Ich habe eine kleine Hausapotheke mit homöopathischen Mittel (die kleinen Kügelchen) und habe mir auch immer mitgeschrieben für welche Symptome ich welche Kügelchen genommen habe. Darf ich mir bei ähnlichen Symptomen die selben Kügelchen verabreichen oder sollte ich doch lieber zum Arzt gehen?
Wenn du dir wegen der Symptome nicht ganz sicher bist, dann schlag doch in einem Buch nach. Da gibt es ja unheimlich viele Ratgeber auf dem Markt. Gut sind die Ratgeber von Gräfe & Unzer. Die homöopathischen Mitteln werden dir aber auf keinen Fall schaden, wenn du es ausprobierst. Sie wirken dann halt nur nicht. Ich glaube, daß die meisten homöopathischen Mittel selber verabreicht werden und nicht vom Heilpraktiker oder Arzt verordnet werden. Klar, man geht besser zum Arzt, wenn man Beschwerden hat, die auch nicht durch diese Mittel besser werden. Manchmal muß dann eben doch die Schulmedizin her.

du kannst die globuli (kügelchen) völlig gefahrlos ausprobieren. wie agnes10 schon gesagt hat, helfen sie unter umständen eben nicht. probiere im akuten beschwerdefall einfach eine dosis von 5-10 globuli alle 15-30 minuten aus. das ganze drei mal hintereinander. ist nach ca. 2 stunden keine besserung eingetreten, kannst du es lassen (wohlgemerkt besserung, muss nicht heissen, das deine beschwerden nach 2 stunden weg sein müssen), dann war es das falsche mittel. hast du die beschwerden schon länger, nimm ebenfalls dreimal alle 30 minuten die o.g. dosis und ab dem nächsten tag 3x tägl. die o.g. dosis. eine besserung sollte dann nach spätestens 3 tagen eingetreten sein. trotzdem der dringende rat: im zweifelsfall NIE zu lange selbst herumdoktern, sondern UNBEDINGT zum arzt!!! die GU-ratgeber sind übrigens wirklich sehr gut. habe sie auch und benutze sie sehr häufig.
5-10 Globuli alle 15-30 Min geben ist nicht ganz korrekt, z.B. sollte man von C30, C200, LM (meist Tropfen) oder anderen Potenzen keine 5-10 Globuli geben. Es kann auch Überdosierungen geben, die den Körper etwas durcheinander bringen.

Ich kann dir wirklich nur empfehlen dich intensiv mit Homöopathie zu beschäftigen. Immer wieder Nachlesen und auch auf die verschiedenen Charaktäre deiner Familie eingehen. Es ist aber wichtig sich nicht selbst zu überschätzen. Ich befasse mich schon lange mit der Homöopathie, aber in akuten Fällen lasse ich mich immer vom Hausarzt begleiten. Der kontrolliert den Verlauf und greift ein wenn was aus dem Ruder läuft. Vorausgesetzt man hat einen Hausarzt / Kinderarzt der das mitmacht. Aber unter Kontrolle von einem HNO Arzt ist es mir schon gelungen meine Kinder vor einer Operation (Röhrchen ins Trommelfell) zu bewahren. Also wenn du weißt wer in deiner Familie auf was anschlägt, kannst du sie auch meist gut behandeln. Aber immer auf Veränderungen achten und schauen ob die Mittel noch die gewünschte Wirkung zeigen. LG Detlef
jaguar4 am 28. April 2007 15:36 hallo detlef, kannst du mir infos geben? mein sohn hat die 4. mittelohrentzündung und steht evtl auch einer op bevor. gruß jaguar4
Delot am 5. Mai 2007 18:01 Sorry war ein paar Tage im Stress. Also ich kann dir keine Empfehlungen für Personen abzugeben die ich nicht kenne. Ich hab nur gute Erfahrungen bei Tubenkatarh. Da hat meinen Jungs Kalium Chloratum D12 Globoli 3xtägl. geholfen. Bei Ohrenschmerzen schneide ich eine Zwiebel in Scheiben, 2 Minuten in die Mirowelle und dann in einen Waschlappen einfüllen und noch einen Waschlappen drüber und dann ab aufs Ohr. Temperatur kontrollieren! Dazu gebe ich Otovowen Tropfen (Homöopathikum). Wenn die Schmerzen länger als ein Tag andauern, Ohr vom Arzt kontrollieren lassen! Ansonsten versuche ein homöopathisches Konstitutionsmittel zu finden das zu deinem Kind passt. LG Detlef
Bei der Homöopathie spielen nicht nur Krankheitssymthome sondern der ganze Mensch eine Rolle daher sollten Homöopathische Mittel richtig verordnet werden und nicht irgendetwas nach Symthomen genommen werden.Die falsche Mittelwahl kann keinerlei auswirkungen haben oder es stellen sich andere Symthome ein die nicht erwünscht sind
Alles Gesagte - auch die Mahnungen - kann ich nur bestätigen. Interessant ist auch, dass wenn Du das richtige Mittel gefunden hast - es zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen kann. Das ist aber ein Zeichen, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert wurden, was ja eines der Grundprinzipien der Homöopathie ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich meinem Sohn nach vielen Dosen Antibiotika ein homöopathisches Mittel verabreicht habe, worauf die Anginasymptome noch einmal wiederkehrten - dann aber viele Jahre keine Angina mehr bekam, was sonst jährlich der Fall war. Aber auch hier Vorsicht: Eine nicht behandelte Angina kann zu Nieren und Herzschädigungen u.v.m. führen!

Ja, Selbstbehandlung ist bei kleineren Dingen auch zu empfehlen, z.B. Arnica bei Verbrennungen am Finger oder Sonnenbrand usw. Beim Anruf beim Arzt wird ja unter Umständen der Quartalsbeitrag von 10 Euro fällig, den kann man sich in vielen Fällen sparen.
So viele Daumen für so einen ausgemachten Unsinn - dieser Rat ist geradezu fahrlässig, wenn nicht sogar schädlich und sollte schnellstens entfernt werden. Natürlich kann eine Fehlanwendung Schaden hervorrufen.