Darf mein Chef mir wenn ich krank geschrieben bin 50 Euro abziehen und ab der zweiten Woche 10Euro pro tag?

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5 Antworten

Sag mal, in welchem Jahrhundert lebt der denn? Das ist doch alles gesetzlich geregelt. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall( LFZ) in den ersten 6 Wochen einer neuen Krankheit( in dem letzten Rumpfjahr) 100%. Dann setzt die Krankenkasse mit Krankengeld ein. Wenn Dein Chef da den großen Zampano raushängen läßt und gegen Gesetze verstößt( Seit wann wird man für Krankheit bestraft?), dann kannst Du Dich erstmal an die Krankenkasse wenden( Das kann sehr unangenehm für den Chef werden) oder einen Anwalt/ Gericht einschalten.
Liebe Grüße und gute Besserung, 🐺

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Kommentar von Interesierter
15.08.2016, 23:21

Weisst du, was genau nicht gezahlt wurde?

Dass der Grundlohn vollständig gezahlt werden muss, steht ja ausser Frage.

Im Gegensatz dazu sind aber viele Vergütungsbestandteile während der Krankheit nicht zu zahlen. Dazu gehören z.B. Schichtzulagen, Fahrgeld, Spesenpauschale, Verpflegungsmehraufwand etc.

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Nach §3 Abs. 1 Entgeldfortzahlungsgesetz hast du Anspruch auf fortzahlung deines Entgeldes für 6  Wochen. Eine kürzung ist daher unzulässig

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Hier musst du differenzieren.

Den normalen Lohn muss der Arbeitgeber für die 6 Wochen der Lohnfortzahlung in voller Höhe weiter zahlen. Das ist klar gesetzlich geregelt.

Zuschläge wie Überstunden, Schichtzulagen oder Zuschüsse in Form von Fahrgeld o.Ä. müssen für diese Zeit nicht bezahlt werden, da diese nicht anfallen.

Hier wäre nun interessant, was genau dir der Arbeitgeber abgezogen hat.

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Kommentar von Davinlian
15.08.2016, 20:55

Ich bin Lkw Fahrer und er will pauschal 50Euro für die erste Woche abziehen ab der zweiten dann 10pro tag

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Kommentar von Familiengerd
15.08.2016, 23:21

Zuschläge wie Überstunden, Schichtzulagen oder Zuschüsse in Form von Fahrgeld o.Ä. müssen für diese Zeit nicht bezahlt werden, da diese nicht anfallen.

Das ist im Wesentlichen nicht richtig!

Schichtzulagen, Überstundenzuschläge usw. (also Zuschüsse, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erbringung der Arbeitsleistung stehen - wenn sie denn überhaupt gewährt werden) müssen trotz Erkrankung gezahlt werden, wenn der Arbeitnehmer entsprechend vergütete Arbeitsleistungen erbracht hätte, wenn er nicht erkrankt wäre (signifikant: ursprünglich vorgesehene Einteilung laut einem Dienstplan).

Andere Zuschüsse, die nicht unmittelbar an die Erbringung der Arbeitsleistung gebunden sind - wie z.B. ein Fahrkostenzuschuss oder der Zuschuss für einen Verpflegungsmehraufwand - müssen im Falle einer Erkrankung tatsächlich nicht gezahlt werden.

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Nein, es gibt ein Lohnfortzahlungsgesetz!

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Eigentlich nicht. Erst nach 6 Wochen soviel ich weiß

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