Spezialschulform besuchen, um glücklich zu werden bzw. es "zu was zu bringen". Ganz davon abgesehen, dass in Sachen Waldorf/Montessori usw. das Netz nicht flächendeckend besteht & ein Umzug wegen der Schule oder Internatsbesuch auch nicht jedermanns Sache ist, erst recht nicht im Kindesalter.

und Waldorfpädagogik ist nicht für jedes Kind/jeden Jugendlichen per se die richtige Wahl

Ich bin eher der Ansicht, dass das Regelschulwesen schon auf die Mehrheit zugeschnitten ist.. mein Bekanntenkreis umfasst so viele unterschiedliche Leute, die allesamt auf Regelschulen waren & auch einige echte "Individualisten", die auch ihre mindestens neun Schuljahre durchstanden haben.

Antwort
von Soccermum, 253

Deine Tochter ist bereits 16 - sie sollte das selbst entscheiden dürfen. Auch der Vater kennt sich ja sehr gut aus und wird alles tun, seine Tochter zu unterstützen. Gib ihr die Freiheit, diesen Weg zu gehen. Alles andere ist sicher schlecht für Euer Verhältnis.

Aber rein formell benötigt die Schule beide Unterschriften!

Antwort
von abibremer, 51

Wenn DU nicht verstehst, was ER dir vortanzt, muß es doch wohl an dir liegen. Letzten Endes sollte nach meiner Ansicht die Betroffene darüber entscheiden, wo sie lernen möchte.Selbst wenn es mal schulisch irgendwo "klemmt", kann man später seinen Traumberuf finden und damit zufrieden und glücklich sein.

Antwort
von Menuett, 241

Wenn Deine Tochter und der Vater für diese Schule sind, dann wird ein Richter die Tochter auf diese Schule gehen lassen.

Du hast da keine Chance.

Das Abitur ist auf der Waldorfschule auch nicht einfacher, dafür sorgt der Lehrplan.

Und Rassismus habe ich auf den heutigen WS auch noch nicht erlebt.

Kommentar von blumenkanne ,

das abitur auf der waldorfschule findet nicht statt. es gibt kein waldorfabi. die schüler müssen 13 jahre zur schule gehen, weil sie erstmal den schulstoff der regelschule nachpauken müssen, den sie so nie gelernt hätten. dann müssen sie eine externenrprüfung ablegen, da die waldorfschule keine abschlüsse anbietet. ein großer teil der schüler fällt dabei in der regel durch, da sie garnicht gewöhnt sind zu lernen und zu arbeiten.

Kommentar von Draggyblackdots ,

ich war selbst auf so einer Schule. Viele meiner Klassenkameraden und ich selbst hatten die größten Probleme, uns im normalen Leben zurecht zu finden. Grade noch einen Klassenkameraden gesprochen, der noch heute wutentbrannt die Frage stelle: Wieso haben meine Eltern mir das angetan? Das ist eine Sekte!!  Wir haben beider die Externenprüfung überstanden, ich hatte in der Englisch-Prüfung sechs Prüfer im Raum.

Kommentar von Lipstique ,

Draggyblackdots, wärest du auf Gymnasium, hättest gerade du noch grössere Probleme sich zurecht zu finden:-)))

Kommentar von kiniro ,

Wie lange die Kinder zur Schule zu gehen haben, ist abhängig vom Bundesland.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Es stimmt in gewisser Weise dass an der Waldorfschule kein Abitur stattfindet. Bei mir war es zwar in den Räumen der Waldorfschule. Aber den Lehrern wird null Kompletenz zu gesprochen, die Prüfung zu beurteilen. Daher werden die schriftlichen Prüfungen eingeschickt. Für die mündlichen Prüfungen kommen staatliche Prüfer. Wie gesagt in meinem Fall kamen sie immerhin in die Räume der Waldorfschule, das war gut für mich. Vertraute Umgebung. Aber auf einmal in Gegenwart von 6 Leuten geprüft zu werden, das war gar nicht witzig. Man braucht Nerven wie Stahl. Denn man weiß, dass man in den 20 Minuten seine Abi-Note macht. Nicht auszudenken, wie das ist, wenn man weiß, dass man ein Studienfach mit Numerus Clausus anstrebt.

