Frage von Flamenka, 143

Darf mein Chef mir meine Urlaubstage wegnehmen?

Hallo,

ich habe schon vor langer Zeit gekündigt, also zum 31.03.

Eigentlich habe ich die ganze nächste Restwoche (29.03. - 31.03.) Urlaub. (Restliche Urlaubstage die mir laut Vertrag zustehen)

Ich war die letzten 4 Wochen krank geschrieben.

Diese Woche nicht mehr.
Mein Chef verlangt nun, ich müsste die 3 Urlaubstage nächste Woche jetzt doch arbeiten.

Ist das Recht? Wenn nicht, wie kann ich mich wehren?

LG

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Antwort
von dadamat, 31

Der Arbeitgeber kann aus betrieblichen Gründen den Urlaub "in natura" kürzen oder verwehren. Dann muss aber ein geldmässiger Ausgleich des Urlaubsanspruchs stattfinden.

Antwort
von Allexandra0809, 70

Wenn Dein Chef verlangt, dass Du den restlichen Monat arbeitest, muss er Dir den Urlaub auszahlen. Das wird er auch nicht wollen.

Antwort
von Scamaz, 90

Da du über einen längeren Zeitraum krank warst dürfte dein Chef dir die Kündigungsfrist sogar um diese 4 Wochen verlängern.

Kommentar von Flamenka ,

Aus welchem Grund?

Ich hatte gar keine Kündigungsfrist, da ich aus wichtigem Grund (Erhalt eines Ausbildungsplatzes) gekündigt habe.
Theoretisch hätte ich meine Kündigung am letzten Tag abgeben können.

Kommentar von Familiengerd ,

@ Flamenka:

keine Kündigungsfrist

Wenn Du keine Kündigungsfrist und - wie Du auch schreibst - fristlos gekündigt hast, dann ist das Arbeitsverhältnis beendet, nachdem der Arbeitgeber die Kündigung erhalten hat.

Es gäbe dann auch keine Tage mehr, an denen Du arbeiten müsstest.

Irgendwie gehen die "Fakten" in Deiner Frage ziemlich durcheinander und sind ausgesprochen widersprüchlich!

Kommentar von Scamaz ,

Sonst könnte jeder Arbeitnehmer kündigen und während der ganzen Kündigungsfrist blau machen. Das wäre natürlich ein erheblicher Verlust für den Arbeitgeber.

Kommentar von Flamenka ,

Wie schon gesagt, ich hatte keine Kündigungsfrist.

Und da ich vom Arbeitgeber auch nicht bezahlt wurde, hätte das ja auch keinen Sinn.

Wie sieht es dann aus?

Die Arbeit war psychisch einfach nicht mehr auszuhalten. Deshalb würde ich garantiert keinen Tag mehr dort arbeiten wollen, auch wenn ich dadurch keine Teilnahmebescheinigung bekommen würde.

Länger arbeiten könnte ich auch nicht mehr, da am 04.04. mein erster Schultag ist und ich dann Vollzeit zur Schule gehe..

Kommentar von Scamaz ,

Frag am besten beim örtlichen Arbeitsamt nach. Die sollten das ganz genau wissen. Ich vermute mal, dass er dir die Urlaubstage nicht ohne Kompensation wegnehmen darf.

In der Schweiz zählt das was ich oben beschrieben hab mit dem Verlängern auf jeden Fall. Obs in Deutschland auch so ist kann ich nicht sagen, aber ich nehme es mal an.

Kommentar von Familiengerd ,

@ Scamaz:

Wenn Du damit sagen willst, dass der Arbeitgeber die Kündigungsfrist um die Dauer der Erkrankung verlängern könne, dann ist das - jedenfalls für Deutschland - völliger Unsinn!

Okay, ich lese gerade, dass Du für die Schweiz sprichst; aber nachvollziehen kann ich eine solche "eidgenössische"  Regelung überhaupt nicht

Kommentar von Scamaz ,

@Familiengerd

Tja ich denke das dient als Schutz für den Arbeitgeber. Ansonsten kann ich ja 2 Monate krank machen wenn ich lust dazu hab.

