Frage von Radiopilz, 81

Darf mein Arbeitsvermittler vom Jobcenter Außenstehenden von Inhalten meiner Termine im Jobcenter erzählen?

Hallo.

Ich habe vor kurzem einen Termin bei meinem Arbeitsvermittler im Jobcenter gehabt. Anfangs kam ich immer sehr gut mit ihm klar, die letzteren Termine allerdings wurden immer rauer vom Umgangston. Der letzte Termin lief dann völlig aus dem Ruder. Der Herr hatte mich irgendwann so aufgeregt, dass ich einen Wutausbruch bekam. Ich haute auf den Tisch, brüllte ihn so laut ich konnte an und beleidigte ihn mit Worten wie H***ns**n. Folglich flog ich aus dem Gebäude heraus. Hinterher habe ich mich schon ein wenig geschämt für meinen Ausraster und bereue ihn...

Jetzt ist es so: Ich besuche aktuell auch andere Einrichtungen, die zwar mehr oder weniger im Kontakt mit dem Jobcenter stehen, aber kein Jobcenter/Arbeitsamt etc. sind.. Quasi eigenständige Betriebe.

Als ich letzte Woche auch dort Termine wahrnahm, wurde ich dort mit meinem Ausraster konfrontiert. Zwar ohne Folgen o.Ä., dennoch hab ich mich wieder einmal dafür schämen und rechtfertigen müssen. Ich habe mich allerdings auch (innerlich) darüber aufgeregt, dass die Menschen der anderen Einrichtungen davon wissen. Ist ja schon etwas peinlich, da ich mich mit meinen 21 Jahren wie ein 14 jähriger verhalten habe.

Soooo: Nun habe ich mich gefragt, ob es nicht auch im Jobcenter so etwas wie Schweigepflicht/Datenschutz gibt. Ich meine, er hat es den anderen Leuten erzählt und ich kann es nicht mehr rückgängig machen, trotzdem interessiert es mich jetzt. Darf mein Arbeitsvermittler einfach irgendwem erzählen was in den Terminen abging? Ob es jetzt um die Gespräche über die Jobsuche geht, oder auch darüber hinaus, wie der Ausraster den ich hatte? Ich will nicht wissen, wem er noch alles davon berichtet hat, aber falls er das nicht darf, kann ich ihn beim nächsten Termin wenigstens bitten es zu unterlassen, aufgrund dieser rechtlichen Grundlage.

Falls es nun so ist, dass die Gespräche über die Jobsuche dem Datenschutz unterliegen, was darüber hinaus geht aber nicht, habe ich wohl Pech gehabt. Mich interessiert übrigens alles was Jobcenter und Datenschutz betrifft. Also bin ich sehr Dankbar über baldige und gerne auch ausführlichere Antworten. Schon einmal vielen Dank im Vorraus.

Antwort
von Kitharea, 31

Rein theoretisch würde ich sagen gibt es so etwas wie Datenschutz. Wie weit der in dem Fall geht weiß ich allerdings nicht. Ich schätze ich hätte das sofort bei der akt. Organisation angesprochen woher die das wissen. Und ich hätte beim Jobcenter angerufen und mich mit dem Vorgesetzten verbinden lassen um ihm meine Meinung dazu zu geben. Auch wenn es rechtlich erlaubt ist finde ich es moralisch nicht in Ordnung und das kann man sehrwohl mitteilen.
Es kann nicht sein dass ein Jobcenter mit derlei Aussagen mehr oder weniger verhindert dass du was Neues findest.
Klar war es nicht schön aber so etwas passiert. Und die Leute dort sollten geschult sein mit so etwas umzugehen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community