Frage von MxrinaFxshion33, 260

Darf man heutzutage wenn man ein Kopftuch trägt studieren und auch einen anständigen Job haben?

Antwort
von EinNarr, 110

Natürlich - Viele Menschen tun genau das.

Das Kopftuch stellt nur in wenigen Ausnahmen ein wirkliches Hindernis dar. Die Ausnahmen sind beispielsweise, in einigen Bundesländern der Lehrerberuf oder auch Berufe, in denen ein Kopftuch möglicherweise mit dem Arbeitsschutz kollidiert. Auch kirchliche Einrichtungen können das Kopftuch verbieten und das ist in der Vergangenheit auch schon geschehen - vor Gericht bekamen sie das Recht zugesprochen.

Nun ist das erst einmal die Theorie - die Praxis sieht stellenweise nochmals anders aus. Gerade im Bezug auf die Arbeit, gibt es viele Arbeitgeber, die Frauen mit Kopftuch nicht einstellen. Als Begründung geben sie dies natürlich nicht an, jedoch wird eine Bewerberin ohne Kopftuch oftmals bevorzugt. Dagegen angehen kann man, wenn das im Rahmen eines Bewerbungsverfahren geschieht, nur schwerlich. Der Arbeitgeber kann sich Gründe "Loch und Löcher aus den Fingern saugen", warum er eine Bewerberin nun abgelehnt hat respektive sich für eine andere Bewerberin entschied. 

Auch gibt es immer öfter Klagen vor Gericht, in denen Arbeitgebern eine Form der Diskriminierung vorgeworfen wird - mit mal mehr und mal weniger Erfolg, je nach Fall. 

Es lässt sich festhalten, dass ein Kopftuch gerade in der Praxis durchaus zu Schwierigkeiten führen kann, bei der Jobsuche.

Prinzipiell gibt es aber kein Gesetz, dass einer Frau mit Kopftuch verbietet zu studieren oder zu arbeiten. Es ist nicht existent und dementsprechend darf man auch mit einem Kopftuch studieren und "einen anständigen Job haben" - man muss ihn eben nur finden und die nötigen Qualifikationen mitbringen. 

Liebe Grüße.

Antwort
von HansH41, 76

Wenn du einen Teppichladen aufmachst, dann hast du einen anständigen Job und kannst problemlos ein Kopftuch tragen.

Wenn du in einem Betrieb arbeiten willst, dann wirst du beim Einstellungsgespräch sehr schnell merken, wie man auf dein Kopftuch reagiert. Meistens ist das Einstellungsgespräch dann sehr schnell vorbei.

Kommentar von suziesext10 ,

sie enden mit dem Schlusssatz: Wir danken für das Vorstellungsgespräch. Rufen Sie uns nicht mehr zurück. Wir werden uns melden. Viel Glück auf ihrem weiteren Lebensweg.

Kommentar von Kometenstaub ,

Den "Schlusssatz" bekommst Du aber auch, wenn Du so "Deutsch" bist, wie Du, aber über 40 :-(((

In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute.....

Kommentar von extrapilot351 ,

so viel Einspurigkeit wieder dieser verstaubte Kommentar ist schon beeindruckend.

Antwort
von SirGeforce, 135

Natürlich darfst du studieren etc, aber es gibt einige Berufe, in denen man kein Kopftuch tragen darf.

Kommentar von MxrinaFxshion33 ,

Ich hatte schon überlegt einfach zu sagen, dass ich mein Kopftuch aus Schönheitsgründen trage und nicht wegen meiner Religion. Ansonsten trage ich nämlich ganz normale Kleidung, normal halt Oberteil und Jeans. Danke für deine Antwort..

Kommentar von SirGeforce ,

Trotzdem ist es ein religiöses Symbol. In einer Schule z.B. dürfen ja auch keine Kreuze hängen, die christlicher Symbolik entsprechen.

Antwort
von Rosenblad, 79

Solche Fragen verweisen auf ein anachronistisches und flaches Menschenbild, vereinfachen soziale Zusammenhänge - z.B. in der Reduktion des Kopftuches auf religiöse Verlaufqualitäten (blenden z.B. familiäre, persönliche oder kulturelle Faktoren aus) und sind leider auch Anzeiger einer spezifischen Simplifizierungen in subalternen Schichten des Gesellschaft in einfachste Gußformen von stereotypen und framehaften Einstellungen, die allerdings attrahierend in sowohl politische als auch ökonomische Ebenen hineinwirken können (siehe die Erläuterungen des Users @ EinNarr).

