Darf mein Chef mir, während ich wegen einem AU krankgeschrieben bin, kündigen?

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8 Antworten

Richtigerweise hättest du am ersten Arbeitstag nach Ablauf deiner AU, meint am 14.12., deine Arbeit pünktlich wiederaufnehmen oder dich anderfalls unverzüglich zu Dienstbeginn deinen AG/Personalbüro telefonisch informieren müssen, der Arbeit wider Erwarten doch noch nicht wg. forgesetzter Krankeit aufnehmen zu werden.

Mit einer lückenlosen AU hat dein Versäunis einer Abwesenheitsmeldung nichts zu tun.

Das darf man als Arbeitsverweigerung betrachten und als Kündigungsgrund hernehmen.

Allerdings dürfte der 3 Wochen nach Kenntnis des Kündigungsgrundes nicht mehr durchdringen es sei denn, der Betrieb/Personalbüro  war wg. Weihnachtsferien geschlossen.

Ärgert es allerdings deinen Chef, dass du dich wg. eines gebrochenen kleinen Fingers gleich 6 Wochen rar machst, wird er vmtl. betriebliche Gründe einer ordentlichen Kündigung heranziehen - solch einen loyalen und aufopferungsbereiten Mitarbeiter kann man durchaus ersetzen.

G imager761


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Kommentar von MissOlenka
07.01.2016, 01:40

Ich war vorhin noch bei meinem Abteilungsleiter, um ihm den el. Chip für die Tore abzugeben, hat versucht mir igrendwas von "typischen Neujahrsschwierigkeiten" zu erzählen. Habe es nickend hingenommen, denn dorthin will ich nicht mehr zurück. Die Frage war eh so rein aus Interesse gestellt worden. Vielen Dank für die konkrete Antwort :)

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Das find ich Unfair immerhin kann er dich dqnn nd Kündigen für etwas wofür du nichts kannst

Ich glaube er darf das nd, meine Eltern leiten eine Firma und da hab ich mitbekommen das man niemanden Kündigen darf während er einen Krankenschein hat.

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Kommentar von MissOlenka
05.01.2016, 17:35

Das ist es ja, ich wurde gekündigt, weil ich meine Krankmeldung "zu spät" abgab. Aber es war mir halt technisch nicht möglich, früher zu reagieren.

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Frag in der Praxis nach, ob die dir eine Bestätigung ausstellen, aus der hervorgeht, das Urlaub war in der Zeit. Ansonsten schalt einen Rechtsanwalt ein.

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Kommentar von MissOlenka
05.01.2016, 17:34

Das ist eine Idee, das mit der Bescheinigung. Vielen Dank.

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Eine Kündigung muß schriftlich erfolgen. Hast du sie schriftlich bekommen?

Wenn nicht, morgen wieder hin und Arbeitskraft anbieten, ggf. wieder wegschicken lassen.

Innerhalb von 3 Wochen beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben.

Es kann dir während einer Krankheit gekündigt werden, wegen einer Krankheit ist schwierig. Ob die Krankmeldung nun zu spät war und ob deshalb überhaupt eine Kündigung ausgesprochen werden kann, soll das Arbeitsgericht prüfen. Da hast du ja nichts zu verlieren.

Deine Verletzung war ein Arbeitsunfall, wurde es der BG gemeldet, ist es beim Arzt als Arbeitsunfall aufgenommen worden? Hast du eine Durchschrift der Meldung? Darauf hast du auch ein Recht.

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Kommentar von MissOlenka
07.01.2016, 01:44

Es ist der BG gemeldet worden und ist auch im KH als AU protokoliert gewesen. Eine Mitschrift habe ich nicht erhalten. Die schriftliche Kündigung habe ich gestern (sogar schon vorgestern, denn wir haben ja schon Donnerstag) von der Personalabteilung erhalten. Dennoch halten die sich an eine Frist von vier Wochen, obwohl der Abteilungsleiter mich nicht mehr eingeteilt hat. Bin bereits auf der Suche nach etwas Neuem. Ich werde die Sache deswegen auch nicht mehr weiter ausbreiten. Ich habe die Frage hier einfach des Interesse halber gestellt :) Danke für die Antwort.

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Während Du krank geschrieben bist jederzeit. Wegen der Krankheit wird schon schwerer. Wenn ich das richtig verstanden habe, galt die zweit AU ab dem 14.12. und Du hast sie am 14.12. (vermutlich mittags/nachmittags) abgegeben.

Dann ist das einzige Versäumnis, dass Du nicht zu Arbeitsbeginn gemeldet hast, dass Du nochmal zum Arzt gehst. 

Ich denke, das ist kein ausreichender Kündigungsgrund. Hole dir Hilfe bei Gewerkschaft oder Anwalt.

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Kommentar von MissOlenka
07.01.2016, 01:47

Ich habe diese Frage auch in meinem privaten Umfeld in den Raum gestellt und es wurde die Idee eingeworfen, dass ich drei Werktage Zeit hätte eine Krankmeldung abzugeben. Ob das in diesem Fall zugetroffen hätte, weiß ich nicht. Ich habe definitiv nicht vor, nochmal dort anzufangen, bin schon auf der Suche nach etwas Neuem, weswegen ich weder die Gewerkschaften, noch meinen Anwalt einschalten werde. Vielen Dank für deine Antwort :)

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Das ist in meinen Augen nicht rechtens, ich würde mir da einmal anwaltliche Beratung holen und gegen vorgehen wenn der meint es lohnt sich. Chefs nehmen sich gerne zuviel heraus wenn sie einen los werden wollen.

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Kommentar von MissOlenka
05.01.2016, 17:31

Vielen Dank für die Antwort :) Habe bei Google gelesen, dass es in manch einem schweren Fall möglich ist, dass der Chef wegen Arbeitsunfähigkeit kündigen kann, aber bei mir ist das nicht der Fall. Irgendwie fand ich das dann schon komisch :D

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Du warst also nicht arbeiten ohne Krankmeldung? Dann ist korrekt. Du hättest dann zu einem anderen Arzt gehen müssen.

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Kommentar von itsboring
05.01.2016, 17:33

Es bestand zu jeder Zeit eine Abdeckung durch AU. Vielleicht liest du noch einmal den Beitrag.

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Kommentar von MissOlenka
05.01.2016, 17:33

13.12 - Sonntag, 14.12. Montag. Ich konnte die Krankmeldung nicht früher holen. Das habe ich denen telefonisch so mitgeteilt und das wurde von denen für okay empfunden, also für die aus der Personalabteilung. Der Abteilungsleiter fand das wohl nicht okay. :D

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man darf dir wegen eine fehlendem Krankenschein nicht soffort kündigen... es sei denn du hast dir schon vorher was geleistet und hattes 3 Abmahnungen...


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Kommentar von MissOlenka
05.01.2016, 17:31

Nee, reine Weste, blütenweiß rein :D Noch nie was verbrochen.

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Kommentar von Familiengerd
05.01.2016, 18:03

man darf dir wegen eine fehlendem Krankenschein nicht soffort kündigen

Das ist richtig!

es sei denn du hast dir schon vorher was geleistet und hattes 3 Abmahnungen

Aber das mit den "3 Abmahnungen" ist ein offensichtlich unausrottbares Märchen!

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