Frage von smileyworld1999, 65

Darf mein chef mir meinen Lohn kürzen im falle eines krankheitfalls?

Hey, Ich arbeite bei der lünepost und Ich war jetzt 3 Wochen krank geschrieben wegen einer Mandelentzündung. Danach wurde ich sofort wieder 4 wochen krankgeschrieben weil ich mir meine fingerkapsel verletzt habe. Bei beiden krankheitsfällen habe ich einen gelben schein abgeschickt, der von meinem Arzt ausgestellt wurde. Nun am MonatsAnfang habe ich weniger als ein viertel meines normalen Lohnes bekommen. Darf mein Arbeitgeber das einfach so machen?

Antwort
von testwiegehtdas, 38

Der Arbeitgeber muss 6 Wochen das Gehalt fortzahlen. Danach ist die Krankenkasse zuständig.

Du hättest dich theoretisch so schnell es geht bei deiner Krankenkasse melden müssen, hole das daher möglichst bald nach und fülle den Antrag auf Krankengeld aus.

Antwort
von herja, 24

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht für maximal sechs Wochen.
Danach wird für gesetzlich Krankenversicherte in der Regel Krankengeld von der Krankenkasse gezahlt.

Antwort
von thetee99, 26

Nach 6 Wochen Krankheit wegen des selben Krankheitsgrundes, kommst du in die Lohnfortzahlung und bekommst ca. 60% deines Gehalts von der Krankenkasse und nicht mehr von deinem Arbeitgeber.

Entscheident ist, was in deinem Arbeitsvertrag steht. Wenn da etwas von Gehaltsminderungen im Krankheitsfall oder Bezahlung nach AT drinsteht, hast du schlechte Karten.

Ansonsten darf dir wegen einer Erkrankung kein kein Nachteil entstehen und das wäre rechtswidrig.

Antwort
von Kuno33, 26

Eine Lohnkürzung bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit ist nicht zulässig. Meistens fällt nach 6-wöchiger Krankheit das Krankengeld an, das die Krankenkasse zahlt. Allerdings gilt das nur, wenn Du mehr als 6 Wochen die gleicht Krankheit hattest. Sind es unterschiedliche Krankheiten, muss für eine Erkrankung die 6-wöchige Frist abgelaufen sein.Du musst allerdings der krankenkasse immer eine Durchschrift der AU-Bescheinigung zuschicken.

Antwort
von noname68, 19

der arbeitgeber hat nach entgeltfortzahlungsgesetz im krankheitsfall bis zu 6 wochen das entgelt (lohn/gehalt) fortzuzahlen. tritt eine andere krankheit auf, so gilt erneut die 6-wochen-frist. nur wenn sie ein weiteres mal innerhalb von 6 monaten nach dem 1. tag auftritt, können die zeiten derselben erkrankung für die 6-wochen-frist zusammengerechnet werden.

das wird wohl wieder ein arbeitgeber von der sorte sein, die sich nicht um die arbeitsgesetze kümmern und lieber leute rauswerfen, als ihnen ihre rechte zuzubilligen. 

du musst selbsts das risiko abwägen, ob du das recht auf fortzahlung deines vollen lohnes ggf. vor einem arbeitsgericht einklagen willst (mit hoher wahrscheinlichkeit der kündigung) oder ob dir der job so wichtig und unersetzlich ist, dass du lieber die faust in der tasche ballst und die kröte schluckst.

Antwort
von Kimys, 26

Du weißt schon dass du bei durchgehender Krankheit, ab der 7. Woche Geld von der Krankenkasse erhältst?

Kommentar von smileyworld1999 ,

Aber gibt es nicht die Regelung, dass bei einer neuen Krankheit die 6 Wochen Lohnfortzahlung neu eintritt?

Kommentar von Kimys ,

Rufe am besten so schnell wie möglich bei deiner Krankenkasse an und kläre das. 

Antwort
von robi187, 19

ja ja wenn es keine gewerkschaften gäbe würden die AG noch mehr solche dinge machen.

ober er das darf weis ich nicht wer kennt dein vertrag? z.b. stück lohn.

aber unter midestlohn darf er auf jeden fall nicht?


Antwort
von FGO65, 20

Wie setzt sich dein Lohn denn zusammen?

Kommentar von smileyworld1999 ,

Ich habe einen Stundenlohn von 7.23€ und eine festgelegte Arbeitszeit von 6.6 Stunden pro woche

Kommentar von noname68 ,

und was ist mit "mindestlohn" 8,50 €?

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