Kommentar von HansH41 ,

Rosenblad, kannst du deine Stellungnahme auch in einfacherem Deutsch schreiben?

Kommentar von extrapilot351 ,

wird nicht gehen können.

Kommentar von Rosenblad ,

Habe ich Ihnen erlaubt für mich zu antworten?

Kommentar von Rosenblad ,

@ HansH41 - Die "einfache" Antwort: Die Frage nach dem Kopftuch zu stellen und mit einfachen Verweisen auf eine religiöse Sturrheit abzutun, zeigt eine sehr starke Tunnelsicht auf das reale Leben - man erinnert sich an die Frage der Gleichberechtigung der Frau in den sig. Frauenbewegungen, die mit ähnlich schmalen Argumentationen geführt wurde. Wir leben in einer globalisierenden Welt - in der Frage der ökonomischen Vorteile stößt sich daran auch kaum jemand - aber in solchen Fragen kultureller Bedingtheiten (nicht extrem-religiöser) entdecken manche Menschen plötzlich neue Feindbilder, da wird das Kopftuch zum Symbol des Widerstandes - gegen was? gegen wem? - letztlich gegen die eigene Restriktion von "uralten" Denkbildern den man glaubte längst überwunden zu haben.

Antwort
von tryanswer, 113

Was du während deines Studiums trägst (oder ob du überhaupt etwas anhast) interessiert absolut niemanden. Was den Job später anbelangt, kommt es darauf an, was du machen willst, aber da werden sich immer Möglichkeiten finden.

Antwort
von extrapilot351, 61

Dürfen darf man in Deutschland fast alles. Ob gezeigtes Verhalten dazu beiträgt mehr Akzeptanz zu erhalten ist jedoch zu bezweifeln. Was soll das tragen eines Kopftuches im 3. Jahrtausend eigentlich aussagen. Doch nur eines, ich gehöre nicht zu euch denn ich bin Muslima. Schaut nur hin. Auf Grund der verschiedenen Ereignisse in den vergangenen Jahren haben nunmal die Menschen dieses Jahrtausends ihre Zweifel am Vorhandensein des klaren Verstandes bei Trägerinnen von Burka oder Kopftüchern, verbunden mit der Angst es könnte sich auf um Terroristen handeln.

Kommentar von Rosenblad ,

Schreibt jemand der sich im Aushang als Psychologe selbst-deklariert – bedenklich wie wenig Verständnis für die gerade psychischen Zusammenhänge der Trägerinnen vorhanden ist (von kulturellen und idiomativen Belangen will an dieser Stelle nicht referieren). Und die überzogene Phobie konnotiert nun auf Verstand? – vielleicht sollte letzter Begriff im kognitiven Kontext einmal genauer beschrieben werden.

Kommentar von extrapilot351 ,

lege Dich wieder hin.

Kommentar von Rosenblad ,

Eine solche Antwort hätte mir mein 15jähriger Neffe, der Sohn meiner Schwester, gegeben. Sie geben mir an dieser Stelle ein interessantes und zugleich aufschlußreiches Selbstbeschreibungungsbild ab - wäre eine Analyse wert!

Kommentar von extrapilot351 ,

solche Kommentare deuten auf eine intrapsychische Störung hin.

Kommentar von Rosenblad ,

Sie verraten mir gerade einiges über sich selbst - und bitte verwenden Sie in Zukunft nicht Begriffe, die Sie nicht zu füllen vermögen.

Kommentar von extrapilot351 ,

hahahahahaha, gerade dieser Kommentar zeigt deutlich dass es eine Diskrepanz gibt im Zusammenhang zwischen ihrem impliziten und explizitem Selbstwertgefühl. 

Kommentar von Rosenblad ,

Sie wissen wirklich nicht über was Sie da schreiben oder? Sie brauchen mir nicht zu antworten, sondern nur sich selbst. Adé

Kommentar von extrapilot351 ,

Doch sehr wohl, im Gegensatz zu so einem wie Sie. Leben sie weiter in ihrer Welt. Freunde die sie hier hatten haben sie ja schon genug verloren durch ihre Uneinsichtigkeit.

Antwort
von suziesext10, 116

kommt drauf an, warum du Kopftuch trägst: haste ne Glatze? Oder willst du deinen Glauben demonstrieren, dich also als Sunnitin und ehrbare Frau abgrenzen von deiner nicht-sunnitischen, nicht-ehrbaren Umgebung?