Später habe ich erfahren, dass die 5 Prüfer, die außer meiner Englisch Lehrerin im Raum waren, gar nicht alle mich prüften, sondern einige prüften sie. Denn es war ihr immerhin erlaubt worden uns die Prüfungsfragen selbst zu stellen.

Kommentar von Gegengift ,

Aber den Lehrern wird null Kompletenz zu gesprochen, die Prüfung zu beurteilen. Daher werden die schriftlichen Prüfungen eingeschickt.

Unsinn. Die Erstkorrektur wird von den Lehrern vor Ort durchgeführt. Die Lehrer, die die Schüler aufs Abi vorbereitet haben und dem die Schüler regelmäßig sehr gut abschneiden.

Kommentar von Menuett ,

Tja, da ging es Dir wie allen anderen Schülern in staatlichen Schulen.

Da stehen die Schüler unter dem gleichen Druck plötzlich vor zig Fremden geprüft zu werden. Nicht umsonst ist das das Abitur eine Reifeprüfung.

Und mit viel Streß büffeln, dass müssen in der letzten Zeit auch Schüler einer staatlichen Schule.

Kommentar von Menuett ,

Natürlich finden da externe Prüfungen statt. Und die sind genauso gestaltet, wie alle anderen Abschlußprüfungen aus.

Und nein, entgegen der allgemeinen Meinung, fallen Waldorfschüler nicht häufiger durch als Schüler einer staatlichen Schule.

Das sind Ammenmärchen.

Antwort
von dimpledeluxe, 85

Eine Waldorfschule ist nach meiner Meinung totaler Müll ich gehe auch auf so eine schule und man lernt kaum was sie soll es sich gut überlegen 

Kommentar von Draggyblackdots ,

Wem sagst du das, ich war auch auf einer. 

Kommentar von dimpledeluxe ,

auf welcher ?

Kommentar von Draggyblackdots ,

Sorry, ich will hier nicht so viele Infos über mich veröffentlichen. 

Kommentar von dimpledeluxe ,

oke nicht so schlimm

Antwort
von blumenkanne, 230

nein das darf die schule nicht. dieser vertrag ist nichtig und das kind dürfte dort garnicht beschult werden. warum involvierst du nicht das schulamt und machst dort richtig druck?

Kommentar von Draggyblackdots ,

Es ist nur eine vorsorgliche Frage. Jetzt lernt sie grade brav Mathe für die normale Gesamtschule auf der sie ist. Also ich muss es ihr alles erklären und sie soll sich mal über Rudolph Steiner und Rassismus informieren und über alles andere, was er so gesagt hat. 

Kommentar von Gegengift ,

und sie soll sich mal über Rudolph Steiner und Rassismus informieren

Was haben denn die heutigen, anerkannten Waldorfschulen mit Rassismus zu tun?

Tendenziöse Beeinflussung ist sicher keine gute Grundlage für eine sinnvolle Entscheidung.

Kommentar von Menuett ,

Da hat sich doch nun einiges geändert.

Du ziehst eine Gesamtschule einer Waldorfschule vor?

Wenn das vor Gericht gehen sollte, hast Du keine Chance.

Kommentar von kiniro ,

Mir stößt dieses "brav" extrem auf.

Du musst sie nicht aufklären - du willst es.

Kommentar von Gegengift ,

warum involvierst du nicht das schulamt und machst dort richtig druck?

Um darauf hinzuweisen, dass die von ihr geschlossenen Schulverträge nicht in Ordnung sind ohne Unterschrift des Vaters?

Kommentar von Menuett ,

Das stimmt so nicht.

Ohne Einverständnis des Vaters, darf das Kind nicht auf die öffentliche Schule gehen.

