Frage von golf6793, 57

Darf man in einem Buch Unternehmensnamen nennen ?

Angenommen, jemand möchte seine Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag in einem Buch niederschreiben und veröffentlichen. Darf man in diesem Fall den Namen des Unternehmens nennen (davon ausgehend, dass auch kritische Passagen angesprochen werden)?

In dem Fall geht es u.a. um die schlechten bzw. verbesserungswürdigen Arbeitsbedingungen in einem großen, auch in Deutschland vertretenen US-amerikanischen Konzern.

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Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 24

Du kannst den Namen nennen. Du solltest aber jedes von dir beschriebene Detail doppelt und dreifach beweisen können, da du es ansonsten zurücknehmen musst. Ggf. wäre auch ein Strafverfahren möglich.

Das wäre auch möglich, wenn du das Unternehmen derart präzise beschreibst, so dass es jeder auch ohne Namensnennung erkennt.

Ich erinnere nur an Günther Wallraf, der in seinen Büchern Internas aus großen deutschen Unternehmen beschrieb. Die Erstauflage unterschied sich immer sehr von den nächsten, da die beschriebenen Firmen gerichtlich gegen jede Behauptung vorgegangen sind. 


Expertenantwort
von Rubezahl2000, Community-Experte für Buch, 18

Schreiben kannst du zunächst mal ALLES :-)

Dann stellt sich im nächsten Schritt die Frage, was du dir unter "Veröffentlichung" vorstellst und was da überhaput realisierbar ist.

Viele Hobby-Autoren glauben, sie müssten ihr geschriebenes Werk einfach nur an den "richtigen" Verlag schicken und dann ist's bald als gedrucktes Buch im Buchhandel zu finden ;-) So läuft's aber nicht in der Realität.

Antwort
von Ifm001, 17

Verklagt werden kann man immer ... quasi auch grundlos. Die Frage ist, ob das vor Gericht auch schlecht für dich ausgehen kann. Hier musst Du alle Behauptungen nachweisen können oder klar als nicht nachgewiesen darstellen. Diffamieren solltest Du nicht.

Allerdings versuchen dich manchmal Unternehmen durch einen langwierigen Prozess mürbe zu machen ... unabhängig der rechtlichen Lage.

Antwort
von amdphenomiix6, 34

Lieber nicht. Eher so etwas wie der rosarote Riese oder das führende Automobilunternehmen mit den drei Buchstaben.

Kommentar von golf6793 ,

Aber das dürfte man, selbst wenn dann der Umschreibung nach nur ein Unternehmen nach in Frage käme ? 

Kommentar von amdphenomiix6 ,

Nunja, geklagt wird von führenden Unternehmen immer gerne, besonders wenn es um den schlechten (oder guten) Ruf geht. Wenn jedoch keine objektiven Tatbestände vorliegen ( Unternehmen nicht genannt), wird es selbst für die besten Anwälte schwierig ;)

Kommentar von amdphenomiix6 ,

Zwischen Gerechtigkeit und Recht bekommen liegt ein Meilenweiter Unterschied. Insofern lieber bisschen kürzer treten. Auf hoher See und vor Gericht hilft nur Gott ;)

Kommentar von Ifm001 ,

Das bringt nichts. Sobald das Unternehmen klar hervorgeht, ist kein rechlicher Unterschied gegeben.

Kommentar von amdphenomiix6 ,

Deswegen meine ich ja, du sollst Metaphern benutzen. Jeder weiß, wer gemeinst ist, aber keiner kann es beweisen ;)

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