Ich schätze, mit so ner inneren Bunker-Haltung wirst du dir ziemlich sicher ne Menge Schwierigkeiten machen, und zwar nicht wegen Kopftuch, sondern wegen deiner starren Religionsauffassung, die sich durch reine Äusserlichkeiten und Demonstrationen zeigt, und nicht durch ein besonders menschlich wertvolles Verhalten.

Studieren kannst du natürlich, wenn du den entsprechenden Notenschnitt hast. Ob du nen Job kriegst, hängt von deiner Flexibilität, Qualifikation und Einsetzbarkeit ein. Wenn dich deine Religionsauffassung an solchen Eigenschaften hindert, haste eben schlechtere Chancen. Liegt immer an dir, denn ein Arbeitgeber wird sich nicht nach dir richten, sondern verlangen, dass du dich in den Betrieb einfügst.

Kommentar von Rosenblad ,

Eine extreme perspektivistische Verkürzung: ein Kopftuch (oder irgendein anderes zur Stigmatisierung frei gegebenes Kleidungsstück einer Muslima)  wird eben nicht allein aus einer sunnitischen Fehldoktrin heraus (und damit Hostilität der Trägerin) „nach Außen zur Schau“ gestellt, sondern z.B. können familiäre, eheliche (z.B. im Zwang des Ehemannes oder der Schwiegermutter, Mutter, Vater, eines Brüder) kulturelle, psychisch-selbstsichernde (wegen eigener Traumata kann ein Rückgriff auf die tradierte Religion mehr als brauchbar sein), persönlichkeitsbindende (Glaube als Identitätsformat) usw. tragende Faktorenbündel sein.

Die Welt ist nicht bloß weiß und schwarz - v.a. aber sollte die Welt nicht in ein dauernd und maximal vorurteilsbehaftetes Prokrustesbett eingeflochten werden - Bitte etwas mehr Karuna!


Kommentar von suziesext10 ,

der Appell an Karuna, Barmherzigkeit, passt hier nicht.

Zumal ja die Fragen eindeutig von jüngeren Frauen kommen, die hier, im Land der Giauren, eine gute Ausbildung bekamen, und im Gegenzug nun ihr Sunnitentum auch am Arbeitsplatzt permanent demonstrieren wollen, als Lehrerin, als Gerichtsreferendarin, jetzt, und später dann als Richterin, als Chefärztin im Schleier bzw Kopftuch etc etc

Die ethisch korrekte Antwort auf religiös gefärbte Machtspiele, zum Zweck, den säkularen, öffentlichen Raum zu besetzen und zu dominieren, ist nicht die Unterwerfung, oder die Barmherzigkeit gegen die Machtspieler.

Hätten die buddhistischen Fürsten der Tokugawa-Zeit sich ähnlich feige und unterwürfig gegen christliche Missionare als Vorhut der spanischen, portugiesischen und holländischen Armeen verhalten, wäre Japan heute eine Kolonie auf dem Niveau von Südindien.

Hätten unsere Ahnen sich derart feige, ehr- und wehrlos verhalten, wären weder die islamischen Aggressoren bei Tours und Poitiers noch die riesige Aggressionsarmee Sultan Süleymans des Prächtigen vor Wien noch die Mongolischen Reiterheere zurückgeschlagen worden.

Karuna in dem Zusammenhang zu fordern, läuft auf die Selbst-Entwaffung der Angegriffenen und auf ihre bedingungslose Unterwerfung hinaus.

Kommentar von Rosenblad ,

Karuna (ebenso wie Metta) müssen natürlich immer erst durch das Nadelöhr der eigenen Vorurteile, Meinungen, Einstellungen usw. (wie  Rolf Haubl zu sagen pflegt) – und da passt dann vieles nicht mehr durch – das war und ist schon beim Begriff der christlichen Nächstenliebe (z.B. gegenüber Homosexuellen) nie anders gewesen.

Solch einen historischen Bogen zu schlagen kann gefährlich sein, sind doch mit solchen diachronen Zuweisungen jegliche Haltungen in den Ausstellungsraum eigener (und wie hier im virtuellen Raum v.a. nostrozentrischer Einfachheiten) zu validieren. Die Trägerin eines Kopftuches allerdings in den Gesamtzusammenhang einer Islamisierung des öffentlichen Raumes zu stellen und zu inkriminieren verweist bei allen Verständnis biografischer Hintergründe auf einen zu starken Vorlaut von Vorurteilen, Stereotypen und Frames – manch einer könnte geneigt sein von Paranoia zu sprechen, soweit möchte ich jetzt nicht gehen.