Das Schulamt wird den Teufel tun und sich in eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen den Eltern mischen.

Kommentar von blumenkanne ,

deine antwort ist falsch. ohne einverständnis der mutter darf das kind auf keine private schule gehen. auf der öffentlichen schule bedarf es der einwilligung des vaters überhaupt nicht. es ist schulpflicht. und gegenüber einer gesamtschule, würde der vater immer verlieren mit seiner walddorfschule. immerhin hat man dort nicht mal einen abschluss, keinerlei vernünftige bildung und es ist so das die lehrmeinung zutiefst rassistisch ist. da hat sich garnix geändert.

Kommentar von Menuett ,

Das stimmt nicht.

Sobald die Schule nicht mehr durch den Sprengel bestimmt wird - sprich, es ist eine weiterführende Schule, muß der Vater mitunterschreiben.

Du hast offensichtlich keine Ahnung, was Schulen angeht.

Selbstverständlich sind diese Schulen anerkannt und man bekommt auch einen ganz normalen Hauptschulabschluß, mittlere Reife und Abitur.

Sonst wären die hier in D gar nicht zugelassen...

Schulpflicht ist vom Bundesland abhängig - einige Bundesländer haben nur 9 oder 10 Jahre Schulpflicht.

Steiner war Rassist und damit haben die Waldorfschulen heute nichts mehr am Hut.

Jessas, ich kenne einen Familienrichter, der war auf einer Waldorfschule und hat Abitur gemacht.

Auf die hiesigen Waldorfschulen gehen auch Kinder mit Migrationshintergrund.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Wenn die Unterschrift des Vaters gefordert war, dann haben wir das wohl damals gemacht. Meine Tochter wollte auf die Schule auf der sie jetzt ist.  Das kam jetzt ganz plötzlich mit der Waldorfshule. Sie hat mit Spanisch angefangen, in einem Anfängerkurs. Dort hätte sie Französisch zusammen mit Schülern, die seit der ersten oder zweiten Klasse Französisch haben.

Kommentar von blumenkanne ,

du scheinst nicht viel ahnung von irgendwas zu haben. wie ich bereits sagte ist der vertrag des vaters ohne unterschrift der mutter unwirksam. natürlich wird das kind auf der gesamtschule beschult. es gibt auf weiterführenden schulen keine kriese die was bestimmen. die waldorfschule ist eine privatschule und hat somit kein einzugsgebiet. und natürlich haben diese nachwievor ihren rassistischen hintergrund nicht abgelegt. ein familiengericht würde zugunsten der mutter entscheiden für die gesamtschule als staatliche schule.

Kommentar von Gegengift ,

immerhin hat man dort nicht mal einen abschluss

Die schreiben exakt die gleiche Abiturprüfung wie alle. Und haben hinterher natürlich auch ein ganz normales Abitur.

Kommentar von Draggyblackdots ,

Das mit der Abiturprüfung stimmt. Ich habe die Externe Prüfung unter anderem für den Mathe-Leistungskurs abgelegt. In der mündlichen Englisch Prüfung waren SECHS Prüfer im Raum. Und ich wußte, dass ich jetzt, in diesen 20 Minuten meine Abi- Note in Englisch mache. Bzw zwei Stunden für Mathe und die anderen Fächer, die ich schriftlich hatte.

 Man kann ja vorher keine Punkte sammeln. Da die Meinung der Waldorflehrer, wie gut dieser Schüler nun sei, niemanden interessiert.

 Der Vater behauptet, man bekäme sein Abi an der Waldorfschule leicht. Das ist absurd. Leicht ist es in der 4. Klasse z. B. im Vergleich zu anderen Viertklässlern. Sobald man sich aber "der Welt" stellen muss als Waldorfschüler, wird es hart.

Kommentar von Gegengift ,

Du widersprichst dich am laufenden Band. Bevor du jetzt mit uns über Pro und Contra diskutierst, solltest lieber mal deine Tochter in Ruhe überlegen lassen was sie will. Du alleine entscheidest eh nichts.

