Frage von DerGuteAlteBud, 188

Darf man jemanden wegen Betruges anzeigen, wenn er gestreckte Drogen verkauft und sie als rein bewirbt?

Die Frage ist ernst gemeint. Ist es strafbar, wenn man bei einer sowieso schon illegalen Sache seine Kunden bescheißt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Cheyene, 70

zeige NIEMALS einen drogendealer an...glaub mir, kein dealer deiner stadt wird dir jeeemals wieder etwas verkaufen

Antwort
von uni1234, 105

Haha, coole Frage! Du wirst lachen, aber Du hast - ob bewusst oder nicht - eine Frage gestellt die man vernünftig wohl nur auf mehreren Seiten beantworten kann. Das erspare ich uns aber mal.


Der BGH würde wohl sagen, dass kein Betrug vorliegt. Der Drogenkäufer weiß nämlich der Kaufvertrag über die Drogen unwirksam ist und erwirbt in Kenntnis der Unwirksamkeit trotzdem die Drogen. Dadurch schädigt er sich bewusst selbst. Betrug setzt dagegen eine unbewusste Selbstschädigung voraus.

Antwort
von Almalexian, 143

Nein. Der Kaufvertrag ist von Anfang als nichtig anzusehen, entsprechend kann hier kein Betrug vorliegen.

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Auch wenn Folgeschäden entstehen nicht? Was ist, wenn ich ein Auto mit kaputten Bremsen klaue und es einem Selbständigen weiterverkaufe? Der fährt gegen einen Baum und muss 2 Monate ins Krankenhaus. Ich bin dann also nur wegen des Autodiebstahls dran und wegen seinem Existenzverlust usw. hat der andere Pech gehabt?

Kommentar von Almalexian ,

Der Verkauf eines gestohlenen Autos ist etwas anderes als von Drogen. Hier kann zunächst ein Kaufvertrag entstehen, Eigentumsübernahme durch den Käufer allerdings nicht. Nichtsdestotrotz hat der Käufer aus dem Kaufvertrag Anspruch auf ein Auto frei von Sach- und Rechtsmängeln, in dem Fall liegt beides nicht vor, das Auto ist gestohlen (Rechtsmangel) und es hat einen Sachschaden. Die Feststellung dieses Sachmangels kann allerdings dem Käufer bei Gefahrenübergang aufgefallen sein und es ist durchaus Verkehrssitte dass der Käufer eines Gebrauchtwagens die Bremsen auf Funktionalität überprüft. Etwaige Ansprüche auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld hat er also bestenfalls dann wenn ein Gericht das anders sieht. Auch eine Pflicht zur Nacherfüllung kann er wohl nicht setzen, den rechtlichen Mangel des Autos hätte er bei dem fiktiven Eigentumsübergang anhand des fehlenden gültigen Fahrzeugbriefs leicht feststellen können. Hier hätte er den Mangel direkt benennen müssen.

Oder kurzgesagt: Ja, er hätte Pech gehabt in diesem Fall.

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Ich gehe natürlich von perfekt gefälschten Papieren aus. Es soll hier nur um die Bremsen gehen. Und ich glaube nicht, dass ein Käufer fachgemäß die Funktion der Bremsen bei allen möglichen Geschwindigkeiten testen kann. Kann ja auch einfach Billigmaterial vom Verkäufer verbaut worden sein, dass bei 100 km/h (und dann Bremsen) sofort zerbricht.

Kommentar von Almalexian ,

Falls es nicht sofort passiert und die Papiere "perfekt gefälscht" waren, kann der Käufer eine Frist zur Nacherfüllung setzen und auf Schadenersatz klagen.

Antwort
von Rhapsody, 55

Bist du der Kunde? Klar kannst du ihn anzeigen, wenn du nämlich Beweise für deine Behauptung hast. Aber pass auf, dass man dir nicht den schwarzen Peter zuschiebt und du am Ende auch eine Anzeige wegen Besitz von Drogen bekommst. 

Antwort
von butterflyy321, 104

Kein Mensch wird den Drogenhändler deshalb anzeigen, weil Drogen kaufen und verkaufen illegal ist, man würde sich also voll das Eigentor schießen.

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Wer sagt, dass der Anzeigende Drogen kauft? Er kann ja auch einfach nur wissen, dass der Dealer seine Ware streckt. Heißt nicht, dass er selbst dort kauft.

Kommentar von butterflyy321 ,

Woher will jemand, der es nicht kauft, wissen, dass es so ist?

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Zuerst einmal: Woher er es weiß ist egal, Hauptsache er kann es belegen.

Aber um trotzdem zu antworten: Ich kann ihn zum Beispiel dabei beobachtet haben oder ich gelange in Besitz der Ware zu Untersuchungszwecken... zum Beispiel weil ein Käufer sicher gehen will, ob das Zeug gestreckt ist oder nicht.

Kommentar von butterflyy321 ,

lol

Antwort
von Peppi26, 75

Ich denke eher das du ihn wegen dealen anzeigen kannst, den Rest macht die Polizei!

Antwort
von ballonfee, 98

Hallo, wo lebst Du? Ich würde einen Drogenhändler wegen Drogenhandels anzeigen, nicht weil er die Drogen streckt. An Drogen kann man STERBEN. Außerdem bist Du auch dran, wenn Du das konsumierst. Du würdest Dir also eigentlich einen Gefallen tun, denn dann müsstest Du aufhören das Zeug zu nehmen, da Du vielleicht im Knast landest. Das wäre Entzug auf harte Tour, aber im Endeffekt nur gut für Dich. Guck, dass Du von dem Zeug und dem Dealer los kommst.

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Ich spreche zum Beispiel von "Drogen" wie Cannabis... im Volksmund hier in Deutschland wird das ja immernoch als schlimme Droge gesehen. Also nix Tödliches... ich rede nicht von Meth oder Heroin. An Cannabis kann man nicht sterben.

Kommentar von uni1234 ,

An Cannabis kann man nicht sterben.

Doch kann man. Wenn ich Dich unter vier Tonnen Gras begrabe dann wars das auch mit Dir! ;)

Kommentar von Leonider ,

wusstest du, dass man von Wasser STERBEN kann? Oder von Fahrrad fahren? Oder von ALKOHOL?!

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Mach dich nicht lächerlich. Jeder weiß, wie es gemeint ist.

Antwort
von Leonider, 37

Natürlich nicht! Deshalb muss das Zeug doch endlich mal legalisiert werden!

Antwort
von WasSollHierhin, 33

Drogen sind illegal, da du einen Kauf vollzogen hast, würdest du selbst eine Strafe bekommen

Antwort
von user6363, 95

Nein, lol, aber du kannst ihn verpfeifen weil er Drogen verkauft, wenn du unbedingt unnötig Stress willst. 

Antwort
von maggylein, 77

auf was für ideen manche kommen

Antwort
von R3ymp5, 75

Ich denke schon, die Polizei wird sich nur auch um dich kümmern.

Kommentar von DerGuteAlteBud ,

Wieso denken hier alle, dass ich derjenige bin, der Drogen kauft, nur weil ich weiß, dass der Dealer betrügt? Das hat doch gar keinen Zusammenhang. 

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