Frage von NUTZERNUTZER, 65

Darf mein Arbeitgeber bei der Krankenkasse fragen, ob ich meine Krankmeldungen zuschicke und dürfen sie antworten?

mein Arbeitgeber hat mir heute morgen aufgebracht angerufen warum ich keine Krankmeldungen der Krankenkasse zuschicke und vordert nun das ich die der letzten jahre nachträglich schicke... muss ich dem nachkommen ? darf meine firma darauf bestehen ? mit welche Konsequenzen habe ich nun zu rechnen wenn ich alle alten nach schicke? es war nie eine Krankmeldung über eine Woche.

Antwort
von FelixFoxx, 54

Du bist verpflichtet, Krankmeldungen sowohl dem Arbeitgeber als auch der Krankenkasse zukommen zu lassen. Das hat mit der Zahlung von Krankengeld von der Krankenkasse zu tun, wenn man mal länger als 6 Wochen krank ist. Über die Konsequenzen kann ich nichts sagen, aber rechne mal mit einer Abmahnung.

Antwort
von Bambi201264, 65

Also ich verstehe die Aufregung nicht. Ich habe mal vier Jahre lang keine AU's an die KK geschickt (war in der Zeit ab und zu mal drei Tage maximal erkältet), da hat weder die KK noch mein AG gemeckert. Auch hinterher nicht, als ich die dann alle zusammen hingeschickt habe.

Vermutlich wird das dann zum Problem, wenn man längere Zeit krank ist.

Aber verpflichtet ist man schon dazu. Jetzt schicke ich die auch immer "gleich" (ich wusste wegen meiner Kiefer-OP, dass ich innerhalb von drei Monaten mehrere einzelne Tage AU's bekommen würde, die werde ich wieder alle zusammen abschicken) an die KK.

Kommentar von NUTZERNUTZER ,

:Danke dann hoffe ich das das bei mir auch so läuft war auch max 2-3 tage krank, und bei weitem keine 6 wochen lang

Kommentar von Plotz ,

Die Rückerstattung der LFZ greift schon seit Jahren ab dem ersten Krankheitstag. Der AN muss nur spätestens am dritten Tag die AU beibringen - für den Zeitraum ab dem ersten Tag.

Der weit verbreitete Irrglaube, bei Krankheit unter 3 Tagen sei keine AU erforderlich, zwingt die Arbeitgeber in solchen Fälle, die Lohnfortzahlung aus der eigenen Tasche zu bezahlen, obwohl die KK erstattungspflichtig wäre.

Kommentar von NUTZERNUTZER ,

hast du dir meinen text überhaupt durchgelesen ?

mein Arbeitgeber hat die Krankmeldung...

Antwort
von Gerneso, 50

Wenn Du öfter mal für eine Woche fehlst und insgesamt im Jahr mehr als 6 Wochen wäre es bei gleicher Diagnose so, dass der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung mehr leisten muss. Das hat die Krankenkasse im Blick, da der Teil der AU, den Du zur Krankenkasse hinschicken MUSST, die Diagnose beinhaltet - der Teil den der AG bekommst ist OHNE Diagnose.

Die 6 Wochen Lohnfortzahlung gelten nicht nur dann, wenn die Krankheit am Stück war. Offenbar hat der AG bei der KK nachgefragt, ob die Lohnfortzahlung für ihn aufgrund Deiner häufigen Erkrankungen noch von ihm zu leisten ist. Wenn die Krankenkasse dann sagt, wie weiß gar nix davon, dass Du überhaupt je eine AU erhalten hast, ist das natürlich ein Verstoß von Dir, die KK nicht korrekt informiert zu haben.

Kommentar von NUTZERNUTZER ,

dann sollte ich von meinem Arzt um eine Kopie der Bescheinigungen bitten?

zusammengerechnet keine 3 Wochen krank

Antwort
von Akecheta, 42

Wie groß ist denn die Firma? Damit meine ich die Anzahl der Mitarbeiter. Vielleicht hat ja dein Arbeitgeber gerade Probleme mit der U1-Erstattung. Kannst ja googeln was das heißt.

Und was ich darüber denke, wenn man sogar dazu zu faul ist, die Krankmeldungen weiterzureichen, schreibe ich lieber nicht. Finde es zu "lustig" was hier alles so aufschlägt.