Was ist dann der nächste Schritt? Wie in Ruanda – wir nehmen jetzt Sensen, Äxte und Macheten und zerhacken alle die ein uns verdächtiges (islamisches) Kleidungsstück tragen, das Terrorismus und Islamisierung im Introjektionsbild (Lichtkegel) "unseren" affektiven Einzwängungen nur so erahnen lässt.

Bedenklich! Beängstigend! Bedrückend!

Kommentar von suziesext10 ,

´Was ist dann der nächste Schritt?' der nächste Schritt ist, nach dem die Kanzlerin bereits den Islam eingemeindet hatte, die völlige Unterwerfung unter sunnitische Regeln. Ich selbst will und werde nicht in einem Land leben, das sunnitische Autoritäten dominieren.

Wenn die deutsche Intelligenzia sich dafür entscheidet, für eine Dhimmi-Existenz, nun  denn, Gott befohlen. So deutsch bin ich dann wiederum auch nicht. Ich werde lernen, und abermals lernen und nicht aufhören zu lernen, und dort leben und meine Kenntnisse anbieten, wo sie etwas wert sind. Mag Deutschland, mögen die Deutschen dann ein ähnliches Schicksal erleiden wie die Kopten in Ägypten.

Kommentar von Rosenblad ,

In einen sunnitischen Land würde ich genauso wenig leben können, wie in einem nationalistischen Land oder einem Land das nur noch von wenigen Finanzoligarchen regiert wird. Die deutsche "Intelligenzia", und da sind "wir" uns auch in den "Denkfabriken" einig, werden versuchen weder das Eine noch das Andere zuzulassen, darauf mein Wort! Und nun bitte wieder etwas mehr Nüchternheit und Verstand - nicht die Affekte sollten einen Menschen dirigieren, sondern das Denken!

Kommentar von extrapilot351 ,

die Fahne mit den Affekten trägt dieser Kommentar ganz hoch, wie auch in den übrigen.

Antwort
von MAB82, 110

Ja man kann, aber man muss sich bewustsein dass einige Berufswege mit Kopftuch z.Z. ausgeschlossen sind.

Kommentar von antwortbittejup ,

Es ist sogar eine gesamte Berufsgruppe ausgeschlossen, nähmlich der öffentliche Dienst.

Kommentar von MAB82 ,

Öffentlicher Dienst ist etwas zu pauschal. Rettungsdienst z.B. gehört auch zum öffentlichen Dienst und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das bei uns muslimische Notärztin mit Kopftuch arbeitet.

Kommentar von antwortbittejup ,

Der Rettungsdienst gehört nicht zum öffentlichen Dienst, sondern die Gehälter wurden nur angeglichen.

Kommentar von MAB82 ,

Wenn ich mein Gehalt von der Kommune/Landkreis bekomme, welcher selbstständig Träger von Feuerwehr und Rettungsdienst ist, zähle ich mich zum öffentl. Dienst.

Kommentar von MxrinaFxshion33 ,

Aber warum ist das so? Was ist, wenn ich ein Kopftuch trage aber das Potential habe.. Was ist wenn ich das Kopftuch nur aus Schönheitsgründen trage und nicht aus religiösen Gründen?

Kommentar von SirGeforce ,

Dann ist es sicher kein Problem, darauf zu verzichten.

Antwort
von reziprok26, 69

Wer sein private Gesinnung zur Schau trägt wird immer Schwierigkeiten mit anderen bekommen. Wenn dir deine Religion wichtiger ist als der Beruf, dann gehe in ein Kloster

Kommentar von MxrinaFxshion33 ,

Ich bin moslem, warum in ein Kloster?

Antwort
von Shany, 102

Klar darfst Du

Antwort
von earnest, 10

Man darf.

Das weißt du auch.

Was also soll diese provokante Aufmischfrage?

Kommentar von MxrinaFxshion33 ,

Nein, weiß ich nicht und ich weiß auch nicht inwiefern ich provoziere.

Kommentar von earnest ,

Das ist ja nicht deine erste provozierende Frage.

Schon vergessen:

Kommentar von earnest ,

Sorry. Probleme mit dem Link.

Kommentar von earnest ,
Kommentar von MxrinaFxshion33 ,

Tut mir leid, wollte nicht provozieren

Antwort
von MiaMaraLara, 92

Ja na klar.

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