Darf man sich in Deutschland überhaupt noch selbst verteidigen (Notwehr, Einbruch, Recht)?

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15 Antworten

Jetzt mal halblang.

Immer, wenn irgendwas passiert, das irgendwo irgendwo im Strafgesetzbuch steht, wird ein Ermittlungsverfahren eröffnet.

Das ist ganz nochmal.

Das ist auch so, wenn ein Polizist einen mit einer Kalaschnikow um sich schießenden Terroristen mittels Schußwaffe stoppt, so.

Hintergrund ist der, in einem Rechtsstaat hat in einem solchen Fall ein Richter zu entscheiden.

Das Ermittlungsverfahren dient dazu, alles zusammen zu tragen und dann diesen Richter entscheiden zu lassen.

Einfach so, hallo, der Knecht hatte na nichts zu suchen, also egal, fertig ab, ist halt nicht.

Der Richter wird dann entscheiden, ob die Handlungen von den Vorschriften der Notwehr gedeckt wurden oder nicht. Werden sie das, ist das Verfahren erledigt.

Werden sie das allerdings nicht, dann ist mit Strafe zu rechnen.

Auf diese Weise will man verhindern, dass z.B. einer einen Einbrecher mit Messer zwar stellt, diesen jedoch, obwohl der keine Gefahr mehr darstellt, weil er z.B. seine Bewaffnung schon los oder gar verletzt war, dennoch so aus Spaß, Rache, Vergeltung vollends hinüber gemacht und mittels Breitschwert in kleine Stücke zerhauen hat.

Sowas kommt halt auch vor und ist dann halt auch nicht ok.

Das muß untersucht werden, wie gesagt, einfach nur so und lalala ist halt nicht, da muß man ganz genau hinschauen.

Das der Einbrecher wieder draußen ist, wenn kein Haftgrund besteht, diese sind in ihrer Art und Ausgestaltung genau festgelegt, dann muß man den rennen lassen.

(ja von wegen, hätte er nicht die Katana sondern dies und das benutzt usw).

Es ist halt schon ein Indiz, ob - überspitzt ausgedrückt - einer halt gerade so genommen hat, was gerade da zur Hand war, rumgelegen ist in dem Moment (auch ein Katana) oder er eventuell erst genau dieses holen gegangen ist, so mit der Zielrichtung, Freundchen, Du kommst mir gerade recht, ich bin sowieso gerade mies drauf, dir stelle ich jetzt die Pupillen auf Null.

Da bestehen schon Unterschiede zwischen sich einfach nur wehren mit Mitteln, die gerade so da sind und in höchster Not verwendet werden oder  jemanden komplett fertig zu machen, weil der ein Einbrecher ist und damit sowieso mal kräftig abgestraft gehört.

Im letzteren Fall ist nämlich der Täter der einen Straftat Opfer einer anderen Straftat.


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Wenn ich deinen Text richtig verstanden habe, ist der "Verteidiger" ja gar nicht verurteilt worden. Dass die Körperverletzung, die er ja fraglos begangen hat, untersucht werden muss, sollte niemanden aus dem Land treiben, sondern sich freuen lassen, dass wir in einem Rechtstaat leben.

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Kommentar von Dfrika
16.11.2016, 19:59

GEHTS NOCH!? Und wie soll man einen BEWAFFNETEN Angreifer ausergefecht setzen, wenn dieser gerade eben in dein Haus eingebrochen ist und potenziell dein Leben und deiner Kinder bedroht und nichtmal nach einer Lautstarken Warnung weggeht!? (habs vergessen hinzuzufühen).. Du bist doch krank im Kopf ehrlich!!

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egal , wer in dein haus eindringt , hat dort nichts zu suchen! Fakt !  wenn du angegriffen wirst , darfst du dich wehren , ich habe mir , für mich , überlegt ( da es zum gr0ßen teil so ist , wie du es beschreibst ) , den eindringling außer gefecht zu setzen , ihm eine angemessene lektion zu erteilen , nicht übertrieben , und dann nimmst du ihn und verfrachtest ihn irgendwohin , da kann er dann nach der polizei rufen, scheißegal , denn er war ja nie bei euch zuhaus

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Offenbar wurde der Einbrecher durch das Katana verletzt. Das stellt den TB der gefährlichen KV dar, d.h. die Polizei ermittelt auf jeden Fall, der StA oder Richter entscheidet später, ob die TB-Erfüllung gerechtfertigt war.

Es läuft alles in geordneten, rechtsstaatlichen Bahnen ab - wie bei jeder Straftat.

