Frage von N0m05, 57

Darf mein ehemaliger Mitbewohner Zahlungen für Strom von mir fordern, die er über zwei Jahre geleistet hat, weil er vergaß, den Lastschriftauftrag zu kündigen?

Guten Tag, Ein ehemaliger Mitbewohner von mir ist vor zwei Jahren ausgezogen, hat damals aber vergessen, die SEPA-Bevollmächtigung für die Stadtwerke für Strom zu widerrufen. Die Stadtwerke haben weiter die monatlichen Beträge von seinem Konto abgebucht. Ihm ist das jetzt aufgefallen, und nun fordert er von mir den gesamten Betrag der letzten zwei Jahre auf einmal.

An sich kein Problem, aber er hat sich eben nicht normal gemeldet, sondern möchte, das ich ihm die Schuld vertraglich versichere und zeigt sich sonst auch nicht sehr gesprächsbereit. Irgendwie kommt mir die Sache komisch vor.

Ich hab bei den Stadtwerken die Rechnungen eingesehen und auch der Betrag, den er fordert, errechnen können. Aber darf er das rein rechtlich überhaupt zurückfordern?

Nachweise von ihm hab ich weiter nicht bekommen, nur eine fristgeknüpfte Forderung per Einschreiben-Rückschein und die Zahl.

Vielen Dank im Vorraus für die Antworten.

Antwort
von Bitterkraut, 41

Klar kann er fordern, ob zurecht, klärt notfalls ein Gericht. Da du aber den Strom verbraucht hast den er bezahlt hat, solltest du jetzt einfach überweisen, den Zähler auf dich ummelden und gut is.

Ist dir denn nicht aufgefallen, daß du 2 jahre lang keinen Strom gezahlt hast? Du hättest die Verbrauchsstelle auf dich ummelden müssen

Kommentar von N0m05 ,

Das ist ein wenig komplizierter. In der Wohnung gibt es noch nen dritten Mieter, welcher unsere gesamten Geldangelegenheiten regelt, ende des Monats auszieht und an den ich nur meine teilmiete überweise. Ich hab also per se keinen Überblick gehabt, was an Rechnungen wie verbucht wurde. Gibt es eine Pflicht, die Stromzähler auf den aktuellen Nutzer umzumelden, oder hat der betreffende Ex-Mitbewohner da seine Pflicht vergessen? Mir gehts um mehr um die Art und Weise, wie der jetzt an mich rantritt. So offiziell, obwohl wir uns eigentlich kennen. Kommt mir komisch vor...

Kommentar von FachGoldAnwalt ,

Die Pflicht besteht nicht. Niemand muss Strom beziehen.

Wenn mehr als eine Person in der Wohnung lebt, dann sollte einer dieser Personen natürlich bei den Stadtwerken angemeldet sein und sein Name an den Stromzählern stehen.

Zieht diese Person aus, sollte man den Namen bei den Stromzählern ändern und sich bei den Stadtwerken entsprechend ummelden. Das sind rein logische Aspekte und hat nichts mit Pflicht zu tun.

Antwort
von FachGoldAnwalt, 27

Oh man, was es für dumme Menschen ( dein Ex Mitbewohner ) gibt. Nein, dass darf er natürlich nicht.

Das ist alleine eine Sache zwischen ihm und den Stadtwerken. Was nur kannst du denn dafür, wenn dein ehemaliger Mitbewohner so beschränkt ist, sein Lastschrift Mandat gegenüber den Stadtwerken nicht zu kündigen? 

Genau:  gar nichts. Das ist sein Pech. Hier kommt die unfassbare, ja schon kranke Dummheit deines Ex Mitbewohners zum Vorschein. Angeblich merkt der das alles erst nach 2 Jahren. Was ist das denn?

Wenn die Stadtwerke deinem ehemaligen Mitbewohner glauben und ihm sein Geld erstatten, werden sie aber dich auffordern den Strom nachzuzahlen.

Er darf von dir gar nichts fordern. Weder Geld noch Vertrag. Er muss es mit den Stadtwerken und die später mit dir klären.

Du hast so gesehen nichts mehr mit deinem ehemaligen Mitbewohner zu tun. Er macht dich jetzt "an", weil er jahrelang so unklug war. Du bist nicht für die Fehler von anderen verantwortlich.

Kommentar von N0m05 ,

Ein bisschen Harsch gesagt, aber so ähnlich hab ich mir das ja auch gedacht...

Kommentar von AalFred2 ,

Was gibt es nur für dumme Antworten. Natürlich kann er Ex-Mitbewohner die grundlos bezahlten Beträge von den eigentlichen Nutzern einfordern. Wie kommst du auf die abstruse Idee, dass sich Nichtkündigung des Lastschriftmandats irgendwie zum Geschenk mausern sollte?

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