Der Vater behauptet, man bekäme sein Abi an der Waldorfschule leicht. Das ist absurd.

Leichter. Weil den Schülern kein so großer Druck gemacht wird. Aber es wird das gleiche Abitur geschrieben.

Antwort
von 1988Ritter, 179

Du solltest mit Deiner Tochter reden, und ihr erklären, dass Absolventen der Waldoofschule wenig Anerkenntnis genießen.

Kommentar von Draggyblackdots ,

danke, das habe ich ihr schon gesagt. Man muss ja nur mal eingeben bei Google: "Waldorfschule" dann wird u.a. angeboten: "Waldorfschule Witze",

Kommentar von Gegengift ,

danke, das habe ich ihr schon gesagt. Man muss ja nur mal eingeben bei Google: "Waldorfschule" dann wird u.a. angeboten: "Waldorfschule Witze",

Ich denke deine Tochter ist gut beraten, wenn sie nicht auf dich und deine Google-Argumente hört

Kommentar von Karl37 ,

Diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen. Eigentlich könnte man das Gegenteil behaupten, denn die soziale Kompetenz der Waldorf Schüler ist denen aus den staatlichen Schulen überlegen. Eigenschaften, die im Berufsleben einen Vorteil darstellen. Dann die sprachliche Kompetenz und die ganzheitlichen Denkansätze waren für mich verblüffend.

Kommentar von Draggyblackdots ,

@ Gegengift: Ich war selbst 13 Jahre auf einer Waldorfschule. Die Witze macht nicht einfach Google. Das hat Gründe. Z. B. die Eurythmie, man wird gezwungen, sich auf einer Bühne lächerlich zu machen mit dem Zeug. Heutzutage werden sie sogar gefilmt und es wird im Netz verbreite. So entstehen die Namen-Tanzen Witze.

Für die Jungs ist es besonders schlimm. Sie werden gezwungen, in einem SeitenKLEIDCHEN zu tänzeln. Klassenkameraden bezeichnen sich selbst als traumatisiert davon. Ich habe jugendliche Jungs weinen sehen weil sie sich so blamieren mussten. Für uns Mädchen war es nicht so schlimm. Kleidchen und Tänzeln naja, das ist für ein Mädchen nicht die totale Blamage. Auch wenn dieses Buchstaben-Tanzen etwas merkwürdig ist.

Kommentar von Gegengift ,

Deine Interpretationen sagen etwas über deine Denkweise aus. Das wars. Mit der Realität hat das alles nicht so viel zu tun.

Und bevor du weiter Google und Youtube konsumierst und dich in deinen Ansichten selbst bestätigst, solltest vielleicht mal zur Kenntnis nehmen, dass es nicht um deinen Schulbesuch geht, sondern um den deiner Tochter.

Die scheinst du eh schon vergessen zu haben, wenn du damit anfängst, dass Jungen auf Waldorfschulen nicht ordentlich genug in eine Geschlechterrolle gedrängt würden.

Kommentar von 1988Ritter ,

???....liebes Gegengift...informieren statt abstempeln. In meiner Familie war ein Kind kurzzeitig auf der Waldorfschule. Als man dann umgezogen war, und in einer guten schulischen Infrastruktur lebte, sollte dieses Kind auf eine Gesamtschule eingeschult werden, und wurde aufgrund des schulischen Hintergrundes abgelehnt, und gerade mal für die Hauptschule als geeignet empfunden.

Kommentar von Gegengift ,

???....liebes Gegengift...informieren statt abstempeln

Lieber Ritter. Ich bin schon informiert - du offenbar nicht, wenn du von den Leistungen eines Kindes, auf die Möglichkeiten von Waldorfschulen im Allgemeinen schließen möchtest.

Sind solche Fehlannahmen einfach ein Mangel an Sorgfalt oder gar ein Hinweis unzureichender Bildung?