Aus dem Umstand eines Strafverfshrens kann man jedenfalls nicht folgern, dass es kein Verteidigungsrecht gibt. Man kann aber daraus folgern, dass die Notwehrhandlung rechtlich überprüft wird. 

Gäbe es keine Überprüfung solcher Vorfälle durch unabhängige Stellen, wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet. 

Btw: auch gegen den Polizeibeamten, der in Ausübung seines Dienstes einen Mörder mit der Schusswaffe stoppt und ihn verletzt, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auch das ist normal und rechtsstaatlich. 

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Du bist doch krank im Kopf ehrlich!!

Und ich dachte du wolltest eine Meinung hören.......

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Was heißt denn: außer Gefecht gesetzt? Wie schwer verletzt war denn der Einbrecher? Hat der Einbrecher den Anwohner tätlich angegriffen.. also mit dem Messer auf ihn los gegangen? Oder wurde er hinterrücks erwischt?`

Und das Urteil scheint ja noch nicht gesprochen zu sein? Erstmal abwarten! 

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Kommentar von Dfrika
16.11.2016, 20:03

Er ging so weit ichweis auf ihn zu und ist selbst nach einer lautstarken Warnung nicht weggegangen, darauf hat er ihm ein Hieb versetzt. Er war nichtmal schwer verletzt, da er wieder FREI KAM...

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Ich möchte hier nichts detailliertes zur Notwehr (§ 32 StGB) sagen, wenn dich das wirklich interssiert und wie die Notwehr überhaupt rechtlich aussieht, was sie für Voraussetzungen hat etc., dann schau dir einmal einige meiner Antworten an, bei denen ich die Notwehr erklärt habe.

Stattdessen will ich hier nur etwas Grundsätzliches sagen:

Wir leben hier in einem Rechtsstaat.

Und das hat einige Auswirkungen. Eine Auswirkung ist, dass Unrecht nicht mit Unrecht begegnet werden darf. Wenn Fritz den Karl verprügelt und ihm den Arm und zwei Rippen bricht, dann darf Karl trotzdem nicht später ankommen und Fritz ein blaues Auge schlagen. Warum nicht? Weil es genauso Unrecht ist wie die Aktion von Fritz zuvor.

Wenn hier in Deutschland eine Straftat begangen wurde, dann gehört sie bestraft. Aber dafür sind nicht die Bürger zuständig, sondern Gerichte. Alles andere würde auch zu großem Chaos führen.

Jetzt gibt es natürlich Grenzfälle - wie in deinem Beispiel. Aber: Dein Beispiel hilft uns hier nicht viel weiter, denn es fehlen alle Details. Notwehr bedeutet eben nicht, dass man bei einem Angriff auf sein Rechtsgut den anderen behandeln kann, wie man gerade will, nach dem Motto "wenn der mich angreift, hat er alle Rechte verwirkt".

Natürlich darf man in Deutschland sein Eigentum verteidigen. Aber: Nur im Rahmen der dafür im Gesetz vorgesehenen Voraussetzungen.

Und wer entscheidet, ob diese Voraussetzungen vorlagen? Ja wohl weder du, noch das Opfer selbst, noch die Presse, noch irgendwelche Bürger in einer demokratischen Abstimmung. Sondern: Ein Gericht. Und zwar nach Erhebung aller Beweise, nach Aufklärung des Sachverhalts.

Daher ist es völlig normal, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnimmt in deinem Beispiel. Denn: Sie ist dazu verpflichtet, zu ermitteln, wenn irgendetwas darauf hindeutet, dass eine Straftat vorliegen könnte. Und hier hat das Opfer den Angreifer schließlich verletzt. Da kommt zumindest eine gefährliche Körperverletzung in Betracht. Ob diese am Ende wirklich zu einer Strafbarkeit führt, muss in einem Rechtsstaat aber ermittelt werden.

Ich würde mich deutlich unsicherer fühlen, wenn hier die Willkür herrschen würde und jeder nach Gutdünken Tun und Lassen könnte, was er will, nur weil er meint, das wäre jetzt gerade "gerecht".

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Wenn man das Schwert zur Hand hatte ist dessen Nutzung legitim um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff abzuwehren. Dieser lag hier vor in Form des Hausfriedensbruchs und der Gefahr weiterer Straftaten.

Was sagt der Verteidiger?

