Frage von Bambina555, 69

Darf mein Ausbilder und mein Chef im Büro rauchen?

Hallo zusammen,

also meine Frage oben. Mein Chef und mein Ausbilder der im gleichen Raum sitzt wie Ich stellt sich zwar ans Fenster um zu rauchen, das bringt aber nicht viel da der Wind den ganzen Rauch zu mir weht. Was kann ich dagegen tun? Ich bin Auszubildende und wir sind ein kleines Unternehmen. Kriege ständig Kopfschmerzen da ich nicht rauche und sehr sensibel auf den Geruch reagiere. Es ist mir klar, dass offiziell nicht im Büro geraucht werden aber was kann ich als Azubi dagegen tun?

Antwort
von qugart, 57

Natürlich kannst du etwas dagegen tun.

§ 618 BGB, § 62 HGB i.V.m. § 5 ArbeitsstättVO besagen einen rauchfreien Arbeitsplatz.

Du kannst versuchen, deinen Ausbilder und deinen Chef darauf ansprechen. Klappt das nicht und du kannst dich damit nicht arrangieren, dann solltest du dir ehrlich gesagt einen anderen Ausbildungsplatz suchen.

Recht haben und Recht bekommen sind oftmals ganz unterschiedliche Paar Schuhe.

Antwort
von ponyfliege, 69

wende dich an den berufsverband oder an den übergeordneten verband deines betriebes oder an die gewerkschaft.

nichtraucherschutz ist gesetzlich vorgeschrieben.

eine unangekündigte betriebskontrolle kann da helfen, ohne dass irgendwer erfährt, dass die "anregung" dazu von dir kommt.

Kommentar von ShishaGut ,

Ansich kann man das tun, aber ist das nicht ein wenig unangebracht sofort damit z.b zu einer handelskammer zu laufen?

Was kann der Chef dafür, wenn der angestellte Angst hat, den was zu fragen? Er hat ja schliesslich nicht mal angesprochen. Würde er dies verweigern, würde ich es für sinnvoll halten.

Kommentar von Bambina555 ,

Würde er es verweigern und ich würde jemanden einschalten wüsste er ja direkt von wem es ausging.

Kommentar von ShishaGut ,

Ich glaube ich bin einer der wenigen Menschen, wo die Meinung bei sowas egal ist oder? Man sollte sich nicht unterjubeln lassen.

Denn das höchste gut des Chefs, sind seine Mitarbeiter.

Antwort
von KnusperPudding, 55

Wenn ich nun sage: "Dir bleibt nur Kündigen" kassiere ich mal wieder feige Pfeile runter.

Daher Begründung: - Du sagst selbst, es ist kein kleines Unternehmen. Demnach wird es in eurem Unternehmen auch keinen Verband, Gewerkschaft, Betriebsrat oder einem Ansprechpartner der dafür zuständig wäre bzw. auch etwas bewirken könnte.

Was kannst du also tun?

Wende dich direkt an den Raucher im freundlichen Ton und frage nach ob man da was machen kann. Entweder du hast glück oder nicht.

Oder du wählst den weg 'hinten rum' und gehst zum Chef was absolut nach hinten los gehen kann und man dich dann einfach raus schmeißt. 

Hilft es nichts, bleibt dir nur die Option zu kündigen.

Kommentar von Bambina555 ,

Das doofe ist ja, dass mein Chef auch immer im Raum steht und am rauchen ist.. aber danke trotzdem.

Kommentar von KnusperPudding ,

Auch Raucher sind keine Unmenschen, d.h. die lassen mit sich reden. Allerdings bist du "nur" Azubi. Daher kannst du es höchstens mit Charme und Freundlichkeit bewerkstelligen.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, du erntest mutige Pfeile runter, weil es schlichtweg Käse ist, was du schreibst. Azubis sind nur bei groben Fehlverhalten kündbar. Der Chef hat auch im kleinsten Unternehmen für einen rauchfreien Arbeitsplatz zu sorgen. Warum man auf so ein elementares Recht verzichten sollte, nur weil man Azubi ist, erschliesst sich mir nicht.

Kommentar von KnusperPudding ,

weil es schlichtweg Käse ist

Das ist quatsch. - Ich war selbst in der Ausbildung. In meiner Berufsschulklasse wurde stark dezimiert.

Azubis sind nur bei groben Fehlverhalten kündbar.

Falsch. - In der Probezeit muss nicht mal ein Grund angegeben sein. 

Zudem habe ich es bei Freunden die ich in meiner Berufsschulklasse hatte doch direkt miterlebt. - Denn 90% von denen waren alle in Klein-Unternehmen.

Man hat diese teils auch nach der Probezeit zum "Kündigen" gebracht durch extreme Schikane, beim kleinsten Fehlverhalten drohte die Abmahnung. Und das ausgelöst durch Forderungen, die dem Chef nicht passten. 

Der Chef hat auch im kleinsten Unternehmen für einen rauchfreien Arbeitsplatz zu sorgen.

Da magst du wohl recht haben. - Aber was geschieht wohl, wenn man nun bei der höheren Instanz Beschwerde einreicht? z.B. bei der  IHK? Was geschieht dann wohl? - Der Azubi wird raus gemobbt. Das ist die Realität wie sie gang und gebe ist. - Habe ich in meinem Umfeld mehrfach miterlebt.

Dass dies in mittelständischen/großen Unternehmen nicht so einfach möglich ist, ist klar, aber davon ist auch nicht die Rede.

"Wenn dir was nicht passt, da ist die Tür" - Das ist die Realität in Kleinunternehmen. Und erst recht als Azubi.

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist quatsch. - Ich war selbst in der Ausbildung. In meiner Berufsschulklasse wurde stark dezimiert.

Schon wieder jemand, der meint Rechtskenntnisse durch obskure Erfahrungswerte ersetzen zu können.

Falsch. - In der Probezeit muss nicht mal ein Grund angegeben sein. 

Wo hast du etwas von Probezeit gelesen?

Denn 90% von denen waren alle in Klein-Unternehmen.

Was tut das zur Sache?

Die Rechtslage ist und bleibt eindeutig. Ausserhalb der Probezeit kann ein Azubi nicht ordentlich gekündigt werden.

Kommentar von KnusperPudding ,

Schon wieder jemand, der meint Rechtskenntnisse durch obskure Erfahrungswerte ersetzen zu können.

Das ist die Realität, daran ist sicherlich nichts obskur. Ich habe nicht behauptet, dass dies Rechts-konform ist.  Also fühle dich bitte nicht deshalb angegriffen. 

Wo hast du etwas von Probezeit gelesen?

Ich habe die Probezeit erwähnt, da das rauchen ja nicht zum Tag X in der Ausbildung begonnen hat, sondern das Problem seid Tag 1 besteht. - Demnach ist es durchaus möglich, dass sich der Fragesteller noch in der Probezeit befindet.

Die Rechtslage ist und bleibt eindeutig

Das zweifel ich doch gar nicht an.

Ausserhalb der Probezeit kann ein Azubi nicht ordentlich gekündigt werden.

Das bezweifel ich auch nicht. Aber ich hab zu oft gesehen was mit Azubis gemacht wurde. 

Meine damalige Berufsschulklasse wurde von 31 Schülern auf 14 dezimiert  innerhalb von zwei Jahren. Natürlich waren da auch welche dabei, die ihr ausscheiden selbst zu verantworten hatten, aber eben auch Fälle, bei. 

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