Darf mein Arbeitgeber eine Schufa-Auskunft VOR Vertragsunterzeichnung verlangen?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Der AG darf nicht nur die Schufa-Auskunft verlangen, er muss sogar! Wenn Du im Versicherungsvertrieb tätig sein willst, ist das eine Vertrauensposition, bei der einwandfreie Verhältnisse erforderlich sind. Ein Mindestmaß an Nachweisen dafür ist halt wesentliches Einstellungskriterium, und bei den Unternehmen klar geregelt. So will man verhindern, dass man notorische Schuldner auf die Kunden "loslässt". In anderen Berufsfeldern werden andere sehr persönliche Auskünfte verlangt - z.B. ein erweitertes Führungszeugnis. Allerdings wird Dich niemand zwingen, Informationen an den AG weiterzugeben, die Du lieber für Dich behalten möchtest. Du kannst Dir dann einfach einen anderen Job suchen, für den solche Einstellungsvoraussetzungen nicht bestehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Golffahrerin
07.01.2016, 11:09

Du kannst Dir dann einfach einen anderen Job suchen, für den solche Einstellungsvoraussetzungen nicht bestehen.

Ein natürlich sehr hilfreicher Vorschlag.

0
Kommentar von Familiengerd
07.01.2016, 12:06

Der AG darf nicht nur die Schufa-Auskunft verlangen, er muss sogar!

Aus welcher Bestimmung meinst Du denn dieses MUSS ableiten zu können?!?

Der Arbeitgeber DARF ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Schufa-Auskunft dann verlangen, wenn er ein berechtigtes Interesse daran nachweisen kann!

0

Die Versicherung verlangt das. Völlig normal. Musste ich als Kundenberater auch vorzeigen, genau wie den Handelsregister Auszug.
Das man es als VA braucht ist mir nicht bekannt. Aber damit hatte ich bisher auch nichts zu tun.
Ich weiß es nur von selbständigen sowie Angestellten im Außendienst

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Golffahrerin
06.01.2016, 22:16

War die Vorlage der Auskunft denn die Voraussetzung, damit du dort deinen Vertrag unterschrieben bekommst oder hast du das nach Vertragsabschluss vorzeigen müssen? Mir geht es ja nur darum, dass ich gerade nichts in der Hand habe. Arbeiten tu ich ja trotzdem da

0
Kommentar von Moeckchen
06.01.2016, 22:22

Also ich habe dort die Ausbildung gemacht und danach einen Arbeitsvertrag unterschrieben und musste bis Abschluss/ Neuvertrag die Sachen haben, obwohl die kannten mich und ich glaub die Schufa hat bei mir auch lange gebraucht.
Ich kenne einen anderen Kundenberater der hätte ich glaube nach Vertragsunterzeichnung noch 3-4 Wochen Zeit bis er alles der Gesellschaft geben könnte.
Ich vermute es kommt sich doch auf das
" hohe Tier" an hinter dem Geschäftsstellenleiter. In der Schufa Auskunft bekommst du mehrere Blätter und ich meine das was du abgeben musst da steht auch Arbeitgeber oder so drauf

0

Stell dir bitte mal die Frage wofür er denn ne Schufa auskunft braucht. Die benötigt man doch nur wenn man einen Kredit haben will. (Und für solcherlei Dinge).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die kostenlose Selbstauskunft ist keine Bonitätsauskunft sondern eine Übersicht über alle Daten, die den Arbeitgeber noch weniger etwas angeht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Golffahrerin
06.01.2016, 22:09

Ist mir bewusst, aber das war eigentlich auch nur als Übergangslösung gedacht. Die "normale" Bonitätsauskunft kostet, und mein Arbeitgeber meinte, dass ich mir damit Zeit lassen kann, bis ich halt richtig dort arbeite und Geld verdiene, da es schwachsinnig wäre, für den Betrieb schon Geld auszugeben bevor man überhaupt etwas verdient hat. Mit Erhalt der Selbstauskunft wäre mein Vertrag unterzeichnet gewesen, ich hätte richtig arbeiten können und hätte die "normale" Bonitätsauskunft eingeholt; Aber die Selbstauskunft ist immer noch nicht da:D Ich werde da morgen anrufen, aber das löst gerade ja auch nicht mein Problem:/

0
Kommentar von Moeckchen
06.01.2016, 22:23

Die Selbstauskunft sollte aber voll und ganz reichen, mehr brauchen die nicht

1

Bei Arbeitsverhältnissen mit besonderer Vertrauensstellung (Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen) sowie "bestechungsanfällige" Positionen wie Einkäufer mit hohem selbständig verwaltetem Einkaufsbudget kann und darf der Arbeitgeber eine Schufa-Auskunft verlangen.Das dürfte in Deinem Fall vermutlich nicht zutreffen. Vielmehr versucht sich der Arbeitgeber routinemäßig gegen Gehaltspfändungen abzusichern, die immer mit einem erheblichen Aufwand verbunden sind. Der Arbeitgeber kann allerdings nicht selbst bei der Schufa  vorstellig werden.

Was den Arbeitsvertrag angeht, kann festgestellt werden, dass Du einen hast, indem Du dort arbeitest und Geld bekommst. Da ist es irrelevant, ob der Vertrag schriftlich vorliegt. Es gelten im Zweifelsfall die gesetzlichen Bestimmungen.

Der sogenannte erweiterte Kündigungsschutz, der nach 6 Monaten und nur in Betrieben mit mehr als 5 Beschäftigten gilt, schützt Dich vor allzu kurzen Kündigungsfristen und erfordert ordentliche Kündigungsgründe.

Die kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa nach §34 Bundesdatenschutzgesetz sollte eigentlich nicht länger als 4 Wochen dauern. Bei 10 Wochen gehe ich davon aus, dass etwas gründlich schiefgelaufen ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Golffahrerin
06.01.2016, 22:20

Ich bekomme da aber aktuell kein Geld; laut Aussage wird alles gezahlt, sobald der Vertrag unterschrieben ist. Auch meine Arbeitszeiten ändern sich von Woche zu Woche gewaltig:/ 

Der erweiterte Kündigungsschutz würde dann aber nicht bei mir greifen, da ich erst seit zwei Monaten dort bin, oder hab ich da was falsch verstanden?

Ich werde morgen auf jeden Fall bei der Schufa anrufen.

0

Was möchtest Du wissen?