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Kommentar von Dfrika
16.11.2016, 20:09

tut mir leid, ich kenne sie nicht so gut, sind die bekannten von unseren eltern. ich kann nur sagen das er ihn laut gewarnt hat udn erst dan ein hieb verpasst hat, dieser war auch nicht schwer verletzt weil er FREI KAM (bewährung) <- tolles land oder?

ich bin eig froh das ich hier die ganzen kommentare durchgelesen habe, und diese frage gestellt habe. ich werde mit meiner familie die auswanderung besprechen, mir reicht es. ich möchte nicht in einem land leben wo meine kinder sich nicht in so einem fall verteidigen dürfen...

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grundsätzlich: jemanden mit einem deko katana anzugreifen ( egal ob stumpf oder nicht, katana ist eine waffe) gilt als straftat, ein einbruch wo der täter nur mit messer DROHT ist harmloser. natürlich ist das auch eine straftat aber wiegt es geringer als ein tätlicher angriff.

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Kommentar von Dfrika
16.11.2016, 20:15

wenn jemand in dein haus einbricht, mitten in deinem wohnzimmer steht, mit einem messe rauf dich zugeht, denkst du da allen ernstes an gesetze und was du gerade darfst und was nicht!!?.. und wenn du gerade eine Katana (keine deko) zur hand hast, und sonst eben nichts anderes, was dann? erstmal sich selbst abstechen lassen? oder das leben der eigenen tochter und frau aufs spiel setzen? - wie unten gesagt, ich werde die auswanderung mit meiner familie besprechen, ihr deutsche habt echt ein mentalitätsproblem. unfassbar, nciht nur das der täter in schutz genomem nwird, ich bin auch noch der blöde oder was? ganz ehrlich, goodbei deutschland! ich gehe in ein land wo verbrecher probleme haben, und nicht die opfer!

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Kommentar von vitus64
17.11.2016, 04:04

"ähhm JA VERDAMMT! wenn die antworten so nach dem motto lauten "ja selber schuld, hättest dich abstechen lassen sollen"

Das hat niemand behauptet. Das ist also ein Strohmannargument.

Wer soll denn deiner Meinung nach beurteilen, ob hier nicht evtl. die Grenzen der Notwehr überschritten wurden? Du etwa?

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Sorry, aber Du stelllst hier keine Frage, sondern Du möchtest einfach Stimmung machen und Deiner unbegründeten Angst eine Plattform bieten.

Den von Dir angesprochenen Fall kann man ohne weitere Details nur schlecht kommentieren. Du scheinst ja selbst keine weiteren Kenntnisse zu haben. Daher bringen Spekulationen über den Fall gar nichts.

Dass eine Strafanzeige gestellt wird sagt natürlich noch gar nichts darüber aus, was am Ende des Ermittlungs- bzw. Strafverfahrens rauskommt. So weit sollte man dann doch mitdenken können. Zudem ist es normal, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt sobald eine Person mittels einer Waffe niedergestreckt wird.

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1. Wir sind nicht in den USA. :)

2. Wenn dein Bekannter angezeigt wurde, dann fehlt noch was in deiner Beschreibung. Nur weil ein Einbrecher ein Messer hat, so hat das so erst mal nicht weiter zu sagen.

* Irgendwie kann ich in deiner Beschreibung nichts davon lesen, das dein bekannter angegriffen wurde und dieser sich verteidigen musste.

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Hat er denn überhaupt angegriffen? Der Einbrecher? Und was heißt denn hier außer Gefecht gesetzt?!?

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Ja, man darf sich und seinen Besitz verteidigen.

Leute mit Waffen angreifen und verletzen darf man nicht - in eng begrenzten Spezialfällen bleibt das aber straffrei.

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Naja hier kommt es drauf an nen guten Anwalt zu haben, aber ja du hast im großen und ganzen leider Recht.

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Kommentar von Dfrika
16.11.2016, 19:53

Es ist echt der Wahnsinn, wenn bei mir jemand mit nem Messer einbricht dann darf ich ihn nur streicheln? Unglaublich

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Wandere in die USA aus und leg Dir eine Waffe zu (Wilder Westen und Indianer lassen grüssen)

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Kommentar von Dfrika
16.11.2016, 19:55

Steck dir deine Häme sonstwohin! Wenn jemand bei dir in dein Haus einbricht, bewaffnet mit nem Messer, was dann? HÄ WAS DANN??? Streichelst du dann den potentiellen Angreifer? Überlässt du ihm deine Freundin oder Tocher *** ?

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Kommentar von Ketzer84
16.11.2016, 19:56

In der Schweiz und in Kanada funktioniert das doch auch

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