Frage von Ninivdb, 72

Darf man,wenn man schwanger ist in der Probezeit gekündigt werden (habe einen Unbefristeten Vertrag)?

Meine Frage, sagt ja schon alles aus;)

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für schwanger, 12

Du hast schon einige richtige Antworten erhalten:

Der besondere Kündigungsschutz für Schwangere gilt bereits während einer vertraglich vereinbarten vorgeschalteten Probezeit.

Sollte es in der Probezeit in Unkenntnis der Schwangerschaft zu einer Kündigung kommen, greift dann "rückwirkend" der Kündigungsschutz.

Wichtig ist nur, dem Arbeitgeber innerhalb der Frist mitzuteilt, dass du schwanger bist.

Aber Achtung, das Mutterschutzgesetz ist kein Freifahrtschein:

Liegen allerdings (betriebs- oder verhaltensbedingte) Gründe vor, die nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben, kann die zuständige oberste Landesbehörde eine Kündigung ausnahmsweise für zulässig erklären.

Alles Gute für dich und eine gesunde Schwangerschaft und schöne Geburt!

Antwort
von BarbaraAndree, 24

"Kündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz



Dies gilt auch während der Probezeit.

Das Mutterschutzgesetz macht hier keinen Unterschied, ob die Schwangerebereits seit kurzer Zeit und schon lange beschäftigt ist. Auch ist es unerheblich, ob sich die Arbeitnehmerin in der Probezeit (die Probezeit hat nichts mit dem Eintritt des Kündigungsschutzgesetzes zu tun) befindet oder ob die Wartezeit für den Eintritt des Kündigungsschutzgesetzes (6 Monate) erfüllt ist oder nicht."

Quelle:

https://rechtsanwaltarbeitsrechtberlin.wordpress.com/2009/08/28/kundigungsschutz...

Antwort
von xmoepx, 36

Für den Fall, dass ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit
sechsmonatiger Probezeit vereinbart wurde: § 9
des Mutterschutzgesetzes (MuSchG). keine Kündigung möglich.

Bei 6-monatiger (wirksamer) Befristung und danach Übergang in unbefristet kann das aber ganz anders aussehen. Die Schwangerschaft an sich stellt da aber natürlich auch keinen Grund dar.

Antwort
von Schuhu, 34

Schwangere genießen Kündigungsschutz - auch in der Probezeit.

Antwort
von Dog79, 42

In der Probezeit kannst du ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, egal ob befristeter oder unbefristeter Vertrag.

Kommentar von isebise50 ,

Der besondere Kündigungsschutz für Schwangere gilt bereits während einer vertraglich vereinbarten vorgeschalteten Probezeit.

Kommentar von Familiengerd ,

Aber nicht bei Schwangerschaft!!

Antwort
von catweasel66, 42

was jetzt;unbefristeter arbeitsvertrag oder probezeit?

ich kenne das nur so, daß man eine probezeit absolviert und dann unbefristet übernommen wird.


Kommentar von Ninivdb ,

Ich habe einen Unbefristeten Arbeitsvertrag mit 6 Monaten Probezeit

Kommentar von catweasel66 ,

probezeit...sagt eigentlich alles aus. zur probe! auch eine schwangerschaft ändert daran nichts.

übrigens,das arbeitszeitmodell was du da haben sollst, kenne ich so nicht.

Kommentar von isebise50 ,

Der besondere Kündigungsschutz für Schwangere gilt bereits während einer vertraglich vereinbarten vorgeschalteten Probezeit.

Kommentar von BarbaraAndree ,

Aber sicher ändert eine Schwangerschaft das. Du darfst auch gerne diesen Link lesen:

https://rechtsanwaltarbeitsrechtberlin.wordpress.com/2009/08/28/kundigungsschutz...

Das Arbeitszeitmodell musst du nicht kennen, es existiert aber und ich kenne es auch.

Kommentar von Familiengerd ,

@ catweasel66:

Du schmeißt da wohl etwas durcheinander:

> "Normalerweise" wird ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis geschlossen, bei dem die ersten maximal 6 Monate als Probezeit vereinbart werden können; sie gehören also mit zu diesem Arbeitsverhältnis.

Einer Schwangeren darf hier nicht gekündigt werden - nicht in der Probezeit und nicht danach.

> Daneben kann ein sachgrundbefristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis geschlossen werden, dem eine Probezeit als eigenständiges befristetes Arbeitsverhältnis vorgeschaltet wird.

Auch hier darf der Schwangeren in der Probezeit nicht gekündigt werden, das Arbeitsverhältnis endet aber mit dem Ende der Probezeit.

Nicht erlaubt ist aber die Nichtübernahme in das anschließende sachgrundbefristete oder unbefristete Arbeitsverhältnis alleine wegen der Schwangerschaft - was schwer zu beweisen sein dürfte.

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