Kommentar von Familiengerd ,

"Ansonsten kann ich ja 2 Monate krank machen wenn ich lust dazu hab."

Ganz sicher nicht!

Wenn man einmal davon absieht, dass es auch "Gefälligkeitsatteste" gibt:

Eine Arbeitsunfähigkeit muss immer noch von einem Arzt bescheinigt werden und kann bei begründetem Missbrauchsverdacht vom Arbeitgeber angezweifelt und vom MdK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) überprüft werden.

Kommentar von PeterSchu ,

Dass jemand "krank macht" dürfte eher die Ausnahme sein. Ansonsten müsste man ja reihenweise Ärzte finden, die falsche Bescheinigungen ausstellen. Allerdings mag es durchaus sein, dass manche Arbeitehmer sich mit gesundheitlichen Belastungen zur Arbeit bewegen, aber irgendwann nicht mehr können und vielleicht genau deswegen kündigen. Man würde also diejenigen bestrafen, die wirklich krank sind, wenn man ihnen während der Krankheit mitteilt, dass sie danach nochmal im Betrieb arbeiten müssen.

Kommentar von Scamaz ,

Dies kommt aber wirklich vor das Arbeitgeber die Kündigungsfrist verlängert haben wegen Krankheit. Bei Google Schweiz gibts da genug reale Beispiele :)

Und wegen dem blau machen, da gibts Ärzte die einem ja diesen Gefallen machen.
Und ja klar, der Arbeitgeber kann dich dann zu einem Arzt schicken. Das mit dem Verlängern kommt aber auch selten bis nie vor.

Kommentar von Flamenka ,

Also, ich habe im Dezember geschrieben, dass ich meinen Arbeitsvertrag (übrigens Bufdi, keine "normale" Arbeit wegen erhalt eines Ausbildungsplatzes außerordentlich zum 31.03. kündige.

Außerordentliche Kündigungen sind laut Vertrag ohne Kündigungsfrist, aber ich habe das Datum eben selbst "festgelegt", da meine Ausbildung erst am 01.04. (bzw. 04.04. wegen der Ferien) beginnt.

Meine Kündigung wurde mir auch vom zuständigen Amt bestätigt. In dem Bestätigungsschreiben stand auch, dass ich alle Urlaubstage bis zum 31.03. verbraucht haben muss. Und wenn ich nächste Woxhe arbeiten gehen würde, hätte ich nur 13 statt 16 verbraucht.

Ich hoffe, es ist so verständlich. Wenn nicht, beantworte ich gern weitere Fragen. Hauptsache, jemand kann mir mal klar sagen was Sache ist :/

Danke!

Antwort
von BradleyBiggle, 73

Hallo

naja Chef sehen es nicht gerne wenn ein Arbeitnehmer kündigt und die Kündigungsfrist krank macht!

Urlaubssperren sind nichts besonderes und auch Rechtens. 

Die Tage muss dir dein Chef natürlich vergüten. 

LG

Kommentar von Flamenka ,

Ich hatte keine Kündigungsfrist!
Es war eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (Erhalt eines Ausbildungsplatzes).

Kommentar von BradleyBiggle ,

Hast du leider nicht dazu geschrieben, ändert nichts an der ausgesprochenen Urlaubssperre. 

Antwort
von dani123231, 66

Der 31.03 war noch gar nicht.

Kommentar von Flamenka ,

Ich rede auch von nächster Woche?
In meiner Frage steht eindeutig, dass ich mit meinem Chef für den 29.03., den 30.03. und den 31.03. meine letzten Urlaubstage eingeplant hatte!

Diese will er mir jetzt wegnehmen. Ich soll jetzt nächste Woche arbeiten kommen, obwohl ich eigentlich Urlaub habe.

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