Frage von lukas777111, 66

Darf mein Vermieter die Nebenkosten erhöhen?

Hallo
Wer kann uns helfen. Wie wohne ca 2 Jahre mit unseren Vermietern in einem Haus. Diese habe uns gekündigt für in 6 Monaten. Unsere Nebenkosten in der vorrauszahlung 200 Euro. Jetzt würgen die uns einen rein und wollen uns für das kJ 2015 folgende Nachzahlung.

12x200
Nebenkosten  = 2400euro / Jahr
Nebenkosten Abrechnung 2015 auf einmal 3600 Euro das heißt die wollen noch satte 1200 Euro von uns als Nachzahlung ist das rechtens ???

Wir haben eine Abrechnung zum Mietvertrag bekommen von 2014 der Vormieter. In der aktuellen Abrechnung sind Posten erwähnt die 2014 zB nicht drin stehen.

Wer kann und das einschätzen ?

Danke

Antwort
von anitari, 16

Kommentar von lukas777111,vor 10 Std

Zusätzliche Haus kosten von 600 Euro vorher gab es die nicht

Garten Nutzung wir haben keinen. Steuerberater zahlen 150 Euro warum ?

Das läßt mich vermuten das Dir der Vermieter seine Hausgeldabrechnung als Betriebskostenabrechnung "unterjubeln" will.

Ist die Abrechnung überhaupt namentlich an Dich gerichtet?

Hier kannst Du nachlesen welche Betriebskosten, sofern vertraglich vereinbart und tatsächlich entstehen, der Vermieter umlegen darf.

http://dejure.org/gesetze/BetrKV/2.html

Kosten für den Steuerberater, für die Abrechnung und die Verwaltung gehören definitiv nicht dazu.

Allerdings Kosten der Gartenpflege, auch wenn man diesen nicht nutzen darf.

Kosten der Entwässerung sind immer höher. Im Schnitt 2 - 3 x höher als die Kosten für Frischwasser.

Und dann erheben viele Gemeinden/Städte noch Gebühren für die Oberflächenentwässerung. Auch diese gehören zu den umlegbaren Betriebskosten.

Antwort
von andie61, 41

Der Vermieter kann nur Nebenkosten abrechnen die wirklich entstanden und abrechnungsfähig sind,im Zweifel hilft da ein Mieterverein weiter.Was hat er zusätzlich abgerechnet?

Kommentar von lukas777111 ,

Zusätzliche Haus kosten von 600 Euro vorher gab es die nicht

Garten Nutzung wir haben keinen.

Steuerberater zahlen 150 Euro warum ?

Mehr entwässungskosten als die

Kommentar von andie61 ,

Gartennutzung sind keine Nebenkostem,der Steuerberater ist gar nicht umlegbar und muss vom Vermieter alleine getragen werden,Hauskosten müssen einzeln aufgeschlüsselt werden,eine Sammelabrechnung ist in der Form auch nicht zulässig.Die Entwässerung ist umlegbar,muss aber genau aufgeführt sein wie sich die Kosten im einzelnen ergeben,dann kannst Du zum Vorjahr vergleichen ob die Kosten gestiegen sind und ob es mehr Abwasser gab.Der Vermieter ist verpflichtet Dir seine Originalunterlagen zu den Abrechnungen zur Einsicht vorzulegen.

Antwort
von albatros, 16

Insofern eine Nachzahlung aus der Abrechnung resultiert, darf der Vermieter ab übernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung die Vorauszahlungen monatlich um 1/12 des Nachzahlungsbetrages erhöhen, sprich anpassen. Voraussetzung ist, dass die Abrechnung inhaltlich und formell in Ordnung ist, sprich den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Natürlich dürfen nur tatsächlich entstandene Kosten umgelegt werden und nur solche, die entsprechend der Definition der Betriebskostenverordnung auch tatsächlich Betriebskosten sind.

Jegliche Verwaltungskosten gehören nicht dazu, auch nicht Kosten des Steuerberaters.

Wenn dir etwas spanisch vorkommt, lege Einspruch ein, begründe diesen entsprechend deiner Bedenken und fordere Einsichtnahme in sämtliche Originalbelege. Wird dir das nicht ermöglicht, ist die Nachzahlung nicht fällig.

Um einschätzen zu können, ob die Abrechnung i. O. ist, stell bitte hier eine Fotokopie ein.

Wenn z. B. die Abrechnung nicht nachvollziehbar ist oder formell fehlerhaft, ist sie unwirksam und damit rechtlich gesehen nicht erfolgt.

Antwort
von Gerhart, 8

Eine Nachzahlungsforderung ist keine "Nebenkostenerhöhung".

Der Vermieter muss jede Position der Betriebskostenabrechnung mit Rechnungsunterlagen belegen können. Voraussetzung ist, dass die einzelnen Positionen der Betriebskosten, deren Umlageschlüssel und der Abrechnungszeitraum im Mietvertrag vereinbart wurden. Es reicht auch der Verweis auf die Betriebskosten laut Betriebskostenverordnung im MV.

Wir kennen deinen Mietvertrag und das Dokument der Abrechnung nicht. Fakt ist, das Kosten des Steuerberaters nicht zu den Betriebskosten zählen.

In der BK-Abrechnung müssen die Gesamtkosten der Positionen für das Haus, der Umlageschlüssel, die m² Wohnfläche des Hauses und deiner Wohnung, die Verbrauchsangaben laut Messergebnis und deine Kosten in den Einzelpositionen für dich erkennbar aufgeführt sein. Fehlen in der Abrechnung eine oder mehrere Angaben, dann der Abrechnung insgesamt zu widersprechen mit dem Hinweis auf formelle Fehler. Nachzahlungen sind daher nicht zu leisten auch nicht unter Vorbehalt.

Kommentar von lukas777111 ,

Danke für die Info

Antwort
von xXPatte92Xx, 35

Die Nebenkosten darf er erhöhen nur die Grundmiete muss gleich bleiben. Wenn du den verdacht hast das dein Vermieter dich versucht über den Tisch zu ziehen würde ich einen Anwallt zu rate ziehen.

Antwort
von Fairy21, 32

Da könnt ihr nur  zu einem Anwalt gehen.

Antwort
von spugy, 39

Wann hast du die abrechnung bekommen? Es ist schliesslich schon ende 2016?

Kommentar von lukas777111 ,

Heute wurde die uns für 2015 übergeben

Kommentar von spugy ,

Wie viele personen leben den im haushalt wenn ich fragen darf, oder warum sind die kosten so hoch?

Kommentar von anitari ,

Bei mir ist November oder Dezember Ende 2016.

Ist der Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr, ist die Abrechnung jetzt im August noch völlig fristgerecht zugegangen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten