Frage von SunnySunshine54, 96

Darf man Nebenkosten aufgrund von Asylbewerbern im Mietshaus um mehr als 100% erhöhen und auf Ihre "normalen" Mieter umlegen?

Meine Oma wohnt seit mehr als 15 Jahren in einem Mietshaus zur Miete. Vor ca 3 Jahren wurden alle bisher leerstehenden Wohnungen an Asybewerber vergeben. Danach sind viele Mieter ausgezogen und nun lebt meine Oma aus finaziellen Gründen mit über 30 Asylbewerbern aus aller herren Länder in dem Haus alleine. Bisher war es nicht möglich über Sozialamt etc. den Umzug zu ermöglichen.

Nun hat sie ihre Nebenkostenabrechnung erhalten und die Gebäudeversicherung und etliche andere Posten wurden um mehr als 100% erhöht. Auf die Frage an die Verwaltung wie sich diese Posten zusammensetzen - keine Antwort vom Vermieter! Wir denken, dass es zur erhöhten Versicherung kommt, da in der letzten Zeit viel im Haus kaputt gemacht wurde oder Wände beschmiert wurden etc. Aber das auch gleich im so hohen Maß auszupreisen - ungeheurlich. Und meine Oma ranadaliert im Haus bestimmt nicht. Kann ich da in Widerspruch gehen oder habe ich andere Möglichkeiten dagegen vorzugehen?? Danke schon mal im Vorraus!

Antwort
von ChristianLE, 96

Wir denken, dass es zur erhöhten Versicherung kommt, da in der letzten Zeit viel im Haus kaputt gemacht wurde oder Wände beschmiert wurden etc

Das kann durchaus möglich sein. Wenn die Versicherung öfter in Anspruch genommen wird, ist es naheliegend, dass diese die Prämien erhöht.

Kann ich da in Widerspruch gehen oder habe ich andere Möglichkeiten dagegen vorzugehen??

Einen begründeten Widerspruch kannst Du immer einreichen, es fragt sich nur, ob dieser zielführend ist.

Grundsätzlich kann der Vermieter alle regelmäßig wiederkehrenden Kosten an die Mieter weitergeben. Dies beinhaltet auch die Kosten der Gebäudeversicherung und die damit verbundenen Prämienerhöhungen.

Und meine Oma ranadaliert im Haus bestimmt nicht

Das spielt auch gar keine Rolle. Grundsätzlich werden die Kosten auf die gesamte Hausgemeinschaft umgelegt. Bei diesen Kosten gibt es auch kein Verursacherprinzip. Deine Oma müsste beispielsweise auch die Kosten eines Aufzugs zahlen, auch wenn sie diesen nie nutzen würde.

Hier wäre dann wohl ein Umzug empfehlenswert.

Antwort
von DarthMario72, 67

Nun hat sie ihre Nebenkostenabrechnung erhalten und die Gebäudeversicherung und etliche andere Posten wurden um mehr als 100% erhöht.

Wenn die Versicherung häufiger in Anspruch genommen wurde, kann das möglich sein. Allerdings muss auf alle Bewohner (bzw. Wohnungen) umgelegt werden. Leerstand darf nicht zu Lasten der übrigen Mieter gehen.

Auf die Frage an die Verwaltung wie sich diese Posten zusammensetzen - keine Antwort vom Vermieter!

Deine Oma hat Anspruch auf Einsicht in die Original-Rechnungen. Sie darf dabei auch jemanden mitnehmen.

Antwort
von Genesis82, 79

Wenn bestimmte Kosten im Haus steigen, die auf alle Mieter umlegbar sind, dann ist das ärgerlich, aber in Ordnung. Nur auf einen Mieter umlegen ist nicht erlaubt. Deine Oma hat das Recht auf Einsichtnahme in die Originalrechnungen, die zur Abrechnung geführt haben. Und wenn es da zu Unstimmigkeiten kommt, legt sie Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung ein.

Nebenbei bemerkt: Das Sozialamt bzw. andere Stellen müssen einen Umzug nicht bezahlen, nur weil deine Oma dort nicht mehr wohnen möchte. Wenn in den anderen Wohnungen Asylbewerber wohnen, ist das kein Grund, dass dafür die Allgemeinheit die Umzugskosten trägt.

Antwort
von DerHans, 52

Traurig ab wahr ist, dass die Feuerversicherungen hier ein besonderes Risiko sehen. Das müssen dann natürlich alle Bewohner des Hauses mittragen. Die Nebenkosten werden an Hand der Wohnugsgröße berechnet.

Nur Wasser und Müll kann nach Kopfzahl abgerechnet werden.

Antwort
von Treueste, 67

Auf jeden Fall hat Deine Oma das Recht, entsprechende Rechnungen einzusehen. Widerspruch einzulegen kann nie verkehrt sein.

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