Kinder an Waldorfschulen leiden bedeutend seltener an somatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Schlafstörungen.

[...]

Studien zeigen, dass es zwischen den Abschlussnoten von Waldorfschülern und denen von Schülern auf staatlichen Schulen keine statistisch bedeutsamen Unterschiede gibt, auch nicht, wenn man die Durchschnittsnoten nach der Art des Schulabschlusses vergleicht.

[...] 

Dort zeigte sich, dass Absolventen von Waldorfschulen überdurchschnittlich häufig selbst Lehrer werden, aber auch Ärzte, Ingenieure, Geistes- und Naturwissenschaftler. Dieses Ergebnis passt zum Befund einer Pisa-Studie, nach der Waldorfschüler weit überdurchschnittliche naturwissenschaftliche Kompetenzen aufzuweisen haben.

http://www.welt.de/wissenschaft/article109484661/Namen-tanzen-fit-in-Mathe-Waldo...

Kommentar von 1988Ritter ,

Ein schöner Beleg zur Schere  zwischen Wunschdenken und Realität.

Ich berichte aus der Realität.....und Du aus Populismus der Medien.

Wen interessiert ein wissenschaftlicher Beitrag, der dann bei der Suche nach weiterbildenden Schulen oder Lehrberufen mit einem  Achselzucken quittiert wird ?

Kommentar von Gegengift ,

Das sind Studienergebnisse mein lieber Ritter. Ergebnisse aus mehreren Studien, der PISA Sonderauswertung zu Waldorfschulen  inbegriffen.

Man nennt das auch Wissenschaft. Deine Argumentation dagegen ist eher  grotesk..

Ich kenne jemanden, der in der Regelschule durchgefallen ist und nichts gelernt hat. --> Regelschulen sind schlecht.

der dann bei der Suche nach weiterbildenden Schulen oder Lehrberufen mit einem  Achselzucken quittiert wird ?

Fast alle Waldorfschüler machen nach der Waldorfschule weiter mit ihrer Bildungslaufbahn. Grad bei  Unis sind sie beliebt, weil es überwiegend kreative Köpfe sind mit einem fundierten naturwissenschaftlichen Verständnis.

http://fs5.directupload.net/images/151101/hyma6wyz.png

Ich hoffe ich zerstöre hier keine Weltbilder..

Kommentar von 1988Ritter ,

Keineswegs zerstörst Du hier Weltbilder. Ich kann wohlgemerkt nicht über alle Waldorfschulen reden, da mir nur die Schulen in Haan und Krefeld bekannt sind, aber sehr gravierend befinden sich dort auf diesen Schulen hauptsächlich Kinder von Unternehmerfamilien, die...sagen wir mal....gewisse Schwierigkeiten auf Regelschulen hätten. Insofern passt die von Dir aufgerufene Grafik optimal in den Bereich der Erbengesellschaft. Inwieweit daraus eine Produktivität erfolgt, können wir dann in der dritten Generation sehen. 

Kommentar von Gegengift ,

....gewisse Schwierigkeiten auf Regelschulen hätten

Die Kinder die auf die Waldorfschule gehen waren meistens vorher auf einer Regelschule und hatten da auch meistens Probleme.

Das macht die Waldorfschule ganz  besonders wichtig, weil sie eine Alternative bietet.

Zum einen für sensible, handwerklich und künstlerisch veranlagte Kinder, die im oft stupiden Regelschulalltag untergehen würden. Zum anderen  für  Eltern, die ihre Kinder nicht für ein Leistungs- und Produktivitätssystem verheizen wollen.

Kommentar von 1988Ritter ,

:-))))........ja......das kann man dann mal so stehen lassen.

Kommentar von Gegengift ,

das kann man dann mal so stehen lassen

Das denke ich doch auch. Wenn man sich mit den Studien dazu beschäftigt und bereit ist auch mal die Perspektive zu wechseln, wird die Sicht schnell klarer :-)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community