Frage von CosimaMamba, 55

Darf mein Arbeitgeber trotz Kündigungsbestätigung länger beschäftigen?

Hallo zusammen, folgende Situation. Seit ca. 6 Wochen sind meine Arbeitgeber informiert, dass ich mich anderweitig bewerbe, nun hatte ich in meinem Arbeitsvertrag stehen gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen. Ich bin seit 2009 unbeftistet angestellt. Zum Hergang: Ich habe meine Küdigung abgegeben und den Eingang bestätigt bekommen plus den Bescheid, dass der 30.4 mein letzter Tag sei. Ich habe in der neuen Arbeit mein Vertrag abgegeben, kann zum 1.5 anfangen. Nun bekomme ich von meinem aktuellen AG die info, dass mein Arbeitsvertrag von 2010 steht es sei eine gesetztliche Kündigungsfrist einzuhalten, nach Dauer der betriebszugehörigkeit. Theoretisch müsste ich dann och einen Monat zusätzlich bleiben. Aber ich verlier doch meinen neuen Job dadurch und werde zum 1.6 trotzdem entlassen. Dürfen die das? Kann jemand helfen?

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 30

Einerseits kann man in Deinem Fall ohne Kenntnis der genauen Klausel zur Kündigungsfrist nicht sagen, ob eine Frist von 4 Wochen oder ob die längeren Fristen je nach Beschäftigungsdauer gelten.

Denn es ist durchaus erlaubt, die gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitnehmer vertraglich an die längeren Kündigungsfristen (entsprechend der Beschäftigungsdauer) für den Arbeitgeber anzupassen.

Andererseits hat der Arbeitgeber durch die Mitteilung Deines letzten Arbeitstages sein Einverständnis mit der Kündigung mit kurzer Frist zum 30.04. erklärt.

Du kannst also beruhigt Dein neues Arbeitsverhältnis zum 01.05. antreten!

Antwort
von Plastix, 32

Wenn in Deinem Arbeitsvertrag die Kündigungsfrist auf vier Wochen festgelegt ist, so gilt diese für Dich auch - zumal Dein AG Deine Kündigung ja inzwischen auch angenommen und bestätigt hat.
Die längere (gesetzliche) Kündigungsfrist nach langer Betriebszugehörigkeit gilt für den Fall, dass Dein AG Dich hätte kündigen wollen.

Kommentar von Familiengerd ,

Die längere (gesetzliche) Kündigungsfrist nach langer Betriebszugehörigkeit [usw].

Vertraglich darf aber vereinbart werden, dass diese längeren Fristen auch für die Kündigung durch den Arbeitnehmer gelten sollen - möglicherweise ist das in diesem Fall gegeben.

Allerdings hat der Arbeitgeber durch die Mitteilung des letzten Arbeitstages sein Einverständnis mit der Kündigung mit kurzer Frist zum 30.04. erklärt.

Antwort
von Maximilian112, 41

Wenn Du mit falscher Frist kündigst und der AG nimmt diese Kündigung an dann ist das wohl auch so das Du zum gekündigten Termin aufhörst.

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