Frage von mehrozcavalli, 117

Darf man von der schule wegen einem chatverlauf suspendiert werden?

Hallo alle zsm, ein freund von mir hat auf der klassenfahrt in einer whatsapp gruppe, darüber gesprochen, dass er bereit wäre ihm cannabis zu verkaufen und zu kaufen bei ihm. nun hat das die schule mitbekommen und hat ihn aus diesem grund suspendiert. meine frage nun: darf die schule das anhand dieses chats, denn im chat steht nur, dass er das machen WÜRDE, aber es gibt keine beweise, dass sie das tatsächlich verkauft oder gekauft haben auf der klassenfahrt. darf man da auch rechtlich rangehen? ich bitte um eine schnelle antwort, da ich über ihn besorgt bin und ihm gerne aus dieser situation helfen würde. mfg

Antwort
von Darkmalvet, 32

Hallo mehrozcavalli

Eine reine Aussage zur Bereitschaft ohne das bereits nähere Planungen zur Umsetzung getroffen reicht nicht aus um jemanden von der Schule zu suspendieren, da ist Schule nicht erlaubt es jemanden präventiv zu bestrafen.

Nähere Planungen wie die Besorgung ablaufen würden allerdings ausreichen, diese könnte die Schule als Versuch werten und die Suspendierung zum Zweck der Verhinderung der Ausführung rechtfertigen.

Außerdem spielt es noch eine Rolle, wie die Schule an den Chatverlauf gelangt ist, wenn es ein privater Chat war zählt das Briefgeheimnis und die Information ist nur verwertbar, wenn einer der beiden Gesprächsteilnehmer sie freiwillig oder durch einen richterlichen Beschluss herausgegeben hat, ähnliches zählt auch für Gruppen, mit dem Unterschied, das jeder Gruppenmitglied zum jeweiligen Zeitpunkt es herausgeben könnte, wurde die Information jedoch über ein konfisziertes Handy erlangt ist sie nicht verwetbar.

Allgemein gilt es jedoch, dass er Wiederspruch gegen eine Disziplinarmaßnahme wie eine Suspendierung schwierig ist, wenn die Schule nicht mit sich reden lässt, kann nur das zuständige Schulamt diese aufheben, bis man dort jedoch etwas erreicht hat ist die Suspendierung sicherlich ausgelaufen und es würde nur noch etwas bringen um seinen Namen wieder reinzuwaschen.

Starfrechtlich hat dein Freund deswegen nichts zu erwarten, eine Planung eines Drogendeals ist nicht strafbar

LG

Darkmalvet

Antwort
von dandy100, 44

Natürlich darf die Schule das tun - und das ist auch völlig richtig.

Die Schule trägt immerhin Verantwortung für ihre Schüler und dabei ist es völlig egal, ob Dein Freund tatsächlich etwas gekauft bzw. gehandelt hat oder nicht.

Es zählt allein die Tatsache, dass er es tun würde, wenn er könnte - das reicht

Antwort
von YuyuKnows, 52

Es ist ein Beweismittel : der Chatverlauf deutet daraufhin, dass dein Freund Drogen verkaut. Für Polizisten ist so etwas bereits ein Beweis genug oder wenigstens ein Grund für eine Durchsuchung.

Deswegen würde ich sagen: ja, er wurde mit guten Grund suspendiert. Ein Verdacht ist ein Verdacht, solange er beweisen kann, dass er tatsächlich keine Drogen besitzt.

Kommentar von user6363 ,

Ein Grund für eine Durchsuchung, ja, aber noch lange kein strafrechtlicher Bestand, zu mindest nach deutschem Gesetz. 

Kommentar von YuyuKnows ,

Natürlich nicht! Es ist lediglich ein riskanter Text, welcher auf eine Straftat hindeutet.

Man darf Schüler für die dümmsten Dinge von der Schule suspendieren (zu oft zu spät kommen, Lärm im Unterricht), weswegen ein Verdacht (!) auf Drogen von der Schule gut reagiert ist. Wie eine Warnung: "solche Streiche sind nicht erlaubt".

Antwort
von user6363, 40

Strafrechtlich würde es keine Relevanz haben (Also vielleicht ermitteln die, aber der Chatverlauf alleine hat keine.), jedoch kann das (meines Wissens nach) ein Grund sein, dass die Schule dich deswegen suspendiert. 

Antwort
von zMadcatz, 37

Nein denke nicht. Die haben keine Beweise , hätte jeder sagen können (was viele auch als Joke machen) . Vll gab es ja schon Andeutigungen , oder Schüler waren high ^^

Kommentar von dandy100 ,

Eine Schule ist kein Gericht und braucht auch keine Beweise - der Verdacht, dass jemand dealt, reicht völlig aus, um jemanden zu suspendieren.

Die Schule hat immerin eine Sorgfaltspflicht gegenüber allen Schülern.

Wer sowas aus joke macht, ist selber schuld

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