Frage von devilsdream, 78

Darf man seinem Arzt bei der Operation "Vorschriften" machen?

Hallo,

Ich hätte eine prinzipielle Frage gegenüber Ärzten zum Theam Operationen. Darf ich als Patient meinen Arzt vorschreiben bzw. dazu verpflichten welches Nahtmaterial er nehmen soll? Geht darum, dass ich mit resorbierenden schlechte Erfahrungen gemacht habe und deswegen entweder die ganz schnell resorbierenden oder normale Fäden möchte.

Was sind da eure Erfahrungen? PS: bin privatversichert.

Antwort
von kath3695, 32

Sprich ihn einfach mal darauf an, es wird sicherlich kein Problem sein.
Falls der Chirurg sich komplett quer stellt, den Arzt wechseln.

Kommentar von devilsdream ,

Naja er meinte wenn dann nur die ganz normalen und nicht die kurz resorbierenden, aber dann 3 Wochen Fäden evtl drin lassen, aber er wüsste es noch nicht genau

Kommentar von kath3695 ,

Dann bestehe auf die normalen Fäden und setzte dich durch.

Kommentar von devilsdream ,

Mit dem Hausarzt ist schon durchgesprochen, dass er mir die normalen Fäden nach 4-5 Tagen entfernt. Werden wir also so machen. Alternative wäre noch kleben, aber da weiß ich nicht ob der das mitmacht (operierende Arzt)

Kommentar von kath3695 ,

Das mit den normalen Fäden klappt bestimmt. Viel Glück!

Kommentar von devilsdream ,

Habe jetzt in der Akte stehen, dass nur geklebt werden darf. In Ausnahmefällen mit normalen Fäden, aber selbst das ist durchgestrichen worden. Vor der OP werde ich das vor den Ärzten nochmal formulieren. Denke, dann kann nicht anders gehandelt werden als meinem Wunsch zu folgen oder?

Kommentar von kath3695 ,

Wahrscheinlich nicht. Aber vergiss nicht, dass der Arzt meist gut entscheiden kann, was das Beste ist.

Kommentar von devilsdream ,

Glaub mir, das beste sind diesmal keine Fäden und kleben. Sonst hab ich wieder 4-6 Wochen Ärger mit Entzündung, Abstoßungsreaktion, Eiter und ner aufgeplatzten Naht. Hab ich schon 4 Mal durch, nen 5tes Mal brauch ich das nicht.

Antwort
von devilsdream, 41

Ich brauch mir aber nicht vorschreiben zu lassen was er für besser hält, wenn es da schon bei mir mal Komplikationen gab. Da geht es um meine Erfahrungen und da möchte ich Probleme vermeiden.

Antwort
von chriskll, 39

Ich kenn mich da nicht genau aus. Aber es muss auf jeden Fall vertraglich fest gehalten werden, da der Arzt, sonst bei einem Problem dafür verantwortlich gemacht wird

Kommentar von devilsdream ,

Also wenn ich unterschreibe, dass ich das komplett auf meine Kappe nehme, dann ist das so okay oder?

Antwort
von OberstFlunder, 46

Ich würde ihm das nicht als Vorschrift vertickern, aber wenn du ihm sagst, dass du die normalen haben möchtest, dann sollte das kein Problem sein

Antwort
von Negreira, 29

KEIN Arzt läßt sich die Art der Behandlung vorschreiben, ob mit OP oder ohne. Dafür ist nämlich allein er zuständig.

JEDER Mediziner ist aber für Hinweise zu Unverträglichkeiten, eingenommenen Medikamenten und guten oder schlechten Erfahrungen dankbar. Vor jedem Eingriff hast Du die Möglichkeit, Deine Bedenken loszuwerden. Wenn Du bereits Probleme irgendwelcher Art hattest, kannst Du selbst auch diese im Narkoseprotokoll aufführen, das würde ich Dir sogar raten.

Allerdings bist Du im Krankenhaus nicht im Hotel, wo das Personal nach Deinen Wünschen angeflogen kommt. Möchtest Du eine bestimmte Behandlung ausschließen, mach das schriftlich oder gar nicht. NUR Schriftliches zählt. Der behandelnde Arzt wird sich sicher an Hinweise halten, schließlich sollst Du gesund werden. Aber auch hier gilt: Der Ton macht die Musik. Sprich Deine Wünsche klar aus, sei aber auch offen für Ratschläge des Teams, damit fährst Du in jedem Fall besser, als wenn Du den Eindruck machst, der jenige zu sein, der die Ahnung hat.

Kommentar von devilsdream ,

mir geht es darum, dass das aufgenommen wird und nicht abgetan, weil mans vielleicht als unwichtig einstuft. Dann werd ich mich mal durchsetzen gehen.

Kommentar von Negreira ,

Es gibt ja auch OPs, wo die Fäden nach 4-5 Tagen noch gar nicht gezogen werden können. Da ich in dieser Hinsicht über einige Erfahrungen verfüge (sowohl beruflich als auch persönlich - letzteres leider), kann ich Dir nur nochmals den Rat geben, einen Ratschlag des Arztes ernstzunehmen.

Ich bin erst kürzlich mal wieder operiert worden. Eine Vollnarkose ist bei mir nicht ganz ungefährlich, da ich aber der absolute Spritzenphobiker bin, bestehe ich immer darauf. Noch im Vorbereitungsraum  wollte mir der Narkosearzt zu einer anderen Methode raten, die ich aber vorher schon schriftlich ausgeschlossen hatte. Diesen Ausschluß habe ich bei allen 3 nötigen OPs der letzten Wochen wiederholt. Beim letzten Mal wurde dann vom Arzt handschriftlich nochmals auf meinen ausdrücklichen Wunsch hingewiesen.

Es ist aber Sinn enes Gesprächs, sich zu informieren und ggf. auch seine Meinung zu ändern. Du fährst wirklich gut damit, die Bedenken der Ärzte zuzulassen. Laß sie ausreden, sei sachlich aber konsequent. Niemand wird mit Dir diskutieren wollen, aber Du solltest alle Risiken und Fakten kennen und abwägen.

Kommentar von devilsdream ,

Habe jetzt in der Akte stehen, dass nur geklebt werden darf. In
Ausnahmefällen mit normalen Fäden, aber selbst das ist durchgestrichen
worden. Vor der OP werde ich das vor den Ärzten nochmal formulieren.
Denke, dann kann nicht anders gehandelt werden als meinem Wunsch zu
folgen oder?

Antwort
von Raketeraptor99, 40

Ich hab da zwar keine Erfahrungen gemacht, nehme aber mal an dass es kein Problem sein sollte, wenn du die Fäden selber besorgst. 

Antwort
von Knide, 35

Ehm Vorschrifte nicht, aber du kannst im OP-Vorgespräch (was es eig immer gibt) darum bitten. Letztendlich wird der Arzt das aber selbst entscheiden. Aber wenn du darum bittest sollte das kein Problem sein.

LG Tobi

Antwort
von kenibora, 32

Ich als Arzt würde Dir dann empfehlen Dir einen anderen zu suchen, welcher das macht! Jeder Arzt hat doch die Verantwortung für eine OP!


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