Darf man weiter fragen wenn man sagt "aus familiären gründen"?

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11 Antworten

Ich habe ihm gesagt das ich aus familiären Gründen das Studium abbrechen musste. Ich denke das in Deutschland solche sachen zur Privatsphäre gehören oder nicht?

Der potentielle neue AG will natürlich wissen, ob die "persönlichen Gründe" Dich weiterhin grundsätzlich einschränken oder ob das "Projekt" abgeschlossen ist. Neue Mitarbeiter, die unter großer persönlicher Belastung stehen und daher möglicherweise gar nicht belastbar und flexibel einsetzbar sind, sind uninteressant und kommen nicht weiter in die engere Wahl.

Schon selten blöd von Dir, dass Du Dich nicht vernünftig auf die Frage "Warum haben Sie ihr Studium nicht abgeschlossen?" vorbereitet hast. Das die Frage gestellt wird, ist ja so sicher wie das Amen in der Kirche.

Natürlich sollte man da eine Antwort bereit halten, die nachvollziehbar für das Unternehmen ist und dem Unternehmen gleichzeitig signalisiert, dass man voller Elan für die neue Aufgabe bereit steht und auch die Konzentration darauf sichergestellt ist.

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Kommentar von halloschnuggi
25.02.2016, 14:04

Mit so einer Frage habe ich am Telefon nicht gerechnet... Ich hatte bis jetzt nur ein Vorstellungsgespräch und da hat man nicht weiter gefragt was mein Studium angeht.

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In der Tat wird bei Vorstellungsgesprächen oft nach Dingen gefragt, die der Befragte nicht beantworten muss. Viele wissen nicht genau, wie weit die Fragerei gehen darf und erzählen alles mögliche.

Wenn es um den Bildungsweg geht, da darf das Unternehmen natürlich fragen, warum bspw. ein Studium abgebrochen wurde.

Die Antwort darauf sollte den Fragenden schon in gewisser Weise zufrieden stellen. Schließlich dient das Vorstellungsgespräch dazu, herauszufinden, ob der Bewerber zum Unternehmen passt.

Die Antwort "aus familliären Gründen" bedeutet: Es ist etwas im privaten Bereich passiert, was den Abbruch des Studiums zur Folge hatte, und ich möchte nicht darüber reden.

Das sollte dem Fragenden reichen als Antwort, auch wenn er dann nicht die ganze Wahrheit kennt (die ihn ja eigentlich nicht zu interessieren hat).

Als Tipp:
Wenn es nicht etwas fürchterlich unangenehmes gewesen ist - Vater und Mutter im Knast wegen Drogen und Du musstest Deine 4 kleinen Geschwister versorgen - solltest Du bei einem V.-Gespräch nicht zu kühl und zurückhaltend rüberkommen und ruhig etwas preisgeben.

Es wirkt auf den Fragenden keineswegs interessant, wenn da jemand mit einem "kleinen Geheimnis" sitzt, sondern lässt ein Fragezeichen über. Sagt der Bewerber die Wahrheit? Verheimlicht er etwas? Aus was für Verhältnissen kommt er/sie?

Etwas zu verschweigen, bringt somit keinen Bonus.
Wenn es tatsächlich ZU privat ist und auch nicht mehr direkt zum Thema gehört, kannst Du natürlich sagen "ich möchte jetzt nicht weiter darauf eingehen, ich hoffe, sie haben Verständnis für ein wenig Privatsphäre".

Sag es lächelnd, und Dein Gegenüber sollte aufhören zu bohren.

Grüße, ----->

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Ja,Familiäre Gründe sind privat. Da hat Dein Gesprächspartner wenig Takt oder Feingefühl bewiesen.

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Natürlich dürfen sie fragen, ob du aber antwortest ist deine Entscheidung. Das sowas gefragt wird ist aber normal, die wollen ja auch wissen wen sie da ne Chance geben sollen. Sie wollten wascheinlich einfach ausschließen, dass du dein Studium aus einer Laune heraus abgesprochen hast

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Kommentar von halloschnuggi
25.02.2016, 14:02

Ich habe es ihm erklärt, da ich im Ausland studiert hatte und meine eltern mich finanziell nicht mehr unterstützten konnten habe ich es abbrechen müssen...

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Sagen wir es so. Du kannst natürlich in einem Vorstellungsgespräch alles sagen oder nicht sagen wie es dir gerade passt. Aber ein Arbeitgeber versucht natürlich viel über den Gesprächspartner herauszufinden und wenn man nur "blockt" dann wirkt sich das nicht positiv auf die Einstellungschancen.

Abgesehen ist die Begründung "aus familiären Gründen" mittlerweile zum ein inflationär gebrauchten Argumentation geworden - signalisiert dem Gesprächspartner eher "ich will auf dieses Thema nicht eingehen".

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Kommentar von halloschnuggi
25.02.2016, 14:05

So ist es ja bei mir nicht. Ich hab im Ausland studiert und meine Eltern konnten mich finanziell nicht mehr unterstützten, ich musste es daher abbrechen. Hab ich ihn aucj gesagt.

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Du musst ja nicht antworten, fragen darf man denke ich immer. Aber im Knigge steht es vielleicht anders

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Darf man. Was der zukünftige Arbeitgeber nicht Fragen darf sind Fragen zu Religion, sexueller Orientierung und politische Einstellung. Und bei Frauen sowas wie "Haben Sie vor, schwanger zu werden?"

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man darf fragen, du musst aber keine antwort geben

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Ja, so was gehört zur Privatsphäre, wenn sie der Person keine genaueren Infos dazu geben möchten müssen sie das auch nicht. Anders sieht das bei Name, Alter, usw. da müssen sie richtig drauf antworten.

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Wenn du nicht willst musst du nichts weiter erklären...

Aber der AG muss dich dann eben auch nicht einstellen wollen... 

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Klar darf man, wer soll das verbieten. Du musst nicht drauf antworten, das kann dir niemand vorschreiben.

Für mich wäre die Firma unten durch, wahrscheinlich wollen sie dann auch bei jeder Krankmeldung den genauen Grund wissen.


Aber du musst das eben auch aus deren Sicht sehen, jeder bricht "aus familiären Gründen" dies oder jenes ab oder hat deshalb die Schule nicht geschafft und so weiter.

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