Kommentar von KaeteK ,

Ich  bin auch immer wieder erstaunt, was hier so an Fragen gestellt werden. Ich bekommen den Nachweis für die Krankenkasse ja nicht umsonst. lg

Antwort
von Glueckskeks01, 36

Natürlich musst du! Du bist dazu verpflichtet, der Krankenkasse die Krankmeldungen zu schicken. Da hat die Dauer der Krankmeldung keinerlei Bedeutung. Alles andere wäre Betrug.

Antwort
von Mignon2, 40

Dein Arbeitgeber hat dir keine Vorschriften zu machen, was du der Krankenkasse schicken sollst. Wenn die Krankenkasse irgendwelche Unterlagen von dir fehlen, wird sie dich selbst kontaktieren. Dein Arbeitgeber ist nicht der Vertreter der Krankenkasse. Außerdem erfährt die Krankenkasse von den Krankschreibungen durch die Abrechnung des Arztes. Sie ist also über alles informiert.

Ich glaube nicht, dass dein Arbeitgeber mit der Krankenkasse telefoniert hat. Ich denke, dass er blöfft. Ich kann mich irren, aber meines Wissens ist die Krankschreibung für den Arbeitgeber. Die Krankenkasse bekommt keine Kopie der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Kommentar von Bambi201264 ,

Doch. Du bekommst doch immer eine A5-AU mit so einem A6-Formular dran. Das kleine ist für den AG, das grosse für die KK. Das steht auch da drauf.

Kommentar von Mignon2 ,

Danke für die Info. Das wußte ich nicht. Zum Glück bin ich nie krank. :-)

Kommentar von Bambi201264 ,

Gerne :) Weiterhin gute Gesundheit :)

Kommentar von Mignon2 ,

Danke und dito! :-)

Antwort
von KaeteK, 42

https://www.flegl-rechtsanwaelte.de/arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung-krankenkas...

Aber wie kommt dein Arbeitgeber darauf, bei der Krankenkasse anzurufen?

Frag mal dort nach.

Kommentar von Plotz ,

Aber wie kommt dein Arbeitgeber darauf, bei der Krankenkasse anzurufen?

Der Arbeitgeber ist Vertragspartner der Krankenkasse und führt ihr jeden Monat seinen Arbeitgeberanteil ab. Macht der Arbeitnehmer krank, kann der Arbeitgeber Erstattung aus der U1 für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall beantragen.

Liegt der Krankenkasse keine ärztliche AU vor, dann darf das der Arbeitgeber selbstverständlich wissen. Es liegt in dem Fall schließlich möglicherweise ein Betrugsdelikt des Arbeitnehmers zu Lasten des Arbeitgebers vor, der ihm den Lohn fortzahlt und dafür Sozialbeiträge abführt, ohne dass ein Krankheitsfall nachgewiesen wurde.

Antwort
von nordseekrabbe46, 41

ja das darf er, denn ihm mußt Du doch auch eine gebnen

Antwort
von Plotz, 34

Selbstverständlich hat er das Recht. Er ist schließlich zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach dem LFZG verpflichtet - vorausgesetzt du bringst den Nachweis über die Krankmeldung bei. Ansonsten handelt es sich um unentschuldigtes Fehlen am Arbeitsplatz und das ist ein Kündigungsgrund - zumindest jedoch gut für eine Abmahnung.

Die Krankmeldungen stellt nicht die Krankenkasse aus, sondern der Arzt.

Ein Durchschlag davon ist für die Krankenkasse bestimmt, ein Durchschlag für den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber beantragt vom fortgezahlten Lohn eine Erstattung von 60 oder 70% des fortgezahlten Lohnes, je nachdem, welchen Satz er für die Zahlung der Umlage 1 gewählt hat, die er verpflichtend zahlen muss -ohne dass die in Deiner Lohnabrechnung jemals auftaucht.

Die Krankenkasse verifiziert den Anspruch auf die teilweise Erstattung des fortgezahlten Lohns anhand der Meldung, die ihr direkt vom Arzt zugeht.

Zur Abgabe der Krankmeldung bist du verpflichtet, sie kann bei Bedarf eingeklagt werden.

Und hast Du schlicht blau gemacht und es gibt gar keine Krankmeldung, dann gibt das zu Recht Minuspunkte ... :)


Kommentar von NUTZERNUTZER ,

nein nein mein Arbeitgeber hat eigentlich alles was er braucht nur der Krankenkasse habe ich noch nie geschrieben...

Kommentar von Plotz ,

Die Vorlagefrist wird in § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V auf eine Woche nach Beginn der Erkrankung festgelegt.

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